Das Erstligateam des SV 90 Fehrbellin konnte am ersten Doppelspieltag beide Partien - gegen Meister Kiel und Oldenburg - mehr als souverän gewinnen. Alle Spielpunkte blieben beim Vizemeister. Auch die kleine Wertung ging zweimal mit 57:21 Punkten an die Hausherren. An beiden Tagen wurde Dietmar Stoof bester Holzsammler.

Hauptstadtclub Union wurde ebenfalls Sieger des Spieltages. In Stralsund und Stavenhagen holte man jeweils 3:0 Siege.

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II blieb zwar in der Fremde bei den heimstarken Clubs in Binde und Stendal punktlos, trotzdem ist man zuversichtlich, das Punktekonto am nächsten Doppelspieltag auf der Heimbahn ausgleichen zu können.  

 

Herren I – Mehr geht nicht - Meister Kiel und Oldenburg mit Höchststrafe

nach Hause geschickt

SV 90 Fehrbellin I - SG ETV/ Phönix Kiel 3:0 (5390:5205 Holz, 57: 21 EWP)

Die Saisoneröffnung auf der Fehrbelliner Kegelbahnanlage in der Luchstraße begann gleich mit einem Knaller. Vizemeister SV 90 Fehrbellin hatte den achtmaligen Meister aus Kiel zu Gast. Nach Runde eins konnten die Hausherren eine 40 Holz Führung bejubeln. Kapitän Dirk Sperling und Alexander Wolski ließen 899 und 895 Holz fallen. Beim Titelverteidiger Kiel sollten die 880 beziehungsweise 872 Holz von Kai Ludorf und Sascha Brinks die besten Ergebnisse bleiben.

Der Mittelblock brachte dann bereits die Entscheidung. 90er Dietmar Stoof gelang mit starken 918 Holz das höchste Ergebnis des Spieles. Partner Daniel Neumann konnte mit 895 Holz ebenfalls überzeugen. Die Gästekegler Alexander Eggers und Jan Künstler mussten sich dagegen mit mageren 860 und 857 Holz zufrieden geben. Damit führte das Fehrbelliner Sextett mit unglaublichen 138 Holz. Hinzu kam, dass alle vier 90er die Einzelwertung anführten.

Die Fehrbelliner Schlussachse (Benjamin Münchow und Sebastian Krause) hatte jetzt sogar die Chance, das Meister-Sextett mit der Höchststrafe nach Hause zu schicken. Mit 886 und 897 Holz waren auch sie ihren Gegenspielern René Richter (865) und Jörn Kemming (871) klar überlegen. Somit konnte man einen in dieser Höhe unerwartet klaren Sieg feiern.   

 

SV 90 Fehrbellin I - KSK Oldenburg/Holstein 3:0 (5379:5165 Holz, 57:21 EWP)

Das Spiel begann wie am Vortag. Fehrbellins Anschieber Dirk Sperling (902) und Alexander Wolski (898) sorgten für eine klare 65-Holz-Führung. Auf Gästeseite kamen Jörg Vogelmann auf 877 Holz (Mannschaftsbester) und Nils Wieske auf 858 Holz.

Im Mittelblock fiel dann wieder der Bestwert der Rhinstädter. Dietmar Stoof ließ bei seinen 120 Würfen 911 Holz fallen und sicherte sich erneut die 12 Einzelpunkte. Partner Daniel Neumann beendete sein Spiel mit 882 Hölzern. Da beide Oldenburger, Arnim Barkholtz und Jan Haagen, jeweils nur 850 Holz in die Wertung brachten, trennten beide Teams schon 158 Hölzer.

Somit war der letzte Durchgang eigentlich nur noch Formsache. Benjamin Münchow und Sebastian Krause wollten natürlich an die Leistungen ihrer Mitspieler anknüpfen. Mit 896 und 890 Holz gelang das auch. Da Jan und Marc Stender das Spiel mit 861 und 869 Holz beendeten, gab es auch am Sonntag für die Gäste die Höchststrafe.

 

Während der SV 90 nach den beiden Heimsiegen von der Tabellenspitze winkt, konnte sich Kiel am Sonntag in Derenburg gegen Aufsteiger Ilsenburg rehabilitieren und den ersten Dreier einfahren.

Für noch mehr Furore sorgte die SG Union Oberschöneweide. War der Sieg in Stralsund noch zu erwarten, war der Erfolg am Sonntag beim heimstarken Team aus Stavenhagen ein echtes Pfund. Das sind Bonuspunkte, an denen sich die Konkurrenz, erst einmal die Zähne ausbeißen wird.

Das Verfolgerduell zwischen Seedorf (letzte Saison Fünfter) und Hannover (Vierter der Vorsaison) ging klar mit 3:0 an die Nordbrandenburger. Während Seedorf auch am Sonntag die weiße Weste behielt, holte Hannover einen Punkt bei Aufsteiger Schwerin.

 

Herren II – Binde und Stendal nutzen Heimvorteil zum jeweiligen Dreier

SV Binde – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5352:5208 Holz, 54:24 EWP)

Das Fehrbelliner Sextett musste gleich mit einem Handicap in das Abenteuer Bundesliga starten. Mannschaftskapitän Norbert Krämer musste verletzungsbedingt passen. Dafür kam Günther Speer zum Einsatz. Dass es beim sehr heimstarken Gastgeber schwer werden würde zu punkten, war den Rhinstädtern im Vorfeld klar.

Im ersten Block konnten Markus Ringgenberg und Ralf Friedrich mit 881 und 872 Holz noch ganz gut mithalten. Zwar führten die Gastgeber mit 17 Holz, da Jochen Neubauer und Burkhard Thiede 893 und 877 Holz erkämpften, aber der Kampf um den Zusatzpunkt war erst einmal offen.

