Auf der Kieler 12 Bahnenanlage wurden an acht Wettkampftagen die diesjährigen deutschen Meisterschaften im Bohlekegeln ausgetragen. Für Teil zwei der Meisterschaften, diese wurden von Donnerstag bis Sonntag ausgetragen, hatten sich auch Kegler aus dem Ruppiner Land qualifiziert. Den Höhepunkt aus Ruppiner und Märker Sicht, gab es bereits am ersten Wettkampftag als das Herren-Doppel Dirk Sperling/ Sebastian Krause die Silbermedaille erkämpfte.

Am Donnerstag wurden die Vorrunden und die Endläufe im Doppel beziehungsweise Mixed ausgetragen. Im Wettkampf der Herren-Doppel waren gleich drei 90er Teams auf Holzjagd. Mit Dirk Sperling/ Sebastian Krause (893 Holz) und Daniel Neumann/ Dietmar Stoof (884) konnten sich zwei Doppel für das Finale qualifizieren. Jonathan Jaeger/Benjamin Münchow mussten sich dagegen mit 866 Holz und Rang 22 zufriedengeben. Im Finale dann spielte das 90er Duo Sperling/ Krause bis zum letzten Wurf um Gold mit. Nach 120 Würfen bedeuteten glatte 900 Holz die deutsche Vizemeisterschaft. Mit drei Holz mehr holten sich die Oldenburger Jan und Marc Stender den Titel. Mit 893 und 891 Holz folgten die beiden Kieler Doppel Alexander Eggers/ Kai Ludorf sowie Roger Dieckmann/ Jörn Kemming auf Rang drei und vier. Daniel Neumann/ Dietmar Stoof beendeten das Finale mit Platz neun (884).

Am Freitag folgten die Mannschaftswettbewerbe. Auch hier rechnete man sich bei den Herren einen Podestplatz aus. Aber erst einmal lief der Frauenwettkampf. Das OPR-Team, mit Landesligaspielerinnen des BBC 91 und des SV 90 am Start, ging zwar als Landesmeister ins Rennen, aber die Favoriten waren die Teams, die Bundesligaspielerinnen im Aufgebot hatten. Mit 3439 Holz belegte man den 12. Platz. Für das Quartett kamen Kathrin Hildebrandt (865), Sylke Jäkel (870), Meike Erdmann (855) und Sissy Wianke (849) zum Einsatz. Gold ging an den Bremer KV (3532) vor der SG Kiel (3522) und Bergedorf-Hamburg (3514).

Bei den Herren hatten die Ruppiner gleich zwei Teams im Starterfeld. OPR II bestand aus Spielern des SV 90, OPR I ging mit Spielern des SV 90 und Schwarz-Weiß Kyritz auf die Bahnen. Am Ende kam OPR II mit 3532 Holz (Sebastian Krause/ Daniel Neumann 877, Alexander Wolski 885, Dietmar Stoof 880, Dirk Sperling 890) auf den undankbaren vierten Rang. 14 Holz fehlten zur Bronzemedaille (Kiel II). Gold und Silber gingen mit 3603 beziehungsweise 3564 an Kiel I und den Berliner KV. OPR I ließ am Ende 3466 Holz fallen und wurde 12. Hier spielten Markus Ringgenberg (873), Benjamin Münchow (882), Jonathan Jaeger (878) sowie Christopher Ganz/ Michael Gollmer (833).

Am Samstag folgten dann die Vorrunden im Einzel der beiden U23, Damen und Herren. Jeweils 24 Starter kämpften um die 12 Endrundenplätze. Bei der weiblichen U23 ging die Fehrbellinerin Meike Erdmann auf die Bahn. Mit 848 Holz (14.) fehlten ihr am Ende vier Holz zum angestrebten 12. Rang. Deutsche Meisterin wurde am Sonntag dann Annika Heins (Husum) mit 892 Holz vor Laura Gawenda (Jever/ 889) und der Berlinerin Jennifer Uth (884). Danach folgte die männliche U23. Hier war Vereinskamerad Markus Ringgenberg am Start. Mit 874 Holz und Rang fünf zog er souverän ins Finale ein. Am Sonntag wurde er dann mit 864 Holz Achter. Deutscher Meister wurde Titelverteidiger Timo Koch (Berlin) mit 893 Holz. Silber und Bronze erkämpften sich Richard Albrecht (Altmark) und Felix Grill (Kiel) mit 888 und 885 Holz.

Dass jedes Holz wichtig ist konnte man dann in der Herren-Quali sehen. Hier war das 90er Duo Dirk Sperling und Dietmar Stoof im 24er Feld. Zwischen Rang neun des Kieler Kai Ludorf (890) und Rang vierzehn von Hannoveraner Christian Spyra lag nur ein Holz. In diesem Feld auch die beiden 90er mit 889 Holz. Somit mussten beide ins Stechen um den Finaleinzug. Mit 114 Holz holte sich der SV 90 Kapitän Rang elf vor Fabian Langer (Harz/ 112). Dietmar Stoof kam mit 105 Holz auf den unglücklichen 13. Rang. Im Finale der Herren spielte 90er Dirk Sperling bis zum letzten Wurf um einen Podestplatz mit. Am Ende hatte er 891 Holz an der Anzeigetafel stehen. Damit wurde er Fünfter. Ganze zwei Holz fehlten nach 120 Würfen zum Bronzemedaillengewinner Matthias Mohr (Berlin). Deutscher Meister wurde der Kieler Kai Ludorf mit 901 Holz vor Sven Hamann (Bremerhaven), der 897 Holz fallen ließ.

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Mittwoch, 23 Januar 2019 22:17

Derbyzeit in den Kegel-Bundesligen

An diesem Wochenende findet in der ersten und zweiten Bundesliga der Bohlekegler der Wechselspieltag statt. Zahlreiche Derbys warten aus naturgemäß auf die Kegelfans. Dies trifft natürlich auch auf die drei Bundesligateams aus dem Ruppiner Land zu.

