Donnerstag, 21 November 2019 10:16

Sechs Bundesligaduelle OPR gegen Hauptstadtclubs

An diesem Wochenende müssen die Ruppiner Kegelmannschaften gleich sechs Partien gegen Bundesligaclubs aus der Bundeshauptstadt in der ersten und zweiten Bundesliga bestreiten.

In der deutschen Eliteliga muss der SV 90 Fehrbellin am Samstag zur  Hämmerlingstraße (Berlin-Köpenick) reisen. Nebenan wird zu diesem Zeitpunkt übrigens das Fußballspiel der Unioner gegen Gladbach laufen. Gegner der 90er, der als Staffelerster der Staffel 2 in das Spiel geht ist Union Oberschöneweide. Der Gastgeber und die 90er kämpfen nicht nur um den Staffelsieg, sondern es geht für beide Teams gleichzeitig um eine gute Ausgangsposition für die Meisterrunde.

Im letzten Jahr konnte das 90er Sextett den Zusatzpunkt erkämpfen und auch sonst sieht die Bilanz sehr gut aus: Drei Mal ging man zwar leer aus, dem stehen aber vier Punktgewinne und drei Auswärtssiege gegenüber. Insgesamt konnten die Rhinstädter 13 Punkte aus zehn Partien bei den Berlinern holen. Doch durch die Verstärkungen – Markus Ringgenberg (SV 90) und Pascal Lötzsch (Sparta Berlin) kamen im Sommer – ist man gerade zu Hause wesentlich schwerer in Bedrängnis zu bringen.

Am nächsten Tag geht es dann in die Köpenicker Landstraße zur Willi-Sänger-Sportanlage. Gegner ist ab 10 Uhr der die SpG NKC/ Iduna Berlin, die sich in der neuen Saison mit Nationalspieler Mathias Mohr (Spandau) verstärkte. Der Liganeuling hat beste Aussichten nach der Vorrunde den begehrten vierten Platz zu belegen. Dafür darf man sich zu Hause aber gegen die 90er und am letzten Doppelspieltag beim Hauptstadt-Derby gegen Union keine Punktverluste auf der Heimbahn leisten. Verzichten muss man dabei auf Stammkraft Thomas Pietsch (Mittelfußbruch). Auch bei der Sonntagspartie peilen die Rhinstädter natürlich den Zusatzpunkt an.

Mit von der Partie wird „Lokalmatador“ Benjamin Münchow (179 Bundesligaspiele) sein. Das 90er Eigengewächs, welches zwischen den beiden Kegelbahnen wohnt, verpasste aus privaten Gründen die letzten vier Spiele und geht nun erholt in das richtungsweisende Wochenende. Auch Dietmar Stoof, hinter dessen Einsatz noch ein Fragezeichen stand, gab am Dienstag grünes Licht. Er ist mit 452 Einsätzen der erfahrenste Akteur bei den Ruppinern und erlebt gerade seinen zweiten Frühling. Kapitän Dirk Sperling dürfte erleichtert sein, am Wochenende endlich mal wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.

 

Die zweite Mannschaft des SV 90 Fehrbellin kann nach vier Partien in der Fremde endlich wieder auf der Heimbahn um die Punkte kämpfen. An diesem Wochenende kann man einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Am Samstag ab 13 Uhr gibt erstmals Liganeuling SpG NKC/ Iduna Berlin II seine Visitenkarte in der Rhinstadt ab. Zeitgleich findet auf der Bahnanlage am Rheinsberger Tor das Spitzenspiel der Staffel 2 statt. Der BBC 91 Neuruppin empfängt den Tabellenführer, die Spielgemeinschaft Spandau. Natürlich wollen die Fontanestädter mit einem Dreier die weiße Weste auf der Heimbahn behalten.

Am Sonntag ab 10 Uhr haben dann die Rhinstädter den Tabellenführer zu Gast. Sollten die 90er an ihre Trainingsergebnisse anknüpfen können, dann sollte auch etwas Zählbares gegen die Spandauer möglich sein. Der BBC 91 Neuruppin spielt dann gegen den Neuling NKC/ Iduna Berlin II.

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Donnerstag, 24 Oktober 2019 10:58

Heimserie fortsetzen, Tabellenspitze behaupten

An diesem Wochenende gehen die Herren des SV 90 Fehrbellin in der 1. Kegel-Bundesliga erstmals in dieser Saison als Tabellenführer auf die Bahnen an der Luchstraße. Gespielt wird der dritte Doppelspieltag der Vorrunde in der Staffel 2. Die 90er wollen ihre beeindruckende Heimserie von 53 Spielen ohne Punktverlust fortsetzen und damit die Tabellenführung in der Staffel 2 behalten. Im Oktober 2014 waren es die Rivalen Hannover, die letztmalig einen Zähler aus Fehrbellin entführen konnten. Doch die Serie wackelte zuletzt. Dank Jonathan Jaeger in blendender Verfassung ging jedoch alles gut.

 

SV 90 Fehrbellin - Hertha BSC Berlin (Samstag, 26.10.2019, 13:00 Uhr)

Zurzeit steht der Hauptstadtclub auf dem begehrten vierten Tabellenrang. Dieser würde noch für das Erreichen der Meisterrunde reichen, wenn man nach der Vorrunde auf die besten vier Mannschaften aus der anderen Staffel trifft. Die 90er streben natürlich einen Dreier an, hoffen aber auch, dass der Hauptstadtclub die Meisterrunde erreicht. Grund ist folgender: Bei den Herthaner gelang dem 90er Sextett vor sechs Wochen ein Dreier - zurzeit der einzige Auswärtssieg beider Staffeln überhaupt. Sollten die Berliner mit in die Meisterrunde einziehen, dann würden die 90er die drei Punkte in die Meisterrunde mitnehmen. Kommen die Herthaner in die Platzierungsrunde, dann ist der Dreier aus der Wertung.

„Wir werden nichts herschenken, allein schon aus Gründen der sportlichen Fairness. Unser Ziel muss sein, in jedem Spiel die maximale Punktzahl einzufahren. Rechenspiele können andere betreiben, wir müssen uns auf unsere Leistung konzentrieren.“, schiebt Sebastian Krause den Spekulationen um einen taktischen Punktverlust gegen die Hertha einen Riegel vor. Gleichzeitig erinnert er damit an die letzten beiden Heimauftritte, als man die Sicherheit aus den Vorjahren auf den eigenen Bahnen vermissen ließ. „Allerdings ist es auch ganz normal, dass man zu Saisonbeginn zu Hause erst einmal wieder in Tritt kommen muss. Über den Sommer ändert sich immer einiges und nicht jeder trainiert im Sommer voll. Ich glaube, am kommenden Wochenende werden wir wieder ein anderes Gesicht des SV 90 sehen.“, fügt der Europacupsieger von 2012 selbstbewusst an.

