Mit Spannung haben die Bundesligaclubs SV 90 Fehrbellin und BBC 91 Neuruppin auf die Ansetzungen der neuen Spielserie gewartet. Nun sind sie durch Bundesligaspielleiter Erich Moldenhauer veröffentlicht worden.

Der deutsche Vizemeister im Bohlekegeln, der SV 90 Fehrbellin I, muss am ersten Doppelspieltag am 15./ 16. September zum Saisonauftakt in der Fremde antreten. Erster Gegner ist gleich der Topfavorit auf den Titel, der amtierende deutsche Meister SG ETV/Phönix Kiel. Einen Tag später spielt man bei den heimstarken Keglern des KSK Oldenburg/ Holstein, die in der letzten Spielserie den fünften Rang belegten. Nur ein Zähler fehlte zum Podestplatz.

Ihren ersten Heimauftritt haben die Rhinstädter dann am 29./ 30. September gegen Liganeuling SKV Bergedorf, der erstmals in der Rhinstadt zu Gast sein wird. Sonntagsgegner wird dann der deutsche Rekordmeister Rivalen Hannover sein, der im Vorjahr die Bronzemedaille erkämpfte. Die Brandenburg-Derbys gegen Seedorf wird es am 25. November in der Rhinstadt und am 12. Januar in der Prignitz geben. Außerdem wird man in der kommenden Saison ein weiteres Team aus Brandenburg begrüßen dürfen. Liganeuling Michendorf/ Seddin, den 90ern noch aus Landesliga-Zeiten bekannt, wird Reisepartner des SV 90. Die direkten Duelle werden am so genannten Wechselspieltag am 26./ 27. Januar stattfinden. Am letzten Doppelspieltag spielt man bei Hertha BSC und Union Oberschöneweide (23./ 24. März). Ziel der 90er wird sein, erneut Edelmetall zu erringen. Vielleicht ein gutes Omen: Der deutsche Meister aus Kiel beendete die vergangene Saison in Berlin und machte dort erst den Titel perfekt.

Die zweite Herrenmannschaft der Rhinstädter geht in ihre zweite Zweitliga-Saison. In der Süd-Ost-Staffel wird man mit dem BBC 91 aus der Kreisstadt reisen. Die Fontanestädter gehen mittlerweile in ihre fünfte Spielserie. Beide Ruppiner Clubs beginnen mit zwei Heimspielen gegen die SpG Spandau und dem VKC/ FE 27 Spandau. Die Randberliner belegten im letzten Jahr die Plätze drei und vier. Zwei Wochen danach geht es dann in die Fremde. Dann treten beide Teams bei den Liganeulingen 1. KSV Vetschau und KC Rot-Weiß Seyda an. Die Kreisderbys finden dann am 26. Januar in der Rhinstadt und am 27. Januar in Neuruppin statt. Zum Saisonabschluss hat man dann noch einmal Heimrecht. Letzte Gegner der Saison werden dann der SV Binde und der Stendaler KC sein.

Wechselspiele bei den „Blauen“

Mit Nico Witter wird den SV 90 ein junges Talent verlassen. Der 25-Jährige, der in den letzten 5 Jahren auf 88 Bundesliga-Einsätze kam, wird in der neuen Saison das Trikot von Hertha BSC überstreifen. Nach dem frühen Höhepunkt deiner Vereinszugehörigkeit, dem Deutschen Meistertitel 2014, konnte Nico in den Folgejahren nicht immer an diese Leistungen anknüpfen. Nun ist er optimistisch, mit Hertha den Club gefunden zu haben, der ihm den gewünschten Leistungssprung ermöglicht.

 An der Seite erfahrener Leute wie Norbert Gattner und Gerhard Omak aber auch jungen leistungsstarken Spielern wie Timo Koch will sich Nico einen Stammplatz erkämpfen. Der SV 90 Fehrbellin, insbesondere die erste Herrenmannschaft, wünschen ihm auf seinem Weg alles Gute und die Spieler freuen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen in möglichst hochklassigen und spannenden Duellen. Am 27.10. wird Nico Witter mit seinem neuen Team in Fehrbellin gastieren.

Aber auch einen Neuzugang haben die 90er zu vermelden. Mit Jonathan Jaeger wechselt der frisch gekürte Deutsche Meister im Juniorenbereich an den Rhin. Jonathan wechselt von der SpG Werder/ Havel (1. Landesklasse) zum deutschen Vizemeister. In der abgelaufenen Saison holte er 185,5 von 192 möglichen Einzelwertungspunkten. Der Schritt in die Bundesliga ist für den Kälte-Anlagen-Installateur längst überfällig. „Wir wollen Jonathan nicht gleich verheizen. Er ist ein guter Junge, soll aber die nötige Zeit bekommen, Erfahrungen auf Topniveau zu sammeln.“, nimmt Sebastian Krause etwas den Druck. „Jonathan wird seine Einsatzzeiten bekommen, muss aber nicht jedes Spiel machen. Es gibt Bahnen, auf denen wird er uns sehr weiterhelfen. Aber gerade zu Hause, wo wir sechs Topspieler haben, muss es nicht sofort klappen. Ich wünsche mir, dass er sein Augenmerk mehr auf die Auswärtsspiele legt. Man kann sich in Fehrbellin den Wurf gehörig versauen.“

Test in Fehrbellin im Juli

Die „Wachablösung“ findet am 14. Juli statt. Im Rahmen des Trainingslagers der Woldegker Landesliga-Kegler findet ein Testturnier statt. Hier treten neben den 90ern die Damen der SpG Werder/ Havel (Landesmeister Brandenburg 2017/ 18) sowie zwei Herren-Teams von Mühlenwind Woldegk (Landesmeister Mecklenburg-Vorpommern 2017/ 18) an. Das Fehrbelliner Quintett wird aus Dirk Sperling, Daniel Neumann, Sebastian Krause, Nico Witter und Jonathan Jaeger bestehen. Das Turnier wird also Neuvorstellung und Abschiedsspiel in einem. Start in der Fehrbelliner Kegelhalle wird 10 Uhr sein.