Im Mittelblock konnten die Binder mit 900 und 888 Holz von Richard Albrecht und Stefan Dombrowski zwar die Führung auf 67 Holz ausbauen, aber der Zusatzpunkt war weiter drin für die Gäste. Dafür sorgte Michael Nußbaum mit der Mannschaftsbestleitung von 889 Holz. Ersatzmann Günther Speer hatte 849 Holz im Spielbericht.

Im Schlussblock ließ der Gastgeber dann aber nichts mehr anbrennen. Alf Schernikau und Carlo Thiede konnten mit 894 und 900 Holz das zweit- und drittbeste Ergebnis erkegeln. Das 90er Duo Andreas Schubert und Marco Koch hatte am Ende 859 und 858 Holz an der Anzeigetafel zu stehen. Somit blieb der Dreier doch noch klar in der Altmark.

 

Stendaler KC – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5557:5315 Holz, 53:25 EWP)

Auch die Stendaler nutzten ihren Heimvorteil. Nach Runde eins führte man mit 32 Holz. Durchgangsbester wurde René Moses mit 918 Holz. Mit 898 Holz folgte 90er Günther Speer, der damit bester Gästespieler werden sollte. Sein Partner Markus Ringgenberg legte 870 Holz um. Stendals Christian Krakow hatte 12 Holz mehr auf dem Wettkampfzettel zu stehen.

Im Mittelblock hatten dann beide Heimkegler (Marcel Borsch 944, Tom Matysiak 929) das bessere Ende für sich. Auf 90er Seite kamen Michael Nußbaum und Ralf Friedrich auf 889 und 888 Hölzer.

Auch im letzten Block lagen beide Stendaler vorne. Klaus Borsch konnte mit 960 Holz ein Topergebnis erkämpfen und sicherte sich damit das Höchstholz. Steffen Hill beendete das Zweiligaspiel mit 924 Hölzern. Auf Fehrbelliner Seite hatten Andreas Schubert und Marco Koch 893 und 877 Holz auf dem Zettel.

 

Die zweite Fehrbelliner Mannschaft hat sich letztlich, gerade am Samstag ganz gut verkauft. Die vergangene Zweitliga-Saison hat gezeigt, dass in Stendal und Binde nicht viele Teams punkten. Der „Salto Nullo“ ist also zu verkraften.

Der Aufsteiger muss seine Hausaufgaben zu Hause machen, um die Klasse zu halten. Das Potenzial ist da. Jetzt müssen nur die Nerven mitspielen.

Einfach wird es jedenfalls nicht, da am 07.10. um 13 Uhr das Ruppiner Derby gegen den BBC 91 Neuruppin auf dem Plan steht. Doch gerade das könnte für Fehrbellin eine große Chance sein. Denn Bundesliga hin oder her – die Neuruppiner kennt man aus diversen Aufeinandertreffen in Pokal-, Landesliga-, Freundschaftsspielen und Einzelmeisterschaften. Die Nervosität sollte sich also in Grenzen halten.

An Unterstützung wird es vermutlich auch nicht fehlen. Es verspricht, ein spannendes Duell in Fehrbellin zu werden.

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Viel vom aufgestellten Team des SKVB für die Ländervergleichsspiele in Lüneburg war nicht übrig. Grund zum Feiern gab es trotzdem.

Nach den Absagen von Dirk Sperling, Sebastian Krause und Benjamin Münchow, die sich für eine andere Form der Saisonvorbereitung entschieden hatten, war Daniel Neumann als einziger 90er im Aufgebot der Landesauswahl. Neben ihm standen Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin), Christopher Penz (Eberswalde), Mathias Loewa (Vetschau) und Kai Schulz (Calau) im fünfköpfigen Kader. Bei den Damen sah es nicht viel besser aus. Auf Grund reichlichen Kindersegens sowie der Abwanderung von Topspielerin Jannifer Schauer Richtung Berlin wurde auch hier kräftig gemischt. Zu allem Übel musste kurzfristig auch noch Sandra Sandow gesundheitsbedingt absagen, sodass nur vier Spielerinnen die Reise antraten: Marlen Soost, Angela Weise (beide Kablow), Angela Schirach (Michendorf) und Lisa Völter (Eberswalde).

Gemessen an der Vorgeschichte ist das Resultat nicht all zu verwunderlich. Mit Platz sieben verkaufte sich Brandenburg etwas unter Wert. Lediglich Angela Weise deutete an Tag zwei mit 930 Holz an, dass in Bestbesetzung vielleicht eine Medaille drin gewesen wäre.

Umso überraschender verlief der Wettbewerb bei den Herren. Daniel Neumann brachte das Team zunächst in Führung. Seine 934 Holz waren das zweitbeste Einzelergebnis des ersten Wettkampftages. Jonathan Jaeger machte es in Durchgang zwei fast genauso gut. Mit 929 Holz konnte der Vorsprung zur Konkurrenz, angeführt vom überraschend schwer in Tritt kommenden Titelverteidiger aus Schleswig-Holstein, auf über 30 Holz ausgebaut werden.

Auch Kai Schulz reihte sich ins Mannschaftsgefüge ein. Mit 923 Holz verlor er nur vier auf Jan Stander (SH). Juniorenspieler Christopher Penz konnte im Anschluss nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten. 908 Holz waren nicht schlecht, gemessen an den Ambitionen nach ganz vorn jedoch zu wenig. Da man an Tag eins ein Streichergebnis hat, war aber noch alles im grünen Bereich.

Mathias Loewa sollte nun noch einmal eine hohe Zahl in die Wertung bringen. Dies gelang ihm mit 921 Holz auch ganz passabel. Kiels Alexander Eggers konnte mit 935 Holz zwar Tageshöchstholz erspielen und etwas vom Vorsprung abknabbern. Doch die Führung blieb über Nacht bei Brandenburg. Die bessere Nachricht war jedoch, dass der Vorsprung auf Platz vier bereits stattliche 69 Holz betrug.


