Sonntag, 12 November 2017 18:56

Turbine Sieg auf der Stadtbahn

Die Bohle Kegler der zweiten Mannschaft von Turbine Neuruppin haben sich in der vergangenen Woche beim dritten Turnier der ersten Kreisklasse des Regionalbereiches Neuruppin den Tagessieg gesichert. Auf ihrer Trainingsbahnanlage am Rheinsberger Tor setzten sich die Gastgeber vor dem SV 90 Fehrbellin IV, den Fontanespatzen Neuruppin und dem SV 90 Fehrbellin V durch. Eine Mannschaft fehlte auf dem Spielbericht. Die Ära um die Abteilung Bohle Kegeln von Medizin Neuruppin scheint vor dem Ende zu stehen. Der Abteilungsleiter Andreas Schulz musste die Mannschaft wegen Personalmangels aus dem laufenden Spielbetrieb abmelden. Einzig allein die Herren der Altersklasse BC wollen diese Saison noch mit ihren Einzelwettkämpfen bestreiten. Danach ist bei Medizin leider Schluss.

Die erste Führung im Turnier eroberte der erfolgreichste Spatz des Abends Marc Unger mit 729 auf die Seite gelegten Kegeln. Jörg Lemke folgte für die Hausherren mit 709 und Eckard Fiedler für Fehrbellin IV mit 704 Zählern. In Runde 2 wechselte die Spitzenposition an Turbine. Wilfried Podorf wurde mit 711 Holz Durchgangsbester vor dem Rhinstädter Axel Porsch mit 708. Zur Halbzeit lag das Feld bis auf Fehrbellin V, die mit der Neuruppiner Bahn einige Probleme hatten, dicht beieinander. Turbine II führte mit 8 Holz vor Fehrbellin IV, 29 vor den Fontanespatzen und schon 102 vor der "Fünften" der 90'er.

Auch im dritten Block fiel keine Vorentscheidung im Kampf um den Tagessieg. Matthias Johl von den Fontanespatzen räumte mit 717 die meisten Hölzer ab, bei Heiko Malzahn standen 710 für den SV 90 IV und bei Dirk Räth 704 für Turbine II im Wettkampfbuch. Für die fünfte Mannschaft der Fehrbelliner ließ Marco Vatter mit 693 die meisten Hölzer fallen. Die drei führenden Teams trennten vor den letzten Startern gerade mal 16 Zähler. Die Gastgeber hatten mit Thomas Schlegl noch ein As in Hinterhand. Und diese stellte stechen. Wie schon des Öfteren war er auf seiner Heimbahn nicht zu besiegen. Mit 759 zu fall gebrachten Kegeln stellte einen Super Tagesbestwert auf und ließ das Quartett von Turbine II über den Tagessieg jubeln. Der zweite Rang ging nach den 711 Holz von Bernd Bujack an Fehrbellin IV. Erst auf dem letzten Aufsatz (Bahn 1 rechts) entschied sich der Kampf gegen die Spatzen, bei denen Andreas Hellwig glatte 700 Kegel auf die Seite gelegt hatte.

 

Frank Pabst

Veröffentlicht in Kegeln Herren 4
Sonntag, 12 November 2017 18:53

Fehrbellin VI geschlossen zum Turniersieg

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherten sich die Bohle Kegler der "Sechsten" des SV 90 Fehrbellin überlegen den Tagessieg beim dritten Turnier der laufenden Spielserie in der 2.Kreisklasse des Regionalbereiches Neuruppin. Auf der Bundesliga Kegelbahn in Fehrbellin lagen die Rhinstädter 53 Holz vor Fehrbellin VII, 69 vor den Spatzen III, 83 vor den Spatzen II und 104 vor dem bisherigen Tabellenführer BBC 1991 Neuruppin IV. In der Gesamtwertung hat sich das Feld zusammengeschoben. Fehrbellin VI und der BBC IV liegen mit ja 10 Punkten vorn, gefolgt von den Spatzen II und III mit 9 sowie dem SV 90 VII mit 7 Zählern. Diese enge Kiste verspricht viel Spannung für die kommenden Wettkämpfe. Das nächste findet als neutrales Turnier am 21. November auf der Medizin Bahn statt.

Auf der schwer zu bespielenden Anlage in Fehrbellin kämpften die Akteure mit den Tücken der Bahn. Die magische 700 Holz Grenze wurde trotzdem fünfmal überboten. Jedes Quartett hatte am Ende einen Starter im Aufgebot, der eine "Rote" Zahl an der Ergebnistafel zu stehen hatte. Auffällig war, das die Mannschaftsbestleistungen zweimal durch den Damenbereich und dreimal durch den Jugendbereich aufgestellt wurden. In Runde 1 wurde diese Marke, wenn auch knapp, verfehlt. Dana Vatter brachte Fehrbellin VI mit 698 Holz in Front, die Spatzen III folgten durch Jonas-Christopher Hülsebeck mit 696 und Carolin Garling für die Spatzen II mit 693 zu Fall gebrachten Kegeln. Im zweiten Block dann der erste 700'er des Abends. Liane Bujack hatte für den SV 90 VI mit 702 den Bann gebrochen. Marc-Alexander Bäskow folgte für den BBC mit 671 Holz. Sein Mannschaftskamerad Anton Hundt war im dritten Block mit 707 der erfolgreichste Holzsammler vor Mareike Dietrich mit 696. Nach drei von fünf Durchgängen führte Fehrbellin VI mit 12 Holz vor dem BBC IV und 17 Holz vor Fehrbellin VII. Die Spatzen III und II schienen mit 90 bzw. 98 Holz Rückstand aus dem Rennen.