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Sonntag, 27 Mai 2018 23:31

15 Holz fehlten zur Bronzemedaille

Von Donnerstag bis Sonntag fanden in der Autostadt Wolfsburg die diesjährigen deutschen Meisterschaften im Dreibahnenspiel statt. Für die deutschen Titelkämpfe hatten sich auch Ruppiner Kegler qualifiziert. Da alle Märker in der Regel Bohlespezialisten sind, musste man wieder die Kegelbahnarten Schere und Classic ohne Training spielen. Dieses war natürlich ein großes Handicap. Wie immer musste jeder Teilnehmer jeweils 40 Würfe in den drei Kegelbahnarten Bohle, Schere und Classic spielen.

Am Donnerstag ging die Ruppiner Herren A Kreisauswahl als Vizelandesmeister auf Holzjagd. Das Quartett Günther Speer (SV90) mit 764 Holz (282/249/233), Axel Wolter mit 774 Holz (303/263/208), Frank Pabst mit 826 Holz (308/284/234) und Thomas Gabrysch (alle BBC91) mit 816 Holz (311,277,228) belegten mit insgesamt 3180 Holz den zehnten Rang. Landesmeister Potsdam-Mittelmark erreichte mit 3245 Holz Rang sechs. Deutscher Meister wurde Helmstedt (3299) vor Gastgeber Wolfsburg (3283) und Kassel (3279).

Am Freitag spielte dann die Fehrbellinerin Meike Erdmann im Juniorinnen Wettkampf um die Podestplätze. Trotz guten 793 Holz (300,272,221) reichte ihr Ergebnis nur für den 9. Rang. Deutsche Meisterin wurde die Rostockerin Anne Roddeck mit 838 Holz. Silber und Bronze erkämpften sich Laura Lüdeke (Uelzen) und Lena Deyerling (Peine) mit 825 und 823 Hölzer. Am Samstag ging dann 90er Sebastian Krause bei den Herren in den Medaillenkampf. Obwohl der Landesmeister mit 834 Holz (313,282,239) ebenfalls ein gutes Ergebnis erspielte, kam er am Ende des Wettkampfes nur auf den 12. Rang. Für einen weiteren Startplatz im kommenden Jahr reichte diese Platzierung nicht. Gold gewann mit 880 Holz der Berliner André Franke. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Henry Jahnke (Rostock) und André Krause (Berlin) mit jeweils 871 Hölzern.

Am Sonntag beendete die Entscheidung der Herren- Mannschaft die deutschen Titelkämpfe. Das Starterfeld reichte von Cuxhaven bis Bayern. Für das Märkerland  war die Kreisauswahl Ostprignitz-Ruppin als Landesmeister dabei. Alle Spieler kamen vom SV 90 Fehrbellin. Den angestrebten Podestplatz verfehlte man nach 480 Würfen um 15 Holz. Mit insgesamt 3346 Holz kam man auf den undankbaren vierten Rang. Bronze ging an die Spielgemeinschaft Bergedorf-Hamburg. Deutscher Meister wurde der Berliner SKV mit 3462 Holz vor Hannover, die 3412 Holz fallen ließen. Auf Fehrbelliner Seite erspielten Daniel Neumann/ Nico Witter 804 Holz (306/270/228), Dirk Sperling 848 Holz (320/290/238), Benjamin Münchow 834 Holz (308/279/247) und Sebastian Krause  860 Holz (311/297/252).

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Montag, 04 Juni 2018 23:20

Saisonhöhepunkt in Neumünster

Acht Tage lang ist die Rudi-Kreinsen-Kegelarena in Neumünster Schauplatz der deutschen Meisterschaften im Bohlekegeln. Zum 70. Mal seit 1945 tragen die Bohlekegler ihre Meisterschaften aus.  Jeweils von Donnerstag bis Sonntag wird auf die Holzjagd gegangen.

240 Einzelstarter gehen in zehn Diziplinen an den Start. Hinzu kommen die Mannschaftswettbewerbe in fünf Altersklassen zu zwölf Teams sowie in den drei Doppelwettbewerben gehen 72 Doppel beziehungsweise Mixed ins Medaillenrennen. Am kommenden Wochenende (07.-10. Juni) sind die Entscheidungen im Einzel und der Mannschaft ab der Altersklasse Ü50 am Start. Einzige Teilnehmerin aus dem Ruppiner Land ist BBC-91-Keglerin Sylke Jäkel, die sich als Vizelandesmeisterin für die deutschen Titelkämpfe qualifizieren konnte. Am Samstag spielt sie in der Qualifikationsrunde und muss wenigstens Rang 12 belegen um am Sonntag dann auch im Finale zu stehen.

Im zweiten Teil der Meisterschaften (14.-17. Juni) reisen dann sieben Kegler des SV 90 Fehrbellin nach Neumünster. Als erste müssen am Donnerstagmittag Daniel Neumann und Dirk Sperling ran. Sie gehen als Titelverteidiger im Herren-Doppel an den Start. Natürlich ist die Endrunde das klare Ziel. Auch Nico Witter und Benjamin Münchow sind in diesem Wettbewerb am Start. Für Nico wird es der letzte Auftritt in Diensten des SV 90, bevor er zur neuen Saison das Trikot von Hertha BSC überstreift. Das Finale wird dann ab 17 Uhr ausgetragen.

Am Freitagnachmittag folgt dann der nächste Start. Diesmal in der Endscheidung der Herren-Mannschaft. Dann werden die beiden 90er mit ihren Clubkameraden Sebastian Krause, Alexander Wolski und Benjamin Münchow als brandenburgischer Landesmeister mit elf anderen Teams um die Medaillen kämpfen. Auch hier hat man Chancen auf Edelmetall.

Am Samstag folgen dann die Qualifikationsrunden in vier Einzelentscheidungen. In drei Entscheidungen gehen Rhinstädter an den Start. Als Erste muss Meike Erdmann im Einzel der weiblichen U23 ran, dann folgt Markus Ringgenberg bei der männlichen U23. Letzte Starter werden dann Sebastian Krause und Benjamin Münchow, der unter der Woche erst von seinem Start erfuhr, in der Qualifikationsrunde der Herren sein. Zielstellung für das 90er Quartett ist das Finale, um dann am Sonntag um die begehrten Medaillen spielen zu können.

