Donnerstag, 22 Februar 2018 22:53

Hoffen und Hausaufgaben machen

Die Titelchancen der Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin sind nach dem vergangenen Doppelspieltag deutlich geschwunden. Durch die wenig glanzvollen Auftritte in Kiel und Oldenburg handelt man sich einen ordentlichen Rückstand von 4 Punkten auf die Kieler ein. Doch was bedeutet das?

Werfen wir einen Blick auf das Restprogramm beider Teams: Während die 90er zunächst in vier Heimspielen gegen den VfL Stade (11.), Rivalen Hannover (3.), SV Blau-Weiß Stavenhagen (9.) und den KV Hansa Stralsund (10.) fehlerfrei bleiben und alle 12 Punkte in der Heimat behalten muss, hat die SG ETV/ Phönix Kiel nur noch zwei Heimaufgaben vor der Brust – gegen Einheit Schwerin (8.) und den SVL Seedorf (7.). Zunächst sind die Norddeutschen jedoch bei den abstiegsbedrohten Mecklenburgern – Blau-Weiß Stavenhagen und Hansa Stralsund – zu Gast. Hier rechnen alle mit zwei Auswärtserfolgen des Serienmeisters, was faktisch die Entscheidung bedeuten würde.

Nur, wenn Kiel zweimal patzt, bleiben die Chancen des SV 90 realistisch. In diesem Falle würde es zum absoluten Showdown am letzten Wochenende kommen, welches Ende März stattfindet. Dann sind beide Spitzenclubs auswärts dran.

Kiel hat es mit Hertha BSC Berlin und Union Oberschöneweide zu tun. Bei Hertha kann man durchaus von einem Kiel-Erfolg ausgehen. Oberschöneweide hingegen ist in den letzten Jahren nicht das Pflaster der Schleswig-Holsteiner gewesen. Auf Schützenhilfe der Unioner kann man sich also berechtigt Hoffnung machen.

Die 90er wiederum reisen im vorletzten Spiel nach Schwerin, wo man immer um den Sieg mitspielen konnte. Sonntagsgegner Seedorf wäre da in der aktuellen Form schon ein anderes Kaliber. Zwar konnten die Rhinstädter bereits das ein oder andere Mal den Dreier von der Löcknitz entführen. Doch in diesem Jahr spielt Seedorf um die Medaillen, hat also noch Druck auf dem Kessel. Zudem haben die Nordbrandenburger nach dem Wiederaufstieg zu alter Heimstärke gefunden und mit dem wiedererstarkten Mathias Metzdorf eine Topverstärkung erhalten.

Wenn also nach Spieltag 20 beide gleichauf sind, ist ein Punktegleichstand auch nach dem letzten Spiel absehbar. Dann würden die Einzelwertungspunkte entscheiden. Hier liegen aktuell die 90er auf gutem Kurs.

Alles hängt von den Spielen ab, die Kiel an diesem Wochenende bestreitet. Das bedeutet aber auch, Fehrbellin hat es nicht in der eigenen Hand. Diese Chance hat man in den letzten Wochen vertan.

Nun zum kommenden Wochenende. Leider hat die Grippewelle um sich gegriffen. Dietmar Stoof lag unter der Woche noch flach. Sein Einsatz wird sich kurzfristig entscheiden. Benjamin Münchow kam erst am Donnerstag auf die Lazarettliste, wird wohl gegen Stade und Hannover ausfallen. Und auch Sebastian Krause hatte es bereits vor zwei Wochen erwischt, so dass er bis Samstag wieder bei 100 % sein wird. Dennoch ist man sich der eigenen Stärken auf der heimischen Anlage bewusst und geht mit breiter Brust ins Wochenende.

Laut Kapitän Dirk Sperling stehen die Ersatzleute Bernd Bujack und Günther Speer zur Verfügung. Beide können auf der Heimbahn mit dem einen oder anderen Bundesligaspieler mithalten. Ob ihr Einsatz nötig wird, sehen alle Fans und Interessierten am Samstag ab 13 Uhr in der Kegelhalle in der Fehrbelliner Luchstraße.

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Sonntag, 11 Februar 2018 17:21

Lange Gesichter bei Fehrbellin

Einen großen Schritt in Richtung Titel wollte man gehen. Am Ende steht der SV 90 nach dem Auswärtswochenende in Kiel und Oldenburg mit leeren Händen da. Wenig meisterlich waren die Leistungen der 90er, mit Ausnahme des Ranglistenersten und Mannschaftskapitäns Dirk Sperling.

 

SG ETV/ Phönix Kiel – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5383:5271 Holz, 53:25 EWP)

Gegen die Stars Roger Dieckmann (919 Holz) und Kai Ludorf (901) war dem Fehrbellin-Sechser klar, dass man nicht wird mithalten können. Dennoch wollte man einigermaßen auf Tuchfühlung bleiben. Dies misslang Nico Witter (865) und Benjamin Münchow (869) jedoch gründlich. Doch verloren war noch lange nichts.

Die interessanten Duelle folgten im Mittelblock. Doch Daniel Neumann (876) erwischte ebenfalls einen gebrauchten Tag und musste Kiels Jörn Kemming (892) ziehen lassen. Sebastian Krause war lange auf einem guten Weg, musste sich jedoch im letzten Wurf Sascha Brinks mit 888:886 geschlagen geben.

„Ich ärgere mich, dass ich es in dieser Saison auswärts nicht schaffe, über alle vier Bahnen auf Topniveau zu spielen.“, zeigt sich Krause nach dem Spiel selbstkritisch, dass er zwei Einzelpunkte liegen ließ.

Mit einer 4:0-Führung im Rücken konnte Kiel locker aufspielen, während sich bei Fehrbellin so langsam Resignation breit machte. Trotzdem konnte Dirk Sperling einmal mehr den Mannschaftsbestwert von 896 Holz erzielen. Alexander Eggers hatte mit 903 Holz die richtige Antwort parat, sodass auch die letzten Zweifel am klaren Heimsieg ausgeräumt waren. Zu allem Übel verlor auch Alexander Wolski (879) sein Duell gegen den etwas zurückhaltend agierenden René Richter (880).

