SV 90 Fehrbellin – KC Einheit Schwerin 3:0 (5301:5219 Holz, 47:31 EWP)

Ein ungewollt spannendes Heimspiel bekamen die Zuschauer in der Fehrbelliner Kegelhalle am Samstag gegen Aufsteiger KC Einheit Schwerin zu sehen. Durch die Verkettung unglücklicher Umstände und eine gute Gästeleistung ging es bis zum letzten Wurf extrem knapp um den Zusatzpunkt zu.

Zu Beginn war noch alles im grünen Bereich. Dirk Sperling brachte in gewohnter Konstanz 912 Holz an die Anzeigetafel. Alexander Wolski begann solide, hatte aber bereits nach 5 Wurf leichte muskuläre Probleme im linken Oberschenkel. Nach 45 Wurf entschied man sich, auf Nummer „sicher“ zu gehen und wechselte Daniel Neumann ein. Doch dieser kam überhaupt nicht in Tritt, sodass er sich mit mageren 869 Holz zufrieden geben musste. Matthias Bernotat konnte mit 879 Holz bereits Kapital aus der 90er Schwächephase schlagen.

Doch damit nicht genug. Im mittleren Drittel erwischte Nico Witter einen schlechten Start. Er konnte sich zum Glück noch ins Spiel reinfuchsen, bei 877 Holz war jedoch für ihn das Ende der Fanenstange erreicht. Zu wenig für Bernotat und den gut gegenhaltenden Reinhard Dallmann (882 Holz). Auch Dietmar Stoof hat schon bessere Tage in Fehrbellin erlebt. Seine 895 Holz waren dennoch solide.

Was sich dann im Schlussdurchgang zu trug, glich einem Hitchcock-Thriller. Benjamin Münchow kam überhaupt nicht zurecht. Er konnte sich auf keiner einzigen Gasse Luft verschaffen. Sein Gegner Holger Trojahn machte es deutlich besser und blieb beim gut beginnenden Sebastian Krause auf Tuchfühlung. Das Glück der Rhinstädter war, dass Gästespieler Michael Heerkloß sich auf Bahn 4 und 1 zu sehr aufrieb und den Blick für den Gegenspieler erst auf seiner letzten Bahn aufnahm. Es kristallisierte sich ein Duell auf Augenhöhe um den Zusatzpunkt zwischen Münchow und Heerkloß heraus.

Krause schien hingegen nach drei Bahnen alles im Griff zu haben. Doch auch hier wurde es noch einmal spannend. Während sich Trojahn Holz für Holz herankämpfte, musste Krause etliche Sechser kassieren. Mit 889:887 Holz konnte er ein hauchdünnes Polster ins Ziel retten. Auf der anderen Seite beendete Münchow sein Spiel mit 859 Holz, während Heerkloß vor dem letzten Wurf bei 850 stand. Mit einer Neun wär der Punkt weg gewesen. Der Einschlag war gut, acht Kegel fielen, doch der neunte wackelte nur. Geschafft! Fehrbellin rutscht haarscharf am ersten Punktverlust seit 31 Heimspielen vorbei.

 

SV 90 Fehrbellin – SVL Seedorf 3:0 (5339:5196 Holz, 53:25 EWP)

Am Sonntag wollte man die Punkte am liebsten wieder etwas entspannter einfahren. Doch man musste gewarnt sein. Seedorf holte einen Punkt in Ilsenburg und wollte auch in Fehrbellin nichts kampflos abgeben.

Auf Grund der Vorkommnisse wurde der Sechser etwas umgebaut. Neben Dirk Sperling startete Daniel Neumann. Und das war eine gute Entscheidung. Beide spielten sauber durch und kamen auf 900 und 893 Holz. Dem setzten Ex-90er Mathias Metzdorf und Norbert Witzel 875 und 871 Holz entgegen. Der gewohnte Verlauf schien sich abzuzeichnen.

Dass es doch noch etwas Spannung gab, lag im Mittelblock an Nico Witter. Er legte lediglich 862 Kegel auf die Seite, was ihn auf den zwischenzeitlich letzten Platz warf. Max Jannasch (874) und Hans Fulczynski (873) reihten sich ins bis dahin geschlossene Mannschaftsbild der Gäste ein. Dietmar Stoof brachte mit dem Tageshöchstholz von 916 Holz die Spielpunkte unter Dach und Fach.

Alexander Wolski, dessen Muskelprobleme sich doch als weniger schwerwiegend herausstellten, und Sebastian Krause wollten nun auch den Zusatzpunkt in trockene Tücher bringen. Dies gelang auch mit soliden Ergebnissen von 887 und 881 Holz relativ souverän. Die richtige Derby-Stimmung wollte im letzten Durchgang jedoch nicht mehr aufkommen. Zu schnell war klar, dass die Gästespieler Frank Wilke (853) und Marcus Derlig (850) nicht in den Punktekampf eingreifen können.

 

In den anderen Hallen gab es keine großen Überraschungen. Kiel und Hannover behielten zu Hause die weiße Weste. Union Oberschöneweide kommt mit leeren Händen aus Schleswig-Holstein zurück, was dem SV 90 die Tabellenführung einbringt.

In zwei Wochen stehen bereits die nächsten Heimaufgaben auf dem Programm. Gegen Hertha BSC Berlin und Medaillen-Konkurrent Oberschöneweide wird es sicher wieder auf jeden Einzelnen ankommen. Beide haben in dieser Saison eine gute Auswärtsform und werden auf den Zusatzpunkt lauern.

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Freitag, 17 November 2017 07:56

Tabellenspitze im Visier

Die Fehrbelliner Vorzeigekegler wollen am kommenden Wochenende mit zwei klaren Heimerfolgen gegen Aufsteiger Schwerin (Samstag, 13:00 Uhr) und im Brandenburg-Derby gegen den SVL Seedorf (Sonntag, 10:00 Uhr) an die Spitze der ersten Bundesliga klettert.

Das Selbstverständnis auf der Anlage in der Fehrbelliner Rhinstraße ist bei den meisten Spielern da. Die Formkurve zeigt nach den drei Auswärtssiegen in den vergangenen vier Auftritten nach oben. Die 90er treten mit der kompletten 7-köpfigen Kapelle an. Daniel Neumann – gegen Oldenburg im letzten Heimspiel Sechstbester einer geschlossen starken Mannschaft – wird am Samstag eine Pause erhalten. Für ihn darf sich Nico Witter beweisen.