Für alle Kegelfans gibt es bei diesen Meisterschaften eine Premiere. Auf der Seite des Deutschen Bohlekegler Verbandes kann man im Live-Ticker alle Wettkämpfe zeitnah mit verfolgen.

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Seit Donnerstag laufen die Deutschen Meisterschaften im Dreibahnenspiel, dem Vielseitigkeitsevent des Kegelsports, bei dem über die Bahnarten Bohle, Schere und Classic gespielt wird. Wolfsburg als größte Anlage mit den drei Disziplinen unter einem Dach ist wie gewohnt Austragungsort. Ein großer Teil der Entscheidungen ist bereits gefallen. So konnte die Herren-A-Kreisauswahl, zu der auch 90er Günther Speer gehörte, nicht an die guten Leistungen der Landesmeisterschaft anknüpfen. Günter Speer (764), Axel Wolter (774), Frank Pabst (826) und Thomas Gabrysch (816) kamen auf Platz 10 der elf gestarteten Teams. Die Sieger aus Helmstedt hatten ganze 119 Kegel mehr auf die Seite gelegt.

Das bisherige Highlight aus brandenburger Sicht war die Bronze-Medaille von Marianne Wilke (Perleberg, 778 Holz) im Wettbewerb der Damen B. Es gewann die Rostockerin Ilona Müsch mit 790 Holz. Auch erwähnenswert waren die tollen Auftritte von Angela Weise (Kablow, 836) und Anke Neumann (Altdöbern, 833), was in der Damenkonkurrenz Platz vier und fünf bedeutete. Bronze lag bei 842 Holz. Den Sieg sicherte sich Andrea Lehnert aus Uelzen mit 849 Holz.

SV-90-Talent Meike Erdmann kam im Juniorinnen-Wettbewerb mit 793 Holz und Platz neun in die Top-10. Hier ging der Sieg ebenfalls nach Rostock. Anne Roddeck gewann mit 838 Holz Gold.

Am morgigen Samstag wird 90er Sebastian Krause als Landesmeister versuchen, die Brandenburger Farben würdig zu vertreten. In der Herren-Konkurrenz hängen die Trauben allerdings sehr hoch. Eine Medaille wäre eine Riesenüberraschung.

Anders sieht es am Sonntag im Team aus. Das OPR-Quartett, bestehend aus Sebastian Krause, Dirk Sperling, Daniel Neumann, Benjamin Münchow und Ersatzmann Nico Witter, rechnet sich realistische Chancen auf Bronze aus. Die eine oder andere Medaille konnte man schließlich in den letzten Jahren einheimsen. Dennoch muss alles passen, um die Favoriten aus Hannover, Berlin und Cuxhaven zu ärgern.

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Kompletter Medaillensatz für Ruppiner Kegler bei  der Landespaarmeisterschaft

Am „Tag der Arbeit“ wurde auf der Berliner Kegelbahnanlage „Völkerfreundschaft“ die Landesmeisterschaft der Paare ausgetragen. Weiterhin wurden die Teilnehmer für die deutschen Titelkämpfe ausgespielt.

Da man im Vorjahr bei den deutschen Meisterschaften sehr gute Platzierungen erkämpfte, Daniel Neumann/Dirk Sperling wurden deutscher Meister, hatte Brandenburg bei den Herren erstmals vier Startplätze. Gleich ein Ruppiner Trio spielte im Finale der Herren-Doppel um die Medaillenplätze sowie die Tickets. Die amtierenden deutschen Meister zeigten eine Topleistung und fuhren einen souveränen Sieg ein. Mit 940 Holz hatten sie 22 Holz mehr als der Zweitplatzierte. Dieser wurde erst im Stechen entschieden, da das Fehrbelliner Doppel Nico Witter/Benjamin Münchow und Christian Mahn/ Ralf Faulmann (Eintracht Groß Machnow) holzgleich waren. Mit 89:88 verhinderten die Machnower der Fehrbelliner Doppelerfolg. Den vierten Platz für Neumünster sicherten sich Tino Lehmann/ Rainer Kühn (Königs Wusterhausen) mit 916 Hölzern. Mit fünf Holz weniger folgte das BBC 91-Doppel Thomas Gabrysch/ Nico Heinzgen auf Rang sechs.

Danach folgte der Wettkampf im Mixed. Hier qualifizierte sich nur der Landesmeister für die DM. Auch hier boten die beiden Ruppiner Mixed eine super Vorstellung und erkämpften jeweils einen Medaillenplatz. Höchstholz erspielte jedoch Mandy Schön/ Mathias Loewa (Oberspreewald-Lausitz) mit 938 Holz. Mit 932 beziehungsweise 920 Holz wurden Sissy Wianke/ Daniel Neumann (SV 90 Fehrbellin) Vizelandesmeister beziehungsweise Sylke Jäkel/ Axel Wolter (BBC 91 Neuruppin) Bronzemedaillengewinner.

Zum Abschluss folgte der Wettkampf im Damen-Doppel. Für das Finale konnte sich das BBC-Duo Sylke Jäkel/ Heike Lebrun einen Startplatz erkämpfen. Mit 903 Holz konnte man den 6. Rang erspielen. Bis zur Bronzemedaille fehlten nur sieben Holz. Dieser ging an das Eberswalder Damen-Doppel Lisa Völter/ Marina Penz. Landesmeister wurde das Luckenwalder Doppel Sarina Rasack/ Kathrin Zobel mit 915 Holz. Zwei Holz weniger hatten die Vizemeister Bianca Kühn/ Ariane Kreutzmann von der Spielgemeinschaft Werder.

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Das Bundesligafinale in der ersten und zweiten Bundesliga war für die Kegler des SV 90 Fehrbellin ein wahrer Kegelkrimi. Vor dem letzten Doppelspieltag ging es für die Erste noch um den deutschen Meistertitel und bei der Zweiten um den Klassenerhalt. Erst nach dem letzten Bahnwechsel nach insgesamt 22 Spieltagen war der Titelkampf entschieden. Nach 720 Würfen fehlten dem Fehrbelliner Team beim Derby in Seedorf ganze acht Hölzer zum angestrebten zweiten Titelgewinn. Somit konnte Titelverteidiger Kiel seine Siegesserie mit dem achten Titelgewinn in Folge fortsetzen.