Die Gäste reisen wieder mit namhaften Spielern an. Norbert Gattner, Marc Süßmilch und Timo Koch trugen bereits das Nationaltrikot. Vor vier Wochen konnte der amtierende deutsche Juniorenmeister Timo Koch zudem beim Nationencup im dänischen Fredericia die Bronzemedaille erkämpfen. Auch Patrick Schneider zeigt sich derzeit in guter Form und Nico Witter konnte am letzten Spieltag erstmals Mannschaftsbestwert spielen, seit er vor gut einem Jahr an die Spree wechselte. Der Ex-90er hat sich allerdings mit der Anlage in Fehrbellin nie so wirklich anfreunden können. Im vergangenen Jahr gewann Fehrbellin zwar klar und auch in der Unterwertung gab es nur 24 Zähler für die Berliner. Doch Timo Koch (902) und Patrick Schneider (894) zeigten zwei der besten Leistungen aller Gastmannschaften in Fehrbellin.

Bei den beiden bisherigen Auswärtspartien konnten die Herthaner jeweils den Zusatzpunkt erkämpfen. Eine Durchschnittsleistung der 90er wird wohl diesmal nicht ausreichen, um weiterhin auf der Heimbahn die weiße Weste zu behalten. Mit Hertha BSC kommt das wohl gefährlichste Auswärtsteam der Staffel 2 in die Rhinstadt.  

 

SV 90 Fehrbellin - SV Blau-Weiß Stavenhagen (Sonntag, 27.10.2019, 10:00 Uhr)

Am Sonntag kommt der Gegner aus Mecklenburg-Vorpommern. Der SV Blau-Weiß Stavenhagen steht zurzeit auf dem sechsten Rang in der Tabelle. Auch wenn der Kader, verglichen mit anderen Erstligisten, vielleicht nicht ganz so sehr mit Topspielern bestückt ist, sollte auch dieser Gegner nicht unterschätzt werden. Mit Steffen Ast, Klaus Wermann und Sven Wiesener sind nur einige Namen genannt, die auch bei den ganz großen mitmischen können. Und das Tempo der Fehrbelliner Bahn liegt den Mecklenburgern vielleicht wie keinem zweiten Team in der Liga.

Im März gelangen den Mecklenburgern immerhin 27 EWP und damit mehr, als dem deutschen Meister aus Kiel. Auch, wenn das Spiel mit über 100 Holz an die Hausherren ging, konnten Steffen Ast (897) und Torsten Schwarz (890) mit Ergebnissen aufwarten, an die das halbe 90er Team derzeit nicht heran kommt.

 

Vor dem Spieltag gibt es noch ein paar offene Fragen beim 90er Kader. Benjamin Münchow befindet sich weiterhin im Urlaub und Kapitän Dirk Sperling kämpft immer noch mit seiner Fußverletzung. Auch bei den beiden Dienstältesten Dietmar Stoof und Daniel Neumann tritt immer wieder das eine oder andere Wehwehchen auf. Für alle drei gilt jedoch derzeit: ein Einsatz ist wohl nicht in Gefahr. Alexander Wolski will sich indessen aus dem eigenen Formtief herausarbeiten.

Doch es gibt eine weitere Unbekannte: Die eigene Bahnanlage hat durch die Heizperiode so ihre Tücken. So wird man erst bei den Trainingseinheiten am Freitagabend beziehungsweise Samstagvormittag wissen, welcher Wurf den Erfolg bringen wird.

 

Zweite Mannschaft vor schweren Auswärtsbrocken

Das zweite SV 90-Team muss, wie am letzten Doppelspieltag, in der Fremde antreten. Hatte man bereits am letzten Doppelspieltag starke Heimteams als Gegner, wird es diesmal nicht einfacher. Am Samstag (Spielbeginn 13 Uhr) reist man Richtung Spandau. Die Randberliner führen derzeit die Tabelle an. Sonntag folgt dann ab 10 Uhr das Kreisderby gegen den BBC 91 Neuruppin auf der Kegelbahn am Rheinsberger Tor.  Auch hier sind die Kreisstädter klarer Favorit.

Am Vortag muss der BBC, wie die 90er, ebenfalls Richtung Bundeshauptstadt reisen. Gegner des BBC ist Neuling NKC Berlin II. Die 90er hoffen hier auf Schrittmacherdienste des Kreisrivalen. Punktverluste des Hauptstadtclubs würden natürlich den Rhinstädtern im Kampf um den Klassenerhalt in die Karten spielen. Im 90er Aufgebot wird man an diesem Wochenende höchstwahrscheinlich aus privaten Gründen auf Marco Koch und Günther Speer verzichten müssen.

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Sonntag, 22 September 2019 00:37

Schatten und Licht beim SV 90-Bundesligateam

Nachdem der Deutsche Bohlekeglerverband etwa ein Jahr an einem neuen Spielmodus feilte, startete die Bundesliga am vergangenen Wochenende womöglich in eine neue Ära. Dabei sehen die Änderungen überschaubar aus.

Anstatt mit einer kleinen Revolution der Spielwertung, wie es sich der SV 90 aber vor allem der geneigte Zuschauer gewünscht hätten, arbeitete man ein Modell für die 1. Bundesliga aus, welches das Starterfeld in zwei Staffeln zu je sechs Mannschaften teilt. Nach der Vorrunde, die wie gewohnt aus je einem Heim- und Auswärtsspiel gegen die anderen fünf Teams der Staffel besteht, spielt man je nach Platzierung um die Plätze eins bis acht (Meisterrunde, Plätze eins bis vier der Vorrunden) oder gegen den Abstieg (Platzierungsrunde, Plätze fünf und sechs). In der Endrunde misst man sich dann nur noch mit dem Mannschaften aus der jeweils anderen Staffel, ebenfalls in Heim- und Auswärtsspielen. Die Punkte, die gegen für die gleiche Runde qualifizierten Teams errungen wurden, behält man in der Endrunde.

Platz eins bis drei der Meisterrunde erhalten die begehrten Medaillen. Das letztplatzierte Team der Platzierungsrunde steigt direkt ab, der Vorletzte muss in die Relegation, bestehend aus vier Turnieren gegen die Staffelsieger der drei Zweitligastaffeln.

 

Die Staffel 2, in der sich auch die Rhinstädter wiederfinden, beinhaltet wie erwartet die drei Berliner Teams, die SpG Michendorf/ Seddin und Blau-Weiß Stavenhagen. Auf Grund von Verstärkungen bei Union Oberschöneweide und Aufsteiger SpG NKC/ Iduna Berlin kann man von einer ausgeglichenen Vorrunde ausgehen.

 

Die 90er starteten in Michendorf in die Saison. Nach der Nullnummer im Vorjahr sollte der zweite Auftritt bei den Potsdam-Mittelmärkern besser laufen. Der Start von Dirk Sperling und Sebastian Krause verlief noch vielversprechend. Mit 896 und 889 Holz konnte immerhin Heimspieler Christian Rosga in Schach gehalten werden, der hinter den eigenen Möglichkeiten blieb. Mit den letzten Würfen stellte sich Norman Lorenz noch selbst ein Bein und blieb somit hinter Dirk (895). Trotz einer Führung von fünf Kegeln waren aber beide Fehrbelliner unzufrieden ob der vertanen Chance, die Weichen auf Sieg zu stellen.