Beim KC Einheit Schwerin wird man insbesondere auf die Topleute Michael Heerkloß, derzeit zweitbester Einzelspieler in Liga 1, und Ex-Lübecker Holger Trojahn achten müssen. Doch die Schweriner waren immer gute Gäste. In den acht Aufeinandertreffen in der Rhinstadt gab man bislang noch keinen Punkt an die Mecklenburger ab.

Da wird mit dem Brandenburger Rivalen von der Löcknitz am Sonntag doch ein anderes Kaliber erwartet. Zweimal bei neun Versuchen gelang es dem SVL, einen Punkt zu entführen. Auch wenn der letzte Punktverlust bereits 8 Jahre her ist, wird man den Gegner nicht unterschätzen. Das liegt vor allem am Neuzugang Mathias Metzdorf, der bis zum Sommer noch das 90er-Trikot überstreifte. Seine neue Heimbahn ist zwar ganz anders zu spielen, die Erinnerungen werden jedoch noch nicht ganz verblasst sein. Außerdem sind die Routiniers Frank Wilke und Norbert Witzel nie zu unterschätzen.

Doch man ist auch hier zuversichtlich. In den vergangenen 31 Heimspielen ging man immer mit drei Punkten von der Bahn. Der letzte Punktverlust datiert vom Oktober 2014. Damals konnte Hannover einen Punkt entführen.

Angesichts des Rückstands von zwei Punkten auf Union Oberschöneweide wird man auch den Blick gen Oldenburg und Kiel richten. Dass die Randberliner beide Spiele gewinnen werden, kann wohl ausgeschlossen werden.

 

Die Herren II des SV 90 müssen an beiden Tagen in die Bundeshauptstadt reisen. Als Tabellensiebter spielt man am Samstag gegen den Achten, Empor Brandenburger Tor, in der 2. Bundesliga, Staffel Süd/ Ost. Die Berliner sind ebenfalls Neuling. Vor zwölf Jahren spielten bereits die Herren I des SV 90 in Liga zwei gegen diesen Club.

Am Sonntag heißt dann der Gegner NKC 72 Berlin.  Die Neuköllner liegen mit einem Punkt mehr auf dem fünften Rang und haben bereits Erstligaerfahrung. Ziel der Rhinstädter ist es, an beiden Tagen um den Zusatzpunkt mitzuspielen, um weiter einen gesicherten Mittelfeldplatz zu belegen.

Bereits mit einem Punkt kann man sich, ob der guten Punktausbeute der ersten Heimspiele, weiter Luft im Klassenerhaltrennen verschaffen.

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Nach dem Sieg in STade vor zwei Wochen standen erneut Auswärtsspiele in ST-Städten auf dem Spielplan. SV Blau-Weiß STavenhagen und der KV Hansa STralsund hießen die Gegner. Ein wenig Aberglaube sei an dieser Stelle erlaubt. Während im letzten Jahr der erste Sieg in Stralsund gelang, ist der Trend in Stavenhagen nach zwei 0:3-Niederlagen eher nach unten gerichtet.

 

SV Blau-Weiß Stavenhagen – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5267:5282 Holz, 35:43 EWP)

Nach zwei Jahren ohne Punkt wollte der SV 90 in Stavenhagen endlich die Durststrecke beenden. Mit einer offensiven Aufstellung sollten die Weichen für einen Punktgewinn gestellt werden.

Mannschaftsleiter Dirk Sperling kam gut über die schwere Bahn 2 und schraubte sein Ergebnis zur Hälfte auf +30. Alexander Wolski hatte auf den etwas einfacheren Bahnen ein paar Holz weniger.  Während Wolski noch auf gute 881 Holz kam, erzielte Sperling starke 898 Holz. Gegen Dirk Strese (869) und Andreas Huth (891) reichte es zu einer 19-Holz-Führung.

Im Mitteldrittel zeigte Daniel Neumann auf Fehrbelliner Seite ebenfalls ein klasse Spiel. Seine 897 Holz sollten zu 11 EWP reichen. Sebastian Krause hingegen hatte etwas Probleme mit der Bahn, konnte dennoch seinen Gegner Torsten Schwarz mit 869:864 Holz schlagen. Steffen Ast spielte zwar gute 884 Holz, musste dennoch gegen Daniel Neumann 13 Kegel abgeben.

Dietmar Stoof und Nico Witter wollten nun die Führung über die Runden bringen. Dem stellte Stavenhagen die Routiniers Sven Wiesener und Klaus Wermann entgegen. Wermann machte seine Sache aus Sicht der Mecklenburger auch gut, doch Wiesener, Witter und Stoof brockten sich einen Fehler nach dem anderen ein. Zur Halbzeit war der Vorsprung der 90er von 37 auf 17 Holz zusammengeschmolzen. Der Plan, auf den besseren Bahnen einen Puffer zu erarbeiten, ging auf der dritten Bahn nicht wirklich auf. So mussten 16 Holz Vorsprung auf den schwereren Bahnen 2 und 3 für Stoof und Witter reichen.

Zum Glück des Vizemeisters zeigten beide Reuterstädter Nerven, sodass alle vier Spieler nicht so recht vom Fleck kamen. Dies spielte natürlich den 90ern in die Karten. Wurf für Wurf kam die Ziellinie näher. Für schwache Nerven war das Spiel jedoch nichts, denn die Wende lag in der Luft. Ein Patzer auf der einen, gepaart mit dem Konter auf der anderen Seite konnte schon den Ausschlag geben. Doch am Ende machte das Heimteam die entscheidenden Fehler.

Das Duell Wiesener gegen Stoof ging mit 867:870 an den 90er, während Witter gegen Wermann mit 867:892 das Nachsehen  hatte. Den Gästen war es Wurst – die Punkte wanderten auf ihr Konto.

Mit dem zweiten Sieg im dritten Auswärtsspiel steht der SV 90 ausgezeichnet da. Kiel kam in Schwerin nicht über ein 1:2 hinaus. Oberschöneweide gibt sich zu Hause gegen Hannover keine Blöße und behält alle drei Punkte.

 

KV Hansa Stralsund – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5337:5349 Holz, 38:40 EWP)

Am Sonntag hofften die 90er auf einen ähnlichen Spielverlauf, wie im Vorjahr. Damals hatte man eine Führung von über 40 Holz herausgespielt, die man im Anschluss über die Runden brachte. Doch es sollte ganz anders kommen.

Alexander Wolski, im Vorjahr noch Mannschaftsschlechtester, spielte diesmal deutlich besser. Dafür hatte Daniel Neumann ungeahnte Schwierigkeiten mit den Verhältnissen. Wolski konnte seinen Gegner Joachim Rasch halten (beide 904). Neumann büßte gegen einen wie verwandelt wirkenden Torsten Hochmann 24 Holz ein (882:906). Es sah also nicht gut für den SV 90 aus.