Kapitän Dirk Sperling zeigte sich mit der Mannschaftsleistung unzufrieden: „Kiel hat heut die Tür für den Zusatzpunkt aufgemacht, aber wir waren nicht zur Stelle. Das wollten wir eigentlich besser machen.“

 

KSK Oldenburg/ Holstein – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5390:5323 Holz, 48:30 EWP)

In Oldenburg sollten es in der Startachse wieder die beiden Youngster richten. Benjamin Münchow zeigte sich von seiner besseren Seite und konnte gegen die Stender-Brüder erstaunlich gut mithalten. Gerade Jan blieb mit 896 Holz etwas hinter den Erwartungen zurück, während Marc mit 907 Holz eine erste Duftmarke setzte. Benjamin verließ die Bahn mit 892 Holz, was für die anderen Oldenburger eine hohe Hürde werden sollte. Nico Witter bleibt im Formtief (856).

Daniel Neumann und Dirk Sperling bildeten die 90er Mittelachse. Daniel kam nach hartem Kampf auf 885 Holz – kein schlechtes Ergebnis, aber an dem Tag ein paar Holz zu wenig, um die Heimspieler in Schach zu halten. Dirk Sperling griff wieder einmal in die Trickkiste und zauberte das gleiche Ergebnis wie Marc Stender in Runde 1 auf die Bahn. Leider sollte das fehlende Holz gegenüber dem vorlegenden Oldenburger noch teuer werden. Auf Heimseite knackte Arnim Barkholtz die Vorlage von Münchow (896), während Lars Boller (891) knapp daran scheiterte.

Unter der Voraussetzung, dass kein Heimspieler die 907 von Sperling knackt, mussten Sebastian Krause und Alexander Wolski nun fünf Einzelpunkte gutmachen, um den Zusatzpunkt einzufahren. Da Jörg Vogelmann wie schon im letzten Aufeinandertreffen einen Sahnetag erwischte und mit 912 Holz Bestwert spielte, waren nun sogar 6 EWP nötig. Sebastian war auf einem guten Weg in Richtung der entscheidenden 896 Holz. Eine Schwächephase auf der dritten Bahn kostete jedoch einige Hölzer. Immerhin schob er sich im letzten Wurf ein Holz vor Boller (892). Und auch Wolski war noch gut im Geschäft. Den Gegner Jan Haagen (888) hatte er im Griff. Doch die letzten Körner fehlten auch ihm. Durch die 891 Holz von Alex kam der SV 90 auf 30 von 32 nötigen Einzelpunkten. Somit gab es wieder keine Punkte.

Daniel Neumann: „Leider hatte ich ein gebrauchtes Wochenende. Ich hätte der Mannschaft gern mehr geholfen.“

Sektionsleiter Peter Wolski richtet den Blick trotz der Enttäuschung bereits nach vorn. „Natürlich hätten wir gern etwas mehr als nur an Erfahrung gewonnen. Jetzt muss die Konzentration aber auf den nächsten Heimspielen liegen.“ Aus den nächsten vier Spielen, die allesamt auf der Heimbahn ausgetragen werden, wollen die 90er 12 Punkte holen, um dann am abschließenden Auswärtswochenende in Schwerin und Seedorf einen echten Showdown zu haben.

Dazu darf Kiel in zwei Wochen in Stavenhagen und Stralsund nicht die maximale Punktausbeute holen. Die besseren Karten haben nun in jedem Fall die Kieler in der Hand, die in der Tabelle nach dem Wochenende vier Punkte vor Fehrbellin liegen.

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Vor der Auswärtspartie beim amtierenden Deutschen Meister, SG ETV/ Phönix Kiel, liegen die Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin auf Rang eins in der Tabelle. Dies kann sich am Samstag jedoch mit einem Kieler Heimsieg ändern. Sollten die 90er nicht den angestrebten Zusatzpunkt erkämpfen, ziehen die Kieler am Sechser vom Rhin vorbei. Und auch die Aufgabe, die der SV 90 am Sonntag vor der Brust hat, ist nicht einfacher. Beim KSK Oldenburg im Norden Schleswig Holsteins konnte man in drei Anläufen noch keinen Punktgewinn verzeichnen.

Trotz des drohenden Verlusts der Spitzenposition gehen die 90er gelassen in die Partien. „Wir stehen im Moment gut da und haben zwei Punkte mehr, als Kiel. Sollten wir dort punkten, zählt das doppelt. Das weiß auch Kiel.“, schiebt Sebastian Krause den Druck an die Förde. „Kiel muss liefern und den Dreier holen. Wir wissen, was wir auf der Anlage können. Für einen Punkt sind wir immer gut.“, gibt sich Krause optimistisch für den zweiten Punktgewinn im elften Spiel im Kieler ETV-Heim.

Der Sonntagsgegner KSK Oldenburg/ Holstein ist hingegen so etwas wie der Angstgegner der Rhinstädter. Das Team um die Topspieler Jan und Marc Stender machte den 90ern in den bisherigen drei Gastauftritten das Leben schwer. Dennoch war man im Vorjahr knapp am Zusatzpunkt dran. Das will man in diesem Jahr besser machen. „Zu Saisonbeginn waren wir mental zur Stelle, wenn der Gegner wackelte. Dies haben wir zuletzt etwas vermissen lassen“, so Krause, „wir müssen wieder so giftig sein, wie am Anfang!“

Fehlen wird den 90ern Routinier Dietmar Stoof. Er sorgte in dieser Spielzeit vor allem zu Hause für viel Furore, rief aber auch auswärts meist gute Leistungen ab. Aus persönlichen Gründen kann er die Reise in den hohen Norden nicht antreten. Die Chance für den sehr mannschaftsdienlich agierenden Nico Witter, sein Können unter Beweis zu stellen. Kapitän Dirk Sperling ist guter Dinge: „Wir wissen, was Nico kann. In dieser Saison klemmt es bei ihm noch ein wenig. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis bei ihm der Knoten platzt.“ Witter kam bereits

 

 

Zweitligist glaubt an Klassenerhalt

 

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II hat zweimal Heimrecht. Nach dem Dreier im Brandenburg-Derby liegt man erstmals auf einem Nichtabstiegsplatz (9.). Der Vorsprung auf einen Anstiegsplatz beträgt jedoch nur einen mageren Punkt.