Die Erste des SV 90 Fehrbellin wird in der 1. Bundesliga zweimal im Brandenburg-Derby auf die Spielgemeinschaft Michendorf/ Seddin treffen. Beide Teams treffen erstmals aufeinander. Bisher spielt der Liganeuling eine solide Saison. Vor allem auf der Heimbahn holte der Aufsteiger die nötigen Zähler für einen Mittelfeldplatz. 16 der 17 Punkte wurden auf der Heimbahn errungen. Zu dem ist die SG zu Hause noch unbesiegt. Am Samstag müssen die 90er in der Fremde antreten. Doch nicht für alle Spieler im 90er Trikot ist es der erste Auftritt in Michendorf. Vor allem Jonathan Jaeger kennt die Bahnen gut, denn seine alte Kegelheimat Werder liegt im gleichen Landkreis. Dennoch wird man erst nach dem Einspielen abschätzen können, was für das 90er Sextett drin ist. Union Oberschöneweide (36 EWP) und Hannover (32 EWP) gelang der Gewinn des Zusatzpunktes. Natürlich wollen auch die 90er punkten, für drei Punkte scheinen die Trauben hingegen sehr hoch zu hängen.

Am Sonntag um 10 Uhr folgt dann das Rückspiel in der Rhinstadt. Hier will man nicht nur die saubere Weste behalten, auch die kleine Wertung könnte am Ende der Saison noch wichtig werden. Aus diesem Grunde wird man am Samstagabend noch einmal auf der Heimbahn eine Extraschicht hinlegen.

Selbstverständlich wird man auch am Wochenende wieder den Liveticker verfolgen. Meister Kiel muss zweimal gegen Oldenburg spielen, wobei man wohl mit sechs Punkten des Meisters rechnen kann.  

 

In der 2. Bundesliga kommt es zu dem Derby schlechthin. Am Samstag spielt die Herren II ab 13 Uhr auf der Kegelbahn in der Luchstraße gegen den die Nachbarn vom BBC 91 Neuruppin. Beide Teams gehen mit sehr unterschiedlichen Ausgangspositionen in die beiden Spiele. Am letzten Wochenende konnten die Mannen um Norbert Krämer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erstmals einen Sechserpack erkämpfen und damit den Abstiegsplatz verlassen. Nun heißt es nachzulegen. Gerade auf der Heimbahn sollte der Dreier in der Rhinstadt bleiben.

Natürlich kennen auch die Gäste die 90er Bahnanlage aus dem Effeff. Somit kann man von einem spannenden Spiel ausgehen. Die Kreisstädter liegen zurzeit auf dem sicheren fünften Tabellenplatz. Haben im Moment weder mit dem Aufstieg noch mit dem Abstieg etwas zu tun.

Am Sonntag kommt es dann ab 10 Uhr zum Kräftemessen auf der Bahnanlage am Rheinsberger Tor. Aufgrund der Heimstärke der Kreisstädter wäre ein Punktgewinn der 90er wohl schon eine große Überraschung. Natürlich werden die Rhinstädter auch hier versuchen, um den begehrten Zusatzpunkt mitzuspielen.    

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Dienstag, 30 Oktober 2018 13:28

In der Altmark war nichts zu holen

Ohne Punkte musste der SV 90 Fehrbellin II die Heimreise am Sonntag in der Staffel Süd/ Ost der 2. Kegelbundesliga antreten. Nach acht Spieltagen ist man nun Schlusslicht. Bis zum rettenden Ufer sind es aber nur drei Punkte. Auch am nächsten Doppelspieltag muss man in der Fremde antreten. Dann geht es zweimal Richtung Hauptstadt, zum Aufsteiger Union Oberschöneweide III sowie Staffelfavoriten NKC 72 Berlin.

SV Binde – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5381:5218 Holz, 57:21 EWP)

Nach Runde eins lagen die Hausherren mit 22 Holz In Führung. Burkhard Thiede und Jochen Bauer erspielten 898 und 891 Hölzer. Fehrbellin hatte mit Günther Speer, der 884 Holz erkämpfte, seinen Mannschaftsbesten auf der Bahn. Partner Ralf Friedrich kam mit elf Holz weniger von der Bahn. Nach Runde zwei wuchs der Vorsprung auf 78 Hölzer an. Mit Richard Albrecht (899) und Carlo Thiede (889) hatte man wieder die Durchgangsbesten. Auf Fehrbelliner Seite beendeten Markus Ringgenberg und Michael Nußbaum ihr Spiel mit 877 und 865 Holz. Im letzten Durchgang fiel dann durch den Binder Alf Schernikau (914) der Tagesbestwert. Partner Wolfgang Behrens ließ ebenfalls sehr gute 890 Kegel fallen. Die 853 beziehungsweise 866 Holz von den beiden 90ern Norbert Krämer und Marco Koch hatten nur noch Wert für die Freunde der Statistik.

Stendaler KC – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5605 : 5432 Holz, 52:26 EWP)

Nach Runde eins trennten beide Teams gerade einmal drei Hölzer. Die Gastgeber begannen mit 898 von Michael Engel und 960 Holz (Höchstholz) von Karsten Soisson. Auch auf Rhinstädter fiel wie am Vortag gleich die Bestleistung. Youngster Markus Ringgenberg hatte 929 Holz im Spielbericht und Marco Koch kam auf 919 Holz. In Runde zwei setzten sich die Stendaler aber ab. Karsten Zimmermann und Tom Matysiak brachten ihr Team mit 943 und 916 Holz auf die Siegerstraße. Fehrbellins Mittelachse Ralf Friedrich und Günther Speer kam auf 892 und 883 Hölzer. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Die Hausherren zeigten auch in der letzten Runde, wer Herr im Hause ist. Mit 951 und 937 Holz sorgten sie für den klaren Dreier. Auf Gästeseite beendeten Michael Nußbaum und Norbert Krämer den Spieltag mit 896 und 913 Holz.

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1. Bundesliga:

Am kommenden Wochenende fällt der Startschuss in der ersten und zweiten Bundesliga im Bohlekegeln. Drei Ruppiner Herren- Teams kämpfen um die Bundesligapunkte. Nachdem im Vorjahr den Mannen um Kapitän Dirk Sperling nach 22 Spieltagen nur acht Hölzer zum zweiten Titelgewinn nach 2010 fehlten und man somit „nur“ zum sechsten Male die deutsche Vizemeisterschaft gewann, will man auch in dieser Serie wieder Dauermeister Kiel den Kampf ansagen. Diese wollen natürlich ihren neunten Titel in Folge erringen. Besonders 90er Peter Wolski hofft, dass in seiner 25. Saison als Sektionsleiter den Rhinstädtern vielleicht der zweite deutsche Meistertitel gelingt.

Neu im Aufgebot des deutschen Vizemeisters ist Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin). Der amtierende deutsche Juniorenmeister wird den Platz von Nico Witter einnehmen, der zum Ligakonkurrenten Hertha BSC wechselte.