Doch man wollte sich nicht ausruhen, schließlich war der Sieg drin. Also gab Daniel am Sonntagmorgen wieder alles und konnte mit 927 Holz die Führung gegen Kai Ludorf (932) knapp behaupten. Jonathan legte dann noch eine Schippe drauf, zeigte eine Topleistung und erspielte starke 936 Holz. Doch der Schleswig-Holstein-Motor schnurrte heute wie ein Kätzchen. Marc Stender steigerte sich mit 944 Holz um satte 40 Kegel zum Vortag und sorgte somit für den Führungswechsel. 

Scheinbar geschockt von diesem Knaller konnten Kai (915 Holz) und Matze (916) nicht ganz an die Vortagsleistungen anknüpfen. Schleswig-Holstein ließ sich die Butter wie gewohnt nicht mehr vom Brot nehmen und wurde seiner Favoritenrolle wieder einmal gerecht.


Unterm Strich steht jedoch eine überraschende Silbermedaille, die sich die fünf Märker redlich verdient haben. Im Kampf um Platz drei konnte Berlin sich gegen Niedersachsen, die diesen am Samstag noch inne hatten, behaupten.

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Knallerauftakte in Fehrbellin und Neuruppin - Fehrbellin gegen Meister Kiel - Neuruppin gegen Staffelsieger Spandau - Neuling SV 90 Fehrbellin II zweimal in der Fremde


An diesem Wochenende fällt der Startschuss zur ersten und zweiten Bundesliga im Bohlekegeln. Gleich drei Ruppiner Teams werden um die begehrten Punkte kämpfen. Auf der Fehrbelliner Kegelbahn in der Luchstraße kommt es am Samstag um 13 Uhr zum Aufeinandertreffen der beiden besten Mannschaften der letzten Spielserie. Vizemeister SV 90 Fehrbellin I empfängt den deutschen Meister SG ETV/Phönix Kiel.

Die Mannen um Kapitän Dirk Sperling wollen natürlich mit einem Dreier in die Saison starten. Aus diesem Grunde wurde in den letzten zwei Wochen noch einmal ein höheres Trainingspensum auf der Vierbahnanlage absolviert. Zudem hat man alle Mann an Deck.

Das Meistersextett, welches drei Nationalspieler im Aufgebot hat, will das verhindern und somit einen erfolgreichen Saisonstart für die Mission Titelverteidigung starten. Immerhin holte man siebenmal in Folge die deutsche Meisterschaft in die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins.

Sonntag haben die Rhinstädter dann ab 10 Uhr den KSK Oldenburg/ Holstein  zu Gast. Auch gegen diesen Club muss man wohl eine geschlossene Mannschaftsleistung hinlegen, damit der Dreier in der Rhinstadt bleibt. Besonders die Stender-Brüder sind immer für ein Topergebnis gut.

 

Während die Zielstellung des SV 90 I wieder ein Medaillenplatz sein dürfte, heißt es für die Herren II in der 2. Bundesliga Süd/ Ost im ersten Zweitligajahr als Zielstellung den Klassenerhalt. Durch den Aufstieg der Mannschaft sind die Fehrbelliner Bohlekegler in ihrer 66-jährigen Vereinsgeschichte erstmals mit zwei Mannschaften in der Bundesliga unterwegs. Gleichzeitig ist man der erste Verein aus den neuen Bundesländern, der dieses Kunststück erreichte.

Das zweite Team muss natürlich in der Fremde antreten. Zur Premiere geht es Richtung Altmark. Am Samstag muss man beim SV Binde antreten. Hier gab es in den zurückliegenden Spielserien für die Gastmannschaften nie etwas Zählbares zu holen. Der Tabellendritte des Vorjahres lebt besonders von seiner Heimstärke. Trotzdem werden die Rhinstädter um Kapitän Norbert Krämer dem Gastgeber nichts schenken. Immerhin haben alle 90er bereits Erstligaeinsätze vorzuweisen.

Sonntag heißt der Gegner Stendaler KC. Auch auf dieser Bahnanlage hofft man, sich gut aus der Affäre ziehen zu können. Vielleicht kommt den 90ern die Bahnanlage entgegen und man kann beim Tabellensiebten der Vorsaison punkten. 

 

Das zweite Ruppiner Team in der 12er Staffel, der BBC 91Neuruppin, hat zweimal Heimrecht. Auch die Kreisstädter haben am Samstag (13 Uhr) einen Knallerauftakt. Mit dem VKC/ FE 27 Spandau reist der Staffelsieger der Saison 16/ 17 an. Die Randberliner nahmen ihr Aufstiegsrecht nicht wahr. Dafür rückte der KSC Ilsenburg in die deutsche Eliteliga auf.

Das Kreisstadtsextett verfehlte in der letzten Saison nur denkbar knapp den dritten Rang. Nur ein Punkt fehlte dazu.

Der Sonntagsgegner ist dann von der Papierform leichter. Wieder kommt der Gegner aus Spandau. Die Spielgemeinschaft Spandau wurde in der letzten Spielserie Tabellenzehnter und schrammte somit knapp am Abstieg vorbei. Somit sollte am Sonntag ab 10 Uhr ein Dreier Pflicht sein.

 

Für den neutralen Fan wird die Entscheidung also nicht leicht, welchen Leckerbissen er sich diesmal zu Gemüte führen soll.

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Am 15.06.2017 begannen die Deutschen Meisterschaften der Leistungs- und Senoirenklassen traditionell mit den Paarwettbewerben sowie den Mannschaften der Damen A und Herren B. Bei den Damen A schielte die OSL-Auswahl lange Zeit auf die Medaillen, ging jedoch am Ende mit Platz 6 leer aus. Erfreulicher lief es aus brandenburger Sicht bei den Herren B. Hier gewann das Quartett aus Potsdam-Mittelmark die Bronze-Medaille. Ein riesiger Erfolg für die über 60-Jährigen.