 Am Samstag um 13 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr sind erstmals der SV Binde und der Stendaler KC in der Rhinstadt zu Gast. Zielstellung für das Fehrbelliner Sextett ist jeweils der Dreier. Dafür wird eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig sein. Zudem muss man sehen, wie die Gästeteams mit der 90er Bahnanlage klar kommen. In der Tabelle liegen Binde und Stendal mit Rang acht und fünf im sicheren Mittelfeld. Wie immer hofft der SV 90 II auf die Unterstützung der Ruppiner Kegelfans.

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Sonntag, 28 Januar 2018 19:33

Niederlage trotz Bestleistung

Am so genannten Wechselspieltag, an dem die 90er Bohlespezialisten das Hin- und Rückspiel gegen die Reisepartner vom KSC Ilsenburg ausspielten, zeigten die Rhinstädter erneut, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Zu sechs Punkten reichte es dennoch nicht.

 

SV 90 Fehrbellin – KSC Ilsenburg 3:0 (5380:5251 Holz, 53:25 EWP)

Das Heimspiel am Samstag war alles andere, als ein Selbstläufer. Die Harzer kamen, wie bereits der zweite Aufsteiger aus Schwerin, erstaunlich gut mit den Fehrbelliner Bahnen zurecht. Nicht unbedingt verwunderlich ist, dass diesen Teams das Tempo liegt. Überraschend hingegen war stellenweise die Konstanz, die bei den Liganeulingen zu beobachten war.

Doch der SV 90 ließ sich, gewarnt durch das Schwerin-Spiel, nicht aus dem Konzept bringen und zog ein über weite Strecken souveränes Heimspiel über die Bühne. Dirk Sperling (916:887) und Alexander Wolski (894:885) hatten ihre Kontrahenten Peter Rummelhagen und Christian König unter Kontrolle. Dietmar Stoof (891:856) und Daniel Neumann (896:881) konnten sich ebenfalls vor alle Gästekegler schieben.

Dass die Gäste trotz guter Ergebnisse nur knapp der Höchststrafe entgingen, haben sie Benjamin Münchow (878:885) zu verdanken. Durch die 905 Holz von Sebastian Krause, denen Holger Schneevoigt 857 entgegen zu setzen hatte, wurde die Heimserie aus 36 Spiele ohne Punktverlust ausgebaut.

Dauerrivale Kiel hatte parallel dazu etwas Fortune, dass im Spiel gegen Oldenburg alle drei Punkte in der Hansestadt blieben. Wer weiß was passiert wäre, hätte nicht Nationalspieler Marc Stender bei Oldenburg gefehlt.

 

KSC Ilsenburg – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5353:5341 Holz, 41:37 EWP)

Beim Rückkampf in Derenburg am Sonntag war die Hoffnung groß, ebenfalls einen Dreier einfahren zu können. Ilsenburg steckt nach Heimniederlagen gegen Kiel und Hertha BSC tief im Abstiegsstrudel. Keines der bisherigen Heimspiele konnte man ohne Punktverlust bestreiten. Die Anlage in Derenburg ist überhaupt erst seit dieser Saison die Heimstätte des KSC.

Doch die Harzer zeigten, dass sie in der Winterpause nicht untätig waren. Extra-Trainingsschichten wurden geschoben, um konstant hohe Ergebnisse abrufen zu können. Das sollte sich im Startblock bereits bedingt auszahlen. Christian König spielte mit 900 Holz persönliche Saisonbestleistung. 90er Benjamin Münchow hatte da mit 878 Holz das Nachsehen. Weil Daniel Neumann (893) gegen Peter Rummelhagen (867) klare Vorteile hatte, lagen die Rhinstädter erst einmal in Front.

In der Mittelachse trumpfte auf Seiten der Blau-Gelben Alexander Wolski groß auf und legte mit 906 Holz ein Spitzenergebnis hin. Doch anders, als in vergangenen Ilsenburg-Heimspielen war das noch keine Vorentscheidung. Die ebenfalls Bestleistung spielenden Fabian Langer (897) und Horst Bläß (902) zeigten feinsten Kegelsport. Nico Witter und Dietmar Stoof mussten sich gemeinsam mit 865 Holz zufrieden geben, was einen Rückstand von 24 Holz zur Konsequenz hatte.

Doch Dirk Sperling und Sebastian Krause wollten jetzt erst Recht den Sieg. Beide kamen richtig gut ins Spiel und hatten zur Hälfte den Rückstand fast egalisiert. Besser noch: Drei Gassen vor Schluss führten die Rhinstädter mit zwischenzeitlich acht Holz. Doch es war wie verhext. Marcel Gleffe und Oliver Angerstein kämpften sich zurück ins Spiel. Während Ilsenburg nun am Drücker war, machten die 90er einige Flüchtigkeitsfehler. Das Spiel kippte erneut und fünf Würfe vor dem Ende brach eine Neun von Angerstein die Fehrbelliner Gegenwehr. Mit Zwölf Holz ging der KSC Ilsenburg letztendlich als strahlender Sieger von der Bahn. Dass Sperling mit seinen 913 Holz Tagesbestwert spielte und seine Führung in der Einzelwertung festigte, wird die Enttäuschung nur bedingt lindern. Für Gleffe waren die 891 Holz natürlich Saisonbestwert, während Angerstein immerhin einmal mehr als die 896 an der Anzeigetafel zu stehen hatte. Für Sebastian Krause standen am Ende 886 Holz zu Buche.

