Donnerstag, 21 Februar 2019 20:53

Saison geht in die heiße Phase

Am Wochenende steht der drittletzte Doppelspieltag in der Bundesliga der Bohlekegler an. Für beide Teams des SV 90 Fehrbellin geht es um viel. Das erste Team konnte am letzten Wochenende die Tabellenführung übernehmen. Drei Punkte liegt man vor dem amtierenden deutschen Meister Kiel. Und auch Rekordmeister Hannover ist noch nicht aus dem Rennen. Die bessere Ausgangslage für die restlichen sechs Partien hat aber bei Meister Kiel.

Die Norddeutschen haben noch viermal Heimrecht, die Mannen um 90er Kapitän Dirk Sperling spielen hingegen nur noch zweimal auf der Bahnanlage in der Luchstraße. Da man davon ausgehen muss das weder Stralsund noch Stavenhagen am Wochenende beim Meister punkten werden, müssen die Rhinstädter in der Fremde etwas Zählbares holen, um weiter an Kiel dran zu bleiben. Und diese Aufgabe wird nicht leicht. Am Samstag muss man bei Bergedorf antreten, Sonntag spielt man dann beim Bronzemedaillengewinner des Vorjahres, Rivalen Hannover.

Meister Kiel holte in dieser Saison gerade einmal einen Punkt bei diesen beiden Gegnern. Das müssen die 90er übertreffen, um nicht an Boden zu verlieren. Bergedorf spielt als Neuling eine solide Saison, nur gegen Hannover verließ man die Bahnen als Verlierer. Doch der Spielverlust liegt erst vier Wochen zurück und dürfte noch in den Köpfen der Spieler stecken. Für die 90er ist diese Bahnanlage Neuland. Erst beim Einspielen wird man sehen, wie man auf diesen Bahnen trifft. Das Heimteam ist hingegen noch nicht aller Abstiegssorgen ledig. Durch eine Niederlage würde man noch tief nach unten in der Tabelle rutschen.

Wer nicht den Liveticker verfolgen möchte, kann das Spiel auch im Live-Stream unter Sportdeutschland.TV live verfolgen.

Nach dem Spiel geht es dann am späten Samstagnachmittag nach Hannover. In dieser Saison schaffte es noch kein Team bei den Niedersachsen zu punkten. Nach knapp 700 Wettkampfkilometern und zwei Wettkampftagen hofft das 90er Team natürlich, das Titelrennen weiter offen zu halten. Nach Stand der Dinge kann Dirk Sperling auf sein ganzes Septett zählen. „Alle sind fit und bis in die Haarspitzen motiviert.“, gibt der Ranglistenerste zu Protokoll.

 

Das zweite SV 90 Team hat an diesem Wochenende Heimrecht. Wie der BBC 91 Neuruppin treffen die 90er zweimal auf Teams aus Spandau. Für Kapitän Norbert Krämer und sein Team gibt es kein großes Rechnen. Will man den Abstieg noch verhindern muss am Wochenende ein Sechserpack her und Seyda darf in der Fremde leer ausgehen. Am Samstag um 13 Uhr spielt man gegen den Tabellensechsten Spielgemeinschaft Spandau. Am Sonntag ab 10 Uhr wird dann der Tabellenzweite VKC/FE 27 Spandau in der Rhinstadt der Gegner sein.

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Sechs Spieltage vor Saisonende bleibt die deutsche Meisterschaft im Bohlekegeln in der 1. Bundesliga spannend. Die 90er zeigten in beiden Spielen gegen Kiel und Oldenburg meisterliche Leistungen. Sechs Punkte und die Tabellenführung waren der Lohn. Da Kiel auch in Michendorf nicht über einen Punkt hinaus kam, liegen die Rhinstädter jetzt drei Punkte vor dem Dauerrivalen von der Ostsee. Der Meister hat noch vier Heimspiele, die Rhinstädter zwei. In zwei Wochen muss das 90er Sextett in Bergedorf und Hannover antreten. Sogar Hannover kann durch vier Heimspiele noch in den Titelkampf eingreifen.                                                             

Fehrbellin hatte beide Tage die Bahn sehr gut im Griff. Lohn waren jeweils 3:0 Punkte und 57:21 Punkte in der kleinen Wertung. Damit konnten die Rhinstädter ihren 49. Dreier in Folge auf der Heimbahn einfahren.

 

SV 90 Fehrbellin I - ETV/ Phönix Kiel 3:0 (5456:5216 Holz, 57:21 EWP)

Das Spitzenspiel wurde in diesem Jahr eine einseitige Sache. Bereits nach der Startachse lagen die Hausherren mit 78 Hölzern vorn. Dirk Sperlings 920 Holz sollten wieder einmal Höchstholz werden und Alexander Wolskis 908 Holz bedeuteten am Ende das drittbeste Tagesergebnis. Der Kieler Sascha Brinks konnte mit der Mannschaftsbestleistung von 882 Holz noch einigermaßen mithalten. Deutscher Herren-A-Einzel-Meister Jörn Kemming hatte am Ende nur 868 Holz im Spielbericht.

Auch die Mittelachse der 90er ließ nichts anbrennen. Dietmar Stoofs 916 Holz waren Rang zwei in der Einzelwertung und auch Daniel Neumann lag vier Holz über der magischen 900-Holz-Marke. Die beiden Nationalspieler Alexander Eggers und Kai Ludorf beendeten ihre Spiele mit 871 beziehungsweise 867 Hölzern. Damit lagen alle vier 90er in der Einzelwertung vorn.