In den Doppelwettbewerben erreichten von sechs gestarteten Brandenburg-Duos drei die Endläufe. Im Paar Damen mussten die Landesmeister Angelika Lehnhardt und Viola Haseloff mit Platz 22 bereits im Vorlauf die Segel streichen. Besser machten es die Kablowerinnen Marlen Soost und Angela Weise, die geradeso ins Finale der 12 Besten hineinrutschten, sich dann jedoch nicht mehr steigern konnten (12.). Deutscher Meister wurde ein Paar aus Bremerhaven.

Auch im Mixed verabschiedete sich der Brandenburg-Meister viel zu früh. Michèle Bombik und Jonathan Jaeger (PM) fehlten satte 30 Holz zum Endlauf. Angela Weise/ Andreas Luther (Kablow) machten es zwar etwas besser, für den Endlauf sollte es jedoch auch für sie nicht reichen. Der Titel ging nach Hamburg.

Bei den Herren konnten sich sowohl die Landesmeister aus Eberswalde als auch das Fehrbelliner Doppel Daniel Neumann/ Dirk Sperling für den Endlauf qualifizieren. Beide Teams waren von Beginn an gut im Rennen. Das SV 90-Doppel ging nach drei Bahnen in Führung und baute diese stetig aus. Auf der vorletzten Bahn noch einmal ein kleiner Dämpfer und die Verfolger konnten etwas an Boden gut machen. Doch nicht entscheidend - um 20.45 Uhr stand es fest. Mit 903 Holz holen Neumann und Sperling den Titel nach Fehrbellin. Für die Eberswalder blieb nach hartem Kampf leider nur Rang 5. Ein Holz fehlte zum Stechen um Platz zwei bis vier.

Trotzdem Glückwunsch an beide Paare.

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Am verlängerten Wochenende wurden an drei Wettkampftagen auf den Kegelbahnen in Hennigsdorf (Herren), Oranienburg (Damen) und Berlin Völkerfreundschaft (Paare) die Landesmeisterschaften im Einzel und Doppel beziehungsweise Mixed im Bohlekegeln ausgetragen. Neben den Podestplätzen ging es noch um die Fahrkarten zu den deutschen Titelkämpfen, die Mitte Juni in Bremen ausgetragen werden. Für das Finale mussten sich alle Teilnehmer im Vorfeld über die Kreismeisterschaften beziehungsweise eine der drei Regionalmeisterschaften qualifizieren.

Die Bohlekegler aus dem Ruppiner Land hatten sich insgesamt für das Märkerfinale in den Einzelentscheidungen 13 Startplätze erkämpft. Im Doppel und Mixed hatte man 8 Startplätze. Am Ende hatte man nach den Einzelentscheidungen einen kompletten Medaillensatz erkämpft. Höhepunkt war der Gewinn der Landesmeisterschaft in der Klasse Herren A durch Thomas Gabrysch (BBC 91), sowie die Vizemeisterschaft von Benjamin Münchow (SV 90) bei den Herren und die Bronzemedaille von Meike Erdmann (SV 90) bei den Juniorinnen. Gleichzeitig konnte dieses Trio das Ticket für die deutschen Titelkämpfe erspielen. Im Doppel und Mixed erkämpften die Kegler des SV 90 nochmals eine Silber und zwei Bronzemedaillen sowie ein weiteres Ticket für Bremen.


Junioren (6 Startplätze DM):

Hier war BBC 91-Talent Marc Pöthke einziger Ruppiner im Starterfeld. Mit 843 Holz belegte er den 8. Rang. Zum Bremen-Ticket fehlten 27 Hölzer. Landesmeister wurde Christian Kögel (Bremsdorf) mit starken 912 Hölzern. Silber und Bronze gingen mit 909 und 897 Holz an Christopher Penz (Eberswalde) und Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin) mit 909 und 897 Holz.

Herren (2 Startplätze DM):

In diesem Wettkampf bewarb sich ein OPR-Trio um die Medaillen. Mit der Schnapszahl von 888 Holz holte sich Benjamin Münchow (SV 90 Fehrbellin) die Vizemeisterschaft. Nur Torsten Weinkauf vom Gastgeber Motor Hennigsdorf kam mit 904 Holz auf ein besseres Ergebnis und sicherte sich überraschend den Titel. Platz drei ging mit 885 Holz an Tassilo Schulz (Wellmitz). Mit zwei Holz weniger kam 90er Mathias Metzdorf auf den undankbaren vierten Rang. Der Kyritzer Michael Geselle musste sich mit dem 16. Rang (855 Holz) zufrieden geben.

Herren A (2 Startplätze DM):

Auch hier war ein Trio dabei. Nicht zu schlagen war BBC 91-Spieler Thomas Gabrysch. Mit 901 Holz holte er sich die Goldmedaille. Silber und Bronze wurden erst nach dem Stechen vergeben, da Uwe Kinas (Dennewitz) und Manfred Schidlowski (Pessin) jeweils 897 Holz im Spielbericht hatten. Im Stechen gewann dann der Dennewitzer mit 65:62. Das BBC-Duo Bernd Klatt und Frank Pabst kam mit 888 und 866 Holz auf den 11. und 15. Rang.

Herren B (3 Startplätze für DM):

Der einzige OPR-Starter Helge Dittert (Wittstock) kam mit 868 Holz auf den elften Rang. Fünf Holz mehr wären schon Rang sechs gewesen. Meister wurde der Brandenburger Reinhard Seeger mit 890 Holz vor dem Potsdamer Helmut Heinke mit 888 Holz. Bronze ging mit drei Holz weniger nach dem Stechen an Manfred Blüther (Glienicke/Nordbahn).