Bei den ganzen Bestleistungen ist klar, dass auch der bisherige Mannschaftsbestwert um 25 Holz gesteigert wurde. Da reichte es für Fehrbellin auch nicht, das beste Gästeergebnis erkämpft zu haben.

 

In Oldenburg sah es für Kiel lange Zeit nach einer „Nullnummer“ aus, ehe im Schlussdurchgang Alexander Eggers und Roger Dieckmann aufdrehten und noch bis auf elf Holz an die Heimmannschaft heran kamen. Auch die Kieler holten damit einen Punkt. Beide Titelaspiranten können also von einer verpassten Chance sprechen, wobei es sich für die Norddeutschen mehr wie ein Punktgewinn, für die 90er jedoch eher wie ein Punktverlust anfühlen dürfte.

 

In zwei Wochen kommt es für die 90er zum Spitzenspiel. Beim Meister und ärgsten Verfolger SG ETV/ Phönix Kiel wird es zwar schwer, mit einer Topleistung ist jedoch der Zusatzpunkt drin. Es wäre ein „Big Point“ im ewigen Duell. Am Sonntag strebt man den ersten Punktgewinn beim KSK Oldenburg/ Holstein an.

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Donnerstag, 25 Januar 2018 19:33

Wechselspieltag in der Bundesliga

An diesem Wochenende finden in den Bohle-Bundesligen der Herren die Wechselspieltage statt. Der Tabellenführer, SV 90 Fehrbellin trifft zweimal auf den KSC Ilsenburg. Die Harzer sind Liganeuling und liegen auf dem elften Platz. Für das 90er Sextett heißt das Ziel, in beiden Partien den Dreier zu erkämpfen.

Doch Sektionsleiter Peter Wolski warnt schon im Vorfeld, den Gegner nicht zu unterschätzen: „Bereits gegen den zweiten Neuling Schwerin Mitte November konnten wir erst mit dem letzten Wurf alle drei Punkte zu Hause behalten. Nur wenn alle sechs ihre Leistungen abrufen, werden wir unsere makellose Heimbilanz fortsetzen können.“ Um 13 Uhr erfolgen die ersten Würfe auf der Bahnanlage in der Luchstraße.

Nach Spielschluss muss dann gleich die Sporttasche gepackt werden. Es geht direkt in das 280 Kilometer entfernte Ilsenburg, wo dann am Sonntagvormittag das Rückspiel steigen wird. Die Harzer dürfen sich zu Hause eigentlich keinen Punktverlust mehr leisten, will man weiter Erstligist bleiben. Der KSC Ilsenburg trägt seine Heimspiele seit dieser Saison im nahe gelegenen Derenburg aus. Für die Mannen um Kapitän Dirk Sperling ist die Bahnanlage Neuland. Erst beim Einspielen wird man sehen, ob man mit der Derenburger Anlage zu Recht kommt.

„Wir haben eine gute Auswärtsform, das hat man auch in Berlin vor zwei Wochen wieder gesehen.“, ist Sebastian Krause nach den zwei knappen Niederlagen zuversichtlich. „Wir haben gezeigt, dass wir überall um den Sieg mitspielen können. Wie uns die Bahn in Ilsenburg liegt, müssen wir aber erst einmal sehen.“ Bisher zeigte man in dieser Spielserie in den Auswärtspartien sehr gute Leistungen und holte aus den sechs Begegnungen elf Punkte. „Mit Dirk und Daniel haben wir zwei Topleute, die auswärts den Unterschied machen können. Wenn der Rest dann auch mitspielen kann, wird es für die meisten Teams ein harter Kampf.“, schickt Krause eine erste Kampfansage in Richtung Harz.  

Der ärgste Rivale, Titelverteidiger Kiel spielt zweimal gegen Oldenburg. Beide Teams liegen nur 60 Kilometer auseinander. Vielleicht schon ein kleiner Vorteil für den deutschen Meister, der somit keinen großen Reisestress haben dürfte. Am Samstag steigt das Spiel in Kiel, Sonntag sind dann die Oldenburger Gastgeber. Hier gab es in den letzten Jahren meistens sehr enge Spiele. Die Stender-Brüder und Co. könnten mit einem Heimsieg sogar weiter vom ersten Medaillengewinn träumen.

 

Der SV 90 Fehrbellin II muss am Samstag erwartungsgemäß in der Fremde antreten. Hier kommt es zweimal zum Brandenburg-Derby gegen die Spielgemeinschaft Seddin/ Michendorf. Dieses Team liegt nach 12 Spieltagen auf dem dritten Tabellenrang. Nur ein Punkt fehlt zum Tabellenführer NKC 72 Berlin. Auch wenn die Aussichten hier nicht so rosig sind, wird der Liganeuling die Punkte nicht kampflos hergeben. Am Sonntag trifft man sich dann um 10 Uhr in der Rhinstadt zum Rückspiel. Dann heißt die Zielstellung für das 90er Sextett: Punkte sammeln für den Klassenerhalt. Natürlich hofft man dann, dass zahlreiche Kegelfans dem Rhinstädter-Sextett den Rücken stärken.

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Drei Titel, zehn Podestplätze und elf Mal die Quali für die Regionalmeisterschaften – so lautet die Bilanz der diesjährigen Kreiseinzelmeisterschaften für die Kegler des SV 90 Fehrbellin.

Die weiblichen Altersklassen suchten am Samstag in Neustadt die Besten ihrer Zunft. Bei den Juniorinnen setzte sich erwartungsgemäß Meike Erdmann (SV 90) gegen ihre Clubkameradin Mareike Dietrich mit 840:821 Holz durch. Beide sind damit auch für die Regio in Hennigsdorf (17./ 18.03.2018) qualifiziert.

In der Klasse der Damen zogen Sissy Wianke (826) und Manuela Dreßler (801) gegen BBC-Spielerin Nicole Liebert (858) deutlich den Kürzeren. Für das Hennigsdorf-Ticket reichten die Plätze zwei und drei dennoch.

Die Entscheidung der Damen A erfolgte ohne Fehrbelliner Beteiligung. Die Neuruppinerin Sylke Jäkel gewann hier mit 831 Holz. Bei den Damen B und C gab es in diesem Jahr keine Starterin.

