Für die Bohlespezialisten des SV 90 Fehrbellin stand am abgelaufenen Wochenende der 13. und 14. Spieltag im Kalender. Gegner war an beiden Tagen der Aufsteiger aus Michendorf und Seddin. Die Märker rangierten vor dem Wochenende auf Rang Sechs der Tabelle und konnten vor allem auf der Heimbahn überzeugen.

 

SG Michendorf/ Seddin – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5456:5377 Holz, 49:29 EWP)

Am Samstag fand zunächst das Hinspiel in Michendorf statt. Die 90er holten bislang in jedem Auswärtsspiel mindestens einen Zähler. Der Gewinn des Zusatzpunkts wurde also als Minimalziel ausgegeben.

Jonathan Jaeger (898) und Benjamin Münchow (891) schlugen sich im ersten Durchgang über drei Bahnen sehr gut. Doch durch einige unnötige Fehler musste man am Ende doch einen 31-Holz-Rückstand hinnehmen. Norman Lorenz (920) nutzte die Gunst der Stunde und stellte gleich zu Beginn den Tagesbestwert auf. Raphael Kukla (900) konnte mit den letzten Würfen noch am lange führenden 90er vorbeiziehen, was nicht gut für die Zusatzwertung war.

In der Mittelachse sah es zunächst aus, als könnten Daniel Neumann und Dirk Sperling Boden gutmachen. Doch die Heimspieler Ralf-Ingo Buchholz und Marko Friedrich ließen sich von Dirks forschem Start nicht beeindrucken und hielten gut  dagegen. Dirk verlor sogar noch sein Duell mit 914:916 Holz, während Daniel seinen Gegner mit einer durchwachsenen Leistung (885:885) halten konnte.

Der Zusatzpunkt war greifbar. Doch der Aufsteiger war an diesem Tag zu stark. Sowohl Christian Rosga (919) als auch Torsten Wagner (916) konnten sich an Dirk vorbei schieben. Sebastian Krause und Dietmar Stoof fehlte hingegen etwas die Konstanz, so dass am Ende 903 bzw. 886 Kegel umgelegt wurden.

Somit mussten die Titelaspiranten erstmals in dieser Saison die Heimreise mit leeren Händen antreten.

 

SV 90 Fehrbellin – SG Michendorf/ Seddin 3:0 (5388:5179 Holz, 57:21 EWP)

Das Rückspiel am Folgetag  wurde eine sehr einseitige Partie. Während die Rhinstädter ihren Stiefel in gewohnter Manier herunterspielten, fand der Aufsteiger zu keiner Zeit das richtige Tempo.

Dirk Sperling (925) hatte nie Mühe, den Durchgang für sich zu entscheiden. Sein Mitspieler Benjamin Münchow hatte mit 882 Holz etwas zu kämpfen, setzte sich aber am Ende doch recht deutlich von René Lewin (862) und Norman Lorenz (869) ab.

Die Mittelachse verlief ähnlich. Während Dietmar Stoof (903) Bahn und Gegner dominierte, quälte sich Daniel Neumann nach schwachem Start auf 884 Holz. Marko Friedrich und Christian Rosga kamen auf Gästeseite nicht über 861 und 864 Holz hinaus.

Jonathan Jaeger (892) und Sebastian Krause (902) ließen nichts mehr anbrennen. Beide zeigten ein solides Spiel, ohne dabei zu brillieren. Die Ergebnisse von Raphael Kukla (870) und Torsten Wagner (853) hatten nur noch statistischen Wert. Beide schafften es nicht, die Höchststrafe von 57:21 Einzelwertungspunkten abzuwenden.

Den 90ern ist zwar am Sonntag die Revanche für die klare Niederlage am Vortag geglückt, man wird aber noch ein paar Tage dem verschenkten Punkt hinterher trauern.

 

Dauerrivale SG ETV/ Phönix Kiel holte aus den Duellen mit dem KSK Oldenburg/ Holstein 4 Zähler und schrammte auf heimischer Anlage denkbar knapp an einem neuerlichen Punktverlust vorbei. Somit beträgt der Rückstand Fehrbellins auf den Ligaprimus nun zwei Punkte.

In zwei Wochen geben die Herren von der Förde ihre Visitenkarte in Fehrbellin ab. Man wird sicher den Punktverlust aus dem Hinspiel egalisieren wollen. Doch die 90er werden gewappnet sein. Außerdem geht es am Sonntag gegen den KSK Oldenburg/ Holstein. Kiel muss dann nach Michendorf.

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Mittwoch, 23 Januar 2019 22:17

Derbyzeit in den Kegel-Bundesligen

An diesem Wochenende findet in der ersten und zweiten Bundesliga der Bohlekegler der Wechselspieltag statt. Zahlreiche Derbys warten aus naturgemäß auf die Kegelfans. Dies trifft natürlich auch auf die drei Bundesligateams aus dem Ruppiner Land zu.