 

Bundesligaspielleiter Erich Moldenhauer (Magdeburg) hat dem 90er Sextett in der deutschen Eliteliga einen Hammerauftakt beschert.  Gleich am ersten Doppelspieltag kommt es zum Aufeinandertreffen der besten zwei deutschen Bohlemannschaften des letzten Jahrzehnts. Die Rhinstädter reisen am Samstag Richtung Ostsee und müssen bei Meister ETV/ Phönix Kiel antreten.

Elfmal war man Gast in der Kieler Halle, nur einmal gelang hier der Gewinn des Zusatzpunktes. Obwohl die Erfolgsaussichten nur gering sind, will man  den Dreier nicht kampflos übergeben. An den Gerüchten, nach denen Routinier René Richter die Kegelschuhe an den Nagel hängen wollte, ist wohl nicht viel dran. Dennoch wartet auch Kiel mit einem jungen Neuzugang auf. Juniorenspieler Felix Grill streift ab der neuen Saison das Trikot der Ellerbeker über. Er kam im Sommer von Blau-Weiß Stavenhagen, wo er allerdings über eine Reservistenrolle nicht hinaus kam.

Nach Spielende geht es dann Richtung Oldenburg, wo man am Sonntag gastiert. Der KSK Oldenburg/ Holstein gehört ebenfalls zu den heimstärksten Mannschaften in der 1. Bundesliga. Als Tabellenfünfter des Vorjahres fehlten den Holsteinern nur zwei Zähler zum Podestplatz. Der Gewinn des Zusatzpunktes wäre auch hier schon ein großer Erfolg. Im letzten Jahr fehlte nur ein Holz. Schmerzlich vermissen werden die Nordost-Holsteiner Jörg Vogelmann. Der Leistungsträger kann aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht mehr mitwirken. Ob er überhaupt je wieder eine Kugel anfassen kann, ist ungewiss.

 

2. Bundesliga 

Die beiden Ruppiner Teams BBC 91 Neuruppin und SV 90 Fehrbellin II sind in diesem Jahr Doppelpartner und gehen mit zwei Heimspielen in die neue Saison der 2. Bundesliga Süd-Ost. Gegner am ersten Wochenende sind die beiden Aufsteiger 1. KSV Vetschau und der KC Rot-Weiß Seyda (Sachsen-Anhalt).

Die Kreisstädter, in der letzten Saison Siebenter, empfangen am Samstag ab 13 Uhr die Kegler aus Seyda und am Sonntag um 10 Uhr das Team aus Vetschau. Nachdem man im letzten Jahr durch Spielerausfälle kaum mit dem Stammsechser antreten konnte, hofft man in dieser Saison, wieder in der Tabelle weiter vorne zu landen. Vielleicht kann man sogar an die Medaillenplätzen heran kommen.

Die Herren II des SV 90 Fehrbellin gehen in ihre zweite Saison in dieser Spielklasse. Nach dem holprigen Start konnte man sich in der Vorsaison immer besser auf Bahn und Gegner einstellen und sich mit Rang zehn den Klassenerhalt sichern. Zum Saisonauftakt hat man in der Halle gleich ein Brandenburg-Derby. Gegner sind die Vetschauer, die erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Bundesliga aufstiegen. Gegen die Kegler aus Oberspreewald-Lausitz spielte man vor zwei Jahren noch in der Landesliga um die Hölzer. Somit ist die Fehrbelliner Bahn für die Gäste keine Unbekannte. Anders ist das am Sonntag, die Kegler von Rot-Weiß-Seyda werden erstmals in der Rhinstadt ihre Visitenkarte abgeben. Obwohl die Mannen um Kapitän Norbert Krämer am Samstag auf 90er Markus Ringgenberg verzichten müssen, heißt das Ziel für beide Ruppiner Teams, beim Heimspielwochenende mit einem Sechserpack in die neue Saison zu starten.

 

Die Kader:

SV 90 Fehrbellin I:

Dietmar Stoof (426 BL-Einsätze / 137 Hennigsdorf/ 165 Seedorf/ 124 Fehrbellin)

Daniel Neumann (344 / 302 Union Oberschöneweide/ 42 Fehrbellin)

Alexander Wolski (282)

Dirk Sperling (273 / 77 Seedorf/ 196 Fehrbellin)

Sebastian Krause (264)

Benjamin Münchow (157)

Jonathan Jaeger (0)

 

SV 90 Fehrbellin II:

Michael Nußbaum (83)

Norbert Krämer (59)

Andreas Schubert (26)

Ralf Friedrich (25)

Markus Ringgenberg (23)

Marko Koch (22)

Günther Speer (4)

Bernd Graf (3)

Tim Ladenthin (2)

Jürgen Rothe (2)

Bernd Bujack (2)

 

BBC 91 Neuruppin:

Thomas Protz (88)

Nico Heinzgen (87)

Thomas Gabrysch (87)

Jens Zilm (80)

Axel Fischer (75)

Torsten Neumann (44)

Axel Wolter (42)

Bernd Klatt (15)

Frank Pabst (6)

Marc Pöthke (2)

Karsten Rosenberg (2)

Karsten Blumenthal (1)

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Montag, 04 Juni 2018 23:20

Saisonhöhepunkt in Neumünster

Acht Tage lang ist die Rudi-Kreinsen-Kegelarena in Neumünster Schauplatz der deutschen Meisterschaften im Bohlekegeln. Zum 70. Mal seit 1945 tragen die Bohlekegler ihre Meisterschaften aus.  Jeweils von Donnerstag bis Sonntag wird auf die Holzjagd gegangen.

240 Einzelstarter gehen in zehn Diziplinen an den Start. Hinzu kommen die Mannschaftswettbewerbe in fünf Altersklassen zu zwölf Teams sowie in den drei Doppelwettbewerben gehen 72 Doppel beziehungsweise Mixed ins Medaillenrennen. Am kommenden Wochenende (07.-10. Juni) sind die Entscheidungen im Einzel und der Mannschaft ab der Altersklasse Ü50 am Start. Einzige Teilnehmerin aus dem Ruppiner Land ist BBC-91-Keglerin Sylke Jäkel, die sich als Vizelandesmeisterin für die deutschen Titelkämpfe qualifizieren konnte. Am Samstag spielt sie in der Qualifikationsrunde und muss wenigstens Rang 12 belegen um am Sonntag dann auch im Finale zu stehen.