Doch es sollte noch ein wenig Veränderungen geben. Der nächste 700'er folgte auf dem Fuße. Felix Johl spielte mit 711 den Tagesbestwert und brachte die Spatzen II wieder ins Geschäft. Für den SV 90 Fehrbellin VI vollendete Henry Parmin den vorzeitigen Turniersieg mit 699 auf die Seite gelegten Kegeln. Der Kampf um die Plätze 2 bis 5 sollte erst im letzten Block entschieden werden. Mit 25 Holz lagen die vier Teams verhältnismäßig dicht beisammen. Die Entscheidung fiel durch zwei Mannschaftsbestleistungen. Sophia Speer sicherte mit 701 Holz dem SV 90 VII Rang 2 vor den Spatzen III, bei denen Petra Johl zum Abschluss mit 710 voll zu überzeugen wusste. Die Spatzen II verwiesen durch Stephan Krüger mit 693 den BBC noch auf den fünften Platz.

 

Frank Pabst

Veröffentlicht in Kegeln Herren 5 + 6

Nach dem Sieg in STade vor zwei Wochen standen erneut Auswärtsspiele in ST-Städten auf dem Spielplan. SV Blau-Weiß STavenhagen und der KV Hansa STralsund hießen die Gegner. Ein wenig Aberglaube sei an dieser Stelle erlaubt. Während im letzten Jahr der erste Sieg in Stralsund gelang, ist der Trend in Stavenhagen nach zwei 0:3-Niederlagen eher nach unten gerichtet.

 

SV Blau-Weiß Stavenhagen – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5267:5282 Holz, 35:43 EWP)

Nach zwei Jahren ohne Punkt wollte der SV 90 in Stavenhagen endlich die Durststrecke beenden. Mit einer offensiven Aufstellung sollten die Weichen für einen Punktgewinn gestellt werden.

Mannschaftsleiter Dirk Sperling kam gut über die schwere Bahn 2 und schraubte sein Ergebnis zur Hälfte auf +30. Alexander Wolski hatte auf den etwas einfacheren Bahnen ein paar Holz weniger.  Während Wolski noch auf gute 881 Holz kam, erzielte Sperling starke 898 Holz. Gegen Dirk Strese (869) und Andreas Huth (891) reichte es zu einer 19-Holz-Führung.

Im Mitteldrittel zeigte Daniel Neumann auf Fehrbelliner Seite ebenfalls ein klasse Spiel. Seine 897 Holz sollten zu 11 EWP reichen. Sebastian Krause hingegen hatte etwas Probleme mit der Bahn, konnte dennoch seinen Gegner Torsten Schwarz mit 869:864 Holz schlagen. Steffen Ast spielte zwar gute 884 Holz, musste dennoch gegen Daniel Neumann 13 Kegel abgeben.

Dietmar Stoof und Nico Witter wollten nun die Führung über die Runden bringen. Dem stellte Stavenhagen die Routiniers Sven Wiesener und Klaus Wermann entgegen. Wermann machte seine Sache aus Sicht der Mecklenburger auch gut, doch Wiesener, Witter und Stoof brockten sich einen Fehler nach dem anderen ein. Zur Halbzeit war der Vorsprung der 90er von 37 auf 17 Holz zusammengeschmolzen. Der Plan, auf den besseren Bahnen einen Puffer zu erarbeiten, ging auf der dritten Bahn nicht wirklich auf. So mussten 16 Holz Vorsprung auf den schwereren Bahnen 2 und 3 für Stoof und Witter reichen.

Zum Glück des Vizemeisters zeigten beide Reuterstädter Nerven, sodass alle vier Spieler nicht so recht vom Fleck kamen. Dies spielte natürlich den 90ern in die Karten. Wurf für Wurf kam die Ziellinie näher. Für schwache Nerven war das Spiel jedoch nichts, denn die Wende lag in der Luft. Ein Patzer auf der einen, gepaart mit dem Konter auf der anderen Seite konnte schon den Ausschlag geben. Doch am Ende machte das Heimteam die entscheidenden Fehler.

Das Duell Wiesener gegen Stoof ging mit 867:870 an den 90er, während Witter gegen Wermann mit 867:892 das Nachsehen  hatte. Den Gästen war es Wurst – die Punkte wanderten auf ihr Konto.

Mit dem zweiten Sieg im dritten Auswärtsspiel steht der SV 90 ausgezeichnet da. Kiel kam in Schwerin nicht über ein 1:2 hinaus. Oberschöneweide gibt sich zu Hause gegen Hannover keine Blöße und behält alle drei Punkte.