In Runde zwei ließ Jonathan Jaeger aufblitzen, dass er in dieser Saison zu einer tragenden Säule der Mannschaft reifen könnte. Mit 903 Holz sorgte er für ein Achtungszeichen. Zwar musste er sich gegen Marko Friedrich (907) geschlagen geben, doch da René Lewin mit 887 Holz nicht an Sebastian vorbei kam, sah es für den Zusatzpunkt gut aus. Daniel Neumann begann sehr verunsichert und hatte bereits nach fünf gespielten Kugeln drei Fünfen auf dem Zettel. Folglich zog man früh die Reißleine und schickte Benjamin Münchow ins Rennen. Doch auch er leistete sich zu viele Fehler. 855 Holz waren zu wenig, um das Team auf Siegeskurs zu bringen.

Der Rückstand von 31 Holz war eine große Hürde für Alexander Wolski und Dietmar Stoof. Doch wer wusste, ob bei etwas Druck doch einer der Schlussspieler der Hausherren Nerven zeigt? Doch dazu kam es nicht. Zu zaghaft waren die Angriffe der 90er an diesem Tage. Das Spiel war zur Hälfte für die Hausherren entschieden. Doch der Zusatzpunkt war noch in Reichweite. Und beide 90er waren noch auf Kurs, die vorgelegten 885 und 887 zu überbieten. Doch kleinere Fehler brachten die 90er schnell ins Hintertreffen. Als sich abzeichnete, dass Alex und Dietmar nichts Zählbares zur kleinen Wertung beitragen können, zeigte vor allem Raphael Kukla Nerven. Er tat sich sehr schwer, Sebastians 889 zu übertreffen, schaffte es aber im letzten Wurf doch. Da auch Torsten Wagner mit 905 Holz knapp an Jonathan vorbeizog, hatten die Hausherren es tatsächlich wieder geschafft. Alle drei Punkte blieben in Michendorf.

 

Mit etwas Wut im Bauch und dem einen oder anderen Zweifel im Hinterkopf, fuhr der SV 90 zur Hertha nach Berlin-Schöneweide. Trotz anderer Pläne ließ sich Kapitän Sperling doch davon überzeugen, mit gleicher Startachse zu beginnen. Und die erste Achse hatte es in sich. Zwischen Timo Koch und Patrick Schneider auf Berliner Seite und Sebastian und Dirk ging es hin und her. Sebastian behielt gegen Timo mit 931:928 die Oberhand, während sich Dirk gegen den stark aufspielenden Patrick mit 933:937 geschlagen geben musste.

Nach dem guten Start ging die Mittelachse dann deutlich an die 90er. Jonathan Jaeger (924) und Dietmar Stoof (933) standen ihren Vorgängern in nichts nach und holten einen ordentlichen Vorsprung von 33 Holz. Gerhard Omak (924) konnte noch gut dagegen halten. Nico Witter hadert nach wie vor mit der Wettkampfhärte. Mit 899 Holz war er die tragische Figur gegen seinen Ex-Klub.

Wer mit einer frühen Entscheidung zu Gunsten des SV 90 liebäugelte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Benjamin Münchow kam gut ins Spiel, streute aber doch hin und wieder ein Fehlholz zu viel ein. Bei Alexander Wolski deutete sich jedoch früh an, dass es nicht sein tag sein sollte. Marc Süßmilch und Norbert Gattner auf Berliner Seite nutzten das erbarmungslos aus und nagten Holz für Holz vom Vorsprung ab.  Zur Hälfte der Schlussachse war wieder alles offen. Was folgte war die Stunde von Daniel Neumann. Nach 60 Wurf für Alex (+20) eingewechselt zeigte er Nervenstärke und schraubte das Ergebnis noch auf glatte 900 Holz. In der entscheidenden Phase wackelte ausgerechnet Marc Süßmilch, am Vortag noch mit 948 Holz bester Spieler. Benjamin nutzte den Moment und überflügelte den Berliner noch auf der zielgeraden mit 914:910. Norbert Gattner (931) kämpfte bis zum Schluss, konnte es aber allein nicht halten, da beide 90er auf der Schlussgasse viele Hölzer sammelten. Die 90er konnten somit erstmals in Schöneweide den Dreier einfahren. Was die drei Punkte wert sind, wird man erst am Ende der Vorrunde wissen.

 

Union Oberschöneweide führt die Staffel nach zwei klaren Heimsiegen punktgleich mit Michendorf an. Die Fehrbelliner holten die bislang einzigen Auswärtspunkte und haben somit schon jetzt beste Chancen auf das Erreichen der Meisterrunde. Hertha BSC ist zunächst im Hintertreffen, kann aber in den kommenden Auswärtsspielen die verlorenen Zähler wieder wettmachen.

 

Auf die Rhinstädter warten nun vier Heimspiele in Serie. Mit zwölf Punkte soll der Grundstein für die Meisterrunde gelegt werden. Die Gegner heißen zunächst Union Oberschöneweide (Samstag, 12.10., 13:00 Uhr) und Michendorf (Sonntag, 13.10., 10:00 Uhr). Zwei Wochen später geht es dann gegen Hertha BSC und Blau-Weiß Stavenhagen.

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Auf der Kieler 12 Bahnenanlage wurden an acht Wettkampftagen die diesjährigen deutschen Meisterschaften im Bohlekegeln ausgetragen. Für Teil zwei der Meisterschaften, diese wurden von Donnerstag bis Sonntag ausgetragen, hatten sich auch Kegler aus dem Ruppiner Land qualifiziert. Den Höhepunkt aus Ruppiner und Märker Sicht, gab es bereits am ersten Wettkampftag als das Herren-Doppel Dirk Sperling/ Sebastian Krause die Silbermedaille erkämpfte.

Am Donnerstag wurden die Vorrunden und die Endläufe im Doppel beziehungsweise Mixed ausgetragen. Im Wettkampf der Herren-Doppel waren gleich drei 90er Teams auf Holzjagd. Mit Dirk Sperling/ Sebastian Krause (893 Holz) und Daniel Neumann/ Dietmar Stoof (884) konnten sich zwei Doppel für das Finale qualifizieren. Jonathan Jaeger/Benjamin Münchow mussten sich dagegen mit 866 Holz und Rang 22 zufriedengeben. Im Finale dann spielte das 90er Duo Sperling/ Krause bis zum letzten Wurf um Gold mit. Nach 120 Würfen bedeuteten glatte 900 Holz die deutsche Vizemeisterschaft. Mit drei Holz mehr holten sich die Oldenburger Jan und Marc Stender den Titel. Mit 893 und 891 Holz folgten die beiden Kieler Doppel Alexander Eggers/ Kai Ludorf sowie Roger Dieckmann/ Jörn Kemming auf Rang drei und vier. Daniel Neumann/ Dietmar Stoof beendeten das Finale mit Platz neun (884).