Im zweiten Teil der Meisterschaften (14.-17. Juni) reisen dann sieben Kegler des SV 90 Fehrbellin nach Neumünster. Als erste müssen am Donnerstagmittag Daniel Neumann und Dirk Sperling ran. Sie gehen als Titelverteidiger im Herren-Doppel an den Start. Natürlich ist die Endrunde das klare Ziel. Auch Nico Witter und Benjamin Münchow sind in diesem Wettbewerb am Start. Für Nico wird es der letzte Auftritt in Diensten des SV 90, bevor er zur neuen Saison das Trikot von Hertha BSC überstreift. Das Finale wird dann ab 17 Uhr ausgetragen.

Am Freitagnachmittag folgt dann der nächste Start. Diesmal in der Endscheidung der Herren-Mannschaft. Dann werden die beiden 90er mit ihren Clubkameraden Sebastian Krause, Alexander Wolski und Benjamin Münchow als brandenburgischer Landesmeister mit elf anderen Teams um die Medaillen kämpfen. Auch hier hat man Chancen auf Edelmetall.

Am Samstag folgen dann die Qualifikationsrunden in vier Einzelentscheidungen. In drei Entscheidungen gehen Rhinstädter an den Start. Als Erste muss Meike Erdmann im Einzel der weiblichen U23 ran, dann folgt Markus Ringgenberg bei der männlichen U23. Letzte Starter werden dann Sebastian Krause und Benjamin Münchow, der unter der Woche erst von seinem Start erfuhr, in der Qualifikationsrunde der Herren sein. Zielstellung für das 90er Quartett ist das Finale, um dann am Sonntag um die begehrten Medaillen spielen zu können.

Für alle Kegelfans gibt es bei diesen Meisterschaften eine Premiere. Auf der Seite des Deutschen Bohlekegler Verbandes kann man im Live-Ticker alle Wettkämpfe zeitnah mit verfolgen.

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Dienstag, 01 Mai 2018 22:02

Aus dem Sizilien-Urlaub zum Titel

Noch eine Woche vor den Landeseinzelmeisterschaften der Bohlekegler, die in diesem Jahr auf der Sechs-Bahnen-Anlage im Sportforum Marzahn ausgetragen wurden, ging 90er Sebastian Krause nicht von einem Start aus. In der Regionalrunde in Hennigsdorf verpasste er als Achter die Qualifikation. Doch dann die freudige Kunde per E-Mail, die Krause im Urlaub auf der Mittelmeerinsel Sizilien erreichte: Auf Grund von Absagen konnte er als Nachrücker starten. Wie praktisch, dass der Urlaub am Freitag endete und Krauses Start am Samstag somit nichts im Wege stand.

Herren: Da in umgekehrter Reihenfolge der Vorleistungen gestartet wurde, musste Krause gleich im ersten Durchgang ran. Das ist insofern ein Nachteil, dass man sich nicht an vorgelegten Ergebnissen orientieren kann. Krause, der einer von vier Fehrbellinern im Starterfeld war, kam dennoch gut mit den Verhältnissen zurecht. Seine 930 Holz bedeuteten die Führung nach dem ersten von drei Läufen. Nun sollte das Bangen und Hoffen beginnen.

Im zweiten Block war vor allem Raphael Kukla vom Bundesligaaufsteiger SpG Michendorf/ Seddin auf dem Zettel der Experten. Doch dieser erwischte einen eher mäßigen Start, konnte sich dennoch auf 925 Holz steigern. Wesentlich besser ins Spiel fand der Calauer Danny Winzer. Er befand sich zur Hälfte knapp unter einem Schnitt von acht, ehe er eine kleine Schwächeperiode überstehen musste. Auf der Abschlussbahn fand er jedoch wieder in die Spur und war zwei Wurf vor Schluss bereits an Krause vorbei. Doch dann unterlief ihm ein Flüchtigkeitsfehler, sodass er mit 929 Holz einen Kegel hinter dem 90er landete. Erste Erleichterung.

Doch die Favoriten, vor allem aus dem eigenen Lager, sollten erst noch kommen. Benjamin Münchow und Dirk Sperling kamen gut aus den Startlöchern. Kai Schulz (Calau) und der vierte 90er im Bunde, Daniel Neumann, hatten hingegen Probleme und verabschiedeten sich früh aus dem Titelrennen. Münchow und Sperling lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, immer die 930 im Blick. Bis zur letzten Bahn waren beide auf Kurs. War es Nervosität oder fehlende Konzentration? Jedenfalls schlich sich bei beiden etwas der Fehlerteufel ein. Im Gleichschritt landetet sie bei 927 Holz – Platz 3.

Das Zittern für Sebastian Krause hatte sich also gelohnt. Aus dem Urlaub zum Landesmeistertitel – bereits dem fünften für Krause in der Herrenklasse. Als Krönung gab es noch die Startberechtigung für die deutschen Meisterschaften Mitte Juni in Neumünster. Das nötige Stechen um Platz drei entfiel, da Sperling verzichtete und somit seinem Teamkollegen Benjamin Münchow die Bronzemedaille überließ. Daniel Neumann kam letztendlich auf Rang 11.

 

Im Wettbewerb der weiblichen U 23 schaffte Meike Erdmann als Viertplatzierte die Qualifikation für Neumünster. Sie musste sich der Titelträgerin Anne Riedel (Michendorf, 912 Holz) sowie Michèle Bombik (Werder, 900) und Sophie Heinz (Wandlitz, 897) geschlagen geben.

 

Bei der männlichen U 23 dominierte der weitestgehend unbekannte Markus Grywnow aus Treuenbrietzen mit 934 Holz – dem besten Ergebnis des Gesamten LEM-Wochenendes. 90er Markus Ringgenberg kam ebenso auf 910 Holz wie Christian Kögel aus Bremsdorf. Das nötige Stechen verlor Ringgenberg, sodass er sich mit Bronze zufrieden geben musste. Für das Neumünster-Ticket reichte es dennoch. Die letzte Fahrkarte löste Neu-Fehrbelliner Jonathan Jaeger (909), der noch für die SpG Werder/ Havel antrat.

 

Die Damen-Konkurrenz gewann Mandy Schön vom KSV Altdöbern (913 Holz) und sicherte sich das einzige Startrecht für die Deutschen Meisterschaften. Als einzige SV-90-Starterin kam Manuela Dreßler mit 889 Holz nicht über den 14. Rang hinaus.