Nico Witter und Dietmar Stoof konnten im Mitteldrittel leicht Boden gutmachen. Beide zeigten ein solides Spiel und kamen mit 885 und 886 von der Bahn. Manfred Dill brachte 893 Kegel in die Wertung, während Christian Ziems (870) nach gutem Start viele Federn lassen musste. Somit konnte der Vorsprung auf 16 Holz gedrückt werden.

Sebastian Krause und Dirk Sperling hatten also eine schwere Aufgabe vor der Brust. Gegen Tobias Oergel und den Besten Stralsunder, Andreas Kammann, musste schon alles passen, um das Spiel noch umzubiegen. Doch es kam anders, als erwartet. Nach zwei Bahnen hatten die 90er den Rückstand egalisiert. Kammann kam nicht wie gewohnt in Tritt und Oergel musste sogar ausgewechselt werden. Als der eingewechselte Paule Meller auf der dritten Bahn auch noch einen Fehlwurf spielte, lief es endgültig in Richtung der Fehrbelliner. Am Ende waren es 12 Holz mehr auf Seiten der „ST-Spezialisten“. Sperling kam auf 897 Holz und Krause auf 895. Dem gegenüber standen 894 von Kammann und 870 Holz von Oergel/ Meller.

Damit gelang dem SV 90 zum zweiten Mal ein perfektes Auswärtswochenende. Zwar liegt man durch die beiden Heimsiege von Union Oberschöneweide derzeit auf Rang zwei, hat jedoch zwei Heimspiele mehr vor der Brust. Kiel holte „nur“ zwei Auswärtspunkte am Wochenende und Hannover einen. In vier Wochen soll die Heimserie gegen Schwerin und Seedorf fortgesetzt werden. Ein Punktverlust ist absolut tabu. Und für die nächsten Auswärtsspiele gilt: Leider sind die „ST-Bahnen“ für diese Saison weg.

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Am kommenden Wochenende findet der dritte Doppelspieltag in den Bundesligen der Bohlekegler statt. Wieder muss der amtierende deutsche Vizemeister SV 90 Fehrbellin I in der Fremde antreten, Liganeuling SV 90 Fehrbellin II hat in der 2. Bundesliga Süd/ Ost wieder Heimrecht.

Für die Herren I geht es diesmal Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Am Samstag heißt der Gegner Blau-Weiß Stavenhagen. Überraschend holten die Stavenhagener am ersten Heimspielwochenende gegen die beiden Hauptstadtclubs Union und Hertha BSC nur zwei von sechs möglichen Punkten. Somit steht man bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand. Man kann sich zu Hause eigentlich keine Punktverluste mehr leisten, wenn man nicht weiter einen Abstiegsplatz bekleiden will.

Seit Erstligazugehörigkeit leben die Kegler aus der Reuterstadt in erster Linie von der Heimstärke, das mussten auch die 90er in der Vergangenheit erfahren. Der letzte Punktgewinn der Rhinstädter stammt aus dem Jahr 2014. Da die beiden Berliner Clubs mit Punkte die Heimreise antraten, sind nun auch die Mannen um Kapitän Dirk Sperling besonders motiviert.

Nach Spielende geht es dann weiter Richtung Ostsee. Gegner am Sonntag ist Hansa Stralsund. Diesem Sextett geht es nicht anders, als den Stavenhagenern. Auch sie stehen unter Erfolgszwang, da sie die gleiche Bilanz haben. An den letzten Auftritt an der Ostsee erinnern sich die 90er besonders gerne. Erstmals hatte man alle drei Punkte im Heimgepäck. Dieses will man am Sonntag wiederholen.

Der Vizemeister wird voraussichtlich wieder aus dem Vollen schöpfen können. Auch Nico Witter dürfte seine Knieprobleme der letzten Wochen endgültig auskuriert haben.

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Am zweiten Spielwochenende reisten die Fehrbelliner Erstligakegler nach Niedersachsen. Gegner waren mit dem VfL Stade und dem KSK Rivalen Hannover zwei bekannte Mannschaften. Stade kämpft seit 2008 durchgängig in der höchsten deutschen Spielklasse um die Hölzer, gegen Hannover musste man in allen zehn zurückliegenden Erstligaspielzeiten ran.

VfL Stade – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5271:5366 Holz, 28:50 EWP)

Mit gemischten Gefühlen gingen die 90er Bundesligakegler in die Auswärtspartien. Einerseits hatte man zu Hause mehr als überzeugend gewonnen, andererseits war man auf Grund der Auswärtsauftritte von Kiel (3 Punkte in Ilsenburg), Hertha BSC (2 Punkte in Stavenhagen und Stralsund) und allen voran Union Oberschöneweide (6 Punkte in Stavenhagen und Stralsund) am ersten Spielwochenende bereits etwas unter Zugzwang. Außerdem wusste man nicht, was in Stade zu erwarten war. Nach jahrelangem Kampf gelang am Ende der letzten Spielzeit endlich der langersehnte Dreier bei den Randhamburgern. Doch Stade war zu diesem Zeitpunkt in der Tabelle jenseits von Gut und Böse. Wie war dieser Sieg also einzuordnen, war Stade bis zur letzten Saison doch eine Heimmacht?

Bereits beim Einspielen stellten die Rhinstädter im Sportcenter Alpabowl fest, dass die Bahnen nach Instandhaltungsarbeiten in der Sommerpause wesentlich neutraler geworden waren. Und das spielte dem Vizemeister in die Karten. Dirk Sperling und Daniel Neumann begannen furios und zeigten über die gesamten 120 Wurf gegenüber den Heimspielern Bernd Heidtmann und Bert Maashöfer kein Erbarmen. Es machte phasenweise den Eindruck, als würden die Fehrbelliner den Stadern zeigen, wie die eigenen Bahnen zu bespielen sind. Über die 908 Holz von Sperling und Neumann konnte die gesamte Halle nur staunen. Im Training hatte man solche Werte in dieser Saison noch nicht gesehen. Heidtmann (883 Holz) und Maashöfer (887 Holz) bestätigten die Trainigsleistungen, handelten sich dennoch einen satten Rückstand von 46 Holz ein.

