Nach dem erfolgreichen Saisonstart auf der Heimbahn müssen die Fehrbelliner Bundesliga-Kegler an diesem Wochenende erstmals in der Fremde antreten.

Am ersten Auswärtsspieltag 2016/ 2017 muss der Tabellenvierte des Vorjahres in die Landeshauptstadt von Niedersachsen reisen. Bereits um 12 Uhr wird man gegen den Bronzemedaillengewinner des Vorjahres - Rivalen Hannover - das zweite Spitzenspiel am dritten Spieltag bestreiten. Der Rekordmeister konnte am ersten Doppelspieltag in Stade den Zusatzpunkt gewinnen und will nun natürlich gegen einen direkten Medaillenkandidaten einen Dreier holen.

Die 90er kommen jedoch mit Rückenwind. Auch, wenn Kapitän Dirk Sperling die 300 Kilometer lange Reise urlaubsbedingt nicht antreten kann, geht man doch optimistisch ins Spiel. Schließlich ist man Tabellenführer und holte im Vorjahr nach langem rechnen überraschend den Zusatzpunkt.

Nach dem Wettkampf geht es dann Richtung Bremerhaven. Am Sonntagvormittag spielt man dann dort gegen die "Leher Turnerschaft von 1898". Hier geht es für die 90er wieder einmal darum zu punkten, was im März diesen Jahres nicht glückte. Damals war noch Leistungsträger Patrick Schneider mit an Bord, der mittlerweile zu Hertha BSC nach Berlin abgewandert ist.

Auch die beiden Landesligateams haben am Samstag ihren zweiten Spieltag. Die Herren II spielt in Vetschau, die Damen I hat dagegen ab 13 Uhr Heimrecht.  In der Kreisliga spielt die Herren III ab 9 Uhr ebenfalls das zweite Turnier auf der Bahnanlage am Rheinsberger Tor, der Heimstätte von Turbine Neuruppin. 

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Montag, 26 September 2016 23:20

Zu spät den Mut gefunden

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wurde der diesjährige Nationencup der Bohlekegler ausgetragen. Neben den Meistern der Länder Polen, Deutschland und dem Gastgeber waren noch je Bundesland zwei Herren und Damen im Starterfeld. Im Märkertrikot war unter anderem 90er Sebastian Krause am Start. Im Gegensatz zum Jahr 2012 als er den Thron bestieg, lief es diesmal nicht so erfolgreich.

In seiner Vorrundengruppe, jeweils acht Spieler spielten um die vier Halbfinalplätze, belegte der Fehrbelliner mit 33 Punkten (881 Holz) den sechsten Rang. Bis zum vierten Rang, den sich Christian Spyra (Hannover) sicherte, fehlten sechs Punkte. Den Grund für das frühe Aus sieht Krause im fehlenden Mut: "Ich konnte die Bahnen in den fünf Läufen am Freitag lange beobachten. Es wirkte, als müsse man das Tempo sehr drosseln, was auch viele Spieler bestätigten. Auf der Bahn stellte es sich jedoch anders dar. Je ruhiger ich wurde, desto genauer musste ich spielen. Auf den letzten beiden Bahnen riskierte ich dann, einen schärferen Wurf zu spielen, was auch funktionierte. Doch da war das Kind schon in den Brunnen gefallen. Es ist sehr schade - ein zwei Bahnen früher den Schalter umlegen und es wäre wirklich etwas drin gewesen."

Der zweite Brandenburger Raphael Kukla (Michendorf/ Seddin) schaffte dagegen den dritten Rang in seiner Gruppe und zog somit ins Halbfinale ein. Auch hier zeigte der Brandenburg eine sehr gute Leistung. Mit 43 Punkten holte er sich hinter dem Dänen Morten Kruse (47) und dem Bremerhavener Jens Kohlenberg (44) wieder Rang drei und zog somit ins Finale ein. In diesem musste er sich in der sehr starken Konkurrenz mit dem achten Rang zufrieden geben. Sieger wurde der Däne Morten Kruse vor dem Berliner André Franke sowie Christian Spyra.

Bei den Damen waren für Brandenburg Bettina Lehmann (Königs Wusterhausen) und Kathrin Zobel (Luckenwalde) im Teilnehmerfeld. Kathrin Zobel belegte in ihrer Vorrundengruppe den sechsten Rang und schied aus. Bettina Lehmann schaffte  einen sehr guten zweiten Platz. Im Halbfinale folgte dann das Aus mit Rang sieben. Nationencupsiegerin wurde Annika Heins (Husum/ 45) vor Bianca Onken (Bremen/ 44) und Christina Juhl (Dänemark/ 43).