Jetzt wollte auch die 90er Schlussachse, Jonathan Jaeger und Sebastian Krause, die 900 knacken. Mit 902 und 906 Holz sorgten sie für die beste Mannschaftsleistung der Saison. Weder Felix Grill (859) noch Jan Künstler (869) hatten eine Chance. Damit trennten beide Teams am Ende 240 Hölzer.

 

SV 90 Fehrbellin I - KSK Oldenburg/ Holstein 3:0 (5414:5212 Holz, 57:21 EWP)

Wieder war auf die 90er Startachse verlass. Alexander Wolski (908) und Dirk Sperling (905) brachten ihr Team mit 68 Holz in Führung. Die Oldenburger Marc Stender und Lars Boller kamen auf 871 und 874 Holz. In Runde zwei und drei wieder das gleiche Bild wie am Vortag. Daniel Neumann, mit 909 Holz bester Einzelspieler, Partner Dietmar Stoof mit glatten 900 Holz sowie Benjamin Münchow (891) und Sebastian Krause (901) lagen wieder vor den Gästeergebnissen. Hier sollte Jan Stender mit 884 Holz bester Spieler werden. In der Endabrechung trennten wieder satte 202 Holz beide Teams.

 

Nicht so gut lief es für die beiden Zweiligisten BBC 91 Neuruppin und SV 90 Fehrbellin II in Vetschau und Seyda. Ohne Punktgewinn musste man die Heimreise antreten. Die Kreissstädter bleiben trotzdem im sicheren Mittelfeld. Die 90er müssen nun sehen, dass sie ihre vier Heimspiele gewinnen und hoffen, dass es noch Schützenhilfe von den anderen Teams gibt.

 

1. KSV Vetschau – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5355:5274 Holz, 48:30 EWP)

Am Ende fehlten dem 90er Team sechs Holz zum Gewinn des Zusatzpunktes. Im Brandenburg-Derby gingen die Hausherren nach der Startachse mit 24 Holz in Führung. Marcus Lehnigk (883) und Michael Kschiwan (892) spielten für die Lausitzer an. Auf 90er Seite kamen Markus Ringgenberg und Ralf Friedrich auf 886 und 865 Holz. Auch in Runde zwei blieb man weiter im Rennen um den Zusatzpunkt, obwohl die Gäste die Holzführung auf 42 Holz ausbauten. Günther Speers 887 Holz sollten bestes Gästeergebnis werden. Partner Michael Nußbaum ließ 10 Holz weniger fallen. Die Heimkegler Markus Lehmann und Lutz Diestel hatten 897 und 885 Holz im Spielbericht. Im letzten Block sicherten dann Mathias Loewa/ Rocco Faustmann (871) und Patrick Diestel (907/ Höchstwert) den Dreier. Das 90er Duo Marco Koch und Norbert Krämer beendeten das Spiel mit 879 und 880 Holz.

 

KC Rot-Weiß Seyda – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5271:5164 Holz, 54:24 EWP)

Nach Runde eins lagen beide Teams gerade einmal 12 Holz auseinander. Seyda kam durch René Arndt und Alexander Freiwald auf 868 und 884 Holz. Fehrbellin II holte mit Günther Speer und Markus Ringgenberg 861 und 879 Holz. Der Mittelblock der Seydaer konnten dann die Führung auf 55 Holz erhöhen. Zudem lagen Rainer Schuldes (871) und Martin Schulze (889) vor Nobert Krämer (861) und Andreas Schubert (856). Damit war der Dreier schon Richtung Heimteam. Die Seydaer Schlussachse Christian Freitag (867) und Olaf Hempel (892) machten den Sieg dann perfekt. Die 853 und 854 Holz von Michael Nußbaum und Ralf Friedrich hatten nur noch statistischen Wert.

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Die Mannen um Kapitän Dirk Sperling werden in dieser Woche nochmals eine Sonderschicht auf der heimischen Kegelbahn einlegen. Immerhin kommt am Samstag der amtierende Meister und Tabellenführer ETV/ Phönix Kiel zum Spitzenspiel nach Fehrbellin. Nach 14 der 22 Spieltagen trennen beide Teams zwei Punkte. Mit einem Dreier würde man das Meisterrennen weiter offenhalten. Der Abo-Meister, acht Mal in Folge holte man den Titel, wird aber alles geben, um die Tabellenführung zur verteidigen. Zudem hat Kiel noch eine Rechnung mit dem 90er Sextett offen. Am ersten Spieltag der Saison erkämpften die Rhinstädter beim Meister den Zusatzpunkt. Jetzt will Kiel wenigstens dieses Minimalziel erreichen. Um 13 Uhr werden die ersten Kugeln bei den Bohlespezialisten rollen.

Aber nicht nur dieses Spiel wird hart umkämpft werden. Auch der Sonntagsgegner Oldenburg gehört zu den spielstärksten Mannschaften in der 1. Bundesliga. Zurzeit liegen die Oldenburger zwar nur auf dem achten Rang, aber dass sie das Kegeleinmaleins beherrschen konnte man am letzten Spieltag sehen, als man zweimal gegen Kiel spielte. Auf der Heimbahn konnte man die Spielpunkte gegen den Meister gewinnen und auf der Kieler Bahnanlage fehlte den Holsteinern nur ein Holz zum Gewinn des Zusatzpunktes. Also heißt es auch am Sonntag ab 10 Uhr mit voller Konzentration in dieses Match zu gehen.