 

KV Hansa Stralsund – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5337:5349 Holz, 38:40 EWP)

Am Sonntag hofften die 90er auf einen ähnlichen Spielverlauf, wie im Vorjahr. Damals hatte man eine Führung von über 40 Holz herausgespielt, die man im Anschluss über die Runden brachte. Doch es sollte ganz anders kommen.

Alexander Wolski, im Vorjahr noch Mannschaftsschlechtester, spielte diesmal deutlich besser. Dafür hatte Daniel Neumann ungeahnte Schwierigkeiten mit den Verhältnissen. Wolski konnte seinen Gegner Joachim Rasch halten (beide 904). Neumann büßte gegen einen wie verwandelt wirkenden Torsten Hochmann 24 Holz ein (882:906). Es sah also nicht gut für den SV 90 aus.

Nico Witter und Dietmar Stoof konnten im Mitteldrittel leicht Boden gutmachen. Beide zeigten ein solides Spiel und kamen mit 885 und 886 von der Bahn. Manfred Dill brachte 893 Kegel in die Wertung, während Christian Ziems (870) nach gutem Start viele Federn lassen musste. Somit konnte der Vorsprung auf 16 Holz gedrückt werden.

Sebastian Krause und Dirk Sperling hatten also eine schwere Aufgabe vor der Brust. Gegen Tobias Oergel und den Besten Stralsunder, Andreas Kammann, musste schon alles passen, um das Spiel noch umzubiegen. Doch es kam anders, als erwartet. Nach zwei Bahnen hatten die 90er den Rückstand egalisiert. Kammann kam nicht wie gewohnt in Tritt und Oergel musste sogar ausgewechselt werden. Als der eingewechselte Paule Meller auf der dritten Bahn auch noch einen Fehlwurf spielte, lief es endgültig in Richtung der Fehrbelliner. Am Ende waren es 12 Holz mehr auf Seiten der „ST-Spezialisten“. Sperling kam auf 897 Holz und Krause auf 895. Dem gegenüber standen 894 von Kammann und 870 Holz von Oergel/ Meller.

Damit gelang dem SV 90 zum zweiten Mal ein perfektes Auswärtswochenende. Zwar liegt man durch die beiden Heimsiege von Union Oberschöneweide derzeit auf Rang zwei, hat jedoch zwei Heimspiele mehr vor der Brust. Kiel holte „nur“ zwei Auswärtspunkte am Wochenende und Hannover einen. In vier Wochen soll die Heimserie gegen Schwerin und Seedorf fortgesetzt werden. Ein Punktverlust ist absolut tabu. Und für die nächsten Auswärtsspiele gilt: Leider sind die „ST-Bahnen“ für diese Saison weg.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1

Am kommenden Wochenende findet der dritte Doppelspieltag in den Bundesligen der Bohlekegler statt. Wieder muss der amtierende deutsche Vizemeister SV 90 Fehrbellin I in der Fremde antreten, Liganeuling SV 90 Fehrbellin II hat in der 2. Bundesliga Süd/ Ost wieder Heimrecht.

Für die Herren I geht es diesmal Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Am Samstag heißt der Gegner Blau-Weiß Stavenhagen. Überraschend holten die Stavenhagener am ersten Heimspielwochenende gegen die beiden Hauptstadtclubs Union und Hertha BSC nur zwei von sechs möglichen Punkten. Somit steht man bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand. Man kann sich zu Hause eigentlich keine Punktverluste mehr leisten, wenn man nicht weiter einen Abstiegsplatz bekleiden will.

Seit Erstligazugehörigkeit leben die Kegler aus der Reuterstadt in erster Linie von der Heimstärke, das mussten auch die 90er in der Vergangenheit erfahren. Der letzte Punktgewinn der Rhinstädter stammt aus dem Jahr 2014. Da die beiden Berliner Clubs mit Punkte die Heimreise antraten, sind nun auch die Mannen um Kapitän Dirk Sperling besonders motiviert.

Nach Spielende geht es dann weiter Richtung Ostsee. Gegner am Sonntag ist Hansa Stralsund. Diesem Sextett geht es nicht anders, als den Stavenhagenern. Auch sie stehen unter Erfolgszwang, da sie die gleiche Bilanz haben. An den letzten Auftritt an der Ostsee erinnern sich die 90er besonders gerne. Erstmals hatte man alle drei Punkte im Heimgepäck. Dieses will man am Sonntag wiederholen.

Der Vizemeister wird voraussichtlich wieder aus dem Vollen schöpfen können. Auch Nico Witter dürfte seine Knieprobleme der letzten Wochen endgültig auskuriert haben.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Freitag, 20 Oktober 2017 12:08

Aufsteiger will Mini-Serie fortsetzen

Das zweite 90er Team will nach dem erfolgreichen Heimauftritten gegen Pasewalk und den BBC 91 Neuruppin diese Mini-Serie fortsetzen. Die Gegner kommen jeweils aus Spandau. Am Samstag um 13 Uhr geht es gegen den aktuellen Drittplatzierten der Liga der Spielgemeinschaft Spandau.

Im Vorjahr beendete das vermeintlich schwächere der beiden Gegnerteams die Spielserie als Zehnter. In dieser Saison kommt man besser aus den Startlöchern. Drei der vier Partien konnte man gewinnen.  