Sollte der Mittelblock nun für die Hausherren mit Rolf Meiritz und Torsten Walter die Wende bringen, war die Zielsetzung für Alexander Wolski und Dietmar Stoof eine ganz andere. Und bereits der jeweils erste Wurf zeigte, in welche Richtung es gehen wird. Während Meiritz (5) und Walter (6) gleich einen Dämpfer hinnehmen mussten, setzten Wolski und Stoof jeweils eine Acht dagegen. Fortan bauten die 90er die Führung auf über 100 Holz aus, während die Hausherren die drohende Niederlage zusehends mit Humor sahen. Am Ende standen für Wolski 895 Holz und für Stoof 889 Holz im Protokoll. Meiritz (864) und Walter (861) fügten sich hingegen ihrem Schicksal.

In der Schlussachse hatten Benjamin Münchow/ Nico Witter (874) und Sebastian Krause (892) wenig Mühe, den Vorsprung gegenüber Dag Maibaum (878) und Ralf Schmidt (898) über die Ziellinie zu retten. Während für den SV 90 der höchste Auswärtssieg der Bundesligageschichte zu verzeichnen ist, bleibt gerade im Hinblick auf die Heimspiele gegen Kiel und Oberschöneweide zu hoffen, dass sich die Spieler des VfL Stade an diesem Tage etwas abgeschaut haben.

 

Rivalen Hannover – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5389:5347 Holz, 50:28 EWP)

Nach dem saisonübergreifend sechsten Sieg in Folge gingen die Männer um Kapitän Dirk Sperling optimistisch in die Partie gegen Hannover. In den letzten Jahren kam man immer besser mit den Bahnen der Rivalen zurecht. An einen Sieg zu denken, wäre etwas vermessen, doch der Zusatzpunkt, den man in drei von zehn Auftritten verbuchen konnte, war durchaus im Bereich des Machbaren.

Doch im Gegensatz zu den letzten Duellen war Fortuna an diesem Tag nicht auf Fehrbelliner Seite. Schon im ersten Durchgang mussten sich Daniel Neumann (894) und Sebastian Krause (895) hauchdünn gegen Heimspieler Michael Hanke (896) geschlagen geben – erste Rückschläge im Hinblick auf die Vergabe des Zusatzpunktes. Robert Neumann zog allen anderen davon und sorgte mit der Tagesbestleistung von 915 Holz für eine Heimführung von 22 Kegeln.

Im Mitteldrittel stand das Spiel nun auf der Kippe. Dirk Sperling und Benjamin Münchow setzten die beiden Youngster Ellrik Freienberg und Kai Hahnefeld von Beginn an unter Druck. Hielten sie anfangs noch gut dagegen, ließen beide auf der letzten Linksgasse Federn, sodass 15 Kugeln vor Schluss die Führung zu Gunsten der 90er wechselte. Doch die Heimspieler kamen bei den letzten Würfen wieder in Tritt und konnten das Blatt erneut wenden. Zu allem Übel knackte am Ende Kai Hahnefeld ebenso mit einer Punktlandung von 896 Hölzern die vorgelegten Gästeergebnisse, wie sein Mannschaftskamerad in der Startachse. Wenigstens Dirk Sperling konnte dieses Ergebnis mit dem letzten Wurf egalisieren. Benjamin Münchow hingegen haderte mit der letzten Bahn und blieb bei guten 892 Holz stehen. Freienbergs 880 Holz bedeuteten einen knappen 10-Holz-Rückstand.

Klar war also: Alexander Wolski und Nico Witter brauchten Ergebnisse über 896 Holz, dann wäre der Zusatzpunkt sicher, egal was die Hannoveraner Schlussachse spielten. Beide begannen gut, konnten ihr Spiel jedoch nicht konstant durchziehen. Christian Spyra und Sven Wüllner hingegen spielten ihren Stiefel relativ souverän runter und konnten die zwei Spielpunkte mit 899 und 903 sichern. Da Wolski (887) und Witter (883) die Vorgabe verfehlten, blieb auch der dritte Punkt an diesem Tag in Hannover.

 

Alles in allem müssen sich die Rhinstädter nichts vorwerfen. Die Ergebnisse waren durch die Bank gut und mit etwas mehr Glück wäre wieder etwas Zählbares ins Heimgepäck gewandert. Mit dem Samstagssieg kann man trotzdem auf eine gute Punktausbeute am Wochenende zurück blicken.

Zu erwähnen bleibt noch, dass Kiel zu Hause erwartungsgemäß 6 Punkte holte, genau wie Hannover. Nach dem überraschenden Punktverlust am Samstag gewann Union Oberschöneweide am Sonntag mit 3:0 und übernahm mit 11 Punkten die Tabellenführung vor Fehrbellin und Kiel (beide 9 Punkte).  Der SVL Seedorf rangiert nach einem Auswärtspunkt in Berlin auf dem geteilten 4. Rang (7 Punkte).

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Sonntag, 01 Oktober 2017 15:52

Fehrbelliner Bundesligateams wollen punkten

An diesem Wochenende findet bei den Bohlekeglern der zweite Doppelspieltag statt. Vizemeister SV 90 Fehrbellin I muss in der 1. Bundesliga erstmals in dieser Saison in der Fremde antreten. Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II feiert dagegen seine Heimpremiere.

Nach dem starken Heimauftritt gegen Meister Kiel und Oldenburg muss das Team um Kapitän Dirk Sperling diesmal zweimal auswärts antreten. Am Samstag reist man zum VfL Stade von 1850. Es wird der zehnte Auftritt bei den Randhamburgern geben. Im letzten Jahr gab es mit 21 Holz erstmals einen Dreier für die Rhinstädter. Viermal holte man zudem den Zusatzpunkt. Die Stader verloren ihre ersten Partien in Schwerin und Seedorf und stehen somit auf der Heimbahn bereits unter Zugzwang. Man muss punkten.

Das 90er Team dagegen will natürlich versuchen, das Kunststück der letzten Saison noch einmal zu schaffen.

Nach dem Spiel geht es dann am späten Samstagnachmittag Richtung Hannover. Hier spielt man dann am Sonntagvormittag gegen den deutschen Rekordmeister Rivalen Hannover. Beide Mannschaften sind Medaillenanwärter. Somit wäre der Gewinn des Zusatzpunktes beim Vierten des Vorjahres besonders wertvoll.

 

Zweitliga Neuling SV 90 Fehrbellin II feiert am Samstag ab 13 Uhr auf der Kegelbahn an der Luchstraße seine Heimpremiere. Hier kommt es zum Aufsteigerduell. Gast ist der KSV Pasewalk. Die Pasewalker konnten die Euphorie des Aufstiegs nicht nutzen und starteten mit zwei Heimniederlagen. Fehrbellin II steht zwar auch noch ohne Pluspunkte in der Tabelle da, hatte aber zwei schwere Auswärtspartien in Binde und Stendal. Nun will man auf der Heimbahn den ersten Dreier einfahren.