Auf einen Punktverlust der 90er wird sicher auch Rekordmeister Rivalen Hannover hoffen. Der Bronzemedaillengewinner des Vorjahres ist bis auf zwei Zähler an die 90er herangerückt und empfängt am nächsten Doppelspieltag die Ruppiner auf der Heimbahn. Auf brandenburgische Schützenhilfe hoffen die Fehrbelliner am Sonntag. Dann muss Kiel in Michendorf antreten. Auf der Heimbahn ist der Neuling noch unbesiegt. Sollte das Team die Nerven behalten, hat man auch gegen Kiel eine Chance.

In der 2. Bundesliga Süd/ Ost müssen die beiden Ruppiner Teams SV 90 Fehrbellin II und der BBC 91 Neuruppin in der Fremde antreten. Gastgeber sind die beiden Liganeulinge Vetschau und Seyda. Beide Spiele gegen diese Teams sind besonders für die Bundesligareserve des SV 90 Fehrbellin wegweisend. Zurzeit liegt man mit 15 Zählern auf Rang elf. Somit wäre man Absteiger. Kurios, gerade gegen Vetschau (19 Punkte) und Seyda (17 Punkte) am ersten Heimspielwochenende zeigte man eine katastrophale Leistung und verlor vier unnötige Zähler. Danach lief es von Spieltag zu Spieltag besser. Nun rennt man der Gegnerschaft hinterher. Beide Teams liegen direkt vor den 90er in der Tabelle. Ein Punktgewinn gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt würde somit doppelt zählen. Anders sieht es dagegen beim BBC 91 Neuruppin aus. Die Kreisstädter liegen auf einem sehr guten vierten Platz. Mit Punktgewinnen könnten sie sich sogar auf einen Podestplatz spielen und gleichzeitig Schützenhilfe für den SV90 II leisten.

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Für die Bohlespezialisten des SV 90 Fehrbellin stand am abgelaufenen Wochenende der 13. und 14. Spieltag im Kalender. Gegner war an beiden Tagen der Aufsteiger aus Michendorf und Seddin. Die Märker rangierten vor dem Wochenende auf Rang Sechs der Tabelle und konnten vor allem auf der Heimbahn überzeugen.

 

SG Michendorf/ Seddin – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5456:5377 Holz, 49:29 EWP)

Am Samstag fand zunächst das Hinspiel in Michendorf statt. Die 90er holten bislang in jedem Auswärtsspiel mindestens einen Zähler. Der Gewinn des Zusatzpunkts wurde also als Minimalziel ausgegeben.

Jonathan Jaeger (898) und Benjamin Münchow (891) schlugen sich im ersten Durchgang über drei Bahnen sehr gut. Doch durch einige unnötige Fehler musste man am Ende doch einen 31-Holz-Rückstand hinnehmen. Norman Lorenz (920) nutzte die Gunst der Stunde und stellte gleich zu Beginn den Tagesbestwert auf. Raphael Kukla (900) konnte mit den letzten Würfen noch am lange führenden 90er vorbeiziehen, was nicht gut für die Zusatzwertung war.

In der Mittelachse sah es zunächst aus, als könnten Daniel Neumann und Dirk Sperling Boden gutmachen. Doch die Heimspieler Ralf-Ingo Buchholz und Marko Friedrich ließen sich von Dirks forschem Start nicht beeindrucken und hielten gut  dagegen. Dirk verlor sogar noch sein Duell mit 914:916 Holz, während Daniel seinen Gegner mit einer durchwachsenen Leistung (885:885) halten konnte.

Der Zusatzpunkt war greifbar. Doch der Aufsteiger war an diesem Tag zu stark. Sowohl Christian Rosga (919) als auch Torsten Wagner (916) konnten sich an Dirk vorbei schieben. Sebastian Krause und Dietmar Stoof fehlte hingegen etwas die Konstanz, so dass am Ende 903 bzw. 886 Kegel umgelegt wurden.

Somit mussten die Titelaspiranten erstmals in dieser Saison die Heimreise mit leeren Händen antreten.

 

SV 90 Fehrbellin – SG Michendorf/ Seddin 3:0 (5388:5179 Holz, 57:21 EWP)

Das Rückspiel am Folgetag  wurde eine sehr einseitige Partie. Während die Rhinstädter ihren Stiefel in gewohnter Manier herunterspielten, fand der Aufsteiger zu keiner Zeit das richtige Tempo.

Dirk Sperling (925) hatte nie Mühe, den Durchgang für sich zu entscheiden. Sein Mitspieler Benjamin Münchow hatte mit 882 Holz etwas zu kämpfen, setzte sich aber am Ende doch recht deutlich von René Lewin (862) und Norman Lorenz (869) ab.

Die Mittelachse verlief ähnlich. Während Dietmar Stoof (903) Bahn und Gegner dominierte, quälte sich Daniel Neumann nach schwachem Start auf 884 Holz. Marko Friedrich und Christian Rosga kamen auf Gästeseite nicht über 861 und 864 Holz hinaus.

Jonathan Jaeger (892) und Sebastian Krause (902) ließen nichts mehr anbrennen. Beide zeigten ein solides Spiel, ohne dabei zu brillieren. Die Ergebnisse von Raphael Kukla (870) und Torsten Wagner (853) hatten nur noch statistischen Wert. Beide schafften es nicht, die Höchststrafe von 57:21 Einzelwertungspunkten abzuwenden.

Den 90ern ist zwar am Sonntag die Revanche für die klare Niederlage am Vortag geglückt, man wird aber noch ein paar Tage dem verschenkten Punkt hinterher trauern.