 

In sämtlichen Senioren-Wettbewerben gab es keine Teilnehmer mit dem SV-90-Logo auf der Brust. Hier eine kurze Übersicht:

Damen A: 1. Marina Penz (SpG Eberswalde, 917), 2. Sylke Jäkel (BBC 91 Neuruppin, 916), 3. Ines Sojka (SpG Eberswalde, 909)

Herren A: 1. Rainer Kühn (MPSV 95 Königs Wusterhausen, 931), 2. Norbert Witzel (SVL 1919 Seedorf, 924), 3. Bodo Juchert (SG Blau-Weiß Rädel, 921)

Damen B: 1. Renate Weinberg (Eberswalder SC, 908), 2. Rita Kölling (KSV Dahme 1959, 898), 3. Marianne Wilke (SpG Rolandstadt Perleberg (894)

Herren B: 1. Manfred Blüthner (SV Glienicke/ Nordbahn, 918), 2. Hans-Joachim Lüdecke (KSV 90 Nauen, 916), 3. Jürgen Reimann (SVL 1919 Seedorf, 915)

Damen C: 1. Karin Brademann (SpG Michendorf/ Seddin, 898), 2. Annerose Schnur (ESV Lok Jüterbog, 881), 3. Eva Bonow (Eberswalder SC, 874)

Herren C: 1. Detlev Hollnagel (Oranienburger KC, 908), 2. Walter Harz (SpG Jüterbog, 903), 3. Heinz Bollfraß (KC Glück Auf Rüdersdorf, 901)

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Das Bundesligafinale in der ersten und zweiten Bundesliga war für die Kegler des SV 90 Fehrbellin ein wahrer Kegelkrimi. Vor dem letzten Doppelspieltag ging es für die Erste noch um den deutschen Meistertitel und bei der Zweiten um den Klassenerhalt. Erst nach dem letzten Bahnwechsel nach insgesamt 22 Spieltagen war der Titelkampf entschieden. Nach 720 Würfen fehlten dem Fehrbelliner Team beim Derby in Seedorf ganze acht Hölzer zum angestrebten zweiten Titelgewinn. Somit konnte Titelverteidiger Kiel seine Siegesserie mit dem achten Titelgewinn in Folge fortsetzen.

Nach kurzer Enttäuschung - Fehrbellin gewann zum sechsten Male die deutsche Vizemeisterschaft - lobte 90er Sektionsleiter Peter Wolski vor der Siegerehrung sein Team: „Zehn Mannschaften in der deutschen Eliteliga wären jetzt gerne an eurer Stelle. Ihr habt eine Topsaison gespielt.“ In Zahlen heißt das:  Man hatte einen Punkt mehr auf der Habenseite, als im Meisterjahr. In der kleinen Wertung, was im Fußball das Torverhältnis ist, hatte man 22 Zähler mehr, als die Kieler. In sechs der elf Auswärtsspiele erzielte man das beste Gästeergebnis. Trotzdem wurde diese Leistung nicht immer belohnt. In Oldenburg fehlte zweimal jeweils ein Holz zum Zusatzpunkt. Bei Hertha BSC und in Ilsenburg fehlten 12 beziehungsweise 13 Hölzer zum Dreier. Am engsten war es dann beim Brandenburg-Derby, als beide Teams ganze acht Holz trennten.

Auch die Zweite kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Erst einmal musste man sich mit den neuen Gegebenheiten anfreunden. Spielte man eine Liga tiefer acht Turniere, hatte man nun 22 Spieltage, also fast das Dreifache an Wettkämpfen. Hinzu kam, dass in der Zweitliga auch ein anderer Wind weht.  Nach dem holprigen Start konnte sich das Team im Laufe der Spielserie von Spiel zu Spiel steigern. Gerade in den letzten Spielen holte man die wichtigen Zähler und konnte somit beim Bundesligafinale aus eigener Kraft den Klassenerhalt souverän erkämpfen. Damit blieb man als einziger Aufsteiger Zweitligist. EBT Berlin und Parchim müssen die Liga nach nur einem Jahr wieder verlassen.

 

KC Einheit 95 Schwerin – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5331:5364 Holz, 35:43 EWP)

Mit zwei Punkten Rückstand auf Meister Kiel reisten die Rhinstädter Richtung Schwerin. Nur ein Dreier hielt den Titeltraum am Leben. Beim Einspielen gab es dann für beide Teams erst einmal ein Handicap: Bahn 4 fiel aus technischen Gründen aus. Nach kurzer Diskussion wurde einstimmig entschieden, Bahn 5 als Ersatz zu nehmen. Wieder musste man sich einspielen und das Spiel begann mit einer halbstündigen Verspätung.

Die Fehrbelliner Startachse zeigte sich von den Widrigkeiten unbeeindruckt. Sebastian Krause und Daniel Neumann erkämpften mit 910 und 906 Holz die besten Tagesergebnisse. Ihr Gegner hielten aber gut dagegen. Falko Wachholz sollte mit 904 Holz bester Heimspieler werden. Reinhard Dallmann folgte mit zehn Holz weniger.

Damit ging die Fehrbelliner Mittelachse Nico Witter und Dietmar Stoof mit einer 18-Holz-Führung ins Rennen. Nico Witter konnte seinem Gegenspieler Steffen Mathia trotz mäßiger Leistung (864 Holz) weitere 14 Holz abnehmen. Dietmar Stoof verlor sein Spiel nur knapp mit 893: 886 Holz. Somit stand es vor dem letzten Block 3566:3541 Holz für die Gäste.

Die Schweriner Holger Trojahn und Michael Heerkloß wollten nun die drohende Niederlage abwenden, Alexander Wolski und Dirk Sperling dagegen im neunten Spiel in Schwerin den dritten Dreier erkegeln. Am Ende lagen beide 90er vorne. Dirk Sperling gewann gegen Heerkloß mit 904: 901 Holz. Alexander Wolski gegen Trojahn mit 894: 889 Holz. Damit fuhr man einen klaren Auswärtssieg ein und blieb weiter im Meisterrennen.

Leider gab es aus der Hauptstadt keine Schützenhilfe. Hertha BSC verlor sein Spiel gegen Kiel mit 12 Hölzern. Der Zweipunktevorsprung für die Schleswig-Holsteiner blieb unverändert. Damit war klar, dass die 90er nur mit einem Dreier im Brandenburg-Derby Meister werden können – eine Mammutaufgabe.