Die Erste des SV 90 Fehrbellin wird in der 1. Bundesliga zweimal im Brandenburg-Derby auf die Spielgemeinschaft Michendorf/ Seddin treffen. Beide Teams treffen erstmals aufeinander. Bisher spielt der Liganeuling eine solide Saison. Vor allem auf der Heimbahn holte der Aufsteiger die nötigen Zähler für einen Mittelfeldplatz. 16 der 17 Punkte wurden auf der Heimbahn errungen. Zu dem ist die SG zu Hause noch unbesiegt. Am Samstag müssen die 90er in der Fremde antreten. Doch nicht für alle Spieler im 90er Trikot ist es der erste Auftritt in Michendorf. Vor allem Jonathan Jaeger kennt die Bahnen gut, denn seine alte Kegelheimat Werder liegt im gleichen Landkreis. Dennoch wird man erst nach dem Einspielen abschätzen können, was für das 90er Sextett drin ist. Union Oberschöneweide (36 EWP) und Hannover (32 EWP) gelang der Gewinn des Zusatzpunktes. Natürlich wollen auch die 90er punkten, für drei Punkte scheinen die Trauben hingegen sehr hoch zu hängen.

Am Sonntag um 10 Uhr folgt dann das Rückspiel in der Rhinstadt. Hier will man nicht nur die saubere Weste behalten, auch die kleine Wertung könnte am Ende der Saison noch wichtig werden. Aus diesem Grunde wird man am Samstagabend noch einmal auf der Heimbahn eine Extraschicht hinlegen.

Selbstverständlich wird man auch am Wochenende wieder den Liveticker verfolgen. Meister Kiel muss zweimal gegen Oldenburg spielen, wobei man wohl mit sechs Punkten des Meisters rechnen kann.  

 

In der 2. Bundesliga kommt es zu dem Derby schlechthin. Am Samstag spielt die Herren II ab 13 Uhr auf der Kegelbahn in der Luchstraße gegen den die Nachbarn vom BBC 91 Neuruppin. Beide Teams gehen mit sehr unterschiedlichen Ausgangspositionen in die beiden Spiele. Am letzten Wochenende konnten die Mannen um Norbert Krämer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erstmals einen Sechserpack erkämpfen und damit den Abstiegsplatz verlassen. Nun heißt es nachzulegen. Gerade auf der Heimbahn sollte der Dreier in der Rhinstadt bleiben.

Natürlich kennen auch die Gäste die 90er Bahnanlage aus dem Effeff. Somit kann man von einem spannenden Spiel ausgehen. Die Kreisstädter liegen zurzeit auf dem sicheren fünften Tabellenplatz. Haben im Moment weder mit dem Aufstieg noch mit dem Abstieg etwas zu tun.

Am Sonntag kommt es dann ab 10 Uhr zum Kräftemessen auf der Bahnanlage am Rheinsberger Tor. Aufgrund der Heimstärke der Kreisstädter wäre ein Punktgewinn der 90er wohl schon eine große Überraschung. Natürlich werden die Rhinstädter auch hier versuchen, um den begehrten Zusatzpunkt mitzuspielen.    

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Am ersten Spielwochenende im neuen Jahr standen für die 90er aussichtsreiche Auswärtsaufgaben auf dem Spielplan.

 

SVL Seedorf von 1919 – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5515:5457 Holz, 46:32 EWP)

Am Samstag ging die Reise nach Seedorf, wo ein heiß umkämpftes Nordbrandenburg-Derby erwartet wurde. Die Männer vom Rhin können sich noch zu gut an das Saisonfinale 2018 erinnern, als man hier denkbar knapp an einem Sieg und dem damit verbundenen Meistertitel vorbeischrammte.

Und so wollte man mit identischer Taktik – volle Kraft voraus – ins Spiel gehen. Die beiden Ex-Seedorfer Dirk Sperling und Dietmar Stoof setzten das Vorhaben voll um und hielten in einem furiosen Startdurchgang lange Zeit mit ihren Gegenspielern mit. Am Ende musste sich Dirk dem Ex-Fehrbelliner Mathias Metzdorf geschlagen geben (926:934). Dietmar verlor gegen Hans Fulczynski mit 920:930 ähnlich knapp.

Trotz starker Ergebnisse lag man also hinten. In der zweiten Achse konnte man den Rückstand nicht wie gewünscht verkürzen. Zwar holte Sebastian Krause (913) gegen Sebastian Rönning elf Holz. Doch Daniel Neumann blieb hinter seinen eigenen Erwartungen zurück und übergab nach 41 Wurf den Staffelstab an Benjamin Münchow. Dieser brachte mit 894 Holz ein Ergebnis in die Wertung, was die letzten Hoffnungen auf einen Dreier begrub. Zu gut war der Auftritt von Routinier Frank Wilke auf Seedorfer Seite.

Der Zusatzpunkt war jedoch greifbar, da man bereits drei Topergebnisse in der Wertung hatte. Alexander Wolski und Jonathan Jaeger sollten es richten. Doch vor allem Norbert Witzel ließ schnell die Hoffnungen der Gäste verflachen. Nach 15 Würfen hatte er bereits über 20 plus und der Tagessieg schien nur Formsache. Doch ab der zweiten Bahn ließ er nach, dafür kam Max Jannasch immer besser in Fahrt. Die Fehrbelliner hingegen hatten immer wieder kleinere Probleme, was sich am Ende summierte.

Jonathan kam mit 898 Holz nicht am schlechtesten  Heimspieler vorbei. Alex beendete das Spiel mit acht Holz mehr und könnte wenigstens Rönning schlagen. Viele in der Halle hatten also schon das 3:0 für die Hausherren verbucht. Doch plötzlich stockte der Seedorf-Motor. Witsel scheiterte mit einer Abschlusssieben an der Vorgabe von Stoof (920). Nun musste Jannasch über das Ergebnis von Krause. Die Nerven spielten ihm einen Streich und er blieb bei 911 stehen.