Herren C (2 Startplätze für DM):

Auch hier war Fehrbellins Christian Nußbaum einziger OPR-Starter. Mit 852 Holz belegte er einen guten sechsten Rang. Landesmeister wurde Wolfgang Peter (Geltow) mit 889 Holz.

Juniorinnen (3 Startplätze für DM):

Titelverteidigerin Jennifer Schauer war auch in diesem Jahr nicht zu schlagen. Mit 851 Holz verteidigte sie erfolgreich den Titel. Vizemeisterin wurde mit 832 Holz Jennifer Stroka (Wellmitz). Mit Bronze und einem Bremen-Ticket trat SV 90 Keglerin Meike Erdmann (829 Holz) die Heimreise an. Platz vier ging mit 817 Holz an Clubkameradin Mareike Dietrich.

Damen (1 Startplatz DM):

In diesem Wettkampf ging BBC91 Keglerin Nicole Liebert auf Holzjagd. Mit 843 Holz belegte sie in der Endabrechnung den 7. Platz. Landesmeisterin wurde erwartungsgemäß Angela Weise (Kablow) mit 862 Holz. Mit Silber und Bronze fuhren Sandra Sandow (Neu-Plötzin/ 855) und Lisa Völter (Eberswalde/ 851) nach Hause.

Damen A (3 Startplätze):

In diesem Wettkampf ging es am engsten zu. Titelverteidigerin Sylke Jäkel vom BBC 91 Neuruppin wurde zur tragischen Figur. Mit 837 Holz verfehlte sie um ein Holz einen Podestplatz und das damit verbundene DM-Ticket. Ein Holz mehr nach 120 Würfen hatte die Luckenwalderin Sarina Rasack. Mit 840 und 839 Holz gewannen Marina Penz (Eberswalde) und Regine Loewa (Altdöbern) Gold und Silber. Die zweite BBC Keglerin Heike Lebrun belegte mit 801 Holz den 16. Rang.

Damen-Doppel (2 Startplätze für DM):

Hier fehlten dem 90er Doppel Meike Erdmann/ Kathrin Hildebrandt sechs Holz zum Podestplatz. Mit 882 Holz belegte man den 6. Rang. Gleich dahinter folgte das BBC 91 Paar Sylke Jäkel/ Heike Lebrun mit 876 Hölzern. Das 90er Paar Sissy Wianke/ Manuela Dreßler folgte mit 859 Holz auf dem 10. Rang. Landesmeisterin wurden Angelika Lehnhardt/ Viola Haseloff (Michendorf) mit 906 Holz. Rang zwei und drei gingen mit 900 und 888 Holz an Marlen Soost/ Angela Weise (Kablow) und Karen Völter/ Lisa Völter (Eberswalde).

Mixed (2 Startplätze für DM):

Hier waren drei OPR-Paare im Finale. Mit 922 Holz lagen Sissy Wianke/ Mathias Metzdorf (SV 90) und Angela Weise/ Andreas Luther (Kablow) auf den 2. Rang. Ein Stechen um Silber konnte aber nicht mehr stattfinden, Metzdorf arbeitsbedingt nicht mehr vor Ort war. Somit musste das 90er Mixed mit Rang drei vorlieb nehmen. Mit zwei Holz mehr holte sich Michéle Bombik/ Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin) die Goldmedaille. Das 90er Mixed Kathrin Hildebrandt/ Nico Witter und das BBC 91-Mixed Sylke Jäkel/ Axel Wolter folgten mit jeweils 897 Holz auf den Rängen fünf und sechs. 

Herren-Doppel (2 Startplätze für DM):

Das Eberswalder-Doppel Sven Kämpfe/ Christopher Penz verhinderten mit 939 Holz einen Fehrbelliner Doppelerfolg und holte sich mit einer starken Vorstellung den Titel. Auf sechs Holz weniger kamen Daniel Neumann/ Dirk Sperling. Dafür gab es Silber und das Bremen-Ticket. Auf Platz drei folgten ihre Clubkameraden Nico Witter/ Benjamin Münchow mit 931 Hölzern.

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Sonntag, 02 April 2017 11:09

SV 90 II kämpft um Bundesliga-Aufstieg

Die zweite Herrenmannschaft des SV 90 Fehrbellin kämpft in diesen Stunden in Delmenhorst um den Aufstieg zur 2. Bundesliga. Am Sonntag ab 10 Uhr tritt das Team um Norbert Krämer gegen die SG Empor Brandenburger Tor (Berlin), den KSV Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern), den SC Norderstedt (Hamburg) und die Eintracht Ebendorf (Sachsen-Anhalt) an. Für die Rhinstädter kommen Markus Ringgenberg, Mathias Metzdorf, Andreas Schubert, Michael Nußbaum, Marco Koch, Norbert Krämer und Ersatzmann Günther Speer an. Vier der fünf Mannschaften steigen auf.

Zeitgleich will bei den Damen der KSV Altdöbern zum dritten Mal in die Bundesliga aufsteigen. Auch die Lausitzerinnen müssen sich mit 4 Mannschaften messen, es steigen allerdings nur die ersten beiden auf.


Zu den Ergebnissen...

Veröffentlicht in Kegeln Herren 2
Sonntag, 26 März 2017 16:48

SV 90 Fehrbellin deutscher Vizemeister

Im zehnten Jahr der Erstligazugehörigkeit erkämpften sich die Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin am Sonntag zum fünften Mal die Silbermedaille. Am letzten Doppelspieltag gab es nochmals gegen Blau-Weiß Stavenhagen und Hansa Stralsund zwei souveräne Heimsiege. Lohn war, dass man als einziges Team auf der Heimbahn eine weiße Weste behielt.