Am Sonntag um 10 Uhr haben die Mannen um Kapitän Norbert Krämer den Tabellenersten und Zweitliga-Meister der vergangenen Jahre, VKC/FE 27 Spandau, zu Gast. Die Randberliner geben nicht zum ersten Male ihre Visitenkarte in der Rhinstadt ab. Das erste Herrenteam des SV 90 Fehrbellin spielte gegen die Spandauer bereits in der ersten beziehungsweise zweiten Liga. Ausnahmekegler dieses Sextetts ist Matthias Mohr, der aktueller Nationalspieler ist.

Der Tabellenführer wäre in dieser Spielserie eigentlich Gegner der Herren I in der deutschen Eliteliga gewesen, da man im Vorjahr die Staffel gewann. Man verzichtete aber auf den Aufstieg und ebnete somit dem KSC Ilsenburg den Weg ins Oberhaus.

Natürlich hofft das Heimteam auch an diesem Wochenende auf kräftige Unterstützung der Kegelfans.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 2

Am zweiten Spielwochenende reisten die Fehrbelliner Erstligakegler nach Niedersachsen. Gegner waren mit dem VfL Stade und dem KSK Rivalen Hannover zwei bekannte Mannschaften. Stade kämpft seit 2008 durchgängig in der höchsten deutschen Spielklasse um die Hölzer, gegen Hannover musste man in allen zehn zurückliegenden Erstligaspielzeiten ran.

VfL Stade – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5271:5366 Holz, 28:50 EWP)

Mit gemischten Gefühlen gingen die 90er Bundesligakegler in die Auswärtspartien. Einerseits hatte man zu Hause mehr als überzeugend gewonnen, andererseits war man auf Grund der Auswärtsauftritte von Kiel (3 Punkte in Ilsenburg), Hertha BSC (2 Punkte in Stavenhagen und Stralsund) und allen voran Union Oberschöneweide (6 Punkte in Stavenhagen und Stralsund) am ersten Spielwochenende bereits etwas unter Zugzwang. Außerdem wusste man nicht, was in Stade zu erwarten war. Nach jahrelangem Kampf gelang am Ende der letzten Spielzeit endlich der langersehnte Dreier bei den Randhamburgern. Doch Stade war zu diesem Zeitpunkt in der Tabelle jenseits von Gut und Böse. Wie war dieser Sieg also einzuordnen, war Stade bis zur letzten Saison doch eine Heimmacht?

Bereits beim Einspielen stellten die Rhinstädter im Sportcenter Alpabowl fest, dass die Bahnen nach Instandhaltungsarbeiten in der Sommerpause wesentlich neutraler geworden waren. Und das spielte dem Vizemeister in die Karten. Dirk Sperling und Daniel Neumann begannen furios und zeigten über die gesamten 120 Wurf gegenüber den Heimspielern Bernd Heidtmann und Bert Maashöfer kein Erbarmen. Es machte phasenweise den Eindruck, als würden die Fehrbelliner den Stadern zeigen, wie die eigenen Bahnen zu bespielen sind. Über die 908 Holz von Sperling und Neumann konnte die gesamte Halle nur staunen. Im Training hatte man solche Werte in dieser Saison noch nicht gesehen. Heidtmann (883 Holz) und Maashöfer (887 Holz) bestätigten die Trainigsleistungen, handelten sich dennoch einen satten Rückstand von 46 Holz ein.

Sollte der Mittelblock nun für die Hausherren mit Rolf Meiritz und Torsten Walter die Wende bringen, war die Zielsetzung für Alexander Wolski und Dietmar Stoof eine ganz andere. Und bereits der jeweils erste Wurf zeigte, in welche Richtung es gehen wird. Während Meiritz (5) und Walter (6) gleich einen Dämpfer hinnehmen mussten, setzten Wolski und Stoof jeweils eine Acht dagegen. Fortan bauten die 90er die Führung auf über 100 Holz aus, während die Hausherren die drohende Niederlage zusehends mit Humor sahen. Am Ende standen für Wolski 895 Holz und für Stoof 889 Holz im Protokoll. Meiritz (864) und Walter (861) fügten sich hingegen ihrem Schicksal.

In der Schlussachse hatten Benjamin Münchow/ Nico Witter (874) und Sebastian Krause (892) wenig Mühe, den Vorsprung gegenüber Dag Maibaum (878) und Ralf Schmidt (898) über die Ziellinie zu retten. Während für den SV 90 der höchste Auswärtssieg der Bundesligageschichte zu verzeichnen ist, bleibt gerade im Hinblick auf die Heimspiele gegen Kiel und Oberschöneweide zu hoffen, dass sich die Spieler des VfL Stade an diesem Tage etwas abgeschaut haben.

 

Rivalen Hannover – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5389:5347 Holz, 50:28 EWP)

Nach dem saisonübergreifend sechsten Sieg in Folge gingen die Männer um Kapitän Dirk Sperling optimistisch in die Partie gegen Hannover. In den letzten Jahren kam man immer besser mit den Bahnen der Rivalen zurecht. An einen Sieg zu denken, wäre etwas vermessen, doch der Zusatzpunkt, den man in drei von zehn Auftritten verbuchen konnte, war durchaus im Bereich des Machbaren.