Am Ende freuen sich die 90er über einen sehr glücklichen Punktgewinn – vermutlich in erster Linie, weil man endlich einmal Fortuna auf der Seite hatte.

 

KC Einheit 95 Schwerin – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5351:5366 Holz, 41:37 EWP)

Wie beim Sieg aus der Vorsaison sollten Sebastian Krause und Daniel Neumann in Schwerin den Grundstein für drei Punkte legen. Mit 904 und 895 Holz konnte man eine Führung von 40 Holz erkämpfen. Falko Wachholz (900) hielt noch gut dagegen. Matthias Bernotat erwischte jedoch einen rabenschwarzen Tag. Nach vier Fünfen am Stück kam Thomas Kunst für ihn ins Spiel. Über 859 Holz kam das Duo jedoch nicht hinaus.

In der Mittelachse schwächelten dann die 90er. Benjamin Münchow fing klasse an, durch einige unnötige Fehler blieb er mit 888 Holz jedoch etwas hinter den Erwartungen zurück. Dennoch ein Schritt nach vorn für den derzeit mit der Form hadernden 27-jährigen. Er verlor gegen Routinier Reinhard Dallmann elf Zähler. Youngster Jonathan Jaeger musste feststellen, dass er seinen Wurf nicht auf die Anlage einstellen konnte. Alexander Wolski sprang in die Bresche. Nach vielen Aufs und Abs musste er sich gegen Mathias Gierke knapp mit 870:874 geschlagen geben.

Ein Vorsprung von 25 Holz blieb für Dietmar Stoof und Dirk Sperling. Auch, wenn das in Schwerin ein dickes Brett ist, musste man achtsam sein, denn die beiden stärksten Spieler standen in den Startlöchern. Holger Trojahn (906) und Michael Heerkloß (913) spulten ihr Programm sehr gut herunter und setzten den Titelanwärter unter Druck. Doch Dietmar und Dirk ließen sich nicht abschütteln. Beide verloren ihre Duelle zwar knapp (Dietmar 897, Dirk 912), brachten aber den Sieg mit 15 Holz doch recht sicher ins Ziel.

Unter dem Strich steht ein gewohnt knappes Ergebnis. Sebastian Krause: „In Schwerin sind die Spiele immer eng. Doch die Bahn liegt uns. Wir fahren hier immer her, um zu gewinnen.“

 

Nach dem letzten Wurf galt zunächst alle Aufmerksamkeit dem Handy. Nico Witter, der mittlerweile für die Berliner Hertha spielt und mit dieser zu Gast in Kiel war, informierte über die Entwicklungen vor Ort. Die Hertha – auswärts immer für einen Punkt gut – war dick im Geschäft, lag nach 4 Startern mit nur 22 Holz zurück. Für den Sieg reichte es zwar am Ende nicht, doch konnte man dem Meister einen Punkt abjagen. Willkommene Schützenhilfe für die 90er, die ihre Chancen auf den Titel angesichts von nur einem Punkt Rückstand wieder wittern.

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Am vierten Spielwochenende hatten die Kegler des SV 90 Fehrbellin in der 1. Bundesliga Heimrecht. Als Gegner standen die auswärts recht stark einzuschätzenden Hauptstadtclubs Hertha BSC und Union Oberschöneweide auf dem Spielplan.

 

SV 90 Fehrbellin – Hertha BSC 3:0 (5439:5292 Holz, 54:24 EWP)

Beim Wiedersehen mit Ex-Fehrbelliner Nico Witter gab es für die Zuschauer etwas mehr Spannung, als in den letzten Heimspielen des Titelaspiranten. Dies lag an der starken Leistung von Nationalspieler Timo Koch, der mit sehr guten 902 Holz lange auf Tuchfühlung zu den Heimspielern blieb. Am Ende konnten sich Alexander Wolski und Dirk Sperling mit je 914 Holz dennoch durchsetzen. Auch Gerhard Omak erreichte mit 885 Holz ein gutes Ergebnis.

Die Mittelachse hielt dem Druck stand und konnte in Person von Dietmar Stoof (910) den dritten Spieler über die Duftmarke von 902 bringen. Daniel Neumann zeigte ein solides Spiel, musste dennoch Patrick Schneider den Vortritt lassen - beide kamen auf 894 Holz. Norbert Gattner (855) konnte nicht mit den anderen mithalten und so wuchs die 90er Führung auf 96 Holz.

Die Entscheidung um den Zusatzpunkt war allerdings noch nicht ganz gefallen, da mit Nico Witter noch ein Herthaner mit ordentlich Bahnerfahrung und mit Marc Süßmilch einer der Topspieler der Liga kamen. Während Sebastian Krause mit 910 Holz ebenfalls an Koch vorbeizog, zeigte Jonathan Jaeger in seinem zweiten Heimspiel erneut eine sichere Leistung (897). Die Berliner brachten sich immer wieder durch Fehlhölzer ins Hintertreffen und kamen nicht über 874 und 882 Holz hinaus.

Somit fuhr Fehrbellin einen am Ende doch deutlichen Heimsieg ein, weil man an diesem Tag die Saisonbestleistung abrufen konnte.

 

SV 90 Fehrbellin – SG Union Oberschöneweide 3:0 (5394:5254 Holz, 54:24 EWP)

Die Köpenicker reisten als Tabellenzweiter in die Rhinstadt. Im Gepäck hatte man bereits einen Punkt aus dem Samstagsspiel in Michendorf. Diesen wollte man sicher insgeheim auch in Fehrbellin anpeilen.