Am Sonntag ab 10 Uhr folgt dann die zweite Heimpartie. Gäste sind die Kegler des BBC 91 Neuruppin. Somit kommt es zum ersten Ruppiner Derby in der Bundesligageschichte der Bohlekegler im Landkreis. Natürlich will sich das Heimsextett gegen den Tabellenvierten des Vorjahres achtbar aus der Affäre ziehen. Das Heimteam möchte den Dreier, die Kreisstädter wenigstens den Zusatzpunkt. Zu hoffen ist, dass dieses Derby auch von den vielen Kegelfans angenommen wird und sie ihre Mannschaften unterstützen werden.

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Das Erstligateam des SV 90 Fehrbellin konnte am ersten Doppelspieltag beide Partien - gegen Meister Kiel und Oldenburg - mehr als souverän gewinnen. Alle Spielpunkte blieben beim Vizemeister. Auch die kleine Wertung ging zweimal mit 57:21 Punkten an die Hausherren. An beiden Tagen wurde Dietmar Stoof bester Holzsammler.

Hauptstadtclub Union wurde ebenfalls Sieger des Spieltages. In Stralsund und Stavenhagen holte man jeweils 3:0 Siege.

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II blieb zwar in der Fremde bei den heimstarken Clubs in Binde und Stendal punktlos, trotzdem ist man zuversichtlich, das Punktekonto am nächsten Doppelspieltag auf der Heimbahn ausgleichen zu können.  

 

Herren I – Mehr geht nicht - Meister Kiel und Oldenburg mit Höchststrafe

nach Hause geschickt

SV 90 Fehrbellin I - SG ETV/ Phönix Kiel 3:0 (5390:5205 Holz, 57: 21 EWP)

Die Saisoneröffnung auf der Fehrbelliner Kegelbahnanlage in der Luchstraße begann gleich mit einem Knaller. Vizemeister SV 90 Fehrbellin hatte den achtmaligen Meister aus Kiel zu Gast. Nach Runde eins konnten die Hausherren eine 40 Holz Führung bejubeln. Kapitän Dirk Sperling und Alexander Wolski ließen 899 und 895 Holz fallen. Beim Titelverteidiger Kiel sollten die 880 beziehungsweise 872 Holz von Kai Ludorf und Sascha Brinks die besten Ergebnisse bleiben.

Der Mittelblock brachte dann bereits die Entscheidung. 90er Dietmar Stoof gelang mit starken 918 Holz das höchste Ergebnis des Spieles. Partner Daniel Neumann konnte mit 895 Holz ebenfalls überzeugen. Die Gästekegler Alexander Eggers und Jan Künstler mussten sich dagegen mit mageren 860 und 857 Holz zufrieden geben. Damit führte das Fehrbelliner Sextett mit unglaublichen 138 Holz. Hinzu kam, dass alle vier 90er die Einzelwertung anführten.

Die Fehrbelliner Schlussachse (Benjamin Münchow und Sebastian Krause) hatte jetzt sogar die Chance, das Meister-Sextett mit der Höchststrafe nach Hause zu schicken. Mit 886 und 897 Holz waren auch sie ihren Gegenspielern René Richter (865) und Jörn Kemming (871) klar überlegen. Somit konnte man einen in dieser Höhe unerwartet klaren Sieg feiern.   

 

SV 90 Fehrbellin I - KSK Oldenburg/Holstein 3:0 (5379:5165 Holz, 57:21 EWP)

Das Spiel begann wie am Vortag. Fehrbellins Anschieber Dirk Sperling (902) und Alexander Wolski (898) sorgten für eine klare 65-Holz-Führung. Auf Gästeseite kamen Jörg Vogelmann auf 877 Holz (Mannschaftsbester) und Nils Wieske auf 858 Holz.

Im Mittelblock fiel dann wieder der Bestwert der Rhinstädter. Dietmar Stoof ließ bei seinen 120 Würfen 911 Holz fallen und sicherte sich erneut die 12 Einzelpunkte. Partner Daniel Neumann beendete sein Spiel mit 882 Hölzern. Da beide Oldenburger, Arnim Barkholtz und Jan Haagen, jeweils nur 850 Holz in die Wertung brachten, trennten beide Teams schon 158 Hölzer.

Somit war der letzte Durchgang eigentlich nur noch Formsache. Benjamin Münchow und Sebastian Krause wollten natürlich an die Leistungen ihrer Mitspieler anknüpfen. Mit 896 und 890 Holz gelang das auch. Da Jan und Marc Stender das Spiel mit 861 und 869 Holz beendeten, gab es auch am Sonntag für die Gäste die Höchststrafe.

 

Während der SV 90 nach den beiden Heimsiegen von der Tabellenspitze winkt, konnte sich Kiel am Sonntag in Derenburg gegen Aufsteiger Ilsenburg rehabilitieren und den ersten Dreier einfahren.

Für noch mehr Furore sorgte die SG Union Oberschöneweide. War der Sieg in Stralsund noch zu erwarten, war der Erfolg am Sonntag beim heimstarken Team aus Stavenhagen ein echtes Pfund. Das sind Bonuspunkte, an denen sich die Konkurrenz, erst einmal die Zähne ausbeißen wird.

Das Verfolgerduell zwischen Seedorf (letzte Saison Fünfter) und Hannover (Vierter der Vorsaison) ging klar mit 3:0 an die Nordbrandenburger. Während Seedorf auch am Sonntag die weiße Weste behielt, holte Hannover einen Punkt bei Aufsteiger Schwerin.

 

Herren II – Binde und Stendal nutzen Heimvorteil zum jeweiligen Dreier

SV Binde – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5352:5208 Holz, 54:24 EWP)

Das Fehrbelliner Sextett musste gleich mit einem Handicap in das Abenteuer Bundesliga starten. Mannschaftskapitän Norbert Krämer musste verletzungsbedingt passen. Dafür kam Günther Speer zum Einsatz. Dass es beim sehr heimstarken Gastgeber schwer werden würde zu punkten, war den Rhinstädtern im Vorfeld klar.

Im ersten Block konnten Markus Ringgenberg und Ralf Friedrich mit 881 und 872 Holz noch ganz gut mithalten. Zwar führten die Gastgeber mit 17 Holz, da Jochen Neubauer und Burkhard Thiede 893 und 877 Holz erkämpften, aber der Kampf um den Zusatzpunkt war erst einmal offen.