Ergebnisse Nationencup 2016 in Kopenhagen


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Am kommenden Wochenende wird in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen der diesjährige Nationencup der Bohle-Kegler ausgetragen. Neben Startern der Nationalmannschaften von Polen, Deutschland und vom Gastgeber spielen noch je Bundesland zwei Herren und Damen um den Titel beziehungsweise um die Podestplätze. Vom SV 90 Fehrbellin wird Sebastian Krause im Starterfeld stehen. Weiterhin kegeln für das Märker-Land Raphael Kukla (Seddin/ Michendorf) sowie Bettina Lehmann (Königs Wusterhausen) und Kathrin Zobel (Luckenwalde) um die Hölzer. Natürlich hofft das Quartett auf eine gute Auslosung. Ziel für den 90er wird es sein, die Endrunde zu erreichen.

An Dänemark haben die Fehrbelliner Kegler bisher sehr gute Erinnerungen. Vor vier Jahren konnte Sebastian Krause den damaligen Europacup bei den Herren gewinnen. 2006 schaffte 90er Alexander Wolski das Kunststück bei den Junioren. Es waren gleichzeitig die einzigen Medaillengewinne von brandenburgischen Keglern in diesem Wettbewerb. Bei den Damen gab es mit dem Sieg der Calauerin Sandra Görs 2005 sowie dem zweiten Platz der Neuruppinerin Kathrin Wegner, die Damals für ein dänisches Bundesland an den Start ging, ebenfalls zwei brandenburgische Podestplätze.

Der Nationencup, der bis 2012 Europacup hieß, wird seit einigen Jahren in einem bislang einzigartigen Modus ausgetragen. Geht es sonst nach dem Bestwert nach 100, 120 oder 200 Wurf, werden beim einzigen internationalen Bohlekegel-Wettbewerb nach jeder Bahn Punkte verteilt. Der Auch, wenn an den Modalitäten nahezu jedes Jahr kleine Veränderungen vorgenommen werden, ist diese Form der Wertung seit 2011 charakteristisch für dieses Event.

In diesem Jahr werden 32 Damen und 32 Herren um die beiden Goldmedaillen kämpfen. Dabei wird es je vier Vorrunden á acht Starter geben. Die besten vier erreichen das Halbfinale, wo ebenfalls die Top vier jedes Laufes ins Finale einziehen. Gespielt werden 15 Wurf je Bahn. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man um die 40 Punkte pro Runde benötigt, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

2012 reichten Krause im Finale 44 Punkte, um den Cup nach Brandenburg zu holen. Doch der Modus wird von vielen Sportlern kritisch beäugt. So sind es oft die älteren Kegler, die sich mit dem Punktesystem nicht anfreunden können. Als Hauptargument wird von den Routiniers genannt, dass es wie eine Lotterie sei und sich am Ende nicht der Beste Kegler durchsetzt, sondern es eher Glückssache ist. Tatsächlich kann man mit etwas Glück auch einmal mit einer schwächeren Bahn viele Punkte sammeln, während die nächste Bahn für einen stark aufspielenden Spieler nur 6 oder 5 Punkte bringt, weil die Anderen noch mehr Kegel zu Fall bringen. Blickt man allerdings auf die Endergebnisse, so sind meist die Starter mit den besten 120-Wurf-Ergebnissen auch nach Punkten vorn. 

Das Große Plus sehen die Befürworter darin, dass durch den kürzeren Abstand der Entscheidungen viel mehr Spannung erzeugt wird. Das ist in einer eher eingestaubt wirkenden Sportart, wie der Kegelsport leider vielerorts wahrgenommen wird, ein wichtiger Aspekt. Die Funktionäre tun gut daran, mehr solcher Experimente zu wagen. Nur dann werden auch ein gewisses mediales Interesse geweckt und langfristig neue Mitglieder - gerade im Nachwuchsbereich - akquiriert. 