Am Freitag folgten die Mannschaftswettbewerbe. Auch hier rechnete man sich bei den Herren einen Podestplatz aus. Aber erst einmal lief der Frauenwettkampf. Das OPR-Team, mit Landesligaspielerinnen des BBC 91 und des SV 90 am Start, ging zwar als Landesmeister ins Rennen, aber die Favoriten waren die Teams, die Bundesligaspielerinnen im Aufgebot hatten. Mit 3439 Holz belegte man den 12. Platz. Für das Quartett kamen Kathrin Hildebrandt (865), Sylke Jäkel (870), Meike Erdmann (855) und Sissy Wianke (849) zum Einsatz. Gold ging an den Bremer KV (3532) vor der SG Kiel (3522) und Bergedorf-Hamburg (3514).

Bei den Herren hatten die Ruppiner gleich zwei Teams im Starterfeld. OPR II bestand aus Spielern des SV 90, OPR I ging mit Spielern des SV 90 und Schwarz-Weiß Kyritz auf die Bahnen. Am Ende kam OPR II mit 3532 Holz (Sebastian Krause/ Daniel Neumann 877, Alexander Wolski 885, Dietmar Stoof 880, Dirk Sperling 890) auf den undankbaren vierten Rang. 14 Holz fehlten zur Bronzemedaille (Kiel II). Gold und Silber gingen mit 3603 beziehungsweise 3564 an Kiel I und den Berliner KV. OPR I ließ am Ende 3466 Holz fallen und wurde 12. Hier spielten Markus Ringgenberg (873), Benjamin Münchow (882), Jonathan Jaeger (878) sowie Christopher Ganz/ Michael Gollmer (833).

Am Samstag folgten dann die Vorrunden im Einzel der beiden U23, Damen und Herren. Jeweils 24 Starter kämpften um die 12 Endrundenplätze. Bei der weiblichen U23 ging die Fehrbellinerin Meike Erdmann auf die Bahn. Mit 848 Holz (14.) fehlten ihr am Ende vier Holz zum angestrebten 12. Rang. Deutsche Meisterin wurde am Sonntag dann Annika Heins (Husum) mit 892 Holz vor Laura Gawenda (Jever/ 889) und der Berlinerin Jennifer Uth (884). Danach folgte die männliche U23. Hier war Vereinskamerad Markus Ringgenberg am Start. Mit 874 Holz und Rang fünf zog er souverän ins Finale ein. Am Sonntag wurde er dann mit 864 Holz Achter. Deutscher Meister wurde Titelverteidiger Timo Koch (Berlin) mit 893 Holz. Silber und Bronze erkämpften sich Richard Albrecht (Altmark) und Felix Grill (Kiel) mit 888 und 885 Holz.

Dass jedes Holz wichtig ist konnte man dann in der Herren-Quali sehen. Hier war das 90er Duo Dirk Sperling und Dietmar Stoof im 24er Feld. Zwischen Rang neun des Kieler Kai Ludorf (890) und Rang vierzehn von Hannoveraner Christian Spyra lag nur ein Holz. In diesem Feld auch die beiden 90er mit 889 Holz. Somit mussten beide ins Stechen um den Finaleinzug. Mit 114 Holz holte sich der SV 90 Kapitän Rang elf vor Fabian Langer (Harz/ 112). Dietmar Stoof kam mit 105 Holz auf den unglücklichen 13. Rang. Im Finale der Herren spielte 90er Dirk Sperling bis zum letzten Wurf um einen Podestplatz mit. Am Ende hatte er 891 Holz an der Anzeigetafel stehen. Damit wurde er Fünfter. Ganze zwei Holz fehlten nach 120 Würfen zum Bronzemedaillengewinner Matthias Mohr (Berlin). Deutscher Meister wurde der Kieler Kai Ludorf mit 901 Holz vor Sven Hamann (Bremerhaven), der 897 Holz fallen ließ.

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Dienstag, 10 September 2019 00:53

Neues Spielsystem für die Bundesligakegler

An diesem Wochenende starten die drei Ruppiner Bundesligateams der Herren in der ersten und zweiten Bundesliga in die neue Saison. In der Vorwoche haben die Bohlekegler ihre Bahnanlagen noch einmal in Schwung gebracht und eine Spezialfirma prüfte noch einmal die Kegelautomaten bevor die weiteren Trainingseinheiten folgten.

In dieser Spielserie gibt es zahlreiche Erneuerungen in der ersten und zweiten Bundesliga. In der deutschen Eliteliga gibt es jetzt zwei Staffeln mit je sechs Clubs, die nach geografischen Gegebenheiten zusammengestellt wurde. In der Vorrunde spielen alle Mannschaften in einer einfachen Runde in Heim- und Auswärtsspielen gegeneinander. Die Plätze 1 bis 4 spielen danach in der Meisterrunde um die Plätze 1-8, die Mannschaften der Platzierungsrunde spielen die Plätze 9-12 der Bundesliga aus. In der Meisterrunde werden alle Ergebnisse gegen Mannschaften, die sich ebenfalls für die Meisterrunde qualifiziert haben, aus der Vorrunde übernommen. Selbiges gilt auch für die Mannschaften der Platzierungsrunde. In der Meister- und Platzierungsrunde treten die Mannschaften nur gegen die Mannschaften der anderen Vorrunden-Staffeln an. Es steigt die letztplatzierte Mannschaft direkt ab.

In der 2. Bundesliga gibt es jetzt drei Staffeln mit je 8 Mannschaften. Die Einteilung erfolgte ebenfalls nach geografischen Gegebenheiten. Es spielen alle Mannschaften in einer einfachen Runde in Heim-und Auswärtsspielen gegeneinander. Die Sieger der drei 2. Bundesligen spielen mit dem Platz 11 der 1. Bundesliga in Turnierform eine Relegation um den Aufstieg beziehungsweise Verblieb in der 1. Bundesliga. Jede Mannschaft hat einmal Heimvorteil. Der letzte einer jeden Staffel der 2. Bundesliga steigt direkt ab.

Der SV 90 Fehrbellin muss in der 1. Bundesliga am ersten Doppelspieltag in der Fremde antreten. Am Samstag, den 14. September, gibt es das Brandenburg-Derby bei der Spielgemeinschaft Michendorf/ Seddin. Sonntag spielt man dann in der Bundeshauptstadt gegen Hertha BSC. Beide Teams leben von ihrer Heimstärke. In der letzten Saison gab es in diesen zwei Spielen für die Rhinstädter nur einen Punktgewinn. Erster Heimauftritt für den deutschen Vizemeister wird das Wochenende 12./ 13.Oktober sein. Gäste sind dann Union Oberschöneweide sowie die Spielgemeinschaft Michendorf/Seddin.