Nach Spielende erfolgte dann die Siegerehrung. Als Vertreter des Deutschen Keglerbundes überreichte Udo Sandow dem 90er Team die Medaillen sowie das Silberband. Meister wurde verdient Titelverteidiger Kiel. Bronze ging in die Bundeshauptstadt, an den Vizemeister des Vorjahres, Union Oberschöneweide.

 

21. Spieltag: SV 90 Fehrbellin - SV Blau-Weiß 76 Stavenhagen 3:0 (5412: 5220 Holz, 57:21 EWP)

Das 90er Sextett ließ nichts anbrennen und schickte die Kegler aus Stavenhagen mit der Höchststrafe nach Hause. In Runde eins wurde Alexander Wolski mit 901 Holz Durchgangsbester. Sebastian Krause folgte mit der Schnapszahl von 888 Holz. Auf Gästeseite konnte Andreas Huth mit 879 Holz Mannschaftsbestwert erspielen. Partner Klaus-Dieter Zaluski folgte mit 854 Holz.

Im Mittelblock steigerten sich die 90er nochmals. Dietmar Stoof ließ starke 916 Holz fallen. Daniel Neumann knackte mit 903 Holz ebenfalls die begehrte 900er-Marke. Die Gästekegler Torsten Schwarz und Steffen Ast hatten am Ende des Spieles 868 und 863 Holz im Spielbericht. Somit war das Spiel bereits entschieden und der Dreier auf klarem Weg Richtung Heimmannschaft.

Nur eine Frage war noch offen: Schafft es Kapitän Dirk Sperling, den Tagesbestwert zu knacken und sich somit die 12 Einzelwertungspunkte zu holen. Verbissen kämpfte er sich an das Stoof-Ergebnis heran. Buchstäblich mit dem letzten Tageswurf zog er mit einem Holz (917) noch vorbei. Da Benjamin Münchow 887 Holz erkegelte lagen alle sechs Heimspieler in der Einzelwertung vorne. Somit gab es in dieser Saison das fünfte 57:21 in der kleinen Wertung. Die 879 und 877 Holz der Mecklenburger Klaus Wermann und Sven Wiesener hatten somit nur noch statistischen Wert.

 

22. Spieltag: SV 90 Fehrbellin - Hansa Stralsund 3:0 (5383: 5168 Holz, 55:23 EWP)

Wieder begann das 90er Team mit Startachse Alexander Wolski und Sebastian Krause. Mit 899 und 888 Holz konnten sie eine beruhigende Führung von 64 Holz erspielen. Auf Gästeseite kamen Manfred Dill und Paule Meller auf 879 und 844 Holz.

Dietmar Stoof und Daniel Neumann wollten nun in der Mittelachse als erste die 900-Holz-Marke knacken. Dietmar Stoof gelang dies mit 913 Holz sehr souverän. Daniel Neumann kam dagegen, anders als am Vortag, nicht wie erhofft ins Spiel. Nach 92 Wurf nahm Benjamin Münchow seinen Platz ein. Am Ende standen 870 Holz auf dem Ergebniszettel. Auf Seiten der Hanseaten kamen Joachim Rasch und Christian Ziems auf 874 und 864 Holz.

Im Schlussblock wollte nun Kapitän Dirk Sperling wie knapp 22 Stunden zuvor das aktuelle Höchstholz von Dietmar Stoof knacken. Auch dieses Mal gelang das Vorhaben. Mit 917 Holz wurde er wieder bester Holzsammler des Spieltages. Aber auch die 896 Holz von Partner Nico Witter konnten sich sehen lassen. Die Stralsunder Torsten Hochmann und Andreas Kammann hatten erhebliche Mühe mit der Bahnanlage und kamen am Ende auf 849 und 858 Holz.

 

Eine lange Saison findet nun so langsam wieder ein Ende. Die kommenden Aufgaben im Kreispokal, Doppel- sowie Einzel-Wettbewerben sowie LVM können die 90er nun locker angehen lassen. Eine Medaille hat man jedenfalls erst einmal in der Tasche. Dementsprechend ließ man das Wochenende mit ein paar Getränken und guter Laune ausklingen.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1

An diesem Wochenende findet in der 1. und 2. Bundesliga der Bohlekegler der letzte Doppelspieltag der Saison statt. Für die Kegler des SV 90 Fehrbellin, im letzten Jahr noch Vierter, könnte es im zehnten Jahr der Erstligazugehörigkeit den sechsten Podestplatz geben. 2010 wurde man deutscher Meister. 2011, 2013, 2014 und 2015 gab es jeweils die Silbermedaille. Am Sonntag könnte es nun die fünfte Vizemeisterschaft zu feiern geben.

Vor den letzten beiden Spielen liegt man zwei Punkte vor Rekordmeister Hannover auf dem Silberrang. Zudem hat man eine sehr gute Unterwertung. Da Hannover auswärts ran muss, die Rhinstädter hingegen Heimrecht haben, spricht alles für das 90er Sextett. Titelverteidiger Kiel ist der Meistertitel nicht mehr zu nehmen.

Die Gästeteams kommen jeweils aus Mecklenburg-Vorpommern. Am Samstag ab 13 Uhr heißt der Gegner SV Blau-Weiß Stavenhagen. Die Kegler aus der Reuterstadt liegen sechs Punkte hinter dem Fehrbelliner Team und haben noch theoretische Chancen auf einen Medaillenplatz. Dazu müssten beide Partien, in Fehrbellin und Sonntag in Seedorf gewonnen werden. Das schaffte bisher noch kein Team – beide Heimteams liegen in der Heimtabelle auf Platz eins und zwei.

Der derzeitige Dritte Hannover will auch am Ende Medaillengewinner sein. Auch die Niedersachsen müssen in der Fremde auf Punktejagd gehen. Sie sind zweimal in der Bundeshauptstadt, gegen Union Oberschöneweide und Hertha BSC, zu Gast. Vizemeister Union hat ebenfalls noch Medaillenhoffnungen. Am Samstag muss dazu ein Dreier gegen Hannover her und am Sonntag braucht man Schützenhilfe von den Herthanern.