 

Die Junioren und Herren trafen sich hingegen am Samstagvormittag im Sportcenter Neuruppin. Im Juniorenbereich konnte sich Zweitligaspieler Markus Ringgenberg (SV 90) gegen BBCer Marc Pöthke klar durchsetzen. Gute 894 Holz brachte der 90er in die Wertung und ist somit als Kreismeister ebenfalls in Hennigsdorf dabei.

Bei den Herren war das 90er Erstligateam mit sechs Spielern vertreten. Ziel auf der neutralen Anlage war, alle vier Quali-Plätze zu belegen. Nachdem Andreas Hellwig im ersten Durchgang mit 873 Holz in Führung ging, griffen die 90er im zweiten Block ins Geschehen ein. Gleich vier Rhinstädter kamen zum Einsatz und zeigten, dass sie doch auf einem anderen Niveau spielen. Dirk Sperling übernahm mit 916 Holz die Führung vor Daniel Neumann (914). Dietmar Stoof folgte mit 907 Holz und konnte sich ebenfalls berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen. Zittern hingegen musste der vierte im Bunde, Benjamin Münchow (897) auf Rang vier.

Denn mit Sebastian Krause und Nico Witter folgten die letzten beiden Bundesligaspieler. Während die Konkurrenz nicht an die vorgelegten Ergebnisse herankommen sollte, zeigte Krause, dass ihm die Bahn liegt. Mit 917 Holz schob er sich vor Sperling und gewann, verdrängte Münchow gleichzeitig auf den undankbaren fünften Platz. Nico Witter musste sich zwar mit 890 Holz begnügen, machte jedoch den 90er Sechsfach-Erfolg perfekt. Sein persönliches Highlight war ein neuer Bahnrekord für die beste 10-Wurf-Serie. Witter schraubte auf Bahn 1 die Bestmarke von 79 auf 80 Holz und konnte sich somit an der Rekordtafel verewigen.Als Best-of-the-Rest sollte Heimspieler Matthias Johl (879) auf Rang sieben nicht unerwähnt bleiben.

 

Am Sonntag ermittelten die älteren Herren in Kyritz ihre Meister. Mit 878 Holz konnte Günther Speer erneut überzeugen und musste sich lediglich dem Neuruppiner Zweitligisten Thomas Gabrysch (894) geschlagen geben. Damit ist er ebenfalls für Hennigsdorf qualifiziert.

Ihm gleich tat es Bernd Bujack bei den Herren B. Mit 875 Holz schnappte er sich den dritten und gleichzeitig letzten Quali-Platz. Hier gewann der Kyritzer Bernd Neumann mit starken 894 Holz.

Den Titel bei den Herren C sicherte sich Wilfried Adam von Schwarz-Rot Neustadt mit 836 Holz. Der SV 90 stellte hier keinen Starter.

 

Was die Qualifikationen angeht haben die Fehrbelliner das Optimum herausgeholt. Von 13 Spielern kamen elf weiter, mehr ging nicht. Im März wollen dann alle elf den Sprung zur LEM schaffen, die ebenfalls in Hennigsdorf ausgetragen wird.

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Sonntag, 14 Januar 2018 19:08

Der ganz große Wurf blieb diesmal aus

Nach zwei intensiven Bundesligaspielen in Berlin verpasste es der Fehrbellin-Sechser, sich für die Mühe selbst zu belohnen. An beiden Tagen konnte man die Berliner Teams stark in Bedrängnis bringen. Jeweils ein Spieler fiel aus der Reihe, sodass am Ende statt vier oder sogar sechs möglichen doch lediglich zwei Punkte zu Buche standen.

 

SG Union Oberschöneweide I – SV 90 Fehrbellin I 2:1 (5532:5486 Holz, 45:33 EWP)

Mit einer Bilanz von drei Siegen bei zwei Zusatzpunktgewinnen, denen lediglich drei Spiele entgegenstehen, in denen man in Berlin ohne Punkt blieb, ging man optimistisch in die Partie. Ex-Unioner Daniel Neumann begann dementsprechend und konnte sein Duell gegen Andreas Hampe mit 915:913 knapp für sich entscheiden. Allerdings taten sich bei Sebastian Krause auf den Rechtsgassen ungeahnte Abgründe auf, die ihn auf ein indiskutables Ergebnis von 889 Holz abstürzen ließen. Für viele Diskussionen hingegen sorgten die 931 Holz von Berliner André Franke. Doch dazu später mehr. Zunächst lagen die 90er also mit 40 Holz im Hintertreffen.

Die Mittelachse sollte nun das Spiel in Richtung der Gäste kippen lassen. Benjamin Münchow erwischte einen „Sahnetag“ und schraubte sein Ergebnis auf 929 Holz, die zwischenzeitliche Bestleistung, denn bei Franke in Durchgang eins war ein Fehler bei der Ergebnisübertragung aufgetreten, der nun von der Schiedsrichterin erkannt und das Ergebnis dementsprechend um 10 Holz nach unten korrigiert wurde. Dietmar Stoof spielte ebenfalls gut auf und erreichte 917 Holz, die von Unioner Mike Cassube erst mit der letzten Kugel um 1 Holz überboten wurden. Da Felix Rosenow auf Seiten der Gastgeber nicht über 905 Holz hinaus kam, schrumpfte der Rückstand auf machbare 7 Kegel.

Doch dazu musste in der Schlusskette für Alexander Wolski und Dirk Sperling alles passen. Denn mit Nationalspieler André Krause und Routinier Frank Lüer hatten zwei heimstarke Berliner etwas dagegen. Wolski und Sperling absolvierten ein gutes Bundesligaspiel und ergatterten sich mit 917 und 919 Holz in der Einzelwertung die nötigen Punkte, um einen Mannschaftspunkt mit nach Hause zu nehmen. Doch angesichts der Nervenstärke der Hausherren war an einen Sieg nicht mehr zu denken. Mit 932 und 933 Holz legten Lüer und Krause die Höchsthölzer auf die Bohle und gewannen verdient das Spiel.