Zeitplan Nationencup 2016 in Kopenhagen


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Das Fehrbelliner Bundesligasextett konnte einen mehr als gelungenen Start in die neue Saison feiern. Weder der amtierende deutsche Vizemeister Union Oberschöneweide, noch der Hauptstadtclub Hertha BSC hatten an diesem Wochenende auf der Kegelbahn an der Luchstraße eine Chance. Beide Male gab es einen klaren Dreier für die Kegler der Rhinstadt. Auch für die kleine Wertung konnte man sehr gut Punkten. An beiden Tagen lagen alle Heimkegler vorne, so dass es auch hier die Idealpunktzahl von jeweils 57:21 Einzelwertungspunkten (EWP) gab.

 

SV 90 Fehrbellin – Union Oberschöneweide 3:0 (5343:5132 Holz, 57:21 EWP)

Von der Papierform war es die Bundesligaspitzenpartie. Immerhin traf der Vierte der Vorsaison auf den deutschen Vizemeister. Aber die Hausherren zeigten in allen drei Durchgängen, wer Herr im Hause ist. Die beiden 90er Anschieber Benjamin Münchow und Sebastian Krause konnten mit 880 und 875 Holz eine klare 70-Holz-Führung erspielen. Auf Seiten des Hauptstadtclubs hatte die Startachse Mike Cassube (839) und Peter Kowal (846) erhebliche Bahnprobleme.

Auch die Mittelachse der Rhinstädter ließ nichts anbrennen. Fehrbellins Neuzugang Daniel Neumann konnte bei seinem ersten Einsatz im 90er Trikot mit 890 Holz überzeugen und einen neuen Höchstwert erkämpfen. Nur drei Holz dahinter lag sein Mitspieler Dietmar Stoof. Unioner Andreas Hampe hielt lange Zeit mit dem 90er Duo mit. Am Ende seiner 120 Würfe standen 870 Holz im Spielprotokoll. Diese Holzzahl sollte am Ende das beste Gästeergebnis darstellen. Da Frank Lüer auf 857 Holz kam, trennten beide Clubs jetzt satte 120 Holz. Damit war das Spiel entschieden, nur der Zusatzpunkt war für die Berliner theoretisch noch drin.

Immerhin hatte man in der Schlussachse die beiden Nationalspieler André Franke und André Krause in der Hinterhand. Aber auch die 90er hatten mit dem Bundesligaranglisten-Sieger des Vorjahres, Dirk Sperling, sowie Alexander Wolski zwei Asse im Ärmel. Beide 90er spielten vom ersten bis letzten Wurf konstant durch. Mit 908 und 903 Holz spielten sie die besten Tagesergebnisse. Beide Unioner dagegen hatten arge Schwierigkeiten. André Krause hatte am Ende 866 Holz an der Anzeigetafel. André Franke, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, musste sich sogar mit 854 Holz zufrieden geben. Damit gab es für die Hausherren nicht nur den wichtigen Dreier, sondern die Gäste erhielten sogar die Höchststrafe. Da alle sechs 90er den Bestwert der Gäste überboten, gab es in der kleinen Wertung die Idealpunktzahl von 57:21 Punkten.


SV 90 Fehrbellin - Hertha BSC Berlin 3:0 (5339:5179 Holz, 57:21 EWP)

Diesmal spielten Alexander Wolski und Benjamin Münchow für das Fehrbelliner Sextett an. Alexander Wolski knüpfte an die Leistung des Vortages an und erzielte mit 897 Holz Durchgangsbestwert. Benjamin Münchow hatte dagegen Startschwierigkeiten und wurde ab dem 46. Wurf durch Sebastian Krause ersetzt. Dieser lieferte sich mit Herthaner Marc Süßmilch einen spannenden Kampf. Buchstäblich mit dem letzten Wurf zog der Rhinstädter mit 877 Holz noch um ein Holz vorbei. Das war wichtig, da bei Gleichstand das Gästeergebnis besser gestellt wird. Der zweite Herthaner Patrick Schneider konnte mit 852 Holz nicht mithalten. Somit lagen wie am Vortag beide 90er vorn. Gleichzeitig hatte man eine Führung von 46 Holz erspielt.

In der Mittelachse spielten wieder Dietmar Stoof und Daniel Neumann. Dietmar Stoof schraubte den Tagesbestwert auf 899 Holz. Partner Daniel Neumann kämpfte sich mit 877 Holz ebenfalls mit einem Holz über die aktuelle Bestleistung der Gäste. Hauptstadtkegler Uwe Taubenheim folgte knapp dahinter mit 874 Holz. Partner Oliver Hammer schaffte dagegen nur 841 Hölzer. Somit waren wieder vor der Schlussachse alle vier 90er vorn und 107 Holz lagen zwischen beide Teams.