Im Mittelblock konnten die Binder mit 900 und 888 Holz von Richard Albrecht und Stefan Dombrowski zwar die Führung auf 67 Holz ausbauen, aber der Zusatzpunkt war weiter drin für die Gäste. Dafür sorgte Michael Nußbaum mit der Mannschaftsbestleitung von 889 Holz. Ersatzmann Günther Speer hatte 849 Holz im Spielbericht.

Im Schlussblock ließ der Gastgeber dann aber nichts mehr anbrennen. Alf Schernikau und Carlo Thiede konnten mit 894 und 900 Holz das zweit- und drittbeste Ergebnis erkegeln. Das 90er Duo Andreas Schubert und Marco Koch hatte am Ende 859 und 858 Holz an der Anzeigetafel zu stehen. Somit blieb der Dreier doch noch klar in der Altmark.

 

Stendaler KC – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5557:5315 Holz, 53:25 EWP)

Auch die Stendaler nutzten ihren Heimvorteil. Nach Runde eins führte man mit 32 Holz. Durchgangsbester wurde René Moses mit 918 Holz. Mit 898 Holz folgte 90er Günther Speer, der damit bester Gästespieler werden sollte. Sein Partner Markus Ringgenberg legte 870 Holz um. Stendals Christian Krakow hatte 12 Holz mehr auf dem Wettkampfzettel zu stehen.

Im Mittelblock hatten dann beide Heimkegler (Marcel Borsch 944, Tom Matysiak 929) das bessere Ende für sich. Auf 90er Seite kamen Michael Nußbaum und Ralf Friedrich auf 889 und 888 Hölzer.

Auch im letzten Block lagen beide Stendaler vorne. Klaus Borsch konnte mit 960 Holz ein Topergebnis erkämpfen und sicherte sich damit das Höchstholz. Steffen Hill beendete das Zweiligaspiel mit 924 Hölzern. Auf Fehrbelliner Seite hatten Andreas Schubert und Marco Koch 893 und 877 Holz auf dem Zettel.

 

Die zweite Fehrbelliner Mannschaft hat sich letztlich, gerade am Samstag ganz gut verkauft. Die vergangene Zweitliga-Saison hat gezeigt, dass in Stendal und Binde nicht viele Teams punkten. Der „Salto Nullo“ ist also zu verkraften.

Der Aufsteiger muss seine Hausaufgaben zu Hause machen, um die Klasse zu halten. Das Potenzial ist da. Jetzt müssen nur die Nerven mitspielen.

Einfach wird es jedenfalls nicht, da am 07.10. um 13 Uhr das Ruppiner Derby gegen den BBC 91 Neuruppin auf dem Plan steht. Doch gerade das könnte für Fehrbellin eine große Chance sein. Denn Bundesliga hin oder her – die Neuruppiner kennt man aus diversen Aufeinandertreffen in Pokal-, Landesliga-, Freundschaftsspielen und Einzelmeisterschaften. Die Nervosität sollte sich also in Grenzen halten.

An Unterstützung wird es vermutlich auch nicht fehlen. Es verspricht, ein spannendes Duell in Fehrbellin zu werden.

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Knallerauftakte in Fehrbellin und Neuruppin - Fehrbellin gegen Meister Kiel - Neuruppin gegen Staffelsieger Spandau - Neuling SV 90 Fehrbellin II zweimal in der Fremde


An diesem Wochenende fällt der Startschuss zur ersten und zweiten Bundesliga im Bohlekegeln. Gleich drei Ruppiner Teams werden um die begehrten Punkte kämpfen. Auf der Fehrbelliner Kegelbahn in der Luchstraße kommt es am Samstag um 13 Uhr zum Aufeinandertreffen der beiden besten Mannschaften der letzten Spielserie. Vizemeister SV 90 Fehrbellin I empfängt den deutschen Meister SG ETV/Phönix Kiel.

Die Mannen um Kapitän Dirk Sperling wollen natürlich mit einem Dreier in die Saison starten. Aus diesem Grunde wurde in den letzten zwei Wochen noch einmal ein höheres Trainingspensum auf der Vierbahnanlage absolviert. Zudem hat man alle Mann an Deck.

Das Meistersextett, welches drei Nationalspieler im Aufgebot hat, will das verhindern und somit einen erfolgreichen Saisonstart für die Mission Titelverteidigung starten. Immerhin holte man siebenmal in Folge die deutsche Meisterschaft in die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins.

Sonntag haben die Rhinstädter dann ab 10 Uhr den KSK Oldenburg/ Holstein  zu Gast. Auch gegen diesen Club muss man wohl eine geschlossene Mannschaftsleistung hinlegen, damit der Dreier in der Rhinstadt bleibt. Besonders die Stender-Brüder sind immer für ein Topergebnis gut.

 

Während die Zielstellung des SV 90 I wieder ein Medaillenplatz sein dürfte, heißt es für die Herren II in der 2. Bundesliga Süd/ Ost im ersten Zweitligajahr als Zielstellung den Klassenerhalt. Durch den Aufstieg der Mannschaft sind die Fehrbelliner Bohlekegler in ihrer 66-jährigen Vereinsgeschichte erstmals mit zwei Mannschaften in der Bundesliga unterwegs. Gleichzeitig ist man der erste Verein aus den neuen Bundesländern, der dieses Kunststück erreichte.

Das zweite Team muss natürlich in der Fremde antreten. Zur Premiere geht es Richtung Altmark. Am Samstag muss man beim SV Binde antreten. Hier gab es in den zurückliegenden Spielserien für die Gastmannschaften nie etwas Zählbares zu holen. Der Tabellendritte des Vorjahres lebt besonders von seiner Heimstärke. Trotzdem werden die Rhinstädter um Kapitän Norbert Krämer dem Gastgeber nichts schenken. Immerhin haben alle 90er bereits Erstligaeinsätze vorzuweisen.

Sonntag heißt der Gegner Stendaler KC. Auch auf dieser Bahnanlage hofft man, sich gut aus der Affäre ziehen zu können. Vielleicht kommt den 90ern die Bahnanlage entgegen und man kann beim Tabellensiebten der Vorsaison punkten. 

 

Das zweite Ruppiner Team in der 12er Staffel, der BBC 91Neuruppin, hat zweimal Heimrecht. Auch die Kreisstädter haben am Samstag (13 Uhr) einen Knallerauftakt. Mit dem VKC/ FE 27 Spandau reist der Staffelsieger der Saison 16/ 17 an. Die Randberliner nahmen ihr Aufstiegsrecht nicht wahr. Dafür rückte der KSC Ilsenburg in die deutsche Eliteliga auf.