Nach kurzer Enttäuschung - Fehrbellin gewann zum sechsten Male die deutsche Vizemeisterschaft - lobte 90er Sektionsleiter Peter Wolski vor der Siegerehrung sein Team: „Zehn Mannschaften in der deutschen Eliteliga wären jetzt gerne an eurer Stelle. Ihr habt eine Topsaison gespielt.“ In Zahlen heißt das:  Man hatte einen Punkt mehr auf der Habenseite, als im Meisterjahr. In der kleinen Wertung, was im Fußball das Torverhältnis ist, hatte man 22 Zähler mehr, als die Kieler. In sechs der elf Auswärtsspiele erzielte man das beste Gästeergebnis. Trotzdem wurde diese Leistung nicht immer belohnt. In Oldenburg fehlte zweimal jeweils ein Holz zum Zusatzpunkt. Bei Hertha BSC und in Ilsenburg fehlten 12 beziehungsweise 13 Hölzer zum Dreier. Am engsten war es dann beim Brandenburg-Derby, als beide Teams ganze acht Holz trennten.

Auch die Zweite kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Erst einmal musste man sich mit den neuen Gegebenheiten anfreunden. Spielte man eine Liga tiefer acht Turniere, hatte man nun 22 Spieltage, also fast das Dreifache an Wettkämpfen. Hinzu kam, dass in der Zweitliga auch ein anderer Wind weht.  Nach dem holprigen Start konnte sich das Team im Laufe der Spielserie von Spiel zu Spiel steigern. Gerade in den letzten Spielen holte man die wichtigen Zähler und konnte somit beim Bundesligafinale aus eigener Kraft den Klassenerhalt souverän erkämpfen. Damit blieb man als einziger Aufsteiger Zweitligist. EBT Berlin und Parchim müssen die Liga nach nur einem Jahr wieder verlassen.

 

KC Einheit 95 Schwerin – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5331:5364 Holz, 35:43 EWP)

Mit zwei Punkten Rückstand auf Meister Kiel reisten die Rhinstädter Richtung Schwerin. Nur ein Dreier hielt den Titeltraum am Leben. Beim Einspielen gab es dann für beide Teams erst einmal ein Handicap: Bahn 4 fiel aus technischen Gründen aus. Nach kurzer Diskussion wurde einstimmig entschieden, Bahn 5 als Ersatz zu nehmen. Wieder musste man sich einspielen und das Spiel begann mit einer halbstündigen Verspätung.

Die Fehrbelliner Startachse zeigte sich von den Widrigkeiten unbeeindruckt. Sebastian Krause und Daniel Neumann erkämpften mit 910 und 906 Holz die besten Tagesergebnisse. Ihr Gegner hielten aber gut dagegen. Falko Wachholz sollte mit 904 Holz bester Heimspieler werden. Reinhard Dallmann folgte mit zehn Holz weniger.

Damit ging die Fehrbelliner Mittelachse Nico Witter und Dietmar Stoof mit einer 18-Holz-Führung ins Rennen. Nico Witter konnte seinem Gegenspieler Steffen Mathia trotz mäßiger Leistung (864 Holz) weitere 14 Holz abnehmen. Dietmar Stoof verlor sein Spiel nur knapp mit 893: 886 Holz. Somit stand es vor dem letzten Block 3566:3541 Holz für die Gäste.

Die Schweriner Holger Trojahn und Michael Heerkloß wollten nun die drohende Niederlage abwenden, Alexander Wolski und Dirk Sperling dagegen im neunten Spiel in Schwerin den dritten Dreier erkegeln. Am Ende lagen beide 90er vorne. Dirk Sperling gewann gegen Heerkloß mit 904: 901 Holz. Alexander Wolski gegen Trojahn mit 894: 889 Holz. Damit fuhr man einen klaren Auswärtssieg ein und blieb weiter im Meisterrennen.

Leider gab es aus der Hauptstadt keine Schützenhilfe. Hertha BSC verlor sein Spiel gegen Kiel mit 12 Hölzern. Der Zweipunktevorsprung für die Schleswig-Holsteiner blieb unverändert. Damit war klar, dass die 90er nur mit einem Dreier im Brandenburg-Derby Meister werden können – eine Mammutaufgabe.

 

SVL Seedorf v. 1919 – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5478:5470 Holz, 42: 36 EWP)

Das Brandenburg-Derby sollte zeigen, wie spannend und attraktiv der Kegelsport sein kann. Bereits im ersten Durchgang sahen alle Gäste ein Spiel auf höchstem Niveau. Fehrbellin brauchte den Sieg, die Heimkegler wollten die Spielserie nicht mit einer Heimniederlage beenden. Zeitgleich spielte Kiel in Berlin gegen Union Oberschöneweide. 90er Kapitän Dirk Sperling und Daniel Neumann spielten in der Startachse gegen Seedorfs Kapitän Frank Wilke und Hans Fulczynski. Auf beiden Seiten wurde jedes Holz bejubelt. Am Ende lag das 90er Duo mit fünf Holz vorne. Dirk Sperlings 927 Holz sollten Tageshöchstholz werden. Seedorfs Frank Wilke ließ 916 Holz fallen, Partner Hans Fulczynski hatte ein Holz mehr an der Anzeigetafel. Mit 911 Holz konnte auch Daniel Neumann überzeugen. Zur gleichen Zeit konnte man auf dem Liveticker sehen: Fehrbellin lag in der virtuellen Tabelle vor Kiel, da Union gegen den Meister führte.

Im Mittelblock spielten wieder Nico Witte und Dietmar Stoof für die 90er. Für Seedorf spielten Mathias Metzdorf und Rainer Pagels. Nico Witter konnte in seinem Abschiedsspiel – er wird ja im kommenden Jahr für Hertha BSC Berlin auf Holzjagd gehen - lange Zeit an Mathias Metzdorf dran bleiben, dann zeigte aber der Ex-Fehrbelliner, dass er zurzeit auf der Seedorfer Bahn der beste Heimkegler ist. Mit 927 Holz stellte er den Tageshöchstwert ein. Nico Witter knackte mit 903 Holz ebenfalls die magische 900-Holzgrenze.