Im Schlussblock kegelten dann Nico Witter, der sein Saisondebüt gab, und Dirk Sperling um die Hölzer. Ihre Gegner waren Stephan Lazarus und Timo Koch. Kapitän Dirk Sperling stellte mit 899 Holz den Tagesbestwert von Dietmar Stoof ein und auch Nico Witter konnte mit 890 Holz ein Topergebnis erkämpfen. Timo Koch und Stephan Lazarus beendeten das Spiel mit 872 und 864 Holz, somit gab es auch für den zweiten Berliner Club die höchst mögliche Niederlage.


Der erste Tabellenführer heißt folgerichtig SV 90 Fehrbellin, dicht gefolgt von Wiederaufsteiger SVL Seedorf und Meister ETV/ Phönix Kiel, die sich ebenfalls auf heimischer Anlage schadlos hielten. Genauso mit 6 Punkten startete der KSK Oldenburg/ Holstein. Als einzige auswärts punkten konnten der KV Hansa Stralsund bei Aufsteiger Husum sowie Medaillenanwärter KSK Rivalen Hannover in Stade.

Letzterer Club ist der nächste Gegner, wenn es für die 90er in 3 Wochen auf Reisen geht. Nicht dabei sein wird dann Kapitän Dirk Sperling. Doch auch ist der SV 90 immer für einen Auswärtspunkt gut. Vermutlich wird auch dieses Spiel eine Stunde früher, also um 12.00 Uhr angepfiffen - dies ist zumindest der Wunsch der Hannoveraner. Die Bestätigung des Staffelleiters steht aber noch aus.

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Genau auf den Tag vor elf Jahren spielten die Kegler des SV 90 Fehrbellin erstmals um Bundesligapunkte, wenn am Samstag die neue Saison gestartet wird. Am 17. September 2005 hatte man in der 2. Bundesliga den Berliner Club Empor Brandenburger Tor als Gast. Im nächsten Jahr folgte der Staffelsieg und man stieg in die deutsche Eliteliga auf. Nun beginnt die bereits die zehnte Spielzeit im Oberhaus.

242 Bundesligaspiele stehen jetzt in der Statistik. Nach dem man im letzten Jahr den undankbaren vierten Platz belegte, will man in diesem Jahr wieder einen Medaillenplatz erkämpfen. Für die Medaillenjäger vom Rhin werden die ärgsten Rivalen Topfavorit Kiel, Hannover und die Kegler des Hauptstadtclub Union sein. Besonders freut man sich auf 90er Seite auf die beiden Brandenburger Duell mit Seedorf. Nach dem Abstieg 2015 folgte der sofortige Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. 

Für den Start ist alles angerichtet. Die Bahnanlage wurde im Mai inklusive vier neuer Kegelsätze abgenommen. In der Sommerpause wurde die Kegelkugel aus der Hand gelegt und gegen das Handwerkszeug ausgetauscht. Die Bahnanlage erhielt einen neuen Farbanstrich. Veranstaltungs-, Clubraum sowie die Herrenumkleide erhielten nach zehn Jahren neue Fußbodenbeläge. Gute 9000 Euro wurden investiert. Damit ist die Halle wieder ein Schmuckstück.

Gleich der Saisonstart am Samstag wird ein Wahrsager werden

Bereits um 12 Uhr - alle anderen Partien in der 1. und 2. Bundesliga beginnen um 13 Uhr - heißt der Gegner Union Oberschöneweide. Das Berliner Sextett reist als amtierender deutscher Vizemeister an. Ein besonderes Highlight wird es für Fehrbellins Neuzugang Daniel Neumann werden. 15 Jahre lang trug er das Trikot der Unioner bzw. vorheriger Spielgemeinschaften. Nun werden unter anderem André Franke und André Krause erstmals seine Gegenspieler sein. Das 90er Sextett um Kapitän Dirk Sperling will natürlich einen Dreier und damit dort anknüpfen, wo man im Vorjahr endete. In allen elf Heimspielen blieben die Punkte in der Rhinstadt. Doch auf Grund der neuen Kegel steht jetzt ein besonderes Fragezeichen hinter den Trainingsergebnissen. Reichen die neuen Fallergebnisse, um die Gegner zu beherrschen? Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat man keinen Richtwert.

