Das Bundesligafinale in der ersten und zweiten Bundesliga war für die Kegler des SV 90 Fehrbellin ein wahrer Kegelkrimi. Vor dem letzten Doppelspieltag ging es für die Erste noch um den deutschen Meistertitel und bei der Zweiten um den Klassenerhalt. Erst nach dem letzten Bahnwechsel nach insgesamt 22 Spieltagen war der Titelkampf entschieden. Nach 720 Würfen fehlten dem Fehrbelliner Team beim Derby in Seedorf ganze acht Hölzer zum angestrebten zweiten Titelgewinn. Somit konnte Titelverteidiger Kiel seine Siegesserie mit dem achten Titelgewinn in Folge fortsetzen.

Nach kurzer Enttäuschung - Fehrbellin gewann zum sechsten Male die deutsche Vizemeisterschaft - lobte 90er Sektionsleiter Peter Wolski vor der Siegerehrung sein Team: „Zehn Mannschaften in der deutschen Eliteliga wären jetzt gerne an eurer Stelle. Ihr habt eine Topsaison gespielt.“ In Zahlen heißt das:  Man hatte einen Punkt mehr auf der Habenseite, als im Meisterjahr. In der kleinen Wertung, was im Fußball das Torverhältnis ist, hatte man 22 Zähler mehr, als die Kieler. In sechs der elf Auswärtsspiele erzielte man das beste Gästeergebnis. Trotzdem wurde diese Leistung nicht immer belohnt. In Oldenburg fehlte zweimal jeweils ein Holz zum Zusatzpunkt. Bei Hertha BSC und in Ilsenburg fehlten 12 beziehungsweise 13 Hölzer zum Dreier. Am engsten war es dann beim Brandenburg-Derby, als beide Teams ganze acht Holz trennten.

Auch die Zweite kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Erst einmal musste man sich mit den neuen Gegebenheiten anfreunden. Spielte man eine Liga tiefer acht Turniere, hatte man nun 22 Spieltage, also fast das Dreifache an Wettkämpfen. Hinzu kam, dass in der Zweitliga auch ein anderer Wind weht.  Nach dem holprigen Start konnte sich das Team im Laufe der Spielserie von Spiel zu Spiel steigern. Gerade in den letzten Spielen holte man die wichtigen Zähler und konnte somit beim Bundesligafinale aus eigener Kraft den Klassenerhalt souverän erkämpfen. Damit blieb man als einziger Aufsteiger Zweitligist. EBT Berlin und Parchim müssen die Liga nach nur einem Jahr wieder verlassen.

 

KC Einheit 95 Schwerin – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5331:5364 Holz, 35:43 EWP)

Mit zwei Punkten Rückstand auf Meister Kiel reisten die Rhinstädter Richtung Schwerin. Nur ein Dreier hielt den Titeltraum am Leben. Beim Einspielen gab es dann für beide Teams erst einmal ein Handicap: Bahn 4 fiel aus technischen Gründen aus. Nach kurzer Diskussion wurde einstimmig entschieden, Bahn 5 als Ersatz zu nehmen. Wieder musste man sich einspielen und das Spiel begann mit einer halbstündigen Verspätung.

Die Fehrbelliner Startachse zeigte sich von den Widrigkeiten unbeeindruckt. Sebastian Krause und Daniel Neumann erkämpften mit 910 und 906 Holz die besten Tagesergebnisse. Ihr Gegner hielten aber gut dagegen. Falko Wachholz sollte mit 904 Holz bester Heimspieler werden. Reinhard Dallmann folgte mit zehn Holz weniger.

Damit ging die Fehrbelliner Mittelachse Nico Witter und Dietmar Stoof mit einer 18-Holz-Führung ins Rennen. Nico Witter konnte seinem Gegenspieler Steffen Mathia trotz mäßiger Leistung (864 Holz) weitere 14 Holz abnehmen. Dietmar Stoof verlor sein Spiel nur knapp mit 893: 886 Holz. Somit stand es vor dem letzten Block 3566:3541 Holz für die Gäste.

Die Schweriner Holger Trojahn und Michael Heerkloß wollten nun die drohende Niederlage abwenden, Alexander Wolski und Dirk Sperling dagegen im neunten Spiel in Schwerin den dritten Dreier erkegeln. Am Ende lagen beide 90er vorne. Dirk Sperling gewann gegen Heerkloß mit 904: 901 Holz. Alexander Wolski gegen Trojahn mit 894: 889 Holz. Damit fuhr man einen klaren Auswärtssieg ein und blieb weiter im Meisterrennen.