Doch Alexander Wolski und Dirk Sperling machten gleich im ersten Durchgang klar, dass daraus nichts werden sollte. Alex zeigte sich zwar mit 896 Holz nicht ganz von seiner Sahneseite, hatte aber Nationalspieler André Franke (887) jederzeit im Griff. Dirk hingegen brachte mit 918 Holz eine Topleistung auf die Bretter und sicherte sich damit den Tagesbestwert. Peter Kowal musste sich mit 875 Holz begnügen.

In der Mittelachse war es dann eine einseitige Angelegenheit für die Hausherren. Dietmar Stoof (897) und Daniel Neumann (904) ließen ihren Gegenspielern keine Chance. Andreas Hampe (869) und Carsten Rente (861) konnten nicht wirklich ins Geschehen eingreifen.

Dass es nicht zur Höchststrafe (57:21) kam, hatte Union Benjamin Münchow zu verdanken, der für den angeschlagenen Jonathan Jaeger ins Team rückte. Der 90er kam nie so richtig in Fahrt und musste mit 875 Holz drei Unionern den Vortritt lassen. Sebastian Krause machte es mit 904 Holz besser. Frank Lüer (870) und André Krause (892) vervollständigten das Ergebnis. Ein nie gefährdeter Heimsieg stand unter dem Strich.

 

Der Titelkonkurrent aus Kiel kam in Bergedorf nicht über den Gewinn des Zusatzpunktes hinaus. Der Aufsteiger zeigte eine Topleistung und hätte fast alle drei Punkte gegen den Serienmeister behalten. In Hannover gab es am Sonntag für die Norddeutschen gar nichts zu holen. Somit schob sich der SV 90 mit 18:6 Zählern an den punktgleichen Kielern vorbei auf Platz eins der Tabelle.

Nach der vierwöchigen Länderspielpause erwartet die Fans das erste von vier Brandenburg-Derbys. Nachdem man am Samstag den KC Einheit Schwerin empfängt, kommt es am Sonntag zum Kräftemessen mit dem SVL Seedorf um Ex-Fehrbelliner Mathias Metzdorf.

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An diesem Wochenende hat der deutsche Vizemeister SV 90 Fehrbellin in der 1. Bundesliga im Bohlekegeln zum zweiten Mal Heimrecht. Gäste an diesem Doppelspieltag sind die Hauptstadtclubs Hertha BSC und Union Oberschöneweide. Nach sechs Spieltagen liegen die Rhinstädter im Soll. Beide Heimspiele wurden ohne Punktverlust gewonnen und in den vier Spielen in der Fremde holte man dreimal den Zusatzpunkt und einmal gelang sogar ein Dreier. Damit liegt man in der Tabelle zwar nur auf dem fünften Rang, die vier Vorplatzierten hatten aber bereits viermal Heimrecht.

Die gute Ausgangslage muss man nun nutzen. Viermal spielt man in diesem Kalenderjahr noch zu Hause. Mit 12 Punkten würde man sich ganz oben festsetzen. Das wird aber nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelingen. Jeder muss auf der Heimbahn sein Ergebnis bringen, um diese Zielstellung zu erreichen.  

Am Samstag ab 13 Uhr spielt man gegen den gegenwärtigen Tabellendritten Hertha BSC. Ein Wiedersehen wird es an diesem Tage mit Nico Witter geben, der noch vor einem Jahr im Trikot der Rhinstädter spielte. Sicher wird er seinem neuen Team den einen oder anderen Tipp zur Bahnanlage geben.

Am Sonntag kommt es dann zum Duell mit Union. Das Team um die Ausnahmekegler André Franke und André Krause ist ebenfalls sehr gut in die neue Saison gestartet. Der Tabellenzweite gewann die vier Heimspiele zu Null und in den beiden Auswärtspartien in Seedorf und Schwerin holte man den Zusatzpunkt beziehungsweise den Dreier. Auf dieses Spiel wird sich besonders Daniel Neumann freuen, der über ein Jahrzehnt das Union-Trikot getragen hat.

Wie immer wird man in der Halle auch den Liveticker verfolgen. Die ungeschlagenen Kieler spielen zeitgleich in der Fremde beim Neuling Bergedorf (Sa.) und in Hannover (So.).

Die zweite Mannschaft dagegen muss in der 2. Bundesliga Süd/ Ost in diesem Jahr noch viermal in der Fremde antreten. Nachdem man auf der Heimbahn Punktverluste hinnehmen musste, heißt jetzt die Zielstellung, vielleicht mit einer sehr guten Auswärtsleistung den Zusatzpunkt mitzunehmen. Bei den Partien in Spandau gelang das fast. Somit fährt man an diesem Wochenende zuversichtlich Richtung Binde und Stendal, obwohl beide Teams zu den heimstärksten Mannschaften der Liga gehören. Binde und Stendal liegen zurzeit auf den Rängen fünf und elf. Hatten bisher aber erst zwei Heimpartien. Nach der bereinigten Tabelle würden die Binder sogar Tabellenführer sein, da man bereits bei den Aufsteigern Vetschau und Seyda vier Punkte holte. Stendal dagegen liegt mit sechs Zählern im Soll. Gegen Sparta Berlin musste man zu Hause zwar einen Punkt abgeben, konnte am letzten Spieltag beim Liganeuling Union Oberschöneweide III den Zusatzpunkt mit nach Hause nehmen.