 

SVL Seedorf v. 1919 – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5478:5470 Holz, 42: 36 EWP)

Das Brandenburg-Derby sollte zeigen, wie spannend und attraktiv der Kegelsport sein kann. Bereits im ersten Durchgang sahen alle Gäste ein Spiel auf höchstem Niveau. Fehrbellin brauchte den Sieg, die Heimkegler wollten die Spielserie nicht mit einer Heimniederlage beenden. Zeitgleich spielte Kiel in Berlin gegen Union Oberschöneweide. 90er Kapitän Dirk Sperling und Daniel Neumann spielten in der Startachse gegen Seedorfs Kapitän Frank Wilke und Hans Fulczynski. Auf beiden Seiten wurde jedes Holz bejubelt. Am Ende lag das 90er Duo mit fünf Holz vorne. Dirk Sperlings 927 Holz sollten Tageshöchstholz werden. Seedorfs Frank Wilke ließ 916 Holz fallen, Partner Hans Fulczynski hatte ein Holz mehr an der Anzeigetafel. Mit 911 Holz konnte auch Daniel Neumann überzeugen. Zur gleichen Zeit konnte man auf dem Liveticker sehen: Fehrbellin lag in der virtuellen Tabelle vor Kiel, da Union gegen den Meister führte.

Im Mittelblock spielten wieder Nico Witte und Dietmar Stoof für die 90er. Für Seedorf spielten Mathias Metzdorf und Rainer Pagels. Nico Witter konnte in seinem Abschiedsspiel – er wird ja im kommenden Jahr für Hertha BSC Berlin auf Holzjagd gehen - lange Zeit an Mathias Metzdorf dran bleiben, dann zeigte aber der Ex-Fehrbelliner, dass er zurzeit auf der Seedorfer Bahn der beste Heimkegler ist. Mit 927 Holz stellte er den Tageshöchstwert ein. Nico Witter knackte mit 903 Holz ebenfalls die magische 900-Holzgrenze.

90er Dietmar Stoof fand an diesem Tag keine Einstellung zur Bahn. Nach 60 Wurf entschloss man sich zum Wechsel. Nun sollte Benjamin Münchow den Rückstand auf Rainer Pagels verkürzen. Der 90er kam gleich ins Spiel und bot eine Topleistung, holte Holz für Holz auf. Nun wurde der Seedorfer nervös und leistete sich einige Fehlhölzer. Nach drei Bahnen wechselte man Sebastian Rönning ein. Auch er machte seine Sache gut. Trotzdem ging dieses Duell mit 900. 896 Holz an die Gäste. Damit lagen nun die Hausherren mit 15 Holz vorne. Nun hatte natürlich Kiel wieder die Nase vorn. Doch es war klar: Kiel wird nicht in Berlin gewinnen. Mit einem Sieg wäre der Traum vom zweiten Titelgewinn also wirklich noch wahrgeworden.

Der letzte Durchgang der Spielserie musste nun um Gold entscheiden. Die Spannung war der ganzen Halle anzumerken. Das 90er Duo Sebastian Krause/ Alexander Wolski wollte das Spiel noch drehen, gegen Max Jannasch und Norbert Witzel eine schwere Aufgabe. Im Laufe des Spieles holte das Fehrbelliner Gespann Holz für Holz auf. Vor der letzten Bahn lag man sogar mit acht Holz in Front und war auf Meisterkurs. Die beiden Heimkegler hatten dann aber die besseren Bahnen und drehten den Spieß wieder um. Die 90er Schlussachse Sebastian Krause (916) und Alexander Wolski (913) gewannen zwar den Durchgang gegen Norbert Witzel (916) und Max Jannasch (906), aber in der Gesamtholzzahl lagen die Prignitzer mit acht Holz vorne.

Trotz Saisonbestleistung einer Gastmannschaft in Seedorf reichte es somit nur für den Zusatzpunkt. Zeitgleich stand auf dem Liveticker, dass Kiel ohne Punkt bei Union blieb. Ein Holzgleichstand hätte also genügt. 22 Spieltage – 15.840 Kugeln – 8 Holz. Ein Wimpernschlag. Bitter.

 

SV 90 Fehrbellin II - Empor Brandenburger Tor 3:0 (5308:5168 Holz, 53:25 EWP)

Für beide Teams ging es in diesem Spiel um alles, da beide punktgleich auf Rang elf lagen. Pasewalk stand bereits als Absteiger fest. Die 90er hatten durch den Heimvorteil die besseren Karten. Nun war nur Nervenstärke gefragt. Und die 90er hatten ihre Nerven im Griff.

Markus Ringgenberg knackte mit 909 Holz wieder einmal die 900-Holzmarke und wurde bester Holzsammler. Andreas Schubert folgte mit 879 Holz. Da beide Berliner, Sven Kujath (840) und Karsten Lange (866) unter den Heimergebnissen blieben, hatte man eine klare 82-Holz-Führung.

Auch im Mittelblock ließen beide 90er nichts anbrennen. Ralf Friedrich wurde mit 887 Holz Durchgangsbester. Marco Koch ließ 868 Holz fallen. Ebenfalls diese Holzzahl hatte Gästekegler Torsten Gerrasch an der Anzeigetafel. Partner Sebastian Schmidt hatte sechs Holz weniger im Spielprotokoll. Somit war das Spiel bereits vor der Schlussachse für die Hausherren entschieden.

EBT-Spieler Christoph Buß gelang mit 883 Holz zwar der Mannschaftsbestwert, aber Durchgangsbester wurde Norbert Krämer mit einem Holz mehr. Partner Michael Nußbaum folgte mit ebenfalls guten 881 Holz. Die 849 Holz von EBT-Spieler Karl-Heinz Krüger hatten nur noch statistischen Wert. Somit war der Klassenerhalt den 90er kaum noch zu nehmen.

 

SV 90 Fehrbellin II - NKC 72 Berlin 3:0 (5311:5222 Holz, 56:22 EWP)

Die Gäste reisten als Tabellenführer an, und wollten Platz eins verteidigen, um in der nächsten Spielserie in der ersten Liga zu spielen. Die Spielgemeinschaft Michendorf/ Seddin hoffte wiederum auf Schützenhilfe der Rhinstädter. Am Ende wurde das Spiel eine klare Angelegenheit für die Hausherren.

Nach Runde eins lagen die Hausherren mit 23 Holz vorne. Markus Ringgenberg und Andreas Schubert erspielten 898 und 876 Holz. Auf Gästeseite kamen Thomas Pietsch und Benjamin Rudolphf mit 877 und 874 Hölzern auf die besten Ergebnisse der Berliner.