90er Dietmar Stoof fand an diesem Tag keine Einstellung zur Bahn. Nach 60 Wurf entschloss man sich zum Wechsel. Nun sollte Benjamin Münchow den Rückstand auf Rainer Pagels verkürzen. Der 90er kam gleich ins Spiel und bot eine Topleistung, holte Holz für Holz auf. Nun wurde der Seedorfer nervös und leistete sich einige Fehlhölzer. Nach drei Bahnen wechselte man Sebastian Rönning ein. Auch er machte seine Sache gut. Trotzdem ging dieses Duell mit 900. 896 Holz an die Gäste. Damit lagen nun die Hausherren mit 15 Holz vorne. Nun hatte natürlich Kiel wieder die Nase vorn. Doch es war klar: Kiel wird nicht in Berlin gewinnen. Mit einem Sieg wäre der Traum vom zweiten Titelgewinn also wirklich noch wahrgeworden.

Der letzte Durchgang der Spielserie musste nun um Gold entscheiden. Die Spannung war der ganzen Halle anzumerken. Das 90er Duo Sebastian Krause/ Alexander Wolski wollte das Spiel noch drehen, gegen Max Jannasch und Norbert Witzel eine schwere Aufgabe. Im Laufe des Spieles holte das Fehrbelliner Gespann Holz für Holz auf. Vor der letzten Bahn lag man sogar mit acht Holz in Front und war auf Meisterkurs. Die beiden Heimkegler hatten dann aber die besseren Bahnen und drehten den Spieß wieder um. Die 90er Schlussachse Sebastian Krause (916) und Alexander Wolski (913) gewannen zwar den Durchgang gegen Norbert Witzel (916) und Max Jannasch (906), aber in der Gesamtholzzahl lagen die Prignitzer mit acht Holz vorne.

Trotz Saisonbestleistung einer Gastmannschaft in Seedorf reichte es somit nur für den Zusatzpunkt. Zeitgleich stand auf dem Liveticker, dass Kiel ohne Punkt bei Union blieb. Ein Holzgleichstand hätte also genügt. 22 Spieltage – 15.840 Kugeln – 8 Holz. Ein Wimpernschlag. Bitter.

 

SV 90 Fehrbellin II - Empor Brandenburger Tor 3:0 (5308:5168 Holz, 53:25 EWP)

Für beide Teams ging es in diesem Spiel um alles, da beide punktgleich auf Rang elf lagen. Pasewalk stand bereits als Absteiger fest. Die 90er hatten durch den Heimvorteil die besseren Karten. Nun war nur Nervenstärke gefragt. Und die 90er hatten ihre Nerven im Griff.

Markus Ringgenberg knackte mit 909 Holz wieder einmal die 900-Holzmarke und wurde bester Holzsammler. Andreas Schubert folgte mit 879 Holz. Da beide Berliner, Sven Kujath (840) und Karsten Lange (866) unter den Heimergebnissen blieben, hatte man eine klare 82-Holz-Führung.

Auch im Mittelblock ließen beide 90er nichts anbrennen. Ralf Friedrich wurde mit 887 Holz Durchgangsbester. Marco Koch ließ 868 Holz fallen. Ebenfalls diese Holzzahl hatte Gästekegler Torsten Gerrasch an der Anzeigetafel. Partner Sebastian Schmidt hatte sechs Holz weniger im Spielprotokoll. Somit war das Spiel bereits vor der Schlussachse für die Hausherren entschieden.

EBT-Spieler Christoph Buß gelang mit 883 Holz zwar der Mannschaftsbestwert, aber Durchgangsbester wurde Norbert Krämer mit einem Holz mehr. Partner Michael Nußbaum folgte mit ebenfalls guten 881 Holz. Die 849 Holz von EBT-Spieler Karl-Heinz Krüger hatten nur noch statistischen Wert. Somit war der Klassenerhalt den 90er kaum noch zu nehmen.

 

SV 90 Fehrbellin II - NKC 72 Berlin 3:0 (5311:5222 Holz, 56:22 EWP)

Die Gäste reisten als Tabellenführer an, und wollten Platz eins verteidigen, um in der nächsten Spielserie in der ersten Liga zu spielen. Die Spielgemeinschaft Michendorf/ Seddin hoffte wiederum auf Schützenhilfe der Rhinstädter. Am Ende wurde das Spiel eine klare Angelegenheit für die Hausherren.

Nach Runde eins lagen die Hausherren mit 23 Holz vorne. Markus Ringgenberg und Andreas Schubert erspielten 898 und 876 Holz. Auf Gästeseite kamen Thomas Pietsch und Benjamin Rudolphf mit 877 und 874 Hölzern auf die besten Ergebnisse der Berliner.

Im Mittelblock lagen dann sogar beide 90er vorne. Marco Koch und Ralf Friedrich ließen 888 und 883 Holz fallen, Dirk Wege und Sebastian Rudolphf blieben mit 869 und 865 Holz weit zurück.

Fehrbellins Schlussachse Michael Nußbaum/ Norbert Krämer ließ dann im letzten Block mit 884 und 882 Holz nichts mehr anbrennen. Die Gästeergebnisse von Matthias Scheel und Jörg Glöde reichten mit 870 und 867 Holz an diesem Tage nicht, um Einzelpunkte gut zu machen. Der Dreier blieb somit in der Rhinstadt und bei Michendorf/ Seddin wurde der Erstligaufstieg gefeiert.

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Freitag, 23 März 2018 07:34

Wird aus Silber noch Gold?

Mehr Spannung kann es für die Kegler und Anhänger des SV 90 Fehrbellin am letzten Doppelspieltag nicht geben. Das erste Team spielt in der deutschen Eliteliga auf fremden Bahnen im Fernduell mit Kiel um die deutsche Meisterschaft. Zweitliganeuling SV 90 II kann zu Hause im Duell gegen Empor Brandenburger Tor den Klassenerhalt perfekt machen.