Das Kreisstadtsextett verfehlte in der letzten Saison nur denkbar knapp den dritten Rang. Nur ein Punkt fehlte dazu.

Der Sonntagsgegner ist dann von der Papierform leichter. Wieder kommt der Gegner aus Spandau. Die Spielgemeinschaft Spandau wurde in der letzten Spielserie Tabellenzehnter und schrammte somit knapp am Abstieg vorbei. Somit sollte am Sonntag ab 10 Uhr ein Dreier Pflicht sein.

 

Für den neutralen Fan wird die Entscheidung also nicht leicht, welchen Leckerbissen er sich diesmal zu Gemüte führen soll.

Veröffentlicht in Kegeln

Am verlängerten Wochenende wurden an drei Wettkampftagen auf den Kegelbahnen in Hennigsdorf (Herren), Oranienburg (Damen) und Berlin Völkerfreundschaft (Paare) die Landesmeisterschaften im Einzel und Doppel beziehungsweise Mixed im Bohlekegeln ausgetragen. Neben den Podestplätzen ging es noch um die Fahrkarten zu den deutschen Titelkämpfen, die Mitte Juni in Bremen ausgetragen werden. Für das Finale mussten sich alle Teilnehmer im Vorfeld über die Kreismeisterschaften beziehungsweise eine der drei Regionalmeisterschaften qualifizieren.

Die Bohlekegler aus dem Ruppiner Land hatten sich insgesamt für das Märkerfinale in den Einzelentscheidungen 13 Startplätze erkämpft. Im Doppel und Mixed hatte man 8 Startplätze. Am Ende hatte man nach den Einzelentscheidungen einen kompletten Medaillensatz erkämpft. Höhepunkt war der Gewinn der Landesmeisterschaft in der Klasse Herren A durch Thomas Gabrysch (BBC 91), sowie die Vizemeisterschaft von Benjamin Münchow (SV 90) bei den Herren und die Bronzemedaille von Meike Erdmann (SV 90) bei den Juniorinnen. Gleichzeitig konnte dieses Trio das Ticket für die deutschen Titelkämpfe erspielen. Im Doppel und Mixed erkämpften die Kegler des SV 90 nochmals eine Silber und zwei Bronzemedaillen sowie ein weiteres Ticket für Bremen.


Junioren (6 Startplätze DM):

Hier war BBC 91-Talent Marc Pöthke einziger Ruppiner im Starterfeld. Mit 843 Holz belegte er den 8. Rang. Zum Bremen-Ticket fehlten 27 Hölzer. Landesmeister wurde Christian Kögel (Bremsdorf) mit starken 912 Hölzern. Silber und Bronze gingen mit 909 und 897 Holz an Christopher Penz (Eberswalde) und Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin) mit 909 und 897 Holz.

Herren (2 Startplätze DM):

In diesem Wettkampf bewarb sich ein OPR-Trio um die Medaillen. Mit der Schnapszahl von 888 Holz holte sich Benjamin Münchow (SV 90 Fehrbellin) die Vizemeisterschaft. Nur Torsten Weinkauf vom Gastgeber Motor Hennigsdorf kam mit 904 Holz auf ein besseres Ergebnis und sicherte sich überraschend den Titel. Platz drei ging mit 885 Holz an Tassilo Schulz (Wellmitz). Mit zwei Holz weniger kam 90er Mathias Metzdorf auf den undankbaren vierten Rang. Der Kyritzer Michael Geselle musste sich mit dem 16. Rang (855 Holz) zufrieden geben.

Herren A (2 Startplätze DM):

Auch hier war ein Trio dabei. Nicht zu schlagen war BBC 91-Spieler Thomas Gabrysch. Mit 901 Holz holte er sich die Goldmedaille. Silber und Bronze wurden erst nach dem Stechen vergeben, da Uwe Kinas (Dennewitz) und Manfred Schidlowski (Pessin) jeweils 897 Holz im Spielbericht hatten. Im Stechen gewann dann der Dennewitzer mit 65:62. Das BBC-Duo Bernd Klatt und Frank Pabst kam mit 888 und 866 Holz auf den 11. und 15. Rang.

Herren B (3 Startplätze für DM):

Der einzige OPR-Starter Helge Dittert (Wittstock) kam mit 868 Holz auf den elften Rang. Fünf Holz mehr wären schon Rang sechs gewesen. Meister wurde der Brandenburger Reinhard Seeger mit 890 Holz vor dem Potsdamer Helmut Heinke mit 888 Holz. Bronze ging mit drei Holz weniger nach dem Stechen an Manfred Blüther (Glienicke/Nordbahn).

Herren C (2 Startplätze für DM):

Auch hier war Fehrbellins Christian Nußbaum einziger OPR-Starter. Mit 852 Holz belegte er einen guten sechsten Rang. Landesmeister wurde Wolfgang Peter (Geltow) mit 889 Holz.

Juniorinnen (3 Startplätze für DM):

Titelverteidigerin Jennifer Schauer war auch in diesem Jahr nicht zu schlagen. Mit 851 Holz verteidigte sie erfolgreich den Titel. Vizemeisterin wurde mit 832 Holz Jennifer Stroka (Wellmitz). Mit Bronze und einem Bremen-Ticket trat SV 90 Keglerin Meike Erdmann (829 Holz) die Heimreise an. Platz vier ging mit 817 Holz an Clubkameradin Mareike Dietrich.

Damen (1 Startplatz DM):

In diesem Wettkampf ging BBC91 Keglerin Nicole Liebert auf Holzjagd. Mit 843 Holz belegte sie in der Endabrechnung den 7. Platz. Landesmeisterin wurde erwartungsgemäß Angela Weise (Kablow) mit 862 Holz. Mit Silber und Bronze fuhren Sandra Sandow (Neu-Plötzin/ 855) und Lisa Völter (Eberswalde/ 851) nach Hause.

Damen A (3 Startplätze):

In diesem Wettkampf ging es am engsten zu. Titelverteidigerin Sylke Jäkel vom BBC 91 Neuruppin wurde zur tragischen Figur. Mit 837 Holz verfehlte sie um ein Holz einen Podestplatz und das damit verbundene DM-Ticket. Ein Holz mehr nach 120 Würfen hatte die Luckenwalderin Sarina Rasack. Mit 840 und 839 Holz gewannen Marina Penz (Eberswalde) und Regine Loewa (Altdöbern) Gold und Silber. Die zweite BBC Keglerin Heike Lebrun belegte mit 801 Holz den 16. Rang.