Im Mittelblock lagen dann sogar beide 90er vorne. Marco Koch und Ralf Friedrich ließen 888 und 883 Holz fallen, Dirk Wege und Sebastian Rudolphf blieben mit 869 und 865 Holz weit zurück.

Fehrbellins Schlussachse Michael Nußbaum/ Norbert Krämer ließ dann im letzten Block mit 884 und 882 Holz nichts mehr anbrennen. Die Gästeergebnisse von Matthias Scheel und Jörg Glöde reichten mit 870 und 867 Holz an diesem Tage nicht, um Einzelpunkte gut zu machen. Der Dreier blieb somit in der Rhinstadt und bei Michendorf/ Seddin wurde der Erstligaufstieg gefeiert.

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Auf der Achtbahnenanlage von Motor Hennigsdorf wurden am Wochenende die Regionalmeisterschaften Nord ausgetragen. In zehn Entscheidungen wurden die Medaillen und Tickets für die brandenburgischen Titelkämpfe ausgespielt. Teilnehmer waren die Kreismeister und Platzierten aus den Landkreisen Prignitz, Barnim, Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin.  Ende April treffen dann die Besten in Berlin auf die Endrundenteilnehmer der Regionen Mitte und Süd. Aus dem Landkreis waren insgesamt 19 Kegler in Hennigsdorf dabei. 7 Medaillen und 9 Startplätze für die LEM gab es. Höhepunkte waren die Siege von Markus Ringgenberg (SV 90) bei den Junioren und Sylke Jäkel (BBC 91) bei den Damen A.

Am Samstag spielten die männlichen Teilnehmer die Medaillengewinner aus. Einen spannenden Kampf um den Titel lieferten sich Titelverteidiger Christopher Penz (Eberswalde) und 90er Markus Ringgenberg. Nach 120 Würfen lag der Fehrbelliner mit starken 916 Holz ein Holz vor dem Eberswalder. Platz drei ging mit 884 Holz an den Perleberger Til Runge.

Im Herren-Wettkampf war gleich ein Ruppiner Quartett im Starterfeld. Die besten fünf können nach Berlin fahren. Mit sehr guten 935 Holz holte sich der Ex-Fehrbelliner Mathias Metzdorf (Seedorf) den Titel. Danach folgten gleich drei 90er. Silber und Bronze gingen mit 931 und 928 Holz an Dirk Sperling und Daniel Neumann. Mit 916 Holz folgte Titelverteidiger Benjamin Münchow.  Sebastian Krause belegte mit 903 Holz den achten Rang. Bis zum Minimalziel Rang fünf fehlten ihm vier Holz.

Auch bei den Herren A stand mit BBC 91 Kegler Thomas Gabrysch ein Ruppiner auf dem Podest. Seine 902 Holz bedeuteten Bronze und eines der vier Berlin-Tickets. Gold holte sich Heimkegler Wolfgang Grabek mit 918 Hölzern. 12 Holz weniger bedeuteten für Sven Kämpfe (Eberswalde) Silber. Ebenfalls sehr gut schlug sich 90er Günther Speer mit 890 Holz. Damit wurde er Fünfter. Vor beziehungsweise hinter ihm lagen die beiden Seedorfer Bundesligaspieler Norbert Witzel (893) und Frank Wilke (888). Rainer Baum (Kyritz) und Karsten Seidel (Wittstock) belegten mit 874 und 872 Holz die Ränge 10 und 11.

Im Wettkampf der Herren B war ein Ruppiner Trio am Start. Bester wurde 90er Bernd Bujack mit Rang sieben und 859 Holz. Mit Rang sechs wäre er im Brandenburger Finale gewesen. Das Kyritzer Duo Bernd Neumann und Rainer Lexow belegte mit 852 und 521 Holz die Plätze 10 und 12. Wobei Rainer Lexow nach 81 Würfen verletzungsbedingt aufgeben musste. Regionalmeister wurde der Seedorfer Jürgen Reimann (891). Silber und Bronze gingen mit 883 und 882 Hölzern an den Oranienburger Peter Kindermann und den Glienicker Manfred Blüthner.

Im Wettkampf der Herren C war kein Kreisspieler dabei. Meister wurde der Oranienburger Detlev Hollnagel (874).

 

Am Sonntag spielten dann die Damen ihre Meister aus. SV 90 Spielerin Meike Erdmann konnte sich mit 875 Holz die Silbermedaille sichern. Mit zwei Holz mehr holte sich die Eberswalderin Jessica Fleischer den Titel. Rang drei ging mit 856 Holz an die Wandlitzerin Sophie Heinz.

Auch im Wettkampf der Damen ging Silber an eine Ruppinerin. Nicole Liebert ließ starke 896 Holz fallen. Nur die Perlebergerin Heike Bolzmann schaffte mit 907 Holz ein höheres Ergebnis. Mit 894 Holz ging Bronze an die Eberswalderin Lisa Völter. Ebenfalls das Berlin-Ticket konnte SV 90 Keglerin Manuela Dreßler buchen. Mit 876 Holz und Rang fünf war sie in der Endrunde. Clubkameradin Sissy Wiankes 866 Holz (10.) reichten am Ende nicht ganz. Zwei Holz fehlten für die LEM. 

Im Wettkampf der Damen A gab es dann den Sonntagshöhepunkt der Ruppinerinnen. BBC 91 Keglerin Sylke Jäkel konnte mit der Schnapszahl von 888 Holz ihren Titel erfolgreich verteidigen. Silber und Bronze gingen mit 872 und 867 Holz an Elke Walter (Wandlitz) und Ines Sojka (Eberswalde). Die zweite Kreisstädterin Heike Lebrun belegte mit 836 Holz den 7. Rang.

Bei den Damen B und C gewannen Marianne Wilke (Perleberg) und Eva Bonow (Eberswalde) mit 874 und 853 Hölzer. Ruppinerinnen waren hier nicht am Start.

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Freitag, 23 März 2018 07:34

Wird aus Silber noch Gold?

Mehr Spannung kann es für die Kegler und Anhänger des SV 90 Fehrbellin am letzten Doppelspieltag nicht geben. Das erste Team spielt in der deutschen Eliteliga auf fremden Bahnen im Fernduell mit Kiel um die deutsche Meisterschaft. Zweitliganeuling SV 90 II kann zu Hause im Duell gegen Empor Brandenburger Tor den Klassenerhalt perfekt machen.