Dass die 90er am letzten Wochenende so viele Heimpunkte verlieren, ist kaum denkbar. Immerhin hat man als einziges Team in dieser Saison zu Hause eine weiße Weste. Vier Punkte sollten für Silber reichen. Im allerschlimmsten Fall müsste man sich mit Bronze zufrieden geben. Das will man natürlich nicht, deshalb wird man auch vor den letzten Bundesligaspielen nochmals das Trainingspensum erhöhen.

Sonntagsgegner ab 10 Uhr ist Hansa Stralsund. Den Keglern von der Ostsee steht das Wasser bis zum Hals. Sie müssen am letzten Wochenende unbedingt punkten, will man weiter Erstligist sein.

Kurios: Auch bei einem Abstieg könnten die Hanseaten in der nächsten Saison wieder Gast in der Rhinstadt sein. Voraussetzung wär der Aufstieg der zweiten Herrenmannschaft des SV 90 eine Woche später in Delmenhorst.

Vor allem am Sonntag hoffen die 90er natürlich auf eine gut gefüllte Halle. Nach Spielende (12.30 Uhr) wird die offizielle Siegerehrung durch den Deutschen Keglerbund durchgeführt werden. Gleichzeitig will sich die Sektion bei allen Kegelfans noch einmal für die Unterstützung bedanken. Immerhin konnten alle drei Damen- und sechs Herrenmannschaften in ihren Klassen in dieser Saison sehr gute Platzierungen erzielen.

Und auch die 1. Mannschaft hat einen kleinen Dankesgruß für die Fans vorbereitet. Worum es sich dabei handelt, wurde noch nicht verraten.

 

Vor dem letzten Doppelspieltag:

1. ETV/ Phönix Kiel                        (47)                gegen Oldenburg und Stade (H)

2. SV 90 Fehrbellin                        (38)                gegen Stavenhagen und Stralsund (H)

3. Rivalen Hannover                      (36)                gegen Union Oberschöneweide und Hertha BSC (A)

4. Blau-Weiß Stavenhagen              (32)                gegen Fehrbellin und Seedorf (A)

5. Union Oberschöneweide              (32)                gegen Hannover und Bremerhaven (H)

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1

KSK Oldenburg/ Holstein – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5388:5307 Holz, 48:30 EWP)

Am Samstag in Oldenburg lautete die Zielstellung, endlich einen Punkt zu erringen. Im vergangenen Jahr war man schon knapp dran – lediglich ein Einzelpunkt fehlte.

Dazu wollte man im Startblock mit Daniel Neumann und Alexander Wolski gleich zwei Duftmarken setzen. Beide begannen gegen die starke Bruder-Achse Jan und Marc Stender gut, führten sogar nach der ersten Bahn. Doch dann hatten beide Probleme mit den Außenbahnen und verloren deutlich an Boden. Am Ende kämpfte sich Neumann noch auf 886 hoch, Wolski blieb mit 882 Holz knapp dahinter. Die Stenders waren hingegen eine Klasse besser. Jan kam mit 904, Marc sogar mit 909 Holz von der Bahn. Das Spiel war somit schon zu Gunsten der Oldenburger vorentschieden.

In der Mittelachse wurden vier Spieler auf einem Niveau aufgeboten. Nils Wieske und Arnim Barkholtz kämpften sich auf Seiten der Gastgeber nah an die vorgelegten Gästeergebnisse heran. Wieske zog mit 885 an Wolski vorbei, scheiterte jedoch an den 886 von Neumann. Barkholtz kam nicht über 880 Holz hinaus und lag bis dato auf dem letzten Platz. Für die 90er kamen Benjamin Münchow und Nico Witter zum Einsatz. Während sich Münchow mit dem letzten Wurf vor Wieske setzte (885), fehlte Witter ein Holz (884). Der Zusatzpunkt war nun absolut im Bereich des Möglichen.

Die Rhinstädter schickten mit Dirk Sperling und Sebastian Krause zwei heiße Eisen ins Feuer, für Oldenburg kamen die Routiniers Matthias Hübner und Jörg Vogelmann zum Einsatz. Die Heimkegler zogen einsam ihre Kreise. Sperling und Krause konnten drei Bahnen lang nur bedingt gegenhalten. Jörg Vogelmann war zu diesem Zeitpunkt auf 12-Punkte-Kurs, Hübner noch gerade so in Reichweite. Einer der beiden Fehrbelliner musste ihn schlagen, um auf 32 EWP kommen zu können. Doch Hübner machte an diesem Tag keine Geschenke, so dass die guten Ergebnisse auf den 90er Schlussbahnen nicht genug waren. Am Ende reihten sich Sperling (884) und Krause (886) in die geschlossene Mannschaftsleistung ein. Kurios: Alle sechs lagen innerhalb von vier Holz. Vogelmann machte seinen persönlichen Tagessieg mit sehr guten 912 Holz perfekt, Hübner kam auf 898 Holz.

Unter dem Strich mussten die Mannen um Dirk Sperling konstatieren, dass der Punkt zwar drin war - Sperling hätte 2 Holz, Witter 1 Holz mehr spielen müssen - Oldenburg aber die 3 Punkte nicht unverdient errungen hatte.

 

VfL Stade – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5199:5220 Holz, 37:41 EWP)

Am Sonntag hatte Fehrbellin die letzte Auswärtsaufgabe vor der Brust. Der VfL Stade, eine normalerweise stabile Heimmannschaft, die jedoch in diesem Jahr schon Federn lassen musste und somit etwas verunsichert ins Spiel ging, empfing die Brandenburger.