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Sonntag, 14 Oktober 2018 15:25

Spannung pur in Mecklenburg

Am dritten Spielwochenende ging die Reise für die 90er Bohlecracks in Richtung Norden. Es sollten denkwürdige Spiele werden – nichts für schwache Nerven. Freud und Leid lagen so eng bei einander, wie selten.

 

SV Blau-Weiß Stavenhagen – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5347:5343 Holz, 42:36 EWP)

In der Samstagspartie wollte man den Sieg aus der Vorsaison in Stavenhagen wiederholen. Alex Wolski und Daniel Neumann hielten in der Startachse gegen die stark aufspielenden Heimspieler Dirk Strese (897 Holz) und Klaus-Dieter Zaluski (899) lange Zeit gut dagegen. Gegen Ende des Durchgangs zogen die Mecklenburger aber noch einmal an, was eine Führung von 14 Holz für die Blau-Weißen brachte. Alex und Daniel konnten trotzdem gute 890 und 892 Holz in die Wertung bringen, was gerade für den Zusatzpunkt wichtig war.

Die Mittelachse bildeten Dietmar Stoof und Benjamin Münchow. Sie hatten es mit dem vermeintlich besten Heimspieler Klaus Wermann und Torsten Schwarz zu tun. Nach der ersten Bahn zeichnete sich ein Debakel für die Fehrbelliner ab. Wermann konnte machen, was er wollte, es fiel einfach alles. Die 90er hingegen kamen nicht in Fahrt, so dass der Rückstand nun schon 35 Holz betrug. Doch dann sollte sich das Blatt wenden. Dietmar und Benjamin steigerten sich von Bahn zu Bahn und kamen noch auf gute 887 Holz. Wermann hingegen stellte nach 45 Wurf das Kegeln förmlich ein und musste beide 90er ziehen lassen (885) Zwölf Wurf vor Schluss musste er sogar verletzt runter und Torsten Stahlberg übernahm. Torsten Schwarz blieb im Rahmen seiner Möglichkeiten bei 878 Holz.

Angesichts des knappen 3-Holz-Rückstands der 90er zeichnete sich ein Herzschlagfinale ab. Dirk Sperling und Sebastian Krause nahmen den Kampf gegen Steffen Ast und Andreas Huth auf. Ein Duell auf Augenhöhe ging in den dritten Akt. Nach drei Bahnen hatten Dirk und Seppi den Sieg vor Augen. Neun Holz hatte man mehr und nur noch 30 Wurf zu spielen. Doch dann hatte Andreas seinen großen Auftritt. Auf fünf Gassen hatte er kaum etwas getroffen, dann auf Bahn 2 rechts die Wiederauferstehung. Und nun zeigte er auf Bahn 1 sein ganzes Können. Mit 24 über Schnitt avancierte er zum Matchwinner für die Reuterstädter. Dirk und Seppi konnten auf den Bahnen 2 und 3 nicht gegenhalten. Das Momentum war auf Stavenhagener Seite und so kippte das Spiel erneut. Nach 720 Wurf lag Stavenhagen mit 4 Kegeln vorn – und das mit der besten Saisonleistung. Andreas und Dirk nahmen sich am Ende mit 897 Holz nichts, Seppi verlor gegen Steffen mit 890:891 knapp.

 

KV Hansa Stralsund – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5330:5333 Holz, 43:35 EWP)

Etwas niedergeschlagen auf Grund des Rückschlags im Titelkampf ging es an die Ostseeküste, wo man am Sonntag auf den KV Hansa Stralsund traf. Die Stralsunder Bahn ist in den vergangenen Jahren ein gutes Pflaster für die 90er gewesen. In den vergangenen beiden Jahren konnte man je alle drei Punkte einfahren. Die Zielsetzung war also klar – endlich den ersten Auswärtsdreier einfahren.

Benjamin Münchow und Dirk Sperling eröffneten den Reigen gegen Joachim Rasch und Torsten Hochmann. Die Rhinstädter gingen zunächste in Führung und konnten diese zur Hälfte auf über 10 Holz ausbauen. Am Ende ging Benny etwas die Luft aus und ein missglückter Wurf landete zu allem Übel in der Rinne (880 Holz). Dirk zog sein Spiel durch und brachte starke 909 (Höchstholz) in die Wertung. Die Führung ging dann aber doch mit sieben Holz ans Heimteam (Joachim 895, Torsten 901).

In der Mittelachse stellten Sebastian Krause und Alex Wolski mit 888 und 891 Holz die Weichen auf Sieg. Dabei muss man sich jedoch bei Manfred Dill (884) und Paule Meller (856) bedanken, die beide unter ihren Möglichkeiten blieben. 32 Holz Vorsprung waren vor der Schlussachse ein gutes, wenn auch noch nicht beruhigendes Polster.

Daniel Neumann und Jonathan Jaeger hatten es nun mit Andreas Kammann und Christian Ziems zu tun. Es dauerte gerade einmal 30 Wurf, bis wieder alles offen war. Andreas ließ auf Bahn 1 wenig stehen und hatte bereits 25 plus und Christian lag bei 13 plus. Daniel und Benny begannen hingegen verhalten (+9 und +11). Der Vorsprung schmolz auch auf den nächsten Gassen weiter, wobei die 90er aber mehr Zugriff bekamen. Dem SV 90 spielte in die Karten, dass Stralsund gelegentlich mit Fehlhölzern den Gegner im Rennen hielt. Hinzu kam, dass Fortuna es am Ende nicht gut mit dem Heimteam meinte. Trotz guter Aufholjagd retteten die 90er 3 Holz Vorsprung über die Ziellinie. Der erste Auswärtssieg der Saison war geschafft. Daniel und Jonathan kamen auf 882 und 883 Holz, Andreas und Christian kamen mit 905 und 889 von der Bahn.