Leider gab es aus der Hauptstadt keine Schützenhilfe. Hertha BSC verlor sein Spiel gegen Kiel mit 12 Hölzern. Der Zweipunktevorsprung für die Schleswig-Holsteiner blieb unverändert. Damit war klar, dass die 90er nur mit einem Dreier im Brandenburg-Derby Meister werden können – eine Mammutaufgabe.

 

SVL Seedorf v. 1919 – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5478:5470 Holz, 42: 36 EWP)

Das Brandenburg-Derby sollte zeigen, wie spannend und attraktiv der Kegelsport sein kann. Bereits im ersten Durchgang sahen alle Gäste ein Spiel auf höchstem Niveau. Fehrbellin brauchte den Sieg, die Heimkegler wollten die Spielserie nicht mit einer Heimniederlage beenden. Zeitgleich spielte Kiel in Berlin gegen Union Oberschöneweide. 90er Kapitän Dirk Sperling und Daniel Neumann spielten in der Startachse gegen Seedorfs Kapitän Frank Wilke und Hans Fulczynski. Auf beiden Seiten wurde jedes Holz bejubelt. Am Ende lag das 90er Duo mit fünf Holz vorne. Dirk Sperlings 927 Holz sollten Tageshöchstholz werden. Seedorfs Frank Wilke ließ 916 Holz fallen, Partner Hans Fulczynski hatte ein Holz mehr an der Anzeigetafel. Mit 911 Holz konnte auch Daniel Neumann überzeugen. Zur gleichen Zeit konnte man auf dem Liveticker sehen: Fehrbellin lag in der virtuellen Tabelle vor Kiel, da Union gegen den Meister führte.

Im Mittelblock spielten wieder Nico Witte und Dietmar Stoof für die 90er. Für Seedorf spielten Mathias Metzdorf und Rainer Pagels. Nico Witter konnte in seinem Abschiedsspiel – er wird ja im kommenden Jahr für Hertha BSC Berlin auf Holzjagd gehen - lange Zeit an Mathias Metzdorf dran bleiben, dann zeigte aber der Ex-Fehrbelliner, dass er zurzeit auf der Seedorfer Bahn der beste Heimkegler ist. Mit 927 Holz stellte er den Tageshöchstwert ein. Nico Witter knackte mit 903 Holz ebenfalls die magische 900-Holzgrenze.

90er Dietmar Stoof fand an diesem Tag keine Einstellung zur Bahn. Nach 60 Wurf entschloss man sich zum Wechsel. Nun sollte Benjamin Münchow den Rückstand auf Rainer Pagels verkürzen. Der 90er kam gleich ins Spiel und bot eine Topleistung, holte Holz für Holz auf. Nun wurde der Seedorfer nervös und leistete sich einige Fehlhölzer. Nach drei Bahnen wechselte man Sebastian Rönning ein. Auch er machte seine Sache gut. Trotzdem ging dieses Duell mit 900. 896 Holz an die Gäste. Damit lagen nun die Hausherren mit 15 Holz vorne. Nun hatte natürlich Kiel wieder die Nase vorn. Doch es war klar: Kiel wird nicht in Berlin gewinnen. Mit einem Sieg wäre der Traum vom zweiten Titelgewinn also wirklich noch wahrgeworden.

Der letzte Durchgang der Spielserie musste nun um Gold entscheiden. Die Spannung war der ganzen Halle anzumerken. Das 90er Duo Sebastian Krause/ Alexander Wolski wollte das Spiel noch drehen, gegen Max Jannasch und Norbert Witzel eine schwere Aufgabe. Im Laufe des Spieles holte das Fehrbelliner Gespann Holz für Holz auf. Vor der letzten Bahn lag man sogar mit acht Holz in Front und war auf Meisterkurs. Die beiden Heimkegler hatten dann aber die besseren Bahnen und drehten den Spieß wieder um. Die 90er Schlussachse Sebastian Krause (916) und Alexander Wolski (913) gewannen zwar den Durchgang gegen Norbert Witzel (916) und Max Jannasch (906), aber in der Gesamtholzzahl lagen die Prignitzer mit acht Holz vorne.