Kann der amtierende deutsche Vizemeister SV 90 Fehrbellin den amtierenden deutschen Meister ETV/ Phönix Kiel am letzten Doppelspieltag der 1.Bundesliga noch vom Thron stoßen? Noch haben die Kieler zwei Punkte mehr als die Rhinstädter auf der Habenseite und damit die besseren Karten für eine erfolgreiche Titelverteidigung. Beide Teams müssen in der Fremde antreten und spielen gegen heimstarke Gegner.  Die 90er müssen zudem auf Schützenhilfe der Hauptstadtclubs Hertha BSC und Union hoffen.

Fehrbellin reist Samstag Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Gastgeber ist der KC Einheit Schwerin. Sonntag kommt es in Seedorf zum Brandenburg-Derby. Alle vier Gastgeber haben in dieser Saison auf der Heimbahn noch kein Spiel verloren. Fehrbellins Gastgeber Schwerin und Seedorf gaben in dieser Spielserie fünf- beziehungsweise zweimal den Zusatzpunkt ab. Am engsten wurde es für die Schweriner beim letzten Heimspiel gegen Hertha BSC, als man das Spiel mit ganzen acht Holz gewinnen konnte.

Die 90er haben bisher achtmal auf den Schweriner Bahnen gespielt. Dreimal fuhr man ohne Punkte zurück, dreimal hatte man den Zusatzpunkt im Heimgepäck, zweimal erkämpfte man alle drei Zähler. Eng waren die Duelle eigentlich immer. Drei Punkte strebt das 90er Sextett auch am Samstag an, will man weiter an Gold schnuppern. Die Hausherren liegen im sicheren Mittelfeld und haben ihre Zielstellung Klassenerhalt bereits sicher erreicht.

Natürlich wird die ganze Liga am Samstag auf diese Partie und das Spiel der Herthaner gegen Kiel schauen. Die Berliner sind zu Hause noch ungeschlagen, viermal gab man jedoch den Zusatzzähler ab. Meister Kiel will natürlich das Spiel gewinnen und damit für die Vorentscheidung sorgen.

Oder steht der Meister erst am Sonntag fest, wenn die 90er in Seedorf und die Kieler bei Union antreten? Auch hier hängen die Trauben für beide Teams hoch. Seedorf gab erst zweimal den Zusatzpunkt ab. Fehrbellins Bilanz bei den neun Auftritten in der Prignitz: Dreimal siegten die Gastgeber, viermal holten die 90er den Zusatzpunkt, zweimal siegte der SV 90 im Brandenburg-Derby. Die Unioner - die Franke Schützlinge gaben bisher viermal den Zusatzpunkt ab - werden zeitgleich die Kieler empfangen. Für die Hausherren geht es an diesem Wochenende noch um Bronze, somit wird man versuchen, ohne Punktverlust das Wochenende zu überstehen, um dann nach Spielende eine Medaille in Empfang nehmen zu können.

Bei Fehrbellin sind alle Mann an Deck. Kapitän Dirk Sperling kann also auch auf seinen Routinier Dietmar Stoof zurück greifen, der vor Wochenfrist noch auf die Teilnahme an den Regionalmeisterschaften verzichtete, um seinen lädierten Oberschenkel zu schonen.

 

Zweitligateam vor Klassenerhalt

Spannend ist es auch in der 2. Bundesliga, Staffel Süd/ Ost. Auf der 90er Heimbahn wird es an diesem Wochenende ebenfalls hoch her gehen. Wie schwer es ist, in dieser Liga die Klasse zu halten, mussten alle drei Neulinge erfahren. Die Pasewalker stehen bereits als Absteiger fest. Der SV90 II und Empor Brandenburger Tor liegen punktgleich auf dem zweiten Abstiegsplatz. Die Rhinstädter haben die besseren Karten für den Ligaverbleib. Sie empfangen am Samstag den Hauptstadtclub in der Rhinstadt und wollen somit den Heimvorteil nutzen. Ein Sieg wäre wohl der Klassenerhalt. Verlieren die Männer um Kapitän Norbert Krämer jedoch gegen EBT, geht es am Sonntag um 10 Uhr beim Bundesligafinale gegen Spitzenreiter NKC 72 Berlin um alles. Die Kegler von EBT müssen dann beim Tabellenzweiten Michendorf/ Seddin um die Hölzer spielen.

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Vor laufenden TV-Kameras – der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtete vom Spiel – zeigten die Fehrbelliner Bundesligakegler erneut eine Topleistung. Sie bezwangen Stavenhagen am Samstag deutlich und ließen am Sonntag gegen Stralsund einen weiteren Dreier folgen. Damit ist der Grundstein für ein spannendes Saisonfinale in zwei Wochen in Schwerin und Seedorf gelegt.

 

SV 90 Fehrbellin – SV Blau-Weiß 76 Stavenhagen 3:0 (5438:5251 Holz, 57:21 EWP)

Die gewohnt stark aufspielende Startachse mit Alexander Wolski (913) und Dirk Sperling (920) unterstrich die 90er Ambitionen, dem Titelverteidiger aus Kiel im Fernduell den einen oder anderen Einzelwertungspunkt abzunehmen. Andreas Huth (876) und Sven Wiesener (877) zeigten zwar solide Leistungen, blieben aber dennoch weit zurück.

Dietmar Stoof (909) fand wieder zu alter Heimstärke, während Daniel Neumann (894) nicht ganz zufrieden war. Um die gegnerischen Klaus Wermann (875) und Dirk Strese (877) hinter sich zu lassen, reichte es dennoch.

Im finalen Durchgang hatte Sebastian Krause noch ein kleines Highlight parat. Mit 919 Holz schrammte er knapp am Tagesbestwert vorbei. Mitspieler Nico Witter machte es wesentlich spannender. Erst mit den letzten Würfen konnte er sich gegen Stavenhagens Steffen Ast mit 883:880 Holz durchsetzen. Klaus-Dieter Zaluski (866) komplettierte eine ausgeglichen gute Mannschaftsleistung der Gäste.

Unter dem Strich hatten jedoch alle sechs 90er die Nasen vorn und somit endete das Spiel mit dem bestmöglichen Ergebnis von 57:21 EWP zu Gunsten der Rhinstädter. Auch die zahlreich angereisten Schlachtenbummler, die für eine prächtige Stimmung sorgten, waren begeistert.