Doch im Gegensatz zu den letzten Duellen war Fortuna an diesem Tag nicht auf Fehrbelliner Seite. Schon im ersten Durchgang mussten sich Daniel Neumann (894) und Sebastian Krause (895) hauchdünn gegen Heimspieler Michael Hanke (896) geschlagen geben – erste Rückschläge im Hinblick auf die Vergabe des Zusatzpunktes. Robert Neumann zog allen anderen davon und sorgte mit der Tagesbestleistung von 915 Holz für eine Heimführung von 22 Kegeln.

Im Mitteldrittel stand das Spiel nun auf der Kippe. Dirk Sperling und Benjamin Münchow setzten die beiden Youngster Ellrik Freienberg und Kai Hahnefeld von Beginn an unter Druck. Hielten sie anfangs noch gut dagegen, ließen beide auf der letzten Linksgasse Federn, sodass 15 Kugeln vor Schluss die Führung zu Gunsten der 90er wechselte. Doch die Heimspieler kamen bei den letzten Würfen wieder in Tritt und konnten das Blatt erneut wenden. Zu allem Übel knackte am Ende Kai Hahnefeld ebenso mit einer Punktlandung von 896 Hölzern die vorgelegten Gästeergebnisse, wie sein Mannschaftskamerad in der Startachse. Wenigstens Dirk Sperling konnte dieses Ergebnis mit dem letzten Wurf egalisieren. Benjamin Münchow hingegen haderte mit der letzten Bahn und blieb bei guten 892 Holz stehen. Freienbergs 880 Holz bedeuteten einen knappen 10-Holz-Rückstand.

Klar war also: Alexander Wolski und Nico Witter brauchten Ergebnisse über 896 Holz, dann wäre der Zusatzpunkt sicher, egal was die Hannoveraner Schlussachse spielten. Beide begannen gut, konnten ihr Spiel jedoch nicht konstant durchziehen. Christian Spyra und Sven Wüllner hingegen spielten ihren Stiefel relativ souverän runter und konnten die zwei Spielpunkte mit 899 und 903 sichern. Da Wolski (887) und Witter (883) die Vorgabe verfehlten, blieb auch der dritte Punkt an diesem Tag in Hannover.

 

Alles in allem müssen sich die Rhinstädter nichts vorwerfen. Die Ergebnisse waren durch die Bank gut und mit etwas mehr Glück wäre wieder etwas Zählbares ins Heimgepäck gewandert. Mit dem Samstagssieg kann man trotzdem auf eine gute Punktausbeute am Wochenende zurück blicken.

Zu erwähnen bleibt noch, dass Kiel zu Hause erwartungsgemäß 6 Punkte holte, genau wie Hannover. Nach dem überraschenden Punktverlust am Samstag gewann Union Oberschöneweide am Sonntag mit 3:0 und übernahm mit 11 Punkten die Tabellenführung vor Fehrbellin und Kiel (beide 9 Punkte).  Der SVL Seedorf rangiert nach einem Auswärtspunkt in Berlin auf dem geteilten 4. Rang (7 Punkte).

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Sonntag, 01 Oktober 2017 15:52

Fehrbelliner Bundesligateams wollen punkten

An diesem Wochenende findet bei den Bohlekeglern der zweite Doppelspieltag statt. Vizemeister SV 90 Fehrbellin I muss in der 1. Bundesliga erstmals in dieser Saison in der Fremde antreten. Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II feiert dagegen seine Heimpremiere.

Nach dem starken Heimauftritt gegen Meister Kiel und Oldenburg muss das Team um Kapitän Dirk Sperling diesmal zweimal auswärts antreten. Am Samstag reist man zum VfL Stade von 1850. Es wird der zehnte Auftritt bei den Randhamburgern geben. Im letzten Jahr gab es mit 21 Holz erstmals einen Dreier für die Rhinstädter. Viermal holte man zudem den Zusatzpunkt. Die Stader verloren ihre ersten Partien in Schwerin und Seedorf und stehen somit auf der Heimbahn bereits unter Zugzwang. Man muss punkten.

Das 90er Team dagegen will natürlich versuchen, das Kunststück der letzten Saison noch einmal zu schaffen.

Nach dem Spiel geht es dann am späten Samstagnachmittag Richtung Hannover. Hier spielt man dann am Sonntagvormittag gegen den deutschen Rekordmeister Rivalen Hannover. Beide Mannschaften sind Medaillenanwärter. Somit wäre der Gewinn des Zusatzpunktes beim Vierten des Vorjahres besonders wertvoll.

 

Zweitliga Neuling SV 90 Fehrbellin II feiert am Samstag ab 13 Uhr auf der Kegelbahn an der Luchstraße seine Heimpremiere. Hier kommt es zum Aufsteigerduell. Gast ist der KSV Pasewalk. Die Pasewalker konnten die Euphorie des Aufstiegs nicht nutzen und starteten mit zwei Heimniederlagen. Fehrbellin II steht zwar auch noch ohne Pluspunkte in der Tabelle da, hatte aber zwei schwere Auswärtspartien in Binde und Stendal. Nun will man auf der Heimbahn den ersten Dreier einfahren.