Kann der amtierende deutsche Vizemeister SV 90 Fehrbellin den amtierenden deutschen Meister ETV/ Phönix Kiel am letzten Doppelspieltag der 1.Bundesliga noch vom Thron stoßen? Noch haben die Kieler zwei Punkte mehr als die Rhinstädter auf der Habenseite und damit die besseren Karten für eine erfolgreiche Titelverteidigung. Beide Teams müssen in der Fremde antreten und spielen gegen heimstarke Gegner.  Die 90er müssen zudem auf Schützenhilfe der Hauptstadtclubs Hertha BSC und Union hoffen.

Fehrbellin reist Samstag Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Gastgeber ist der KC Einheit Schwerin. Sonntag kommt es in Seedorf zum Brandenburg-Derby. Alle vier Gastgeber haben in dieser Saison auf der Heimbahn noch kein Spiel verloren. Fehrbellins Gastgeber Schwerin und Seedorf gaben in dieser Spielserie fünf- beziehungsweise zweimal den Zusatzpunkt ab. Am engsten wurde es für die Schweriner beim letzten Heimspiel gegen Hertha BSC, als man das Spiel mit ganzen acht Holz gewinnen konnte.

Die 90er haben bisher achtmal auf den Schweriner Bahnen gespielt. Dreimal fuhr man ohne Punkte zurück, dreimal hatte man den Zusatzpunkt im Heimgepäck, zweimal erkämpfte man alle drei Zähler. Eng waren die Duelle eigentlich immer. Drei Punkte strebt das 90er Sextett auch am Samstag an, will man weiter an Gold schnuppern. Die Hausherren liegen im sicheren Mittelfeld und haben ihre Zielstellung Klassenerhalt bereits sicher erreicht.

Natürlich wird die ganze Liga am Samstag auf diese Partie und das Spiel der Herthaner gegen Kiel schauen. Die Berliner sind zu Hause noch ungeschlagen, viermal gab man jedoch den Zusatzzähler ab. Meister Kiel will natürlich das Spiel gewinnen und damit für die Vorentscheidung sorgen.

Oder steht der Meister erst am Sonntag fest, wenn die 90er in Seedorf und die Kieler bei Union antreten? Auch hier hängen die Trauben für beide Teams hoch. Seedorf gab erst zweimal den Zusatzpunkt ab. Fehrbellins Bilanz bei den neun Auftritten in der Prignitz: Dreimal siegten die Gastgeber, viermal holten die 90er den Zusatzpunkt, zweimal siegte der SV 90 im Brandenburg-Derby. Die Unioner - die Franke Schützlinge gaben bisher viermal den Zusatzpunkt ab - werden zeitgleich die Kieler empfangen. Für die Hausherren geht es an diesem Wochenende noch um Bronze, somit wird man versuchen, ohne Punktverlust das Wochenende zu überstehen, um dann nach Spielende eine Medaille in Empfang nehmen zu können.

Bei Fehrbellin sind alle Mann an Deck. Kapitän Dirk Sperling kann also auch auf seinen Routinier Dietmar Stoof zurück greifen, der vor Wochenfrist noch auf die Teilnahme an den Regionalmeisterschaften verzichtete, um seinen lädierten Oberschenkel zu schonen.

 

Zweitligateam vor Klassenerhalt

Spannend ist es auch in der 2. Bundesliga, Staffel Süd/ Ost. Auf der 90er Heimbahn wird es an diesem Wochenende ebenfalls hoch her gehen. Wie schwer es ist, in dieser Liga die Klasse zu halten, mussten alle drei Neulinge erfahren. Die Pasewalker stehen bereits als Absteiger fest. Der SV90 II und Empor Brandenburger Tor liegen punktgleich auf dem zweiten Abstiegsplatz. Die Rhinstädter haben die besseren Karten für den Ligaverbleib. Sie empfangen am Samstag den Hauptstadtclub in der Rhinstadt und wollen somit den Heimvorteil nutzen. Ein Sieg wäre wohl der Klassenerhalt. Verlieren die Männer um Kapitän Norbert Krämer jedoch gegen EBT, geht es am Sonntag um 10 Uhr beim Bundesligafinale gegen Spitzenreiter NKC 72 Berlin um alles. Die Kegler von EBT müssen dann beim Tabellenzweiten Michendorf/ Seddin um die Hölzer spielen.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Donnerstag, 22 Februar 2018 19:12

Erst beim Aufsteiger, dann das Derby

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II reist am Samstag zum Aufsteigerduell nach Pasewalk. Die Mecklenburger stehen am Ende der Tabelle, haben aber ihren schlechten Saisonstart überwunden und zeigten in den letzten Spielen, dass sie durchaus in dieser Liga mithalten können. So kam man gerade auf der Heimbahn zu mehren Achtungserfolgen. Fehrbellin will natürlich den Zusatzpunkt ergattern, um den Abstand zu Rang elf weiter zu vergrößern. Der ärgste Rivale um den Klassenerhalt, Empor Brandenburger Tor, spielt ebenfalls in der Fremde (Binde, Stendal). Und auch Union Oberschöneweide II hat den Klassenerhalt noch nicht sicher. Sie spielen zu Hause gegen die beiden Spandauer Teams.

Am Sonntag kommt es dann ab 10 Uhr auf der Bahnanlage am Rheinsberger Tor zum Ruppiner Duell gegen den BBC 91 Neuruppin. 12,93 km Luftlinie liegen die Kegelbahnen beider Clubs auseinander. Viele schlachten schlugen beide Teams in den vergangenen Jahrzehnten gegen einander. Und nicht immer ging es so freundschaftlich zu, wie in der vielleicht erfolgreichsten Ära beider Clubs. Die Bilanz lässt sich nur erahnen, könnte aber leicht zu Gunsten der Kreisstädter ausschlagen.

In der Bundesliga ist es erst das zweite Aufeinandertreffen. Die Fontanestädter gehen als klarer Favorit in dieses Spiel. Zudem konnte man schon in Fehrbellin den Zusatzpunkt gewinnen. Aber Derbys halten ja immer wieder die eine oder andere Überraschung bereit. Darauf hoffen die Männer um Norbert Krämer und Youngster Markus Ringgenberg. Der Liganeuling will auf der nicht unbekannten Bahnanlage keinesfalls kampflos die Punkte hergeben.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 2
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