„Ich bin froh, dass mein Fehlwurf heute nicht bestraft wurde“, zeigte sich Benjamin Münchow nach dem Spiel erleichtert. Kapitän Dirk Sperling war hingegen mit dem Auftritt in Stralsund nicht ganz zufrieden: „Wir haben heute nicht so gut gespielt, wie in den anderen drei Auswärtspartien. Dafür war heute mal das Glück auf unserer Seite. Wir sind froh über den ersten Auswärtssieg und wünschen den Stralsundern alles Gute im Kampf um den Klassenerhalt.“

 

Der Konkurrent aus Kiel konnte beide Heimspiele mit 3:0 für sich entscheiden und bleibt mit 17 Punkten Spitzenreiter. Auch Union Oberschöneweide blieb zu Hause ohne Fehler und folgt mit 16 Punkten auf Rang zwei. Auch Hertha BSC und Oldenburg liegen punktgleich mit Fehrbellin (12) noch vor den Rhinstädtern. Mit Platz fünf ist der SV 90 das beste Team, das bereits vier Mal auswärts spielte.

In zwei Wochen folgen die Heimspiele gegen Hertha BSC und Union Oberschöneweide, ehe vier Wochen später Schwerin und Seedorf an den Rhin reisen. Mit 12 Punkten will der SV 90 den Rückstand auf die Kieler verkürzen, die zunächst nach Bergedorf und Hannover und im November nach Berlin müssen.

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Dienstag, 09 Oktober 2018 11:14

SV 90 Teams unter Zugzwang

Am dritten Doppelspieltag der Bundesliga im Bohlekegeln stehen die Herrenteams des SV 90 Fehrbellin bereits unter Zugzwang.

Das erste Team liegt mit acht Zählern auf der Habenseite zwar im Soll, da aber am letzten Doppelspieltag Meister Kiel in Stavenhagen und Stralsund jeweils den Dreier im Heimgepäck hatte muss nun auch das 90er Sextett versuchen, in der Fremde zu punkten. Der Punktspielplan will es so, dass nun die 90er ebenfalls gleich nach Mecklenburg-Vorpommern müssen.

Nachdem man am ersten Auswärtswochenende in Kiel und Oldenburg jeweils den Zusatzpunkt erkämpfte, ist man aber zuversichtlich auch in Mecklenburg-Vorpommern zu punkten. Im Vorjahr gelang sogar erstmals in beiden Partien ein Sieg. Stavenhagen und Stralsund liegen zurzeit mit zwei beziehungsweise drei Punkten auf den Rängen zwölf und zehn und können sich eigentlich keine Punktverluste mehr leisten, will man nicht noch weiter in den Abstiegsstrudel geraten.

Da nicht nur Kiel sechs Punkte nach Hause brachte, sondern auch Hauptstadtclub Union bei Seedorf den Zusatzpunkt holte und in Schwerin siegte, ist der Bronzemedaillengewinner des Vorjahres ebenfalls ein Titelaspirant. Kiel und Union spielen an diesem Wochenende auf der Heimbahn. Mit Punktverlusten ist kaum zu rechnen.

Die Herren II haben zweimal Heimrecht. Sie treffen wie Kreisstadtclub BBC 91 Neuruppin auf die Hauptstadtclubs Sparta Berlin und Union Oberschöneweide II. Beide Teams liegen im Mittelfeld auf den Rängen sieben und acht. Das 90er Sextett folgt mit drei Punkten Rückstand auf dem elften Rang. Diesen Platz will man natürlich am Wochenende verlassen. Nachdem man am ersten Heimspielwochenende die eigenen Trainingsergebnisse nicht abrufen konnte, soll es diesmal mit zwei Siegen klappen. Bereits am letzten Wochenende in Spandau legte man einen andren Auftritt hin. Natürlich hofft man auch auf die Unterstützung der Fehrbelliner Kegelfans um somit den Abstiegsplatz zu verlassen.

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Sonntag, 30 September 2018 14:27

Erwartete Heimsiege für SV 90

Am 3. und 4. Spieltag waren die Mannschaften aus Bergedorf und Hannover zu Gast in der Rhinstadt. Beide Spiele gingen wie erwartet klar an die 90er. Erwähnenswert hierbei war der gelungene Heimeinstand von Neuzugang Jonathan Jaeger, der am Sonntag mit 886 Holz und 9 EWP debütierte.

 

SV 90 Fehrbellin – SKV Bergedorf 3:0 (5350:5112 Holz, 57:21 EWP)

Gegen den Aufsteiger aus der Nord-West-Staffel gaben sich die 90er keine Blöße. Es wurde ein nie gefährdeter Heimsieg eingefahren, bei dem sogar alle Einzelwertungspunkte an den Titelaspiranten gingen. Während Dirk Sperling mit 913 Holz wenig überraschend die Tagesbestmarke setzte, konnte bei den Randhamburgern Henrik Kiehn mit 875 Holz am ehesten überzeugen.