Zu guter Letzt hatten die 90er ein Einsehen und beendeten die Diskussion um die nicht geschriebenen 10 Holz aus dem Startblock. Frankes 931 Holz hatten bestand, was allerdings nur für die Statistiker von Belang sein sollte.

 

Hertha BSC Berlin – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5574:5563 Holz, 39:39 EWP)

Die Bilanz gegen Hertha BSC ist identisch zu der gegen Union. Ebenfalls 11 Punkte holte man in 8 Gastauftritten. In der Halle in Schöneweide konnte man jedoch noch nicht gewinnen. Die Siege stammen aus der Zeit, als Hertha (damals Rot-Weiß) noch am Anhalterbahnhof die Heimspiele austrug. Der Zusatzpunkt war trotzdem lediglich das Minimalziel.

Und so fingen Daniel Neumann und Dirk Sperling auch an. Neumann machte auf den guten vorderen Bahnen vielleicht ein paar Holz zu wenig, kam dennoch auf gute 928 Holz. Sperling zerlegte nach solidem Start die Bahnen eins und zwei regelrecht, sodass er mit 943 Holz sogar Herthas Nationalspieler Timo Koch um ein Holz überbot. Patrick Schneider kam auf 920 Holz, was dem SV 90 eine 9-Holz-Führung bescherte.

Im Mittelblock sollte diesmal Dietmar Stoof ins Pech greifen. Auf der guten Bahn zwei ließ er viel zu viel liegen, was er trotz deutlicher Steigerung nicht mehr aufholen konnte. Am Ende war er mit 898 Holz mehr als unzufrieden. Gegen Oliver Hammer, der nach 75 Wurf durch Stephan Lazarus ersetzt wurde, büßte er jedoch nur 4 Holz ein. Sebastian Krause machte seine schwache Leistung vom Vortag zum Glück direkt wieder gut. Er gewann das Duell gegen Gerhard Omak mit 942:928 und erhöhte den Vorsprung auf 19 Holz.

Doch auf der gut präparierten Anlage kann man von solch einem Polster nicht lange zehren. Das wussten auch die Heimspieler Marc Süßmilch und Norbert Gattner. Benjamin Münchow und Alexander Wolski, die beide in Berlin Baumschulenweg wohnen und wohl eine kürzere Anreise hatten, als ihre Kontrahenten, hielten jedoch von Anfang an gut dagegen. Zur Hälfte hatte man nur 6 Holz eingebüßt. Doch leider konnte Wolski den geforderten Wurf auf den guten vorderen Bahnen nicht halten und musste sich dementsprechend oft mit einer sieben zufrieden geben. Die Berliner hatten auf der dritten Bahn hingegen das Momentum auf ihrer Seite und konnten unzählige Neuner verbuchen. Vor der letzten Bahn hatten sie das Spiel gedreht und gaben es auf selbiger auch nicht mehr aus der Hand. Wolski verlor gegen Gattner 915:928 Holz. Münchow hatte mit starken 937 Holz gegen Süßmilchs 954 Holz, was gleichzeitig der Bestwert des Spiels war, ebenfalls das Nachsehen.

Somit wanderte auch am Sonntag nur ein Punkt auf das Fehrbelliner Punktekonto. Den Platz an der Tabellenspitze konnte man so allerdings verteidigen. Kiel holte wie erwartet 6 Punkte aus den beiden Heimaufgaben und bleibt ärgster Verfolger mit zwei Zählern Rückstand. Dahinter gibt es einen spannenden Kampf um Rang drei zwischen Union, Seedorf, Oldenburg, Hertha und Hannover, die alle innerhalb von vier Punkten liegen.

Weiter geht es in zwei Wochen. Am Samstag um 13 Uhr empfängt der SV 90 die Harzer Kegelfreunde vom KSC Ilsenburg. Am Sonntag folgt das direkte Rückspiel in Derenburg.

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Nach fünf Wochen Wettkampfpause  gehen die Kegler in der Bundesliga wieder auf Holzjagd. Bevor die Kugeln auf der 90er Bahnanlage wieder rollen, hatten die Rhinstädter aber noch aller Hand zu tun. Während des letzten Jugendtrainings gab es auf der Bahnanlage beim Automaten der Bahn drei einen Kabelbrand. Nun hofft man, dass die Spezialfima schnellstmöglich den Automaten wieder zum Laufen bringt, damit das Training wieder aufgenommen und die beiden Heimspiele des Zweitligisten durchgeführt werden können.

Für beide Mannschaften des SV 90 Fehrbellin geht es wieder gegen Berliner Clubs. In der 1. Bundesliga wollen die Mannen um Kapitän Dirk Sperling Rang eins verteidigen. Noch hat man sechs Punkte Vorsprung gegenüber Titelverteidiger Kiel. Die 90er haben aber zwei Heimspiele mehr auf dem Konto. Da man davon ausgehen muss, dass die Kieler ihre Heimspiele gegen Stade (12.)  und Hannover (3.) gewinnen werden, heißt das Ziel des 90er Sextetts, in der Fremde zu punkten.

Am Samstag muss man zur Hämmerlingstraße reisen. Gegner ist ab 13 Uhr der Bronzemedaillengewinner des Vorjahres Union Oberschöneweide. Der Hauptstadtclub, der zurzeit auf Platz vier liegt, will auch in dieser Spielserie einen Podestplatz erkämpfen. Somit greift man auf der Heimbahn den Dreier an. Die 90er werden aber alles geben, um wenigstens den Zusatzpunkt im Heimgepäck zu haben.  Achtmal war man zu Gast, elf Punkte stehen bisher auf der Habenseite der Rhinstädter – eine sehr gute Ausbeute. Mit Daniel Neumann hat man zudem einen Spieler in den 90er Reihen, der bis vor 2 Jahren im Union-Trikot spielte.