 

SV 90 Fehrbellin – KV Hansa Stralsund 3:0 (5429:5192 Holz, 56:22 EWP)

Im Spiel gegen die Kiel-Bezwinger von der Ostsee zeigte sich ein ähnliches Bild. Alexander Wolski (905) und Dirk Sperling (918) kamen zwar nicht ganz an die Vortagsergebnisse heran, legten aber dennoch Werte vor, an die kein Auswärtiger heran kommen sollte. Hansa hatte mit Manfred Dill gleich den besten Mann auf der Bahn. Seine 886 umgelegten Kegel konnte im weiteren Spielverlauf kein Gast mehr toppen. Christian Ziems (870) komplettierte die erste Tour.

Dietmar Stoof (897), der leicht angeschlagen in die Partie ging, scheiterte knapp an der 900er-Grenze. Dafür erwischte Daniel Neumann einen Traumlauf. Zur Überraschung aller sicherte er sich im 21. Heimspiel mit bärenstarken 920 Holz erstmals die 12 Punkte. Joachim Rasch (873) und Andreas Kammann (853) konnten dem nichts entgegen setzen.

Benjamin Münchow und Sebastian Krause wollten nun das Ergebnis vom Vortag wiederholen. Dazu mussten beide über die 886 Holz aus der Startachse. Während Sebastian mit 904 Holz seine Aufgabe recht souverän erfüllte, ließ Benjamin auf den vorderen Bahnen zu viel liegen – oder besser stehen. Trotz furioser Aufholjagd reichte es nicht mehr ganz. Mit 885 Holz beendete er sein Spiel und sorgte damit für Zufriedenheit im Stralsunder Lager. Nicht die Höchststrafe kassiert und besser, als Meister ETV/ Phönix Kiel in Fehrbellin, lautete das einhellige Fazit der Gäste. Da konnte man auch die weniger guten Ergebnisse von Udo Berndt (860) und Torsten Hochmann (850) verschmerzen.

Fehrbellin hat also seine Hausaufgaben gemacht. Doch was war mit Kiel? Trotz des Fehlens von Leistungsträger Alexander Eggers blieb man gegen Schwerin und Seedorf schadlos, kam aber an beiden Tagen nicht über eine Unterwertung von 53:25 EWP hinaus. Das bedeutet: In der eventuell entscheidenden Einzelwertung liegen die 90er nun mit 12 EWP vorn. Bei Punktgleichheit wird diese Wertung herangezogen.

Die Rivalen Hannover erwischten hingegen ein gebrauchtes Heimwochenende. Gegen die beiden Berliner Teams ging jeweils der Zusatzzähler weg. Dadurch beträgt der Vorsprung der 90er nun 7 Punkte auf die drittplatzierten Niedersachsen. Bei zwei ausstehenden Spielen ist den Fehrbellinern also Silber nicht mehr zu nehmen. Hannover hingegen muss nun wieder um Bronze bangen.

Der Abstiegskampf ist wiederum nur scheinbar spannend. Zwar trennen die elftplatzierten Ilsenburger nur 2 Punkte vom rettenden Ufer (Stralsund und Stavenhagen), jedoch spielen die letztgenannten zu Hause, während die auswärts noch punktlosen Sachsen-Anhalter in der Fremde antreten. Der KSC Ilsenburg benötigt also ein kleines Kegelwunder. Der VfL Stade steht indes als erster Absteiger fest.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Dienstag, 27 Februar 2018 07:32

Die Meisterschaft bleibt offen

Während der SV 90 Fehrbellin seine Pflichtaufgaben auf heimischer Anlage erfüllte, verpasste der Tabellenführer aus Kiel die Vorentscheidung um die deutsche Meisterschaft. Dank der vier Punkte – Kiel gewann in Stavenhagen und sicherte sich den Zusatzpunkt in Stralsund – haben die Norddeutschen trotzdem die besseren Karten im Saisonendspurt.

 

 

 

 

SV 90 Fehrbellin – VfL Stade 3:0 (5452:5253 Holz, 57:21 EWP)

Die 90er ließen dem VfL Stade, der mit großer Wahrscheinlichkeit den Gang in Liga zwei antreten werden muss, von Beginn an nicht den Hauch einer Chance. Die Fehrbelliner Anschieber Alexander Wolski und Dirk Sperling legten beide sagenhafte 925 Kegel auf die Seite, was bereits im Startblock den Tagesbestwert markieren sollte. Der Vorsprung betrug bereits uneinholbare 117 Holz.

Die Mittelachse kam zwar nicht ganz an die Ergebnisse heran, doch Dietmar Stoof (901) und Daniel Neumann (909) konnten ihre Gegner klar distanzieren. Im Schlussdurchgang ließ Nico Witter noch mal etwas Hoffnung beim Gast aufkeimen, eventuell doch um die Höchststrafe (57:21 EWP) herumzukommen. Doch auf der Zielgeraden schob sich Witter (887) knapp am besten Stader, Ralf Schmidt (885), vorbei. Sebastian Krause komplettierte das gute Mannschaftsergebnis mit soliden 905 Holz.

 

SV 90 Fehrbellin – Rivalen Hannover 3:0 (5400:5256 Holz, 52:26 EWP)

Von der Papierform handelte es sich beim Sonntagsgegner um ein größeres Kaliber, spielen die Rivalen doch um die Bronzemedaille. Mit dem Vortagessieg aus Ilsenburg im Gepäck zeigten sich die Spieler bereits vor den ersten Kugeln zufrieden mit der Wochenendausbeute.

Doch die 90er ließen sich durch die gegnerischen Understatement-Versuche nicht beirren. Wolski ließ der Gala vom Samstag eine ebenso starke Leistung (919 Holz) folgen. Dirk Sperling haderte etwas mit dem Fallglück, kam aber dennoch auf solide 906 Holz. Robert Neumann, der lange Zeit gut mithielt, musste sich am Ende genauso geschlagen geben, wie sein Teamkollege Ellrik Freienberg.