Trotz Saisonbestleistung einer Gastmannschaft in Seedorf reichte es somit nur für den Zusatzpunkt. Zeitgleich stand auf dem Liveticker, dass Kiel ohne Punkt bei Union blieb. Ein Holzgleichstand hätte also genügt. 22 Spieltage – 15.840 Kugeln – 8 Holz. Ein Wimpernschlag. Bitter.

 

SV 90 Fehrbellin II - Empor Brandenburger Tor 3:0 (5308:5168 Holz, 53:25 EWP)

Für beide Teams ging es in diesem Spiel um alles, da beide punktgleich auf Rang elf lagen. Pasewalk stand bereits als Absteiger fest. Die 90er hatten durch den Heimvorteil die besseren Karten. Nun war nur Nervenstärke gefragt. Und die 90er hatten ihre Nerven im Griff.

Markus Ringgenberg knackte mit 909 Holz wieder einmal die 900-Holzmarke und wurde bester Holzsammler. Andreas Schubert folgte mit 879 Holz. Da beide Berliner, Sven Kujath (840) und Karsten Lange (866) unter den Heimergebnissen blieben, hatte man eine klare 82-Holz-Führung.

Auch im Mittelblock ließen beide 90er nichts anbrennen. Ralf Friedrich wurde mit 887 Holz Durchgangsbester. Marco Koch ließ 868 Holz fallen. Ebenfalls diese Holzzahl hatte Gästekegler Torsten Gerrasch an der Anzeigetafel. Partner Sebastian Schmidt hatte sechs Holz weniger im Spielprotokoll. Somit war das Spiel bereits vor der Schlussachse für die Hausherren entschieden.

EBT-Spieler Christoph Buß gelang mit 883 Holz zwar der Mannschaftsbestwert, aber Durchgangsbester wurde Norbert Krämer mit einem Holz mehr. Partner Michael Nußbaum folgte mit ebenfalls guten 881 Holz. Die 849 Holz von EBT-Spieler Karl-Heinz Krüger hatten nur noch statistischen Wert. Somit war der Klassenerhalt den 90er kaum noch zu nehmen.

 

SV 90 Fehrbellin II - NKC 72 Berlin 3:0 (5311:5222 Holz, 56:22 EWP)

Die Gäste reisten als Tabellenführer an, und wollten Platz eins verteidigen, um in der nächsten Spielserie in der ersten Liga zu spielen. Die Spielgemeinschaft Michendorf/ Seddin hoffte wiederum auf Schützenhilfe der Rhinstädter. Am Ende wurde das Spiel eine klare Angelegenheit für die Hausherren.

Nach Runde eins lagen die Hausherren mit 23 Holz vorne. Markus Ringgenberg und Andreas Schubert erspielten 898 und 876 Holz. Auf Gästeseite kamen Thomas Pietsch und Benjamin Rudolphf mit 877 und 874 Hölzern auf die besten Ergebnisse der Berliner.

Im Mittelblock lagen dann sogar beide 90er vorne. Marco Koch und Ralf Friedrich ließen 888 und 883 Holz fallen, Dirk Wege und Sebastian Rudolphf blieben mit 869 und 865 Holz weit zurück.

Fehrbellins Schlussachse Michael Nußbaum/ Norbert Krämer ließ dann im letzten Block mit 884 und 882 Holz nichts mehr anbrennen. Die Gästeergebnisse von Matthias Scheel und Jörg Glöde reichten mit 870 und 867 Holz an diesem Tage nicht, um Einzelpunkte gut zu machen. Der Dreier blieb somit in der Rhinstadt und bei Michendorf/ Seddin wurde der Erstligaufstieg gefeiert.

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Auf der Achtbahnenanlage von Motor Hennigsdorf wurden am Wochenende die Regionalmeisterschaften Nord ausgetragen. In zehn Entscheidungen wurden die Medaillen und Tickets für die brandenburgischen Titelkämpfe ausgespielt. Teilnehmer waren die Kreismeister und Platzierten aus den Landkreisen Prignitz, Barnim, Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin.  Ende April treffen dann die Besten in Berlin auf die Endrundenteilnehmer der Regionen Mitte und Süd. Aus dem Landkreis waren insgesamt 19 Kegler in Hennigsdorf dabei. 7 Medaillen und 9 Startplätze für die LEM gab es. Höhepunkte waren die Siege von Markus Ringgenberg (SV 90) bei den Junioren und Sylke Jäkel (BBC 91) bei den Damen A.