Auch am Sonntagvormittag spielt man in der Bundeshauptstadt. Diesmal heißt der Gegner Hertha BSC. Dieses Sextett liegt nach zehn Spieltagen auf dem siebten Rang. Auch in diesem Duell will man um den Zusatzpunkt mitspielen.

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II hat nach vier Spielen auf fremden Bahnen nun endlich Heimrecht. Für Kapitän Norbert Krämer und seine Teamspieler heißt das Ziel an diesem Wochenende „Sechs Punkte“. Damit würde man Tabellenplatz elf verlassen und sich im Mittelfeld etablieren. Am Samstag um 13 Uhr ist erstmals die zweite Mannschaft von Union Oberschöneweide in der Rhinstadt zu Gast. Die Unioner liegen mit vier Zählern mehr auf dem achten Platz. Sonntagsgegner ist dann ab 10 Uhr der jetzige Tabellenfünfte, die Spielgemeinschaft Sparta/KSG Berlin.

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Traditionell wurde zum Jahresanfang auf der Kegelbahnanlage in Wolfsburg die Landesmeisterschaft im Dreibahnenspiel ausgetragen. Neben den Medaillen ging es gleichzeitig um die Fahrkarten für die deutschen Meisterschaften. Wolfsburg war wieder Austragungsort, da Brandenburg noch nie eine Bahnanlage hatte wo man alle Dreibahnarten (Bohle, Schere, Classic) vor Ort hat und Berlin nicht mehr im Besitz solcher Bahnanlagen ist. Für die Ruppiner hat sich dieser „Sonntagsausflug“ mehr als gelohnt.

Am Ende hatte man drei Landesmeistertitel und jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen sowie vier Starts für die deutschen Titelkämpfe im Heimgepäck. Diese finden ebenfalls in Wolfsburg Ende Mai statt.  

Am frühsten Aufstehen musste SV 90 Juniorin Meike Erdmann, da die weiblichen Teilnehmerinnen bereits um 9 Uhr auf die Bahn gingen. Im Juniorinnenbereich war sie die einzige Starterin. Damit stand sie bereits als Siegerin fest. Trotzdem zeigte sie mit 797 Holz eine sehr gute Leistung. Mit dieser Leistung sollte auch etwas bei den DM drin sein. In den anderen Damenklassen waren leider keine OPR-Keglerinnen im Starterfeld.

Anders sah es dann im männlichen Bereich aus. Als erste mussten die Junioren und Herren an den Start gehen. Gleichzeitig zählten die Ergebnisse vom Einzel für den Mannschaftswettbewerb. SV 90 Juniorenspieler Markus Ringgenberg landete mit 806 (311, 263, 232) Holz auf dem undankbaren vierten Rang. Nur ein Holz fehlte zu Bronze. Da es hier drei Startplätze zur DM gab, war Rang vier doppelt tragisch. Landesmeister wurde Titelverteidiger Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin) mit 846 (311, 301, 234) Holz vor den beiden Perlebergern Til Runge (813) und Ricardo Grimm (807). Bei den Herren war an diesem Tage Sebastian Krause (SV 90) nicht zu schlagen. Mit 852 (312, 290, 250) Holz holte er sich die Goldmedaille. Silber ging mit zwölf Holz weniger (306, 308, 226) an Mathias Metzdorf (Seedorf). Titelverteidiger Daniel Neumann folgte mit einem Holz Rückstand (311, 289, 230). Der dritte 90er, Benjamin Münchow belegte mit 806 (297, 277, 232) Holz den siebten Rang.

Mit den vier Einzelergebnissen kam das 90er Quartett in der Mannschaftswertung auf 3303 Holz. Damit waren Gold, Titelverteidigung sowie DM-Ticket perfekt. Vizemeister wurde Prignitz (3230). Bronze ging mit 3153 Holz an Potsdam-Mittelmark.

Danach folgte der Wettkampf der Herren A. Hier war das Ziel des OPR-Quartetts, „wenigsten“ die Silber-Medaille des Vorjahres zu verteidigen. Die Vizemeisterschaft wäre gleichzeitig die Teilnahme für die DM, da Brandenburg in diesem Wettkampf zwei Startplätze zugewiesen bekam. Gleichzeitig wollte man natürlich auch im Einzel in den Medaillenkampf eingreifen. Beides gelang super. 90er Günther Speer konnte mit 831 (303, 290, 238) Holz mit der Vizemeisterschaft seinen bisher größten Kegelerfolg erkämpfen und Thomas Gabrysch vom BBC 91 Neuruppin holte mit 814 (314, 288, 212) die Bronzemedaille. Nur Michael Preuß (Potsdam-Mittelmark) erzielte mit 842 (311, 299, 232) Holz ein höheres Ergebnis. Ebenfalls einen sehr guten 6. Platz erspielte BBC 91 Kegler Frank Pabst mit 804 (310, 271, 223) Holz. Clubkamerad Axel Wolter kam mit 755 (290, 259, 206) Holz auf Rang 17. Mit diesen vier Einzelergebnissen kam man in der Endabrechnung auf 3204 Holz. Damit war man Vizemeister und der Wolfburg-Startplatz war perfekt. Nur die Auswahl von Potsdam-Mittelmark (3236) war an diesem Tage etwas besser. Bronze ging mit 3186 Holz an die Auswahl von Dahme-Spreewald.

Veröffentlicht in Kegeln
Sonntag, 03 Dezember 2017 15:28

Zurück zur Souveränität

Die Zuschauer in der Fehrbelliner Kegelhalle erlebten am letzten Spielwochenende der 1. Bundesliga wieder zwei gewohnt souveräne Auftritte ihrer Truppe. Nach dem man Kiel und Oldenburg in den ersten beiden Heimspielen keine Chance ließ, wackelte man vor zwei Wochen gerade gegen Schwerin gewaltig. Nun scheinen die Männer um Kapitän Dirk Sperling die Sicherheit zurück gewonnen zu haben.