 

Dauerrivale SG ETV/ Phönix Kiel holte aus den Duellen mit dem KSK Oldenburg/ Holstein 4 Zähler und schrammte auf heimischer Anlage denkbar knapp an einem neuerlichen Punktverlust vorbei. Somit beträgt der Rückstand Fehrbellins auf den Ligaprimus nun zwei Punkte.

In zwei Wochen geben die Herren von der Förde ihre Visitenkarte in Fehrbellin ab. Man wird sicher den Punktverlust aus dem Hinspiel egalisieren wollen. Doch die 90er werden gewappnet sein. Außerdem geht es am Sonntag gegen den KSK Oldenburg/ Holstein. Kiel muss dann nach Michendorf.

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Mittwoch, 23 Januar 2019 22:17

Derbyzeit in den Kegel-Bundesligen

An diesem Wochenende findet in der ersten und zweiten Bundesliga der Bohlekegler der Wechselspieltag statt. Zahlreiche Derbys warten aus naturgemäß auf die Kegelfans. Dies trifft natürlich auch auf die drei Bundesligateams aus dem Ruppiner Land zu.

Die Erste des SV 90 Fehrbellin wird in der 1. Bundesliga zweimal im Brandenburg-Derby auf die Spielgemeinschaft Michendorf/ Seddin treffen. Beide Teams treffen erstmals aufeinander. Bisher spielt der Liganeuling eine solide Saison. Vor allem auf der Heimbahn holte der Aufsteiger die nötigen Zähler für einen Mittelfeldplatz. 16 der 17 Punkte wurden auf der Heimbahn errungen. Zu dem ist die SG zu Hause noch unbesiegt. Am Samstag müssen die 90er in der Fremde antreten. Doch nicht für alle Spieler im 90er Trikot ist es der erste Auftritt in Michendorf. Vor allem Jonathan Jaeger kennt die Bahnen gut, denn seine alte Kegelheimat Werder liegt im gleichen Landkreis. Dennoch wird man erst nach dem Einspielen abschätzen können, was für das 90er Sextett drin ist. Union Oberschöneweide (36 EWP) und Hannover (32 EWP) gelang der Gewinn des Zusatzpunktes. Natürlich wollen auch die 90er punkten, für drei Punkte scheinen die Trauben hingegen sehr hoch zu hängen.

Am Sonntag um 10 Uhr folgt dann das Rückspiel in der Rhinstadt. Hier will man nicht nur die saubere Weste behalten, auch die kleine Wertung könnte am Ende der Saison noch wichtig werden. Aus diesem Grunde wird man am Samstagabend noch einmal auf der Heimbahn eine Extraschicht hinlegen.

Selbstverständlich wird man auch am Wochenende wieder den Liveticker verfolgen. Meister Kiel muss zweimal gegen Oldenburg spielen, wobei man wohl mit sechs Punkten des Meisters rechnen kann.  

 

In der 2. Bundesliga kommt es zu dem Derby schlechthin. Am Samstag spielt die Herren II ab 13 Uhr auf der Kegelbahn in der Luchstraße gegen den die Nachbarn vom BBC 91 Neuruppin. Beide Teams gehen mit sehr unterschiedlichen Ausgangspositionen in die beiden Spiele. Am letzten Wochenende konnten die Mannen um Norbert Krämer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erstmals einen Sechserpack erkämpfen und damit den Abstiegsplatz verlassen. Nun heißt es nachzulegen. Gerade auf der Heimbahn sollte der Dreier in der Rhinstadt bleiben.

Natürlich kennen auch die Gäste die 90er Bahnanlage aus dem Effeff. Somit kann man von einem spannenden Spiel ausgehen. Die Kreisstädter liegen zurzeit auf dem sicheren fünften Tabellenplatz. Haben im Moment weder mit dem Aufstieg noch mit dem Abstieg etwas zu tun.

Am Sonntag kommt es dann ab 10 Uhr zum Kräftemessen auf der Bahnanlage am Rheinsberger Tor. Aufgrund der Heimstärke der Kreisstädter wäre ein Punktgewinn der 90er wohl schon eine große Überraschung. Natürlich werden die Rhinstädter auch hier versuchen, um den begehrten Zusatzpunkt mitzuspielen.    

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Am ersten Spielwochenende im neuen Jahr standen für die 90er aussichtsreiche Auswärtsaufgaben auf dem Spielplan.

 

SVL Seedorf von 1919 – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5515:5457 Holz, 46:32 EWP)

Am Samstag ging die Reise nach Seedorf, wo ein heiß umkämpftes Nordbrandenburg-Derby erwartet wurde. Die Männer vom Rhin können sich noch zu gut an das Saisonfinale 2018 erinnern, als man hier denkbar knapp an einem Sieg und dem damit verbundenen Meistertitel vorbeischrammte.

Und so wollte man mit identischer Taktik – volle Kraft voraus – ins Spiel gehen. Die beiden Ex-Seedorfer Dirk Sperling und Dietmar Stoof setzten das Vorhaben voll um und hielten in einem furiosen Startdurchgang lange Zeit mit ihren Gegenspielern mit. Am Ende musste sich Dirk dem Ex-Fehrbelliner Mathias Metzdorf geschlagen geben (926:934). Dietmar verlor gegen Hans Fulczynski mit 920:930 ähnlich knapp.

Trotz starker Ergebnisse lag man also hinten. In der zweiten Achse konnte man den Rückstand nicht wie gewünscht verkürzen. Zwar holte Sebastian Krause (913) gegen Sebastian Rönning elf Holz. Doch Daniel Neumann blieb hinter seinen eigenen Erwartungen zurück und übergab nach 41 Wurf den Staffelstab an Benjamin Münchow. Dieser brachte mit 894 Holz ein Ergebnis in die Wertung, was die letzten Hoffnungen auf einen Dreier begrub. Zu gut war der Auftritt von Routinier Frank Wilke auf Seedorfer Seite.