Am Samstag spielten die männlichen Teilnehmer die Medaillengewinner aus. Einen spannenden Kampf um den Titel lieferten sich Titelverteidiger Christopher Penz (Eberswalde) und 90er Markus Ringgenberg. Nach 120 Würfen lag der Fehrbelliner mit starken 916 Holz ein Holz vor dem Eberswalder. Platz drei ging mit 884 Holz an den Perleberger Til Runge.

Im Herren-Wettkampf war gleich ein Ruppiner Quartett im Starterfeld. Die besten fünf können nach Berlin fahren. Mit sehr guten 935 Holz holte sich der Ex-Fehrbelliner Mathias Metzdorf (Seedorf) den Titel. Danach folgten gleich drei 90er. Silber und Bronze gingen mit 931 und 928 Holz an Dirk Sperling und Daniel Neumann. Mit 916 Holz folgte Titelverteidiger Benjamin Münchow.  Sebastian Krause belegte mit 903 Holz den achten Rang. Bis zum Minimalziel Rang fünf fehlten ihm vier Holz.

Auch bei den Herren A stand mit BBC 91 Kegler Thomas Gabrysch ein Ruppiner auf dem Podest. Seine 902 Holz bedeuteten Bronze und eines der vier Berlin-Tickets. Gold holte sich Heimkegler Wolfgang Grabek mit 918 Hölzern. 12 Holz weniger bedeuteten für Sven Kämpfe (Eberswalde) Silber. Ebenfalls sehr gut schlug sich 90er Günther Speer mit 890 Holz. Damit wurde er Fünfter. Vor beziehungsweise hinter ihm lagen die beiden Seedorfer Bundesligaspieler Norbert Witzel (893) und Frank Wilke (888). Rainer Baum (Kyritz) und Karsten Seidel (Wittstock) belegten mit 874 und 872 Holz die Ränge 10 und 11.

Im Wettkampf der Herren B war ein Ruppiner Trio am Start. Bester wurde 90er Bernd Bujack mit Rang sieben und 859 Holz. Mit Rang sechs wäre er im Brandenburger Finale gewesen. Das Kyritzer Duo Bernd Neumann und Rainer Lexow belegte mit 852 und 521 Holz die Plätze 10 und 12. Wobei Rainer Lexow nach 81 Würfen verletzungsbedingt aufgeben musste. Regionalmeister wurde der Seedorfer Jürgen Reimann (891). Silber und Bronze gingen mit 883 und 882 Hölzern an den Oranienburger Peter Kindermann und den Glienicker Manfred Blüthner.

Im Wettkampf der Herren C war kein Kreisspieler dabei. Meister wurde der Oranienburger Detlev Hollnagel (874).

 

Am Sonntag spielten dann die Damen ihre Meister aus. SV 90 Spielerin Meike Erdmann konnte sich mit 875 Holz die Silbermedaille sichern. Mit zwei Holz mehr holte sich die Eberswalderin Jessica Fleischer den Titel. Rang drei ging mit 856 Holz an die Wandlitzerin Sophie Heinz.

Auch im Wettkampf der Damen ging Silber an eine Ruppinerin. Nicole Liebert ließ starke 896 Holz fallen. Nur die Perlebergerin Heike Bolzmann schaffte mit 907 Holz ein höheres Ergebnis. Mit 894 Holz ging Bronze an die Eberswalderin Lisa Völter. Ebenfalls das Berlin-Ticket konnte SV 90 Keglerin Manuela Dreßler buchen. Mit 876 Holz und Rang fünf war sie in der Endrunde. Clubkameradin Sissy Wiankes 866 Holz (10.) reichten am Ende nicht ganz. Zwei Holz fehlten für die LEM. 

Im Wettkampf der Damen A gab es dann den Sonntagshöhepunkt der Ruppinerinnen. BBC 91 Keglerin Sylke Jäkel konnte mit der Schnapszahl von 888 Holz ihren Titel erfolgreich verteidigen. Silber und Bronze gingen mit 872 und 867 Holz an Elke Walter (Wandlitz) und Ines Sojka (Eberswalde). Die zweite Kreisstädterin Heike Lebrun belegte mit 836 Holz den 7. Rang.

Bei den Damen B und C gewannen Marianne Wilke (Perleberg) und Eva Bonow (Eberswalde) mit 874 und 853 Hölzer. Ruppinerinnen waren hier nicht am Start.