Am Sonntag ab 10 Uhr folgt dann die zweite Heimpartie. Gäste sind die Kegler des BBC 91 Neuruppin. Somit kommt es zum ersten Ruppiner Derby in der Bundesligageschichte der Bohlekegler im Landkreis. Natürlich will sich das Heimsextett gegen den Tabellenvierten des Vorjahres achtbar aus der Affäre ziehen. Das Heimteam möchte den Dreier, die Kreisstädter wenigstens den Zusatzpunkt. Zu hoffen ist, dass dieses Derby auch von den vielen Kegelfans angenommen wird und sie ihre Mannschaften unterstützen werden.

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Mittwoch, 20 September 2017 20:44

Michendorf war wieder keine Reise wert

Am ersten der vier Spieltage der Landesliga-Vorrunde, Staffel 1, mussten die Damen des SV 90 Fehrbellin in Michendorf antreten. Bereits im Vorjahr musste man von der Kegelsportstätte mit nur einem Punkt die Heimreise antreten. Auch diesmal sollte es nicht besser werden. Mit 3331 Holz wurde man Vierter. Für das 90er Quartett kamen Meike Erdmann (832), Kathrin Hildebrandt (835), Manuela Dreßler (829) und Sissy Wianke (835) zum Einsatz.

Erwartungsgemäßer Sieger wurde die Heimmannschaft der Spielgemeinschaft Michendorf/ Seddin mit 3455 Holz. Beim Bronzemedaillengewinner des Vorjahres wurde Gaby Steinhaus mit 872 Holz beste Einzelspielerin. Platz zwei ging mit 3409 Holz an Einheit Luckau. Die Spreewälderinnen stellten mit Inken Käthner (888) auch die beste Keglerin. Tagesrang drei ging mit 3371 Holz an die Spielgemeinschaft Werder/ Havel. Hier war Neuzugang Bianca Kühn mit 862 Holz die Mannschaftsbeste.

Nächster Turnierort ist in drei Wochen Luckau. Dann muss das 90er Quartett punkten. Nach den vier Spieltagen werden dann die zwei besten Mannschaften in der Meisterstaffel um die brandenburgischen Medaillen spielen. Die anderen zwei Teams spielen dann in der Platzierungsrunde um den Klassenerhalt.

Veröffentlicht in Kegeln Damen 1

Das Erstligateam des SV 90 Fehrbellin konnte am ersten Doppelspieltag beide Partien - gegen Meister Kiel und Oldenburg - mehr als souverän gewinnen. Alle Spielpunkte blieben beim Vizemeister. Auch die kleine Wertung ging zweimal mit 57:21 Punkten an die Hausherren. An beiden Tagen wurde Dietmar Stoof bester Holzsammler.

Hauptstadtclub Union wurde ebenfalls Sieger des Spieltages. In Stralsund und Stavenhagen holte man jeweils 3:0 Siege.

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II blieb zwar in der Fremde bei den heimstarken Clubs in Binde und Stendal punktlos, trotzdem ist man zuversichtlich, das Punktekonto am nächsten Doppelspieltag auf der Heimbahn ausgleichen zu können.  

 

Herren I – Mehr geht nicht - Meister Kiel und Oldenburg mit Höchststrafe

nach Hause geschickt

SV 90 Fehrbellin I - SG ETV/ Phönix Kiel 3:0 (5390:5205 Holz, 57: 21 EWP)

Die Saisoneröffnung auf der Fehrbelliner Kegelbahnanlage in der Luchstraße begann gleich mit einem Knaller. Vizemeister SV 90 Fehrbellin hatte den achtmaligen Meister aus Kiel zu Gast. Nach Runde eins konnten die Hausherren eine 40 Holz Führung bejubeln. Kapitän Dirk Sperling und Alexander Wolski ließen 899 und 895 Holz fallen. Beim Titelverteidiger Kiel sollten die 880 beziehungsweise 872 Holz von Kai Ludorf und Sascha Brinks die besten Ergebnisse bleiben.

Der Mittelblock brachte dann bereits die Entscheidung. 90er Dietmar Stoof gelang mit starken 918 Holz das höchste Ergebnis des Spieles. Partner Daniel Neumann konnte mit 895 Holz ebenfalls überzeugen. Die Gästekegler Alexander Eggers und Jan Künstler mussten sich dagegen mit mageren 860 und 857 Holz zufrieden geben. Damit führte das Fehrbelliner Sextett mit unglaublichen 138 Holz. Hinzu kam, dass alle vier 90er die Einzelwertung anführten.

Die Fehrbelliner Schlussachse (Benjamin Münchow und Sebastian Krause) hatte jetzt sogar die Chance, das Meister-Sextett mit der Höchststrafe nach Hause zu schicken. Mit 886 und 897 Holz waren auch sie ihren Gegenspielern René Richter (865) und Jörn Kemming (871) klar überlegen. Somit konnte man einen in dieser Höhe unerwartet klaren Sieg feiern.   