Der Zusatzpunkt war jedoch greifbar, da man bereits drei Topergebnisse in der Wertung hatte. Alexander Wolski und Jonathan Jaeger sollten es richten. Doch vor allem Norbert Witzel ließ schnell die Hoffnungen der Gäste verflachen. Nach 15 Würfen hatte er bereits über 20 plus und der Tagessieg schien nur Formsache. Doch ab der zweiten Bahn ließ er nach, dafür kam Max Jannasch immer besser in Fahrt. Die Fehrbelliner hingegen hatten immer wieder kleinere Probleme, was sich am Ende summierte.

Jonathan kam mit 898 Holz nicht am schlechtesten  Heimspieler vorbei. Alex beendete das Spiel mit acht Holz mehr und könnte wenigstens Rönning schlagen. Viele in der Halle hatten also schon das 3:0 für die Hausherren verbucht. Doch plötzlich stockte der Seedorf-Motor. Witsel scheiterte mit einer Abschlusssieben an der Vorgabe von Stoof (920). Nun musste Jannasch über das Ergebnis von Krause. Die Nerven spielten ihm einen Streich und er blieb bei 911 stehen.

Am Ende freuen sich die 90er über einen sehr glücklichen Punktgewinn – vermutlich in erster Linie, weil man endlich einmal Fortuna auf der Seite hatte.

 

KC Einheit 95 Schwerin – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5351:5366 Holz, 41:37 EWP)

Wie beim Sieg aus der Vorsaison sollten Sebastian Krause und Daniel Neumann in Schwerin den Grundstein für drei Punkte legen. Mit 904 und 895 Holz konnte man eine Führung von 40 Holz erkämpfen. Falko Wachholz (900) hielt noch gut dagegen. Matthias Bernotat erwischte jedoch einen rabenschwarzen Tag. Nach vier Fünfen am Stück kam Thomas Kunst für ihn ins Spiel. Über 859 Holz kam das Duo jedoch nicht hinaus.

In der Mittelachse schwächelten dann die 90er. Benjamin Münchow fing klasse an, durch einige unnötige Fehler blieb er mit 888 Holz jedoch etwas hinter den Erwartungen zurück. Dennoch ein Schritt nach vorn für den derzeit mit der Form hadernden 27-jährigen. Er verlor gegen Routinier Reinhard Dallmann elf Zähler. Youngster Jonathan Jaeger musste feststellen, dass er seinen Wurf nicht auf die Anlage einstellen konnte. Alexander Wolski sprang in die Bresche. Nach vielen Aufs und Abs musste er sich gegen Mathias Gierke knapp mit 870:874 geschlagen geben.

Ein Vorsprung von 25 Holz blieb für Dietmar Stoof und Dirk Sperling. Auch, wenn das in Schwerin ein dickes Brett ist, musste man achtsam sein, denn die beiden stärksten Spieler standen in den Startlöchern. Holger Trojahn (906) und Michael Heerkloß (913) spulten ihr Programm sehr gut herunter und setzten den Titelanwärter unter Druck. Doch Dietmar und Dirk ließen sich nicht abschütteln. Beide verloren ihre Duelle zwar knapp (Dietmar 897, Dirk 912), brachten aber den Sieg mit 15 Holz doch recht sicher ins Ziel.

Unter dem Strich steht ein gewohnt knappes Ergebnis. Sebastian Krause: „In Schwerin sind die Spiele immer eng. Doch die Bahn liegt uns. Wir fahren hier immer her, um zu gewinnen.“

 

Nach dem letzten Wurf galt zunächst alle Aufmerksamkeit dem Handy. Nico Witter, der mittlerweile für die Berliner Hertha spielt und mit dieser zu Gast in Kiel war, informierte über die Entwicklungen vor Ort. Die Hertha – auswärts immer für einen Punkt gut – war dick im Geschäft, lag nach 4 Startern mit nur 22 Holz zurück. Für den Sieg reichte es zwar am Ende nicht, doch konnte man dem Meister einen Punkt abjagen. Willkommene Schützenhilfe für die 90er, die ihre Chancen auf den Titel angesichts von nur einem Punkt Rückstand wieder wittern.

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Dienstag, 30 Oktober 2018 13:28

In der Altmark war nichts zu holen

Ohne Punkte musste der SV 90 Fehrbellin II die Heimreise am Sonntag in der Staffel Süd/ Ost der 2. Kegelbundesliga antreten. Nach acht Spieltagen ist man nun Schlusslicht. Bis zum rettenden Ufer sind es aber nur drei Punkte. Auch am nächsten Doppelspieltag muss man in der Fremde antreten. Dann geht es zweimal Richtung Hauptstadt, zum Aufsteiger Union Oberschöneweide III sowie Staffelfavoriten NKC 72 Berlin.

SV Binde – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5381:5218 Holz, 57:21 EWP)

Nach Runde eins lagen die Hausherren mit 22 Holz In Führung. Burkhard Thiede und Jochen Bauer erspielten 898 und 891 Hölzer. Fehrbellin hatte mit Günther Speer, der 884 Holz erkämpfte, seinen Mannschaftsbesten auf der Bahn. Partner Ralf Friedrich kam mit elf Holz weniger von der Bahn. Nach Runde zwei wuchs der Vorsprung auf 78 Hölzer an. Mit Richard Albrecht (899) und Carlo Thiede (889) hatte man wieder die Durchgangsbesten. Auf Fehrbelliner Seite beendeten Markus Ringgenberg und Michael Nußbaum ihr Spiel mit 877 und 865 Holz. Im letzten Durchgang fiel dann durch den Binder Alf Schernikau (914) der Tagesbestwert. Partner Wolfgang Behrens ließ ebenfalls sehr gute 890 Kegel fallen. Die 853 beziehungsweise 866 Holz von den beiden 90ern Norbert Krämer und Marco Koch hatten nur noch Wert für die Freunde der Statistik.