Die Zweite des SV 90 sowie der BBC 91 Neuruppin sind in der Staffel zwei der 2. Bundesliga. Mit Stralsund und Schwerin hat man beide Erstligaabsteiger in der Achterstaffel. Gleich am ersten Wochenende haben beide Ruppiner Teams Heimrecht. Die Gegner sind Stralsund und Neuling Greifswald. Die Rhinstädter spielen am Samstag (13 Uhr) gegen die Stralsunder und am Sonntag (10 Uhr) gegen den Liganeuling. Die Kreisstädter Samstag gegen Greifswald und Sonntag dann gegen die Hanseaten. Der erste Auftritt in der Fremde (12./ 13.10.) folgt dann in Schwerin und Binde.

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Dienstag, 10 September 2019 00:48

Undankbarer Vierter

Am Wochenende wurden in Neumünster die Ländervergleichsspiele der Damen und Herren im Bohlekegeln ausgetragen. Jeweils acht Landesauswahlmannschaften kämpften um die Podestplätze. Im Herren-Aufgebot standen mit Dietmar Stoof und Benjamin Münchow auch zwei Kegler des SV 90 Fehrbellin. Ebenfalls trugen das Märker-Trikot der Ex-Fehrbelliner Mathias Metzdorf (Seedorf), sowie Kai Schulz (Calau) und Tassilo Schulz (Wellmitz).

Wie immer spielten am Samstag alle fünf Starter, das holzschwächste Ergebnis fiel aus der Wertung. Am Sonntag kegelte dann ein Quartett um die Hölzer. Nach 960 Würfen kam das Brandenburger-Team mit 7210 Holz auf den undankbaren vierten Rang. Silber und Bronze waren aber in Reichweite. Zu Berlin und Niedersachsen fehlten 38 beziehungsweise 32 Holz. Gold ging erwartungsgemäß an Gastgeber Schleswig-Holstein mit 7337 Holz. Für Brandenburg erspielten Mathias Metzdorf 1796 Holz, Kai Schulz 1808 Holz, Tassilo Schulz 1778 Holz und Benjamin Münchow 1828 Holz sowie Dietmar Stoff 897. Benjamin Münchows Ergebnis sollte am Ende das sechsbeste Einzelergebnis sein. Ein Topergebnis für den Rhinstädter. Bester Holzsammler wurde Kai Ludorf mit 1844 Holz, vor Jan Stender (1838) und Marc Stender (1834), alle drei vom Siegerteam Schleswig-Holstein.

Im Wettkampf der Damen mussten sich die Brandenburgerinnen mit 7138 Holz und Rang sechs zufriedengeben. Siegerinnen wurde Bremen (7257) vor Schleswig-Holstein (7217) und Berlin (7196). Beste Brandenburgerin wurde die Eberswalderin Lisa Völter. Mit 1810 Holz erkämpfte sie einen hervorragenden vierten Rang. Höchstholz waren die 1845 Holz von Nancy Prievenau (Schleswig-Holstein). Die weiteren Ergebnisse der Brandenburgerinnen: Elisa Loichen (Wellmitz) 1782 Holz, Stefanie Herrmann (Rüdersdorf) 1758 Holz, Anke Neumann (Altdöbern) 871 Holz, Theresa Heger (Beeskow) 1788 Holz.

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Die Fußballbundesliga befindet sich in der Länderspielpause. Doch kein Grund für Langeweile! Denn in einer anderen Sportart mit rundem Spielgerät fällt die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft an diesem Wochenende.

 

Berechtigte Hoffnungen machen sich noch die Kegelspezialisten des SV 90 Fehrbellin, die begehrte Trophäe zum zweiten Mal nach 2010 nach Brandenburg zu holen. Zwischenzeitlich konnte der Konkurrent von der SG ETV/ Phönix Kiel den Pott acht Mal nacheinander in die Höhe strecken – was für eine beeindruckende Serie.

Doch damit soll nun Schluss sein. „Im letzten Jahr waren wir bereits ganz knapp dran“, erinnert sich Sebastian Krause an die Vorsaison, als am letzten Spieltag acht Kegel zu wenig umgeworfen wurden. „Diesmal wollen wir es besser machen. Wir haben es wieder in der eigenen Hand, doch im Gegensatz zum Vorjahr brauchen wir nur vier Punkte.“

Gespielt werden zwei Spiele an diesem entscheidenden Wochenende. Am Samstag tritt der SV 90 Fehrbellin bei der Kegelabteilung von Hertha BSC Berlin an. Das Spiel wird auf der altehrwürdigen Anlage am Betriebsbahnhof Schöneweide stattfinden. Die ersten Kugeln rollen ab 13 Uhr.

Sonntag geht es dann noch etwas weiter Richtung Osten. Nur 3,2 km Luftlinie entfernt steigt das Saisonfinale an der Alten Försterei. Hinter dem Unionlokal „Abseitsfalle“ befindet sich eine 16-Kegelbahnen-Anlage, auf der der SV 90 gegen Union Oberschöneweide bestehen muss. Hier geht es um 10 Uhr los.

 

Das Team

Im Aufgebot des im Ruppiner Land ansässigen Teams stehen mit Alexander Wolski und Benjamin Münchow zwei Wahlberliner, die in Fehrbellin groß geworden sind. Kapitän Dirk Sperling und Daniel Neumann zogen zudem erst kürzlich aus der Bundeshauptstadt in die brandenburgische Landeshauptstadt. Etwas idyllischer wohnen Dietmar Stoof (Werder) und Jonathan Jaeger (Glindow). Der Siebte im Bunde ist der in Königs Wusterhausen sesshafte Sebastian Krause.

Mit einem Altersdurchschnitt von 33,3 Jahren liegt das Septett im unteren Drittel der Liga. Dennoch kann man viel Erfahrung aufbieten. Neben Dietmar Stoof, der mit 444 Spielen die meisten Bundesliga-Einsätze vorweisen kann, haben Daniel Neumann (360) und Alexander Wolski (300) bereits die 300er-Marke geknackt. Dirk Sperling (293) und Sebastian Krause (284) liegen knapp dahinter. Auch Benjamin Münchow ist mit 175 Spielen schon fast ein alter Hase. Jonathan Jaeger, der seine erste Bundesliga-Saison spielt, kann immerhin auf 15 Einsätze zurückblicken. Unvergessen ist sein Auftritt in Kiel, als der Newcomer einen wichtigen Beitrag zum Punktgewinn leistete, ohne den die 90er gar nicht in dieser aussichtsreichen Lage wären.

 

Rechenspiele

Wie bereits eingangs erwähnt, liegt der SV 90 auf Platz eins der Tabelle (44 Punkte). Titelverteidiger Kiel (42) folgt mit zwei Punkten Rückstand und muss zu Hause gegen Aufsteiger Bergedorf und Rekordmeister Hannover ran. Das letztgenannte Team wiederum liegt mit 41 Punkten auf Rang drei.

Klar ist: mit zwei Siegen, also sechs Punkten, wären die 90er Deutscher Meister. Holt man in Berlin vier oder drei Punkte, hängt alles von den Spielausgängen in Kiel ab. Dann könnte man mit Kiel punktgleich sein und die Einzelwertungspunkte würden die Entscheidung bringen.