Im Schlussdurchgang konnte Alexander Wolski mit einer „Schlussneun“ die Vorgabe von Kiehn gerade noch überbieten und so auch den letzten EWP in trockene Tücher bringen. Außerdem spielten Daniel Neumann (880 Holz, 8 EWP), Dietmar Stoof (894/ 10), Benjamin Münchow (892/ 9) und Sebastian Krause (895/ 11).

 

SV 90 Fehrbellin – Rivalen Hannover 3:0 (5335:5179 Holz, 55:23 EWP)

Am Sonntag gegen Rekordmeister Rivalen Hannover wurden die Ostprignitzer etwas mehr gefordert, konnten aber dennoch ganz sichere drei Zähler einfahren.

In der Startachse unterliefen Vorzeigekegler Dirk Sperling an diesem Tag ungeahnte Fehler, sodass er sich mit 885 Holz zufrieden geben musste. Daniel Neumann machte es etwas besser und brachte 890 Holz in die Wertung. Dies reichte, um vor den Gästekeglern Robert Neumann (875) und Ellrik Freienberg (842) zu bleiben.

In der Mittelachse dann Licht und Schatten: Während Dietmar Stoof groß aufspielte und mit 910 Holz das Bestergebnis erspielte, hatte Benjamin Münchow vor allem auf den linken Gassen große Probleme. In den letzten 50 Wurf durfte Alexander Wolski dann ran und erhöhte das Ergebnis auf 869 Holz. Damit lag man sowohl hinter Neumann, als auch hinter dem zwischenzeitlich Mannschaftsbestwert spielenden Christian Spyra (880). Michael Hankes 856 Holz sollten nur statistischen Wert besitzen.

Zu seinem Debut vor heimischem Publikum kam im letzten Durchgang Jonathan Jaeger. Der 90er Neuzugang kam auf solide 886 Holz und ließ dabei so ganz nebenbei den Kapitän hinter sich. Auch Sebastian Krause spulte sein Programm unaufgeregt ab, sodass der klare Heimsieg zu keiner Zeit in Gefahr geriet. Michael Lotze und Kai Hahnefeld kamen jeweils auf 863 Holz.

 

Nach dem die Pflicht erfüllt war, gingen die gespannten Blicke natürlich auf den Liveticker. Dieser hielt wenig erfreuliche Kunde bereit. Serienmeister Kiel konnte sowohl in Stavenhagen als auch in Stralsund gewinnen. Auch Oberschöneweide legte mit dem Sieg in Schwerin und einem Punktgewinn in Seedorf ein starkes Auswärtswochenende auf die Bohle. Somit sind die Fehrbelliner nun etwas unter Zugzwang.

In zwei Wochen geht es wieder in die Ferne. Der SV 90 darf dann in Stavenhagen und Stralsund ran und wird versuchen, es den Norddeutschen gleich zu tun.

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Nachdem der SV 90 Fehrbellin I zum Saisonauftakt in Kiel und Oldenburg die Zusatzpunkte im Heimgepäck hatte, will man nun auf der eigenen Sportstätte zwei Dreier nachlegen. Gegner des Erstligisten sind an diesem Wochenende am Samstag ab 13 Uhr Liganeuling Bergedorf und am Sonntag um 10 Uhr Rekordmeister Hannover.

Beide Teams konnten ihre beiden Heimspiele gegen Seedorf und Schwerin jeweils ohne Punktverlust gewinnen und liegen somit auf den Rängen zwei und drei. Trotz des Heimvorteils sollten die Hausherren die Randhamburger nicht unterschätzen. Gerade gegen die vermutlich leichten Gegner hatte man bereits mehrmals Probleme. 90er Sektionsleiter Peter Wolski denkt da besonders an die letzte Spielserie, als man gegen Ligaaufsteiger Schwerin den Dreier erst mit dem letzten Wurf zu Hause behielt. Bereits beim Einspielen der Gäste kann man vielleicht sehen, wie dem Gästeteam die 90er Bahnanlage liegt.

Sonntagsgegner Rivalen Hannover dagegen gehört wie die Rhinstädter auch in diesem Jahr zu den Medaillenanwärtern. In diesem direkten Duell darf man sich ebenfalls keinen Punktverlust leisten, will man sich mit Meister Kiel weiter ein Titelrennen liefern.

Für die 90er wird Jonathan Jaeger definitiv sein Heimdebut geben. Hinter Alexander Wolski und Dietmar Stoof steht hingegen noch ein leichtes Fragezeichen. „Alex hatte unter der Woche einen kleinen Eingriff an der Nase. Wir müssen sehen, ob alles verheilt ist.“, gibt Kapitän Dirk Sperling bekannt. „Bei Dietmar müssen wir sehen, ob der Oberschenkel dem Belastungstest am Freitag Stand hält.“

Natürlich werden die Rhinstädter auch im Liveticker die ersten Auswärtsspiele des Meisters verfolgen. Diese müssen in Mecklenburg-Vorpommern antreten. Gegner sind Stavenhagen und Stralsund. Natürlich hofft man auf Schützenhilfe. In der letzten Saison verloren die Kieler das Spiel in Stralsund und auch die Stavenhagener wollen die ersten Heimpunkte einfahren.

Der SV 90 Fehrbellin II muss an diesem Wochenende, wie der BBC 91 Neuruppin, zweimal in Spandau antreten. Nachdem man zum Saisonauftakt die Punkte zu Hause liegen ließ, will man nun bei den beiden Randberlinern um den Zusatzpunkt mitkämpfen.