Damen-Doppel (2 Startplätze für DM):

Hier fehlten dem 90er Doppel Meike Erdmann/ Kathrin Hildebrandt sechs Holz zum Podestplatz. Mit 882 Holz belegte man den 6. Rang. Gleich dahinter folgte das BBC 91 Paar Sylke Jäkel/ Heike Lebrun mit 876 Hölzern. Das 90er Paar Sissy Wianke/ Manuela Dreßler folgte mit 859 Holz auf dem 10. Rang. Landesmeisterin wurden Angelika Lehnhardt/ Viola Haseloff (Michendorf) mit 906 Holz. Rang zwei und drei gingen mit 900 und 888 Holz an Marlen Soost/ Angela Weise (Kablow) und Karen Völter/ Lisa Völter (Eberswalde).

Mixed (2 Startplätze für DM):

Hier waren drei OPR-Paare im Finale. Mit 922 Holz lagen Sissy Wianke/ Mathias Metzdorf (SV 90) und Angela Weise/ Andreas Luther (Kablow) auf den 2. Rang. Ein Stechen um Silber konnte aber nicht mehr stattfinden, Metzdorf arbeitsbedingt nicht mehr vor Ort war. Somit musste das 90er Mixed mit Rang drei vorlieb nehmen. Mit zwei Holz mehr holte sich Michéle Bombik/ Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin) die Goldmedaille. Das 90er Mixed Kathrin Hildebrandt/ Nico Witter und das BBC 91-Mixed Sylke Jäkel/ Axel Wolter folgten mit jeweils 897 Holz auf den Rängen fünf und sechs. 

Herren-Doppel (2 Startplätze für DM):

Das Eberswalder-Doppel Sven Kämpfe/ Christopher Penz verhinderten mit 939 Holz einen Fehrbelliner Doppelerfolg und holte sich mit einer starken Vorstellung den Titel. Auf sechs Holz weniger kamen Daniel Neumann/ Dirk Sperling. Dafür gab es Silber und das Bremen-Ticket. Auf Platz drei folgten ihre Clubkameraden Nico Witter/ Benjamin Münchow mit 931 Hölzern.

Veröffentlicht in Kegeln
Sonntag, 26 März 2017 16:48

SV 90 Fehrbellin deutscher Vizemeister

Im zehnten Jahr der Erstligazugehörigkeit erkämpften sich die Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin am Sonntag zum fünften Mal die Silbermedaille. Am letzten Doppelspieltag gab es nochmals gegen Blau-Weiß Stavenhagen und Hansa Stralsund zwei souveräne Heimsiege. Lohn war, dass man als einziges Team auf der Heimbahn eine weiße Weste behielt.

Nach Spielende erfolgte dann die Siegerehrung. Als Vertreter des Deutschen Keglerbundes überreichte Udo Sandow dem 90er Team die Medaillen sowie das Silberband. Meister wurde verdient Titelverteidiger Kiel. Bronze ging in die Bundeshauptstadt, an den Vizemeister des Vorjahres, Union Oberschöneweide.

 

21. Spieltag: SV 90 Fehrbellin - SV Blau-Weiß 76 Stavenhagen 3:0 (5412: 5220 Holz, 57:21 EWP)

Das 90er Sextett ließ nichts anbrennen und schickte die Kegler aus Stavenhagen mit der Höchststrafe nach Hause. In Runde eins wurde Alexander Wolski mit 901 Holz Durchgangsbester. Sebastian Krause folgte mit der Schnapszahl von 888 Holz. Auf Gästeseite konnte Andreas Huth mit 879 Holz Mannschaftsbestwert erspielen. Partner Klaus-Dieter Zaluski folgte mit 854 Holz.

Im Mittelblock steigerten sich die 90er nochmals. Dietmar Stoof ließ starke 916 Holz fallen. Daniel Neumann knackte mit 903 Holz ebenfalls die begehrte 900er-Marke. Die Gästekegler Torsten Schwarz und Steffen Ast hatten am Ende des Spieles 868 und 863 Holz im Spielbericht. Somit war das Spiel bereits entschieden und der Dreier auf klarem Weg Richtung Heimmannschaft.

Nur eine Frage war noch offen: Schafft es Kapitän Dirk Sperling, den Tagesbestwert zu knacken und sich somit die 12 Einzelwertungspunkte zu holen. Verbissen kämpfte er sich an das Stoof-Ergebnis heran. Buchstäblich mit dem letzten Tageswurf zog er mit einem Holz (917) noch vorbei. Da Benjamin Münchow 887 Holz erkegelte lagen alle sechs Heimspieler in der Einzelwertung vorne. Somit gab es in dieser Saison das fünfte 57:21 in der kleinen Wertung. Die 879 und 877 Holz der Mecklenburger Klaus Wermann und Sven Wiesener hatten somit nur noch statistischen Wert.

 

22. Spieltag: SV 90 Fehrbellin - Hansa Stralsund 3:0 (5383: 5168 Holz, 55:23 EWP)

Wieder begann das 90er Team mit Startachse Alexander Wolski und Sebastian Krause. Mit 899 und 888 Holz konnten sie eine beruhigende Führung von 64 Holz erspielen. Auf Gästeseite kamen Manfred Dill und Paule Meller auf 879 und 844 Holz.

Dietmar Stoof und Daniel Neumann wollten nun in der Mittelachse als erste die 900-Holz-Marke knacken. Dietmar Stoof gelang dies mit 913 Holz sehr souverän. Daniel Neumann kam dagegen, anders als am Vortag, nicht wie erhofft ins Spiel. Nach 92 Wurf nahm Benjamin Münchow seinen Platz ein. Am Ende standen 870 Holz auf dem Ergebniszettel. Auf Seiten der Hanseaten kamen Joachim Rasch und Christian Ziems auf 874 und 864 Holz.

Im Schlussblock wollte nun Kapitän Dirk Sperling wie knapp 22 Stunden zuvor das aktuelle Höchstholz von Dietmar Stoof knacken. Auch dieses Mal gelang das Vorhaben. Mit 917 Holz wurde er wieder bester Holzsammler des Spieltages. Aber auch die 896 Holz von Partner Nico Witter konnten sich sehen lassen. Die Stralsunder Torsten Hochmann und Andreas Kammann hatten erhebliche Mühe mit der Bahnanlage und kamen am Ende auf 849 und 858 Holz.

 

Eine lange Saison findet nun so langsam wieder ein Ende. Die kommenden Aufgaben im Kreispokal, Doppel- sowie Einzel-Wettbewerben sowie LVM können die 90er nun locker angehen lassen. Eine Medaille hat man jedenfalls erst einmal in der Tasche. Dementsprechend ließ man das Wochenende mit ein paar Getränken und guter Laune ausklingen.

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