Der Seriensieger aus dem hohen Norden kann erneut feiern, wenn man beide Heimpartien ohne Punktverlust gewinnt und die 90er nicht mehr als drei Punkte holen. Sollten sich die Kieler einen Punktverlust leisten, darf Fehrbellin nur zwei Zähler im Gepäck haben.

Hannover könnte zum 15. Mal den Pott nach Niedersachsen holen, wenn es in Oldenburg und Kiel sechs Punkte holt und die Rhinstädter nur zwei Punkte erkämpfen.

Die 90er haben also als einziges Team alles selbst in der Hand. Im letzten Jahr gewann Fehrbellin bei beiden Hauptstadtclubs den Zusatzpunkt. Bei der Hertha war man zudem nah am Dreier dran. Nur dank einer Topleistung gewannen die Blau-Weißen das Spiel.

 

Ein Blick auf die bei Punktgleichheit entscheidenden Einzelwertungspunkte (EWP) zeigt, dass Fehrbellin bei 905:655 steht, während Kiel ein Verhältnis von 850:710 vorweisen kann. Legen wir zu Grunde, dass Kiel an beiden Tagen das Optimum, also 57:21, herausholt, kommt das Team auf 964:752 EWP. Um dann auf die gleiche Punktzahl zu kommen benötigt der SV 90 vier Zähler, also an beiden Tagen mindestens den Zusatzpunkt. Den gibt es ab 32 EWP für das Gästeteam. Man hätte also mindestens 64 EWP eingestrichen, damit es überhaupt zu der Situation kommt, dass die EWP wichtig werden. Damit stünde das Ruppiner Team bei 969 EWP – Kiel kommt aber maximal auf 964 EWP. Somit ist klar: Holt der SV 90 Fehrbellin die nötigen vier Punkte, ist man nicht mehr einzuholen.

Angesichts der Tabellenkonstellation wird es voraussichtlich erst am letzten Spieltag zur Entscheidung kommen. Wahrscheinlich ist sogar, dass Kiel und Fehrbellin mit der gleichen Punktzahl in das letzte Spiel starten. Sowohl die Kegelszene als auch der neutrale Betrachter können sich auf einen nervenaufreibenden Kegelkrimi freuen.

 

Informationen für Schlachtenbummler:

Sa., 23.03.2019, 13:00 – 15:30 Uhr

Hertha BSC Berlin – SV 90 Fehrbellin

Kegelcenter Lok Schöneweide, Adlergestell 103, 12439 Berlin

 

So., 24.03.2019, 10:00 – 12:30 Uhr

SG Union Oberschöneweide – SV 90 Fehrbellin

Kegelsportzentrum Hämmerlingstraße, Hämmerlingstraße 80-88, 12555 Berlin

 

Im Anschluss an das Sonntagsspiel findet die Ehrung durch einen Vertreter des Deutschen Bohlekegler-Verbandes (DBKV) statt.

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Am 19. und 20. Spieltag hatten die Bundesligakegler aus Fehrbellin zwei vermeintlich einfache Gegner zu Gast. Mit dem SV Blau-Weiß Stavenhagen und dem KV Hansa Stralsund kamen zwei Clubs, die in dieser Saison auswärts noch nichts reißen konnten. Die 90er hingegen behielten zuletzt in 49 Heimspielen in Serie die weiße Weste. Doch der Jubiläums-Sieg musste hart erkämpft werden.

 

SV 90 Fehrbellin - SV Blau-Weiß Stavenhagen 3:0 (5400:5283 Holz, 51:27 EWP)

Die 90er Startachse Alexander Wolski/ Dirk Sperling sorgte für eine beruhigende 68-Holz-Führung. Kurios: Alexander gelang mit 908 Holz zum dritten Mal in Folge auf der Heimbahn das gleiche Ergebnis. Dirk sicherte sich mit fünf Holz mehr wieder einmal den Tagesbestwert. Auf Seiten der Gäste konnten Klaus Wehrmann und Sven Wiesener 886 und 874 Holz abräumen.

In der Mittelachse zeigte 90er Dietmar Stoof eine sehr gute Leistung. Lohn war die Einstellung der Tagesbestleistung seines Kapitäns. Partner Benjamin Münchow quälte sich über alle vier Bahnen und konnte mit 871 Holz einen Kegel mehr erspielen, als Gästespieler Andreas Huth, der es mit einer Abschlussfünf versäumte, noch mehr Spannung in die Partie zu bringen. Da der zweite Stavenhagener Torsten Schwarz mit 890 Holz ein Topergebnis erkämpfte, war die Entscheidung um den Zusatzpunkt dennoch offen.

Die 90er Schlussachse Jonathan Jaeger/ Sebastian Krause sollte nun dafür sorgen, dass der Dreier in der Rhinstadt bleibt. Aber insbesondere Stavenhagens Steffen Ast hatte etwas dagegen. Lange Zeit sorgte er dafür, dass das Heimteam zittern musste. Trotz der Mannschaftsbestleitung von 897 Holz blieben aber alle drei Punkte beim Favoriten. Sebastian Krause lag am Ende noch zehn Holz über dem Bestwert des Gästekeglers und Jonathan Jaeger komplettierte mit 888 Holz den 50. Heim-Dreier in Folge. Stavenhagens Klaus-Dieter Zaluski konnte mit 866 Holz nichts ausrichten.

 

SV 90 Fehrbellin - KV Hansa Stralsund 3:0 (5362:5209 Holz, 56:22 EWP)

Für 90er Alexander Wolski gab es bereits vor dem ersten Wurf Grund zur Freude. Seit 14 Jahren spielt er mit den 90ern in der Bundesliga. Es war gegen Stralsund das insgesamt 306. Spiel. Der Rhinstädter trug an diesem Tag zum 300. Mal das 90er Trikot und konnte als Erinnerung ein Präsent entgegennehmen.

Es sollte ein Arbeitssieg für das Fehrbelliner Sextett werden. Alexander Wolski (891) und Dirk Sperling (906) brachten die 90er Farben mit 63 Holz sicher in Führung, kamen jedoch an die Vortagsergebnisse nicht heran. Für die Kegler von der Ostsee kamen Andreas Kammann und Manfred Dill auf 860 und 874 Hölzer. Auch der Mittelblock ging erwartungsgemäß an die Hausherren. Dietmar Stoof erspielte mit 897 Holz Durchgangsbestwert. Benjamin Münchow zeigte sich mit 881 Hölzern leicht verbessert. Da die Stralsunder Udo Berndt und Joachim Rasch den Wettkampf mit 854 beziehungsweise 878 Holz beendeten, lagen alle vier 90er vorne. Dass es für Stralsund nicht die Höchststrafe gab, konnten die Gäste Torsten Hochmann verdanken, der mit 883 Holz zwei Holz über dem Ergebnis von Benjamin Münchow lag. Partner Christian Ziems beendete den Wettkampf mit 860 Holz. Auf Gastgeberseite konnte Jonathan Jaeger mit 898 Holz das zweibeste Tagesergebnis erspielen, während sich Sebastian Krause zu 889 Holz mühte.