Stendaler KC – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5605 : 5432 Holz, 52:26 EWP)

Nach Runde eins trennten beide Teams gerade einmal drei Hölzer. Die Gastgeber begannen mit 898 von Michael Engel und 960 Holz (Höchstholz) von Karsten Soisson. Auch auf Rhinstädter fiel wie am Vortag gleich die Bestleistung. Youngster Markus Ringgenberg hatte 929 Holz im Spielbericht und Marco Koch kam auf 919 Holz. In Runde zwei setzten sich die Stendaler aber ab. Karsten Zimmermann und Tom Matysiak brachten ihr Team mit 943 und 916 Holz auf die Siegerstraße. Fehrbellins Mittelachse Ralf Friedrich und Günther Speer kam auf 892 und 883 Hölzer. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Die Hausherren zeigten auch in der letzten Runde, wer Herr im Hause ist. Mit 951 und 937 Holz sorgten sie für den klaren Dreier. Auf Gästeseite beendeten Michael Nußbaum und Norbert Krämer den Spieltag mit 896 und 913 Holz.

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Am vierten Spielwochenende hatten die Kegler des SV 90 Fehrbellin in der 1. Bundesliga Heimrecht. Als Gegner standen die auswärts recht stark einzuschätzenden Hauptstadtclubs Hertha BSC und Union Oberschöneweide auf dem Spielplan.

 

SV 90 Fehrbellin – Hertha BSC 3:0 (5439:5292 Holz, 54:24 EWP)

Beim Wiedersehen mit Ex-Fehrbelliner Nico Witter gab es für die Zuschauer etwas mehr Spannung, als in den letzten Heimspielen des Titelaspiranten. Dies lag an der starken Leistung von Nationalspieler Timo Koch, der mit sehr guten 902 Holz lange auf Tuchfühlung zu den Heimspielern blieb. Am Ende konnten sich Alexander Wolski und Dirk Sperling mit je 914 Holz dennoch durchsetzen. Auch Gerhard Omak erreichte mit 885 Holz ein gutes Ergebnis.

Die Mittelachse hielt dem Druck stand und konnte in Person von Dietmar Stoof (910) den dritten Spieler über die Duftmarke von 902 bringen. Daniel Neumann zeigte ein solides Spiel, musste dennoch Patrick Schneider den Vortritt lassen - beide kamen auf 894 Holz. Norbert Gattner (855) konnte nicht mit den anderen mithalten und so wuchs die 90er Führung auf 96 Holz.

Die Entscheidung um den Zusatzpunkt war allerdings noch nicht ganz gefallen, da mit Nico Witter noch ein Herthaner mit ordentlich Bahnerfahrung und mit Marc Süßmilch einer der Topspieler der Liga kamen. Während Sebastian Krause mit 910 Holz ebenfalls an Koch vorbeizog, zeigte Jonathan Jaeger in seinem zweiten Heimspiel erneut eine sichere Leistung (897). Die Berliner brachten sich immer wieder durch Fehlhölzer ins Hintertreffen und kamen nicht über 874 und 882 Holz hinaus.

Somit fuhr Fehrbellin einen am Ende doch deutlichen Heimsieg ein, weil man an diesem Tag die Saisonbestleistung abrufen konnte.

 

SV 90 Fehrbellin – SG Union Oberschöneweide 3:0 (5394:5254 Holz, 54:24 EWP)

Die Köpenicker reisten als Tabellenzweiter in die Rhinstadt. Im Gepäck hatte man bereits einen Punkt aus dem Samstagsspiel in Michendorf. Diesen wollte man sicher insgeheim auch in Fehrbellin anpeilen.

Doch Alexander Wolski und Dirk Sperling machten gleich im ersten Durchgang klar, dass daraus nichts werden sollte. Alex zeigte sich zwar mit 896 Holz nicht ganz von seiner Sahneseite, hatte aber Nationalspieler André Franke (887) jederzeit im Griff. Dirk hingegen brachte mit 918 Holz eine Topleistung auf die Bretter und sicherte sich damit den Tagesbestwert. Peter Kowal musste sich mit 875 Holz begnügen.

In der Mittelachse war es dann eine einseitige Angelegenheit für die Hausherren. Dietmar Stoof (897) und Daniel Neumann (904) ließen ihren Gegenspielern keine Chance. Andreas Hampe (869) und Carsten Rente (861) konnten nicht wirklich ins Geschehen eingreifen.

Dass es nicht zur Höchststrafe (57:21) kam, hatte Union Benjamin Münchow zu verdanken, der für den angeschlagenen Jonathan Jaeger ins Team rückte. Der 90er kam nie so richtig in Fahrt und musste mit 875 Holz drei Unionern den Vortritt lassen. Sebastian Krause machte es mit 904 Holz besser. Frank Lüer (870) und André Krause (892) vervollständigten das Ergebnis. Ein nie gefährdeter Heimsieg stand unter dem Strich.