Am Sonntag ist dann ab 10 Uhr Hertha BSC zum achten Mal in der Rhinstadt zu Gast. Mit dem Bremerhavener Patrick Schneider haben die Herthaner ebenfalls einen Neuzugang zu verzeichnen. Auch diesen Gegner sollten die Rhinstädter nicht unterschätzen. Zweimal hatten die Hauptstadtkegler bereits den Zusatzpunkt im Heimgepäck.


Aber nicht nur das Bundesligateam ist an diesem Wochenende im Einsatz. Auch auf Landesebene fängt die Saison an. Die Herren II und Damen I werden als jeweilige Neulinge in Werder und Perleberg in der Landesliga auf hoffentlich erfolgreiche Punktejagd gehen.

Weiterhin ist auch die Herren III am Samstag im Einsatz, wenn in Wittstock die ersten Hölzer in der Kreisliga fallen werden.

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Montag, 12 September 2016 21:34

Platz vier und fünf für Märker-Auswahl

In Cuxhaven wurde am vergangenen Wochenende der Länderpokal der Damen und Herren ausgespielt. Jeweils acht Landesverbände hatten gemeldet. Im Märker Trikot spielten neben den beiden Fehrbellinern Sebastian Krause und Dirk Sperling Zweitligaspieler Raphael Kukla (Michendorf/ Seddin) sowie Mathias Loewa (Vetschau) und Sven Koslitz (Karstädt) die auf Landesebene auf Holzjagd gehen. Bei den Damen kamen Heike Bolzmann (Perleberg), Bianca Kühn (Königs Wusterhausen), Jennifer Schauer (Altdöbern), Angela Weise (Kablow) und Michèle Bombik (Werder) zum Einsatz.

Am ersten Wettkampftag spielten alle jeweils 120 Würfe, wobei das holzschwächste Ergebnis aus der Wertung fiel. Sonntag kegelten dann die vier Mannschaftsbesten.

Nach dem ersten Tag lag man bei den Herren mit 3718 Hölzern auf dem vierten Rang. Bis zum Berliner Team fehlten 26, zum Zweiten Niedersachsen 30 Holz. Rang eins hatte Schleswig-Holstein mit 3770 Holz inne. Das Damen-Quintett lag am Samstag mit 3646 Holz auf dem 5. Platz. Nur zehn Holz mehr hatten Hamburg und Berlin, die holzgleich auf dem dritten Rang lagen. Auch hier war Schleswig-Holstein auf eins (3724). Dahinter folgte ebenfalls Niedersachsen (3716). Somit war für beide Märker-Teams am Sonntag noch ein Medaillenplatz in Reichweite.

Leider wurde daraus nichts. Am Ende blieben die Herren auf dem undankbaren vierten Rang. 38 Holz fehlten zum Bronzemedaillengewinner Niedersachsen (7455). Pokalsieger wurde erwartungsgemäß Schleswig-Holstein (7522) vor Berlin (7499). Die Brandenburger Damen kamen am Ende mit 7264 Holz auf den 5. Rang. Auch hier ging der Pokal nach Schleswig-Holstein (7395). Silber und Bronze erkämpften sich mit 7369 und 7315 Holz Niedersachsen und Hamburg. Bester Holzsammler wurde bei den Herren Alexander Eggers (Schleswig-Holstein) mit 1892 (957/ 935) Holz. Bei den Damen spielte Anja Fürst (Niedersachsen) mit 1866 (941/ 925) Höchstholz.

Bei der im Anschluss an die Siegerehrung durchgeführten Nationalkader-Nominierung wurde Dirk Sperling zum wiederholten Mal auserkoren. Somit hatte wenigstens ein Brandenburger Grund zur Freude. Das traditionelle Länderspiel gegen Dänemark findet am 05.11.2016 in Delmenhorst statt.

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Montag, 05 September 2016 11:50

90er mit dem Adler auf der Brust

Am kommenden Wochenende beginnt die neue Kegelsaison traditionell mit dem Länderpokal der Damen und Herren. Acht Landesverbände schicken je ein Damen- und Herrenteam ins Rennen um die Medaillen. Der diesjährige Ländervergleich findet in Kegelsportzentrum Cuxhaven statt. 