Und auch in der Mittelachse lief alles nach Plan. Daniel Neumann legte im Vergleich zum Vortag sogar noch vier Holz drauf. Dietmar Stoof lieferte sich einen spannenden Kampf mit Hannovers Christian Spyra, den der Werderaner im Dress der 90er auf der letzten Gasse mit 900:894 Holz doch noch recht klar für sich entschied.

Wieder stand es 4:0 in der Einzelwertung und das Schlussduo konnte locker aufspielen – eigentlich. Vielleicht fehlte die Spannung, vielleicht steckte der grippale Infekt auch noch in den Knochen des überraschend schnell wiedergenesenen Benjamin Münchow. Auf jeden Fall mühte er sich 33 Würfe um die richtige Feinjustierung, jedoch vergeblich. Nico Witter übernahm, kam aber nicht über 858 Holz hinaus. Das reichte wenigstens für einen Gästespieler, sollte jedoch so nicht häufiger vorkommen. Sebastian Krause landete mit 904 Holz in einem Bereich, den er in den letzten Spielen mit erfreulicher Regelmäßigkeit abrufen konnte.

Der Jubel beim Fehrbelliner Anhang über das Ergebnis der Kieler in Stralsund war jedoch spürbar größer, als die Freude über den Heimsieg. Mit einer beherzten Leistung überzeugte der Abstiegskandidat und konnte dem Titelverteidiger zwei Punkte abringen. Im Hinblick auf die Spannung in der Bundesliga war das Ergebnis wohl den meisten Kegelinteressierten recht. „Chapeau vor der Leistung der Stralsunder! Sie haben gezeigt, wie man gegen Kiel antreten muss. Wenn man an seine Stärke glaubt und nicht zu viel Respekt zeigt, kann man sie schlagen.“, bedankte sich 90er Sebastian Krause für die Schützenhilfe der Mecklenburger.

 

Beide Teams müssen in zwei Wochen ihre Hausaufgaben zu Hause erledigen, bevor es in vier Wochen zum ultimativen Fernduell um die Deutsche Meisterschaft 2018 kommt. Kiel muss dann nach Berlin, Fehrbellin nach Schwerin und Seedorf.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Donnerstag, 22 Februar 2018 22:53

Hoffen und Hausaufgaben machen

Die Titelchancen der Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin sind nach dem vergangenen Doppelspieltag deutlich geschwunden. Durch die wenig glanzvollen Auftritte in Kiel und Oldenburg handelt man sich einen ordentlichen Rückstand von 4 Punkten auf die Kieler ein. Doch was bedeutet das?

Werfen wir einen Blick auf das Restprogramm beider Teams: Während die 90er zunächst in vier Heimspielen gegen den VfL Stade (11.), Rivalen Hannover (3.), SV Blau-Weiß Stavenhagen (9.) und den KV Hansa Stralsund (10.) fehlerfrei bleiben und alle 12 Punkte in der Heimat behalten muss, hat die SG ETV/ Phönix Kiel nur noch zwei Heimaufgaben vor der Brust – gegen Einheit Schwerin (8.) und den SVL Seedorf (7.). Zunächst sind die Norddeutschen jedoch bei den abstiegsbedrohten Mecklenburgern – Blau-Weiß Stavenhagen und Hansa Stralsund – zu Gast. Hier rechnen alle mit zwei Auswärtserfolgen des Serienmeisters, was faktisch die Entscheidung bedeuten würde.

Nur, wenn Kiel zweimal patzt, bleiben die Chancen des SV 90 realistisch. In diesem Falle würde es zum absoluten Showdown am letzten Wochenende kommen, welches Ende März stattfindet. Dann sind beide Spitzenclubs auswärts dran.

Kiel hat es mit Hertha BSC Berlin und Union Oberschöneweide zu tun. Bei Hertha kann man durchaus von einem Kiel-Erfolg ausgehen. Oberschöneweide hingegen ist in den letzten Jahren nicht das Pflaster der Schleswig-Holsteiner gewesen. Auf Schützenhilfe der Unioner kann man sich also berechtigt Hoffnung machen.

Die 90er wiederum reisen im vorletzten Spiel nach Schwerin, wo man immer um den Sieg mitspielen konnte. Sonntagsgegner Seedorf wäre da in der aktuellen Form schon ein anderes Kaliber. Zwar konnten die Rhinstädter bereits das ein oder andere Mal den Dreier von der Löcknitz entführen. Doch in diesem Jahr spielt Seedorf um die Medaillen, hat also noch Druck auf dem Kessel. Zudem haben die Nordbrandenburger nach dem Wiederaufstieg zu alter Heimstärke gefunden und mit dem wiedererstarkten Mathias Metzdorf eine Topverstärkung erhalten.

Wenn also nach Spieltag 20 beide gleichauf sind, ist ein Punktegleichstand auch nach dem letzten Spiel absehbar. Dann würden die Einzelwertungspunkte entscheiden. Hier liegen aktuell die 90er auf gutem Kurs.

Alles hängt von den Spielen ab, die Kiel an diesem Wochenende bestreitet. Das bedeutet aber auch, Fehrbellin hat es nicht in der eigenen Hand. Diese Chance hat man in den letzten Wochen vertan.

Nun zum kommenden Wochenende. Leider hat die Grippewelle um sich gegriffen. Dietmar Stoof lag unter der Woche noch flach. Sein Einsatz wird sich kurzfristig entscheiden. Benjamin Münchow kam erst am Donnerstag auf die Lazarettliste, wird wohl gegen Stade und Hannover ausfallen. Und auch Sebastian Krause hatte es bereits vor zwei Wochen erwischt, so dass er bis Samstag wieder bei 100 % sein wird. Dennoch ist man sich der eigenen Stärken auf der heimischen Anlage bewusst und geht mit breiter Brust ins Wochenende.

Laut Kapitän Dirk Sperling stehen die Ersatzleute Bernd Bujack und Günther Speer zur Verfügung. Beide können auf der Heimbahn mit dem einen oder anderen Bundesligaspieler mithalten. Ob ihr Einsatz nötig wird, sehen alle Fans und Interessierten am Samstag ab 13 Uhr in der Kegelhalle in der Fehrbelliner Luchstraße.

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