Kein leichtes Unterfangen. Samstags Gegner Spielgemeinschaft Spandau konnte beim Liganeuling Union Oberschöneweide den Dreier einfahren. Im zweiten Spiel gab es dann beim Titelanwärter NKC 72 Berlin nichts zu holen.

Am Sonntag ist man dann beim VKC/ FE 27 Spandau zu Gast. Aus den beiden ersten Spielen in der Fremde holte man den Zusatzpunkt bei Union III.

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Mit zwei Punkten kehren die 90er Bohlekegler aus den vermeintlich schwersten Auswärtspartien zurück. Am ersten Spielwochenende gewann der deutschen Vizemeister jeweils den Zusatzpunkt in Kiel und Oldenburg.

 

SG ETV/ Phönix Kiel – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5384:5351 Holz, 42:36 EWP)

Am Samstag kam es im Kieler ETV-Heim gleich am ersten Spieltag zum Spitzenspiel. Meister Kiel traf auf den Vizemeister aus Fehrbellin. Und es sollte ein hochklassiges Bundesligaduell werden.

In der Startachse konnten auf Kieler Seite Roger Dieckmann (911 Holz – Höchstholz) und Kai Ludorf (902) zwar wie gewohnt die Führung übernehmen, doch ließen sich Sebastian Krause (889) und Daniel Neumann (894) lediglich 30 Holz abnehmen.

In der zweiten Kette gab dann Neuzugang Jonathan Jaeger sein Debut. Und was für eins: mit bärenstarken 903 Holz konnte er das Ergebnis von Nationalspieler Ludorf um ein Holz überbieten und avancierte somit gleich zum Matchwinner. Was für ein Einstand. Da Dirk Sperling mit 906 Holz 11 Punkte holen konnte, sah es bereits sehr gut in der Einzelwertung aus. Für Kiel lief es hingegen unglücklich, da sowohl Jörn Kemming (906) als auch Sascha Brinks (889) jeweils holzgleich einen EWP liegen ließen.

Somit war klar, dass beide Kieler über 903 gehen mussten, um noch eine realistische Chance auf ein 3:0 zu haben. An diesem Unterfangen scheiterten René Richter (877) und Alexander Eggers (899). Der Punkt war somit sicher und die Freude riesig. Da ging fast unter, dass man eine Bahn vor Schluss bereits auf 3 Holz am Gesamtsieg dran war. Doch für die große Sensation fanden Alexander Wolski/ Dietmar Stoof (880) und Benjamin Münchow (879) nicht die richtige Einstellung zur Bahnanlage.

 

KSK Oldenburg/ Holstein – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5352:5340 Holz, 40:38 EWP)

Mit dem Rückenwind des überraschenden Punktgewinns wollten die 90er nun auch den ersten Punkt aus Oldenburg entführen. Diesmal durfte Jonathan neben Dirk in der Startachse ran. Und wieder lief es gut. Dirk konnte gegen Jörg Vogelmann, der gegen ärztlichen Rat doch zum Einsatz kam, mit 906:906 mithalten, was auf Grund der Auswärtsregelung den 90ern 12 EWP bescherte. Jonathan musste Jan Stender mit 893:895 knapp den Vortritt lassen. Trotzdem eine gute Leistung des Youngsters.

In der Mittelachse war Kapitän Dirk Sperling erneut zum Wechseln gezwungen. Nachdem bei Dietmar nach dem ersten Wurf bereits die Leiste zwickte, musste er 10 Wurf später bereits durch Alexander ersetzt werden. Alex merkte man den Trainingsrückstand an, was sich im Ergebnis von 872 Holz niederschlug. Daniel konnte glücklicherweise mit 903 Holz auftrumpfen. Somit gelang es, gegen Arnim Barkholtz (898) und Lars Boller (876) ein Holz zu gewinnen.

Sebastian und Benny wollten nun natürlich das Spiel gewinnen. Doch beide konnten die passende Wurfanlage nicht in gute Ergebnisse ummünzen. Obwohl Jan Haagen (880) und Marc Stender (897) die Tür weit aufhielten, schafften es Sebastian (882) und Benny (884) es nicht, sie zu durchschreiten.

Trotz des überaus erfolgreichen Saisonstarts überwog beim Titelaspiranten am Sonntag also die Enttäuschung über zwei verlorene Punkte. „Im Saisonverlauf wird sich zeigen, was die beiden Punkte Wert sind.“, resümiert Kapitän Dirk Sperling. „Wir haben auf jeden Fall erst einmal zwei Punkte mehr geholt, als in den letzten Jahren. Damit sind wir sehr zufrieden.“

 

Zweite Mannschaft verpatzt Auftakt

Wesentlich unerfreulicher verliefen die ersten Saisonspiele der zweiten Mannschaft in der 2. Bundesliga. Gegen Aufsteiger 1. KSV Vetschau unterlag man im Heimspiel am Samstag mit einer schwachen Leistung. In Abwesenheit des Leistungsträgers Markus Ringgenberg kam kein 90er über 867 Holz hinaus. Am Sonntag zeigte sich „Die Zweite“ leicht verbessert und gewann wenigstens das Spiel gegen Aufsteiger Rot-Weiß Seyda. Der Zusatzpunkt ging dennoch verdient an die Sachsen-Anhaltiner. Mit diesen Ergebnissen wird die Liga nicht zu halten sein…

Besser machte es der Konkurrent aus der Nachbarstadt. Der BBC 91 Neuruppin konnte beide Spiele gegen die Aufsteiger klar gewinnen und steht vorerst an der Tabellenspitze.

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