 

SV 90 Fehrbellin I - KSK Oldenburg/Holstein 3:0 (5379:5165 Holz, 57:21 EWP)

Das Spiel begann wie am Vortag. Fehrbellins Anschieber Dirk Sperling (902) und Alexander Wolski (898) sorgten für eine klare 65-Holz-Führung. Auf Gästeseite kamen Jörg Vogelmann auf 877 Holz (Mannschaftsbester) und Nils Wieske auf 858 Holz.

Im Mittelblock fiel dann wieder der Bestwert der Rhinstädter. Dietmar Stoof ließ bei seinen 120 Würfen 911 Holz fallen und sicherte sich erneut die 12 Einzelpunkte. Partner Daniel Neumann beendete sein Spiel mit 882 Hölzern. Da beide Oldenburger, Arnim Barkholtz und Jan Haagen, jeweils nur 850 Holz in die Wertung brachten, trennten beide Teams schon 158 Hölzer.

Somit war der letzte Durchgang eigentlich nur noch Formsache. Benjamin Münchow und Sebastian Krause wollten natürlich an die Leistungen ihrer Mitspieler anknüpfen. Mit 896 und 890 Holz gelang das auch. Da Jan und Marc Stender das Spiel mit 861 und 869 Holz beendeten, gab es auch am Sonntag für die Gäste die Höchststrafe.

 

Während der SV 90 nach den beiden Heimsiegen von der Tabellenspitze winkt, konnte sich Kiel am Sonntag in Derenburg gegen Aufsteiger Ilsenburg rehabilitieren und den ersten Dreier einfahren.

Für noch mehr Furore sorgte die SG Union Oberschöneweide. War der Sieg in Stralsund noch zu erwarten, war der Erfolg am Sonntag beim heimstarken Team aus Stavenhagen ein echtes Pfund. Das sind Bonuspunkte, an denen sich die Konkurrenz, erst einmal die Zähne ausbeißen wird.

Das Verfolgerduell zwischen Seedorf (letzte Saison Fünfter) und Hannover (Vierter der Vorsaison) ging klar mit 3:0 an die Nordbrandenburger. Während Seedorf auch am Sonntag die weiße Weste behielt, holte Hannover einen Punkt bei Aufsteiger Schwerin.

 

Herren II – Binde und Stendal nutzen Heimvorteil zum jeweiligen Dreier

SV Binde – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5352:5208 Holz, 54:24 EWP)

Das Fehrbelliner Sextett musste gleich mit einem Handicap in das Abenteuer Bundesliga starten. Mannschaftskapitän Norbert Krämer musste verletzungsbedingt passen. Dafür kam Günther Speer zum Einsatz. Dass es beim sehr heimstarken Gastgeber schwer werden würde zu punkten, war den Rhinstädtern im Vorfeld klar.

Im ersten Block konnten Markus Ringgenberg und Ralf Friedrich mit 881 und 872 Holz noch ganz gut mithalten. Zwar führten die Gastgeber mit 17 Holz, da Jochen Neubauer und Burkhard Thiede 893 und 877 Holz erkämpften, aber der Kampf um den Zusatzpunkt war erst einmal offen.

Im Mittelblock konnten die Binder mit 900 und 888 Holz von Richard Albrecht und Stefan Dombrowski zwar die Führung auf 67 Holz ausbauen, aber der Zusatzpunkt war weiter drin für die Gäste. Dafür sorgte Michael Nußbaum mit der Mannschaftsbestleitung von 889 Holz. Ersatzmann Günther Speer hatte 849 Holz im Spielbericht.

Im Schlussblock ließ der Gastgeber dann aber nichts mehr anbrennen. Alf Schernikau und Carlo Thiede konnten mit 894 und 900 Holz das zweit- und drittbeste Ergebnis erkegeln. Das 90er Duo Andreas Schubert und Marco Koch hatte am Ende 859 und 858 Holz an der Anzeigetafel zu stehen. Somit blieb der Dreier doch noch klar in der Altmark.

 

Stendaler KC – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5557:5315 Holz, 53:25 EWP)

Auch die Stendaler nutzten ihren Heimvorteil. Nach Runde eins führte man mit 32 Holz. Durchgangsbester wurde René Moses mit 918 Holz. Mit 898 Holz folgte 90er Günther Speer, der damit bester Gästespieler werden sollte. Sein Partner Markus Ringgenberg legte 870 Holz um. Stendals Christian Krakow hatte 12 Holz mehr auf dem Wettkampfzettel zu stehen.

Im Mittelblock hatten dann beide Heimkegler (Marcel Borsch 944, Tom Matysiak 929) das bessere Ende für sich. Auf 90er Seite kamen Michael Nußbaum und Ralf Friedrich auf 889 und 888 Hölzer.

Auch im letzten Block lagen beide Stendaler vorne. Klaus Borsch konnte mit 960 Holz ein Topergebnis erkämpfen und sicherte sich damit das Höchstholz. Steffen Hill beendete das Zweiligaspiel mit 924 Hölzern. Auf Fehrbelliner Seite hatten Andreas Schubert und Marco Koch 893 und 877 Holz auf dem Zettel.