 

Der Titelkonkurrent aus Kiel kam in Bergedorf nicht über den Gewinn des Zusatzpunktes hinaus. Der Aufsteiger zeigte eine Topleistung und hätte fast alle drei Punkte gegen den Serienmeister behalten. In Hannover gab es am Sonntag für die Norddeutschen gar nichts zu holen. Somit schob sich der SV 90 mit 18:6 Zählern an den punktgleichen Kielern vorbei auf Platz eins der Tabelle.

Nach der vierwöchigen Länderspielpause erwartet die Fans das erste von vier Brandenburg-Derbys. Nachdem man am Samstag den KC Einheit Schwerin empfängt, kommt es am Sonntag zum Kräftemessen mit dem SVL Seedorf um Ex-Fehrbelliner Mathias Metzdorf.

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An diesem Wochenende hat der deutsche Vizemeister SV 90 Fehrbellin in der 1. Bundesliga im Bohlekegeln zum zweiten Mal Heimrecht. Gäste an diesem Doppelspieltag sind die Hauptstadtclubs Hertha BSC und Union Oberschöneweide. Nach sechs Spieltagen liegen die Rhinstädter im Soll. Beide Heimspiele wurden ohne Punktverlust gewonnen und in den vier Spielen in der Fremde holte man dreimal den Zusatzpunkt und einmal gelang sogar ein Dreier. Damit liegt man in der Tabelle zwar nur auf dem fünften Rang, die vier Vorplatzierten hatten aber bereits viermal Heimrecht.

Die gute Ausgangslage muss man nun nutzen. Viermal spielt man in diesem Kalenderjahr noch zu Hause. Mit 12 Punkten würde man sich ganz oben festsetzen. Das wird aber nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelingen. Jeder muss auf der Heimbahn sein Ergebnis bringen, um diese Zielstellung zu erreichen.  

Am Samstag ab 13 Uhr spielt man gegen den gegenwärtigen Tabellendritten Hertha BSC. Ein Wiedersehen wird es an diesem Tage mit Nico Witter geben, der noch vor einem Jahr im Trikot der Rhinstädter spielte. Sicher wird er seinem neuen Team den einen oder anderen Tipp zur Bahnanlage geben.

Am Sonntag kommt es dann zum Duell mit Union. Das Team um die Ausnahmekegler André Franke und André Krause ist ebenfalls sehr gut in die neue Saison gestartet. Der Tabellenzweite gewann die vier Heimspiele zu Null und in den beiden Auswärtspartien in Seedorf und Schwerin holte man den Zusatzpunkt beziehungsweise den Dreier. Auf dieses Spiel wird sich besonders Daniel Neumann freuen, der über ein Jahrzehnt das Union-Trikot getragen hat.

Wie immer wird man in der Halle auch den Liveticker verfolgen. Die ungeschlagenen Kieler spielen zeitgleich in der Fremde beim Neuling Bergedorf (Sa.) und in Hannover (So.).

Die zweite Mannschaft dagegen muss in der 2. Bundesliga Süd/ Ost in diesem Jahr noch viermal in der Fremde antreten. Nachdem man auf der Heimbahn Punktverluste hinnehmen musste, heißt jetzt die Zielstellung, vielleicht mit einer sehr guten Auswärtsleistung den Zusatzpunkt mitzunehmen. Bei den Partien in Spandau gelang das fast. Somit fährt man an diesem Wochenende zuversichtlich Richtung Binde und Stendal, obwohl beide Teams zu den heimstärksten Mannschaften der Liga gehören. Binde und Stendal liegen zurzeit auf den Rängen fünf und elf. Hatten bisher aber erst zwei Heimpartien. Nach der bereinigten Tabelle würden die Binder sogar Tabellenführer sein, da man bereits bei den Aufsteigern Vetschau und Seyda vier Punkte holte. Stendal dagegen liegt mit sechs Zählern im Soll. Gegen Sparta Berlin musste man zu Hause zwar einen Punkt abgeben, konnte am letzten Spieltag beim Liganeuling Union Oberschöneweide III den Zusatzpunkt mit nach Hause nehmen.

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Sonntag, 14 Oktober 2018 15:25

Spannung pur in Mecklenburg

Am dritten Spielwochenende ging die Reise für die 90er Bohlecracks in Richtung Norden. Es sollten denkwürdige Spiele werden – nichts für schwache Nerven. Freud und Leid lagen so eng bei einander, wie selten.

 

SV Blau-Weiß Stavenhagen – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5347:5343 Holz, 42:36 EWP)

In der Samstagspartie wollte man den Sieg aus der Vorsaison in Stavenhagen wiederholen. Alex Wolski und Daniel Neumann hielten in der Startachse gegen die stark aufspielenden Heimspieler Dirk Strese (897 Holz) und Klaus-Dieter Zaluski (899) lange Zeit gut dagegen. Gegen Ende des Durchgangs zogen die Mecklenburger aber noch einmal an, was eine Führung von 14 Holz für die Blau-Weißen brachte. Alex und Daniel konnten trotzdem gute 890 und 892 Holz in die Wertung bringen, was gerade für den Zusatzpunkt wichtig war.

Die Mittelachse bildeten Dietmar Stoof und Benjamin Münchow. Sie hatten es mit dem vermeintlich besten Heimspieler Klaus Wermann und Torsten Schwarz zu tun. Nach der ersten Bahn zeichnete sich ein Debakel für die Fehrbelliner ab. Wermann konnte machen, was er wollte, es fiel einfach alles. Die 90er hingegen kamen nicht in Fahrt, so dass der Rückstand nun schon 35 Holz betrug. Doch dann sollte sich das Blatt wenden. Dietmar und Benjamin steigerten sich von Bahn zu Bahn und kamen noch auf gute 887 Holz. Wermann hingegen stellte nach 45 Wurf das Kegeln förmlich ein und musste beide 90er ziehen lassen (885) Zwölf Wurf vor Schluss musste er sogar verletzt runter und Torsten Stahlberg übernahm. Torsten Schwarz blieb im Rahmen seiner Möglichkeiten bei 878 Holz.