 

Vor dem letzten Doppelspieltag liegen die 90er nun wieder auf Rang eins der Bundesliga-Tabelle - zwei Punkte vor Meister Kiel, die in Schwerin und Seedorf jeweils einen Zähler erkämpften. In zwei Wochen haben die Kieler Heimrecht gegen Bergedorf und Hannover. Die Rhinstädter spielen bei den beiden Hauptstadtclubs Hertha BSC und Union. Will man den zweiten Titel nach Fehrbellin holen, muss man vier Punkte holen, vorausgesetzt die Kieler holen auf den Heimbahn jeweils den Dreier.

Hertha BSC gab bislang nur vier Punkte auf der Heimbahn ab – drei davon gegen den Meister aus Kiel. Die 90er konnten bereits drei Mal in neun Versuchen bei der Hertha gewinnen, drei Mal ging man mit dem Zusatzpunkt nach Hause.

Gelingt ein Sieg, muss der SV 90 am Sonntag gegen Union Oberschöneweide nur den Zusatzpunkt holen. Die Unioner kämpfen derzeit mit einer Formdelle. War man als Medaillenanwärter in die Saison gestartet, findet man sich derzeit mit einem ausgeglichenen Punktekonto im Niemandsland der Tabelle wieder. Gerade die heimischen Leistungen lassen zu wünschen übrig. Gegen Kiel und Hertha setzte es in der Rückrunde schmerzhafte Niederlagen. Dazu der Punktverlust gegen Seedorf, als man mit nur vier Holz gewinnen konnte. Vermutlich ist hier eher der Sieg für Fehrbellin möglich, als am Samstag. Doch darauf wird man es nicht ankommen lassen wollen.

Auch Rekordmeister Rivalen Hannover hat noch Außenseiterchancen auf die Meisterschaft. Dazu müsste Hannover aber sowohl in Oldenburg, als auch in Kiel siegen.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Donnerstag, 07 März 2019 15:18

Fernduell mit Kiel geht in die nächste Runde

Wie viel Punkte – aktuell sind es zwei – liegen nach dem vorletzten Doppelspieltag zwischen Meister Kiel und Vizemeister SV 90 Fehrbellin? Gibt es wieder ein Herzschlagfinale um die deutsche Meisterschaft, wie es im Vorjahr der Fall war, oder hat der Titelverteidiger bereits den neunten Meistertitel in Folge unter Dach und Fach? Am vorletzten Spielwochenende ist beides möglich.

Dies liegt an der Konstellation, dass Kiel auswärts antreten muss, während die 90er Heimrecht haben. Das wiederum heißt für die letzten Spiele, dass der Titelverteidiger zu Hause wohl sichere sechs Punkte einfahren wird, während die 90er sich in Berlin jeden Punkt hart erkämpfen muss.

Vereinfacht gesagt: Sollte Kiel nach den beiden kommenden Spielen in Seedorf und Schwerin auch nur ein Pünktchen vor den 90ern liegen – dazu müsste man mindestens fünf Punkte in der Fremde holen – wäre der Titel praktisch so gut wie sicher. Sollten es gar alle sechs Zähler werden, wird selbst der kühnste Optimist auf Seiten der 90er die Hoffnung auf die Meisterschaft in diesem Jahr begraben. Dann nämlich müsste der Meister zu Hause an beiden Tagen den Zusatzpunkt hergeben und Fehrbellin zwei Auswärtssiege einfahren. Fragt sich, was davon unwahrscheinlicher ist.

 

Hausaufgaben machen

Doch bei all den Rechenspielen darf man nicht vernachlässigen, dass die Punkte erst einmal in der Rhinstadt bleiben müssen. Klar, von der Papierform her erwartet man zwei klare Heimsiege. Ganze 49 Spiele musste der SV 90 nicht mehr dem Gegner zu einem Punktgewinn gratulieren – eine beeindruckende Serie. Und keiner zweifelt daran, dass Nummer 50 und 51 folgen werden. Doch meistens passiert es, wenn man sich zu sicher fühlt.

Die Gegner vom SV Blau-Weiß Stavenhagen und KV Hansa Stralsund liegen in der Tabelle auf Rang zehn und zwölf. Während Stralsund nur noch ein Wunder helfen kann, zählt für die Reuterstädter jeder Unterwertungspunkt für den Klassenerhalt. Doch auf fremden Bahnen sind beide Teams bislang zahnlose Tiger. Kein einziger Punkt steht aus neun Gastspielen zu Buche.

Dennoch ist Vorsicht geboten. Beide Teams kennen die Bahnen, verfügen über gute Einzelspieler und haben erfahrungsgemäß weniger Probleme, sich auf die fehrbelliner Wurfanlage einzustellen, als es bei tabellarisch besser positionierten Clubs zu beobachten war. Zudem fehlt mit Daniel Neumann voraussichtlich der Spieler in Reihen der 90er krankheitsbedingt, der beim letzten Heimauftritt den Tagesbestwert erspielte. Einen weiteren Ausfall – Sebastian Krause ist mit Rückenproblemen noch fraglich – sollte es nicht geben.

„Ich hatte Anfang der Woche Schmerzen im oberen Rücken, habe mich aber gut erholt und werde zu 99 Prozent spielen können.“, ist Sebastian am Donnerstagnachmittag optimistisch. „Bei Daniel sieht das etwas anders aus. Er hatte Fieber und liegt mit Angina flach. Im Hinblick auf das Saisonfinale werden wir ihn nur einsetzen, wenn er zu 100 Prozent fit ist.“

 

Ein Auge gilt dem Liveticker

Natürlich drücken die 90er auch dem langjährigen Rivalen aus Seedorf sowie Abstiegskandidat Einheit Schwerin die Daumen. Denn auf deren Schützenhilfe ist man angewiesen, will man realistische Chancen auf den Titel behalten. Im vergangenen Jahr holte Kiel in Schwerin (32 EWP) und Seedorf (33 EWP) jeweils knapp den Zusatzpunkt.

Schwerin rangiert in der Tabelle auf dem vorletzten Platz und hat einen Punkt Rückstand zum rettenden Ufer. Es besteht also kein Zweifel, dass die Mecklenburger bis in die Haarspitzen motiviert sein werden. Allerdings ist man mit acht abgegebenen Punkten das zweitschwächste Heimteam der Liga.

Seedorf liegt mit 25 Punkten auf Rang vier der Heimtabelle und musste erst zweimal den Zusatzpunkt abgeben. Gegen den Meister will man die gute Heimbilanz bestätigen. Doch in den vergangenen Wochen fehlten die absoluten Topergebnisse, die man gegen den Serienmeister brauchen wird.

 

Abstiegsangst in der zweiten Bundesliga

Aber nicht nur in der deutschen Eliteliga geht es spannend für die 90er zu. Auch die Zweite braucht dringend ein Erfolgserlebnis in der Fremde. Drei Punkte trennen die Mannen um Kapitän Norbert Krämer von einem Nichtabstiegsplatz.