 

Die zweite Fehrbelliner Mannschaft hat sich letztlich, gerade am Samstag ganz gut verkauft. Die vergangene Zweitliga-Saison hat gezeigt, dass in Stendal und Binde nicht viele Teams punkten. Der „Salto Nullo“ ist also zu verkraften.

Der Aufsteiger muss seine Hausaufgaben zu Hause machen, um die Klasse zu halten. Das Potenzial ist da. Jetzt müssen nur die Nerven mitspielen.

Einfach wird es jedenfalls nicht, da am 07.10. um 13 Uhr das Ruppiner Derby gegen den BBC 91 Neuruppin auf dem Plan steht. Doch gerade das könnte für Fehrbellin eine große Chance sein. Denn Bundesliga hin oder her – die Neuruppiner kennt man aus diversen Aufeinandertreffen in Pokal-, Landesliga-, Freundschaftsspielen und Einzelmeisterschaften. Die Nervosität sollte sich also in Grenzen halten.

An Unterstützung wird es vermutlich auch nicht fehlen. Es verspricht, ein spannendes Duell in Fehrbellin zu werden.

Veröffentlicht in Kegeln

Viel vom aufgestellten Team des SKVB für die Ländervergleichsspiele in Lüneburg war nicht übrig. Grund zum Feiern gab es trotzdem.

Nach den Absagen von Dirk Sperling, Sebastian Krause und Benjamin Münchow, die sich für eine andere Form der Saisonvorbereitung entschieden hatten, war Daniel Neumann als einziger 90er im Aufgebot der Landesauswahl. Neben ihm standen Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin), Christopher Penz (Eberswalde), Mathias Loewa (Vetschau) und Kai Schulz (Calau) im fünfköpfigen Kader. Bei den Damen sah es nicht viel besser aus. Auf Grund reichlichen Kindersegens sowie der Abwanderung von Topspielerin Jannifer Schauer Richtung Berlin wurde auch hier kräftig gemischt. Zu allem Übel musste kurzfristig auch noch Sandra Sandow gesundheitsbedingt absagen, sodass nur vier Spielerinnen die Reise antraten: Marlen Soost, Angela Weise (beide Kablow), Angela Schirach (Michendorf) und Lisa Völter (Eberswalde).

Gemessen an der Vorgeschichte ist das Resultat nicht all zu verwunderlich. Mit Platz sieben verkaufte sich Brandenburg etwas unter Wert. Lediglich Angela Weise deutete an Tag zwei mit 930 Holz an, dass in Bestbesetzung vielleicht eine Medaille drin gewesen wäre.

Umso überraschender verlief der Wettbewerb bei den Herren. Daniel Neumann brachte das Team zunächst in Führung. Seine 934 Holz waren das zweitbeste Einzelergebnis des ersten Wettkampftages. Jonathan Jaeger machte es in Durchgang zwei fast genauso gut. Mit 929 Holz konnte der Vorsprung zur Konkurrenz, angeführt vom überraschend schwer in Tritt kommenden Titelverteidiger aus Schleswig-Holstein, auf über 30 Holz ausgebaut werden.

Auch Kai Schulz reihte sich ins Mannschaftsgefüge ein. Mit 923 Holz verlor er nur vier auf Jan Stander (SH). Juniorenspieler Christopher Penz konnte im Anschluss nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten. 908 Holz waren nicht schlecht, gemessen an den Ambitionen nach ganz vorn jedoch zu wenig. Da man an Tag eins ein Streichergebnis hat, war aber noch alles im grünen Bereich.

Mathias Loewa sollte nun noch einmal eine hohe Zahl in die Wertung bringen. Dies gelang ihm mit 921 Holz auch ganz passabel. Kiels Alexander Eggers konnte mit 935 Holz zwar Tageshöchstholz erspielen und etwas vom Vorsprung abknabbern. Doch die Führung blieb über Nacht bei Brandenburg. Die bessere Nachricht war jedoch, dass der Vorsprung auf Platz vier bereits stattliche 69 Holz betrug.


Doch man wollte sich nicht ausruhen, schließlich war der Sieg drin. Also gab Daniel am Sonntagmorgen wieder alles und konnte mit 927 Holz die Führung gegen Kai Ludorf (932) knapp behaupten. Jonathan legte dann noch eine Schippe drauf, zeigte eine Topleistung und erspielte starke 936 Holz. Doch der Schleswig-Holstein-Motor schnurrte heute wie ein Kätzchen. Marc Stender steigerte sich mit 944 Holz um satte 40 Kegel zum Vortag und sorgte somit für den Führungswechsel. 

Scheinbar geschockt von diesem Knaller konnten Kai (915 Holz) und Matze (916) nicht ganz an die Vortagsleistungen anknüpfen. Schleswig-Holstein ließ sich die Butter wie gewohnt nicht mehr vom Brot nehmen und wurde seiner Favoritenrolle wieder einmal gerecht.


Unterm Strich steht jedoch eine überraschende Silbermedaille, die sich die fünf Märker redlich verdient haben. Im Kampf um Platz drei konnte Berlin sich gegen Niedersachsen, die diesen am Samstag noch inne hatten, behaupten.

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