Diese Verunsicherung wollte die Startachse, bestehend aus Dirk Sperling und Alexander Wolski, nutzen. Beide hielten von Anfang an voll dagegen. Obwohl Ralf Schmidt für die Gastgeber mit 886 Holz den Mannschaftsbestwert erzielte, holten die beiden Fehrbelliner eine 18-Holz-Führung. Alexander Wolski kam auf 865 Holz und Dirk Sperling zeigte zum wiederholten Mal eine Topleistung in Stade. Mit 889 Holz nahm er seinem Gegenspieler Bernd Heidtmann 39 Holz ab.

 

Im Mittelblock setzte sich der Trend fort. Thorsten Linkenbach und Ralf Boldt steuerten 846 und 872 Holz für Stade bei. Dies nutzten Benjamin Münchow (861 Holz) und Daniel Neumann (859 Holz), um den Vorsprung auf 20 Holz zu erhöhen.

 

Noch nie war der Sieg in Stade in so greifbarer Nähe. Doch noch war nichts in trockenen Tüchern. An diesem Tag lief es einfach für die Blau-Gelben. Sebastian Krause (870) und Dietmar Stoof (876) zeigten gute Leistungen und konnten gegenüber Dag Maibaum (876) und Bert Maashöfer (869) sogar ein weiteres Holz gewinnen. Der Plan ging auf und der erste Dreier bei den Norddeutschen war obendrein verdient. Fehrbellin hat sich einfach weniger Fehler geleistet.

 

 

 

Rechenspiele

 

Nun war die Frage, was die Verfolger gemacht haben.

 

Hannover büßte zu Hause einen Punkt gegen Kiel ein, gewann aber klar gegen Husum. Damit kommen sie auf 36 Punkte und müssen noch zu Union und Hertha BSC. Union hingegen blieb auswärts in Stavenhagen und Stralsund ohne Punkte, hat 32 Punkte und eine schlechte Unterwertung. Die 90er kommen 2 Spiele vor Schluss auf 38 Punkte mit sehr guter Unterwertung. Kiel steht unterdessen mit 47 Punkten als alter und neuer deutscher Meister fest.

 

Heißt für die 90er: Mit 4 Punkten aus den letzten beiden Spielen (Stavenhagen/ Stralsund) ist Silber nicht mehr zu nehmen. Dass Stavenhagen (32 Punkte, spielt in Fehrbellin/ Seedorf) zwei Auswärtssiege landet und Fehrbellin beide Heimspiele verliert, können sich selbst kühnste Optimisten  nicht vorstellen. Union kann bei sechs Punkten Rückstand und schlechter Unterwertung nicht mehr an den Fehrbellinern vorbeiziehen. Somit sollte Fehrbellin die Saison im schlimmsten Fall auf Platz drei beenden.


Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Freitag, 10 März 2017 23:15

Vier Hölzer fehlten zum Turniersieg

Der letzte Spieltag der Meisterrunde der Damen in der Landesliga wurde in der Rhinstadt ausgetragen. Zwar konnten die 90er nicht mehr in den Medaillenkampf eingreifen, trotzdem wollte der Liganeuling beweisen, dass man zu Recht die Meisterrunde erreichte.

Nach den ersten 120 Würfen lag das 90er Quartett auf dem zweiten Rang. Meike Erdmann ließ 863 Hölzer fallen. Für den Bundesligaabsteiger Altdöbern sorgte Mandy Schön gleich für einen Paukenschlag. Mit 875 Holz spielte sie Turnierbestleistung. Platz drei ging mit 861 Holz an Königs Wusterhausen (Bianca Kühn). Michendorf folgte mit 842 Holz von Jana Wiemann.

Nach Durchgang zwei rutschen die Gastgeberinnen auf Rang drei ab. Manuela Dreßler kam auf 846 Holz. Ein Holz weniger hatte Viola Haseloff (Michendorf) im Spielbericht. Jennifer Schauer hielt mit 864 Holz Rang eins für Altdöbern. Nur sechs Holz dahinter lag Titelverteidiger Königs Wusterhausen (Esther Silber 872 Holz-Teambestwert) in Lauerstellung.

Somit war der Kampf um die brandenburgische Meisterschaft weiter offen. In Runde drei stellten nun die 90er die Durchgangsbeste – Königs Wusterhausen war mit 2 Punkten Vorsprung auf Altdöbern und Michendorf ins Spiel gegangen.

Kathrin Hildebrandt beendete den Wettkampf mit 865 Holz. Damit schob man sich bis auf zwei Holz an Königs Wusterhausen (Bettina Lehmann/ ab 61.Wurf  Juliane Frye - 843 Holz) heran.  Altdöbern (Sandra Schmidt/ 856 Holz) blieb weiter auf der Spitzenposition. Vor den letzten 120 Würfen lag man nun 19 Holz vor Königs Wusterhausen.

Im letzten Block gab SV 90 Kapitän Sissy Wianke noch einmal alles. Mit 871 Holz schob sie ihr Quartett Holz für Holz an Altdöbern (Anke Neumann/ 853 Holz) heran. Um den Bock umzustoßen fehlten am Ende dennoch frei Kegel. Da Claudia Raddatz (Königs Wusterhausen) 855 Holz fallen ließ und somit Michendorf (Angela Schirach 868 Holz) auf Distanz hielt, blieben die Märkerinnen auf dem wichtigen dritten Rang.

Somit hatten Altdöbern und Königs Wusterhausen in der Gesamtwertung 12 Punkte.  Die neutralen Turniere mussten ausgezählt werden. Hier hatte der Titelverteidiger mit 6985: 6923 Holz die Nase vorne. Folglich gab es für Königs Wusterhausen eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Auf die Teilnahme zu den Bundesligaaufstiegsspielen wurde aber verzichtet. Das Startrecht wird Altdöbern in Anspruch nehmen und den dritten Aufstieg in 5 Jahren anpeilen.

Veröffentlicht in Kegeln Damen 1
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