Am Wochenende reist man wie der BBC 91 Neuruppin in die Bundeshauptstadt. Zweimal geht es zur Kegelbahnanlage Hämmerlingstraße. Gegner sind Sparta Berlin und Union Oberschöneweide II. Natürlich will man wenigstens um den Zusatzpunkt beim Tabellensechsten beziehungsweise Tabellendritten mitspielen. Auch hier hofft man auf gleichzeitige Schützenhilfe der beiden Spandauer Teams die in Seyda. Mit zwei Siegen könnten die Kegler aus Sachsen-Anhalt den Klassenerhalt perfekt machen und damit die 90er in die Landesliga schicken.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Sonntag, 24 Februar 2019 13:58

Tabellenführung eingebüßt

Am 17. und 18. Spieltag der Bohlekegel-Bundesliga hatten die 90er schwere Auswärtsaufgaben vor der Brust. Bergedorf und Hannover zeigten sich in guter Verfassung gegen den Tabellenführer. Selbige musste man zwar an Dauerrivalen Kiel abgeben, ist aber angesichts eines Rückstands von lediglich zwei Punkten weiter zuversichtlich, das Ruder in den letzten vier Spielen noch herumzureißen.

 

SKV Bergedorf – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5344:5285 Holz, 44:43 EWP)

Nach dem Einspielen hätten die 90er sofort ein 2:1 unterschrieben. Doch nach dem Spielverlauf sah die Sache etwas anders aus.

Bereits nach wenigen Würfen im Einspielen konnte man erkennen, dass die Bahn den Spielern einen außergewöhnlichen Wurf abverlangen wird. Alle Spieler der Gäste hatten größten Respekt vor den Leistungen, die in den vergangen Spielen auf dieser Anlage gezeigt wurden. Doch auch solche Brocken liegen auf dem steinigen Weg zur Meisterschaft.

So nahmen die Rhinstädter in Person von Daniel Neumann und Dirk Sperling das Spiel auf. Überraschend konnten sich beide ganz gut in Stimmung bringen und hielten über den gesamten Durchgang Tuchfühlung zum Heimteam. Am Ende gewann Daniel sein Duell hauchdünn gegen Michael Lüth (883:882). Dirk spielte wieder einmal klasse und verlor gegen den besten Bergedorfer nur sieben Holz (901:908).

Die Hoffnung auf den Zusatzpunkt lebte also. Und so wollten Sebastian Krause und Dietmar Stoof nun weiter Punkte für das ausgegebene Minimalziel sammeln. Während Sebastian ganz gut ins Spiel fand, musste Dietmar den einen oder anderen Rückschlag auf der Startbahn verkraften. Doch auf der zweiten Bahn taute er auf und so waren beide gut im Geschäft. Letztendlich brach Dietmar die gar nicht so anspruchsvolle Bahn 3 das Genick und er blieb mit 860 Holz hinter den Erwartungen zurück. Sebastian konnte  zum Glück die Gegner mit 881 in Schach halten, ohne dabei zu brillieren. Marc Berger (838) und Marcel Dubbe (833) konnten mit ihren Leistungen nicht zufrieden sein. Die 16 Hölzer Rückstand fühlten sich aus 90er Sicht wie eine vertane Chance an.

Spätestens nach der Hälfte der Schlussachse war die Messe gesungen. Und das verdankten die Hamburger dem starken Auftritt ihres Schlussspielers Joachim Kott, der einen Sahnetag erwischte. Mit 910 Holz holte er sich folgerichtig die 12 Punkte für den Tagesbestwert. Auf Seiten des Titelaspiranten sicherte Alexander Wolski mit 886 Holz den wichtigen Zähler. Benjamin Münchow sicherte diesen mit 874 Holz ab, da er einen Heimspieler damit hinter sich ließ. Da Jürgen Böttcher mit 893 ein solides Ergebnis in die Wertung bringen konnte, sah es am Ende, angesichts von 59 Holz Differenz, nach einem souveränen Heimsieg aus.

„Bergedorf hat verdient gewonnen. Wir waren zwar zwischenzeitlich dran, konnten aber im Mitteldrittel nicht den nötigen Druck entfalten, die Heimmannschaft in Bedrängnis zu bringen. Hinten raus haben sie es dann abgebrüht gespielt.“, resümiert Sebastian Krause selbstkritisch.

 

Rivalen Hannover – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5418:5333 Holz, 53:25 EWP)

Im Sonntagsspiel wartete Rekordmeister Rivalen Hannover auf die Gäste vom SV 90. Mit nur einem Punktverlust im Laufe der Saison stehen die Niedersachsen auf Rang zwei in der Heimtabelle. Dennoch rechnete man sich Chancen auf den Zusatzpunkt aus.

Doch das Spielglück war an diesem Tag nicht auf Seiten der Rhinstädter. Dies wurde bereits im Startduchgang sichtbar. Dirk Sperling (900) und Jonathan Jaeger (889) lagen nach sieben von acht Gassen knapp in Front. Doch beide mühten sich auf den letzten 15 Würfen und fanden nicht das richtige Rezept. Dies wussten Michael Hanke und Robert Neumann auszunutzen und so schoben sich beide am Ende sogar noch an Dirk vorbei. 901 und 903 Holz standen zu Buche und die Führung betrug 15 Holz.

Die Ernüchterung war Daniel Neumann und Alexander Wolski in der zweiten Achse deutlich anzumerken. Ellrik Freienberg und Kai Hahnefeld hingegen nahmen den Schwung mit und hatten zur Hälfte den Durchgang und das Spiel entschieden. Da sich zwischenzeitlich sogar ein Debakel für die 90er abzeichnete, war man froh, dass wenigstens Kai mit 895 Holz an Dirks Vorlage scheiterte. Ellrik sicherte sich mit starken 911 Holz den Tagessieg. Daniel musste sich mit 867 Holz zufrieden geben, Alex kam immerhin noch auf 884 Holz.

Auf Grund der 32-Punkte-Regel war zwar noch der Zusatzpunkt möglich, jedoch war der Glaube bei den 90ern nicht wirklich vorhanden. Sebastian Krause (900) und Benjamin Münchow (893) spielten zwar solide Ergebnisse. Um noch etwas Zählbares mitzunehmen, wären aber Topergebnisse nötig gewesen. Christian Spyra (900) und Sven Wüllner (908) brachten den Dreier sicher über die Ziellinie.

 

ETV/ Phönix Kiel gewann auch das Heimspiel gegen Stralsund erwartungsgemäß mit 3:0 und setzte sich vorerst wieder an die Tabellenspitze (40:14). Es folgt der SV 90 Fehrbellin (38:16) vor Rivalen Hannover (35:19). Auf den Abstiegsrängen liegen mit Einheit Schwerin (19:35) und Hansa Stralsund (16:38) zwei Mecklenburger Teams. Auch Blau-Weiß Stavenhagen (20:34) muss noch bangen.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
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