Angesichts des knappen 3-Holz-Rückstands der 90er zeichnete sich ein Herzschlagfinale ab. Dirk Sperling und Sebastian Krause nahmen den Kampf gegen Steffen Ast und Andreas Huth auf. Ein Duell auf Augenhöhe ging in den dritten Akt. Nach drei Bahnen hatten Dirk und Seppi den Sieg vor Augen. Neun Holz hatte man mehr und nur noch 30 Wurf zu spielen. Doch dann hatte Andreas seinen großen Auftritt. Auf fünf Gassen hatte er kaum etwas getroffen, dann auf Bahn 2 rechts die Wiederauferstehung. Und nun zeigte er auf Bahn 1 sein ganzes Können. Mit 24 über Schnitt avancierte er zum Matchwinner für die Reuterstädter. Dirk und Seppi konnten auf den Bahnen 2 und 3 nicht gegenhalten. Das Momentum war auf Stavenhagener Seite und so kippte das Spiel erneut. Nach 720 Wurf lag Stavenhagen mit 4 Kegeln vorn – und das mit der besten Saisonleistung. Andreas und Dirk nahmen sich am Ende mit 897 Holz nichts, Seppi verlor gegen Steffen mit 890:891 knapp.

 

KV Hansa Stralsund – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5330:5333 Holz, 43:35 EWP)

Etwas niedergeschlagen auf Grund des Rückschlags im Titelkampf ging es an die Ostseeküste, wo man am Sonntag auf den KV Hansa Stralsund traf. Die Stralsunder Bahn ist in den vergangenen Jahren ein gutes Pflaster für die 90er gewesen. In den vergangenen beiden Jahren konnte man je alle drei Punkte einfahren. Die Zielsetzung war also klar – endlich den ersten Auswärtsdreier einfahren.

Benjamin Münchow und Dirk Sperling eröffneten den Reigen gegen Joachim Rasch und Torsten Hochmann. Die Rhinstädter gingen zunächste in Führung und konnten diese zur Hälfte auf über 10 Holz ausbauen. Am Ende ging Benny etwas die Luft aus und ein missglückter Wurf landete zu allem Übel in der Rinne (880 Holz). Dirk zog sein Spiel durch und brachte starke 909 (Höchstholz) in die Wertung. Die Führung ging dann aber doch mit sieben Holz ans Heimteam (Joachim 895, Torsten 901).

In der Mittelachse stellten Sebastian Krause und Alex Wolski mit 888 und 891 Holz die Weichen auf Sieg. Dabei muss man sich jedoch bei Manfred Dill (884) und Paule Meller (856) bedanken, die beide unter ihren Möglichkeiten blieben. 32 Holz Vorsprung waren vor der Schlussachse ein gutes, wenn auch noch nicht beruhigendes Polster.

Daniel Neumann und Jonathan Jaeger hatten es nun mit Andreas Kammann und Christian Ziems zu tun. Es dauerte gerade einmal 30 Wurf, bis wieder alles offen war. Andreas ließ auf Bahn 1 wenig stehen und hatte bereits 25 plus und Christian lag bei 13 plus. Daniel und Benny begannen hingegen verhalten (+9 und +11). Der Vorsprung schmolz auch auf den nächsten Gassen weiter, wobei die 90er aber mehr Zugriff bekamen. Dem SV 90 spielte in die Karten, dass Stralsund gelegentlich mit Fehlhölzern den Gegner im Rennen hielt. Hinzu kam, dass Fortuna es am Ende nicht gut mit dem Heimteam meinte. Trotz guter Aufholjagd retteten die 90er 3 Holz Vorsprung über die Ziellinie. Der erste Auswärtssieg der Saison war geschafft. Daniel und Jonathan kamen auf 882 und 883 Holz, Andreas und Christian kamen mit 905 und 889 von der Bahn.

„Ich bin froh, dass mein Fehlwurf heute nicht bestraft wurde“, zeigte sich Benjamin Münchow nach dem Spiel erleichtert. Kapitän Dirk Sperling war hingegen mit dem Auftritt in Stralsund nicht ganz zufrieden: „Wir haben heute nicht so gut gespielt, wie in den anderen drei Auswärtspartien. Dafür war heute mal das Glück auf unserer Seite. Wir sind froh über den ersten Auswärtssieg und wünschen den Stralsundern alles Gute im Kampf um den Klassenerhalt.“

 

Der Konkurrent aus Kiel konnte beide Heimspiele mit 3:0 für sich entscheiden und bleibt mit 17 Punkten Spitzenreiter. Auch Union Oberschöneweide blieb zu Hause ohne Fehler und folgt mit 16 Punkten auf Rang zwei. Auch Hertha BSC und Oldenburg liegen punktgleich mit Fehrbellin (12) noch vor den Rhinstädtern. Mit Platz fünf ist der SV 90 das beste Team, das bereits vier Mal auswärts spielte.

In zwei Wochen folgen die Heimspiele gegen Hertha BSC und Union Oberschöneweide, ehe vier Wochen später Schwerin und Seedorf an den Rhin reisen. Mit 12 Punkten will der SV 90 den Rückstand auf die Kieler verkürzen, die zunächst nach Bergedorf und Hannover und im November nach Berlin müssen.

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