Für die Brandenburg-Auswahl nominiert wurden in diesem Jahr Dirk Sperling und Sebastian Krause vom Fehrbelliner Bundesligateam. Neben den beiden werden Mathias Loewa (Vetschau), Zweitliga-Spieler Raphael Kukla (Michendorf/ Seddin) und Sven Koslitz (Karstädt) zum Einsatz kommen. Das Damenteam besteht aus Angela Weise (Kablow), Bianca Kühn (Königs Wusterhausen), Jennifer Schauer (Altdöbern), Michèle Bombik (Werder) und Heike Bolzmann (Perleberg).

Am Samstag werden im ersten Lauf alle fünf Spieler über die Bahnen gehen. Die vier besten Ergebnisse kommen in die Wertung. Am Sonntag wird mit vier Spielern gespielt, wobei einmal ausgewechselt werden kann, und die Ergebnisse werden addiert. Am Ende steht die Mannschaften mit den meisten erspielten Hölzern an beiden Tagen ganz oben. 

Favoriten bei den Herren sind neben den heimischen Niedersachsen die Auswahlmannschaften von Schleswig-Holstein, Berlin. Brandenburg will ebenfalls in den Medaillenkampf eingreifen. Das wird sich bei den Damen durchaus schwieriger gestalten. Während die Herren, die über 3 Bundesligamannschaften verfügen, bereits oft zeigen konnten, dass man auf nationalem Topniveau mithalten kann, schaffte es bei den Damen lediglich ein Team, zwei mal ins deutsche Oberhaus auf-, um im Folgejahr direkt wieder ab zu steigen.

Grund zur Hoffnung gibt allerdings das erfolgreiche abschneiden bei den deutschen Meisterschaften vor gut einem Jahr an gleicher Stelle. Damals konnte das Duo Bianca Kühn/ Bettina Lehmann den Titel erringen - eine riesen Überraschung. Warum soll eine solche Sensation nicht wieder gelingen?!

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Montag, 05 September 2016 11:09

Vorbereitungsturnier in Beeskow

Das 5. "1000er-Turnier" in Beeskow fand in diesem Jahr erstmals unter Beteiligung von Keglern des SV 90 Fehrbellin statt. So nutzten Meike Erdmann, Daniel Neumann, Nico Witter, Benjamin Münchow und Sebastian Krause das Turnier zur Saisonvorbereitung. Während die vier erstgenannten als reines SV 90-Quartett starteten, schloss sich Krause einer gemischten Mannschaft aus Altdöbern, Calau und Fehrbellin an. 

1000er-Turnier ist im doppelten Sinn zu verstehen. Jedes Vierer-Team muss insgesamt 1000 Wurf spielen - jeder zwei Mal 120 sowie von einem Spieler weitere 40 Wurf. Außerdem wird für jeden, der mit 120 Wurf, also der üblichen Wettkampfdistanz, die 1000 knackt, ein Sonderpreis ausgelobt. So viel vorweg - die 1000 Holz, die auf einer normalen Bahn unvorstellbar klingen, sind in diesem Jahr nicht gefallen. Am dichtesten dran war die Berlinerin Katharina Franke mit dem Bestwert von 988 Holz. Sie konnte sich nicht nur über den Siegerpokal im Einzel freuen, sondern feierte auch mit ihrem Team von Union Oberschöneweide die erfolgreiche Titelverteidigung. Mit 8064 Holz distanzierten die Berliner die gesamte Konkurrenz und blieben als einziges Team über 8er-Schnitt.

Auch der Herren-Einzel-Sieg ging nach Oberschöneweide. Aber nicht einer der Stars André Franke oder André Krause waren es, sondern Stefan Peplau vom Zweitliga-Team der Ostberliner. Der gebürtige Brandenburger kam in seinem zweiten Lauf auf 985 Holz, nachdem er sich bereits zu Beginn mit 976 Holz an die Spitze setzte. André Franke, der mit 1018 Holz den Rekord hält, kam auf 969 und 951 Holz. André Krause musste sich mit 965 und 961 Holz begnügen. Katharina Franke schaffte im zweiten Lauf immerhin 950 Holz.

Bei den 90ern spielten Meike Erdmann (923, 891), Benjamin Münchow (945, 944), Daniel Neumann (975, 972) und Nico Witter (956, 962). Mit insgesamt 7890 Holz musste man sich noch dem Team von Schwarz-Weiß Berlin (7907) geschlagen geben. Hier sind Patrick Winter (973, 970) und Anja Forkel (952, 952) hervorzuheben. Fehrbellin nimmt trotzdem 2 Pokale mit nach Hause, weil Daniel Neumann auf Platz 2 der Einzelwertung landete.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch die 90er-Reihe, die Neumann auf dem rechten Aufsatz der Bahn 3 gelang. Diese seltene Erfahrung konnten noch nicht viele Kegler bei einem Wettkampf machen. Dementsprechend groß war das Staunen in der Halle.