 

SV 90 Fehrbellin – Hertha BSC Berlin 3:0 (5356:5228 Holz, 51:27 EWP)

Gegen die auswärtsstarke Hertha war man gewarnt. Zwei Punkte aus vier Auswärtsspielen standen für die Berliner bereits zu Buche.

So wollten die 90er mit guten Ergebnissen im Startblock die Weichen stellen. Alexander Wolski und Dirk Sperling ließen sich auch durch das bockstarke Ergebnis des Berliner Nationalspielers Timo Koch (901 Holz) nicht aus der Ruhe bringen. Wolski konnte mit 889 Holz ein gutes Resultat für die Einzelwertung erspielen und Sperling legte mit 912 Holz den Grundstein für den nächsten Heimsieg und heimste ganz nebenbei die 12 Punkte für den Tagesbestwert ein. Patrick Schneider (864) konnte da nicht mithalten.

Der bislang überragende 90er Heimspieler, Dietmar Stoof, konnte hingegen in der Mittelachse die Trainingsergebnisse nicht bestätigen. Seine 893 Holz konnten sich trotzdem sehen lassen. Nico Witter machte mit 877 Holz die Tür für einen Auswärtspunkt wieder etwas auf. Glücklicherweise konnten Gerhard Omak (867) und Stephan Lazarus/ Oliver Hammer (847) daraus kein Kapital schlagen.

Trotz des Topergebnisses von Koch konnten Benjamin Münchow und Sebastian Krause also recht gelassen auf die Bahn gehen. Und das half vor allem Krause, der nach gewohnt gutem Start diesmal auch die Bahnen 1 und 2 im Griff hatte. Dass er sich mit 903 Holz und 11 EWP sogar noch vor den Berliner Topspieler schob, überraschte sogar ihn selbst. Und auch Benjamin Münchow zeigte sich mit 882 Holz deutlich erholt im Vergleich zum Schwerin-Spiel. Obwohl Marc Süßmilch für die Berliner noch gute 885 in die Wertung brachte, war man weit vom Zusatzpunkt entfernt. Die 864 Holz von Norbert Gattner hatten nur noch statistischen Wert.

 

SV 90 Fehrbellin – SG Union Oberschöneweide 3:0 (5384:5229 Holz, 54:24 EWP)

Mit Union Oberschöneweide stand am Sonntag ein Mitbewerber um das begehrte Edelmetall auf der Fehrbelliner Kegelbahn. Angesichts einer 7-Holz-Niederlage am Vortag in Ilsenburg hatten die Ostberliner wohl Wut im Bauch. Auch wenn man im Vorfeld des Spiels „Understatement“ betrieb, rechnete man sich sicher doch eine kleine Chance auf den wichtigen Zusatzpunkt im direkten Vergleich aus.

Doch die 90er hatten etwas dagegen. Alexander Wolski und Dirk Sperling machten beide ein gutes Spiel. Während Sperling mit 915 Holz wieder auf 12-Punkte-Kurs lag, konnte niemand in der Halle verstehen, dass bei Wolski am Ende lediglich 881 Holz an der Anzeige standen. Auf Berliner Seite nutzten Routinier André Franke und der junge Felix Rosenow die Gunst der Stunde, sich mit guten Ergebnissen von 885 und 892 Holz vor den Lokalmatadoren zu schieben.

Dietmar Stoof und Ex-Unioner Daniel Neumann in der 90er Mittelachse ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und brachten 900 und 888 Holz aufs Parkett. Mike Cassube und Andreas Hampe konnten anfangs noch mithalten. Ab der dritten Bahn verloren aber beide den Faden und kamen letztendlich nicht über 853 bzw. 863 Holz hinaus.

In der Schlussachse mussten sich nun Benjamin Münchow und Sebastian Krause den Angriffen von Nationalspieler André Krause und Frank Lüer erwehren. Während Sebastian Krause (903) bereits auf seinen guten hinteren Bahnen für klare Verhältnisse sorgte, sammelte Münchow (897) Bahn für Bahn seine Hölzer. Am Ende konnten beide die ansteigende Heim-Formkurve bestätigen. André Krause (878) und Frank Lüer (858) konnten dem nicht mehr viel entgegen setzen.

 

Eine beispiellose Heimserie von mittlerweile 35 Spielen ohne Punktverlust setzt sich also fort. Damit ist klar, dass der SV 90 als Ligaprimus ins Jahr 2018 rutscht. Doch die Luft wird dünner. Kiel konnte in Stade und Hannover vier Punkte ergattern und somit in Relation zu Fehrbellin einen gutmachen. Zwar hat man sechs Punkte Vorsprung auf die an Rang zwei liegenden Kieler Titelverteidiger. Doch trügt der Schein, da Kiel im Vergleich zu den Rhinstädtern bereits zwei Mal mehr auf fremdem Terrain unterwegs war. In sechs Wochen reist Fehrbellin nach Berlin, während Kiel nach Heimspielen nachziehen wird. Dann wird man an der bereinigten Tabelle sehen, Ob die 90er weiter im Vorteil sind.

„Wir sind froh über den bisherigen Saisonverlauf. Doch zu Weihnachten standen wir schon öfter ganz oben. Das hat noch nicht viel zu heißen.“, weiß 90er Sebastian Krause. „Wir denken weiter von Spiel zu Spiel. Im neuen Jahr wollen wir bei Union etwas holen, alles andere interessiert uns erst mal nicht. Das rechnen überlassen wir anderen.“

Sektionsleiter Peter Wolski zeigt sich sehr zufrieden mit dem aktuellen Saisonverlauf: „Mit dem bisherigen Saisonverlauf bin ich sehr zufrieden. Ich hoffe, dass es so weiter geht. Wir müssen aber weiter so konstant spielen.“ Vom Meistertitel will Wolski hingegen nichts wissen: „Dazu sind noch zu wenig Spiele gespielt. Über die Platzierung kann man vielleicht vier Spieltage vor Schluss reden. In den Köpfen der Spieler darf das jetzt keine Rolle spielen. Für uns ist wichtig, weiter auswärts Punkte zu sammeln. Am Ende werden wir sehen, wozu es reicht.“

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