Genau wie Witter und Münchow landete Sebastian Krause mit 951 und 961 Holz im oberen Mittelfeld der Einzelwertung. Mit seinem Team erreichte er 7803 Holz und Rang 6. 

 

Mannschaftswertung

Einzelwertung Damen

Einzelwertung Herren

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Sonntag, 14 August 2016 17:55

SV 90-Kegler knacken Guinness-Rekord

Am Sonntag um 8.30 Uhr war es so weit. Der aktuelle "Guinness World Record" unter Rubrik "Highest pinfall in ninepin bowling in 24 hours by a team of 12" sollte auf der Fehrbelliner Kegelbahn geknackt werden. Damit lösten die Fehrbelliner Kegler ihr Versprechen ein, ein besonderes Highlight zum 800-jährigen Jubiläum des Stadtrechts durchzuführen.

90er Daniel Neumann ging zum elften Mal auf die Bahn, um in seinen zehn Minuten so viele Hölzer wie mögliche zu erspielen. Sein letzter Wurf sollte historischen Stellenwert bekommen. Mit dem 5662en Wurf des Wettkampfes zog man an Rekordhalter Wellmitz vorbei und hatte 42.235 Holz an der Videowand zu stehen. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Immerhin ging die Wettkampfzeit von Samstag 12 Uhr bis Sonntag 12 Uhr.

Jeder der zwölf Fehrbelliner spielte weiter verbissen um die Hölzer und wollte das Endergebnis weiter hoch pushen. Nach dem letzten Wurf von Dirk Sperling, es war der insgesamt 6624 Wurf in den 24 Stunden, hatte man 49.392 Holz erkämpft. Damit lagen unglaubliche 7.158 Holz zwischen dem alten und neuen Rekord.

Jeder hatte alles gegeben, das konnte man nach Wettkampfende sehen. Immerhin hatten alle zwischen 525 und 579 Kugeln in dieser Zeit gespielt.

Bereits im ersten Durchgang konnte jeder Zuschauer sehen, dass das Team auf die Sekunde top fit war. Benjamin Münchow, Dana Vatter, Daniel Neumann, Tim Ladenthin, Sebastian Krause, Nico Witter, Kathrin Hildebrandt, Marco Koch, Dietmar Stoof, Sissy Wianke, Alexander Wolski und Dirk Sperling spielten alle 12 Durchgänge wie aus einem Guss. Jederzeit wurde der Durchgangsdurchschnitt der Wellmitzer von 294 Holz überboten. Fast in allen 144 Durchgängen stand eine drei vorne.


Höchstholz schaffte Dirk Sperling

Im elften Durchgang gelangen ihm in zehn Minuten 50 Würfe. Lohn waren 388 Hölzer. Aber auch die Rahmenbedingungen für alle Gäste waren vorbildlich. Auf zwei Bildschirmen wurde die Wettkampfdauer beziehungsweise die Spieldauer eines jeden Keglers angezeigt. Auf zwei weiteren Videowänden konnte man die aktuellen Wettkampfergebnissen verfolgen. Somit war man jederzeit auf Höhe des Wettkampfgeschehens.

Auch die Bahnanlage hielt der größten Herausforderung der Vereinsgeschichte stand. 33 Mitglieder bildeten das Organisationsteam. Ein Profi nahm den gesamten Wettkampf gemäß der Guinness-Richtlinien auf.

Nachdem 90er Dirk Sperling als letzter Kegler noch einmal von seinem Team und den Zuschauern lautstark angefeuert wurde, gab es den verdienten Lohn. Alle Aktiven mussten zur Siegerehrung nochmals durch die Halle auf die Bahn. Das Abklatschen nahm kein Ende. Jeder trug zu dieser Zeit bereits Stolz sein "Weltrekordler Shirt".  Heidrun Flemming und Sabine Wolski überreichten dem Team die Medaillen und den gestifteten Guinness-Pokal der Firma "LED-Helden".

Ortsvorsteher Jürgen Sternbeck und SV 90-Vorsitzender Christoph Wolff ließen es sich ebenfalls nicht nehmen, die neuen Weltrekordhalter zu beglückwünschen. Zum Abschluss gab es dann in der Halle sogar noch ein kleines Feuerwerk zu Ehren des neuen Guinness World Records.

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Donnerstag, 11 August 2016 19:06

SV 90 Kegler im Guinness-Fieber

An diesem Wochenende wird die Fehrbelliner Kegelhalle ihren größten Dauereinsatz in der 35-jährigen Vereinsgeschichte haben. Grund ist der Guinness-Weltrekordversuch der Fehrbelliner Kegler. Dieser soll am Samstag um genau 12 Uhr in der heimischen Sportstätte starten. Eine unglaubliche Herausforderung für die Kegeltechnik und das 12-köpfige 90er Team steht an.


Dana Vatter, Sissy Wianke, Kathrin Hildebrandt, Tim Ladenthin, Marco Koch, Dirk Sperling, Sebastian Krause, Benjamin Münchow, Daniel Neumann, Nico Witter, Dietmar Stoof und Alexander Wolski werden versuchen, in den kommenden 24 Stunden mehr als 42.234 Hölzer zum Fallen zu bringen.

Auf der Bahn 3 wird jeder Kegler des Teams im Wechsel jeweils exakt 10 Minuten kegeln. Schnelligkeit, Zielgenauigkeit und natürlich Ausdauer sind dann für jeden das oberste Gebot. Bisher hat das Team nur in kleinen Gruppen über mehrere Stunden trainiert. Besonders schwer war es bisher für jeden, den richtigen Wurfrhythmus für die zehn Minuten zu finden, um auf eine hohe Gesamtholzzahl zu kommen. Rekordhalter Wellmitz kam bei seinem Spiel pro 10 Minuten auf einen Schnitt von fast 294 Hölzer (über 24 Stunden gerechnet). 

Nach der Sportordnung hat ein Spieler für 10 Würfe maximal vier Minuten Zeit. Somit würde man rein rechnerisch auf 25 Würfe in den zehn Minuten kommen. Für den Weltrekord wäre aber eine Schlagzahl zwischen 40 und 45 Würfen nötig. Die letzte Trainingseinheit soll am Freitagabend starten. Erst beim Weltrekordversuch wird man dann im kompletten Team spielen. Am Sonntag um 12 Uhr müssen dann mehr als die besagten 42.234 Holz in der Halle gefallen sein. Dann würden die Fehrbelliner den zwei Jahre alten Guinnessrekord des SV Wellmitz überbieten. Jeder Spieler wird dann nicht nur 24 Stunden ohne Schlaf sein, sondern auch jeweils um die 500 Würfe in den Knochen haben, so dass dann insgesamt ca 6000 Kugeln auf der Bahn gespielt worden sind.


Natürlich kommt es nicht nur auf die Akteure an, sondern auch das Organisationsteam wird im Dauereinsatz sein. 33 Kegler werden für alle Aufgaben benötigt um die Guinness Vorgaben und den Wettkampf abzusichern. Von Guinness wird unter anderem gefordert, den kompletten Wettkampf digital aufzunehmen. Dies wird für die 90er ein Profi übernehmen. Weiterhin müssen Zeugen vorhanden sein, die jeweils nach vier Stunden ausgetauscht werden müssen und natürlich muss alles genau in einem Protokollbuch dokumentiert werden. Weiterhin werden für die 24 Stunden Schreibkräfte benötigt. Zwei Techniker stehen für die Bahn zur Verfügung. Der Grill wird ebenfalls im Dauereinsatz sein. Außerdem wird es Salate und selbstgebackene Kuchen geben, die im Vorfeld von den Vereinsmitgliedern zubereitet werden.


Natürlich hoffen die 12 Kegler während der 24 Stunden auf zahlreiche Besucher, die dieses besondere Highlight zum 800 Jubiläum des Stadtrechts von Fehrbellin begleiten und das Team anfeuern. Spannend wird es dann am Sonntagvormittag, dann wird sich entscheiden, ob es einen neuen Guinness World Record geben wird und die Sektkorken knallen können.


Auch die Medien wollen präsent sein. Bereits im Vorfeld will Antenne Brandenburg am Samstagvormittag die erste Live-Schalte in die Bundesligahalle durchführen. Am Sonntagvormittag will man dann sogar beim Zieleinlauf vor Ort über dieses Sportereignis berichten. Damit die sportbegeisterten Gäste nichts in Rio verpassen, werden auch diese Entscheidungen live zu sehen sein.

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