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Freitag, 23 März 2018 07:34

Wird aus Silber noch Gold?

Mehr Spannung kann es für die Kegler und Anhänger des SV 90 Fehrbellin am letzten Doppelspieltag nicht geben. Das erste Team spielt in der deutschen Eliteliga auf fremden Bahnen im Fernduell mit Kiel um die deutsche Meisterschaft. Zweitliganeuling SV 90 II kann zu Hause im Duell gegen Empor Brandenburger Tor den Klassenerhalt perfekt machen.

Kann der amtierende deutsche Vizemeister SV 90 Fehrbellin den amtierenden deutschen Meister ETV/ Phönix Kiel am letzten Doppelspieltag der 1.Bundesliga noch vom Thron stoßen? Noch haben die Kieler zwei Punkte mehr als die Rhinstädter auf der Habenseite und damit die besseren Karten für eine erfolgreiche Titelverteidigung. Beide Teams müssen in der Fremde antreten und spielen gegen heimstarke Gegner.  Die 90er müssen zudem auf Schützenhilfe der Hauptstadtclubs Hertha BSC und Union hoffen.

Fehrbellin reist Samstag Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Gastgeber ist der KC Einheit Schwerin. Sonntag kommt es in Seedorf zum Brandenburg-Derby. Alle vier Gastgeber haben in dieser Saison auf der Heimbahn noch kein Spiel verloren. Fehrbellins Gastgeber Schwerin und Seedorf gaben in dieser Spielserie fünf- beziehungsweise zweimal den Zusatzpunkt ab. Am engsten wurde es für die Schweriner beim letzten Heimspiel gegen Hertha BSC, als man das Spiel mit ganzen acht Holz gewinnen konnte.

Die 90er haben bisher achtmal auf den Schweriner Bahnen gespielt. Dreimal fuhr man ohne Punkte zurück, dreimal hatte man den Zusatzpunkt im Heimgepäck, zweimal erkämpfte man alle drei Zähler. Eng waren die Duelle eigentlich immer. Drei Punkte strebt das 90er Sextett auch am Samstag an, will man weiter an Gold schnuppern. Die Hausherren liegen im sicheren Mittelfeld und haben ihre Zielstellung Klassenerhalt bereits sicher erreicht.

Natürlich wird die ganze Liga am Samstag auf diese Partie und das Spiel der Herthaner gegen Kiel schauen. Die Berliner sind zu Hause noch ungeschlagen, viermal gab man jedoch den Zusatzzähler ab. Meister Kiel will natürlich das Spiel gewinnen und damit für die Vorentscheidung sorgen.

Oder steht der Meister erst am Sonntag fest, wenn die 90er in Seedorf und die Kieler bei Union antreten? Auch hier hängen die Trauben für beide Teams hoch. Seedorf gab erst zweimal den Zusatzpunkt ab. Fehrbellins Bilanz bei den neun Auftritten in der Prignitz: Dreimal siegten die Gastgeber, viermal holten die 90er den Zusatzpunkt, zweimal siegte der SV 90 im Brandenburg-Derby. Die Unioner - die Franke Schützlinge gaben bisher viermal den Zusatzpunkt ab - werden zeitgleich die Kieler empfangen. Für die Hausherren geht es an diesem Wochenende noch um Bronze, somit wird man versuchen, ohne Punktverlust das Wochenende zu überstehen, um dann nach Spielende eine Medaille in Empfang nehmen zu können.

Bei Fehrbellin sind alle Mann an Deck. Kapitän Dirk Sperling kann also auch auf seinen Routinier Dietmar Stoof zurück greifen, der vor Wochenfrist noch auf die Teilnahme an den Regionalmeisterschaften verzichtete, um seinen lädierten Oberschenkel zu schonen.

 

Zweitligateam vor Klassenerhalt

Spannend ist es auch in der 2. Bundesliga, Staffel Süd/ Ost. Auf der 90er Heimbahn wird es an diesem Wochenende ebenfalls hoch her gehen. Wie schwer es ist, in dieser Liga die Klasse zu halten, mussten alle drei Neulinge erfahren. Die Pasewalker stehen bereits als Absteiger fest. Der SV90 II und Empor Brandenburger Tor liegen punktgleich auf dem zweiten Abstiegsplatz. Die Rhinstädter haben die besseren Karten für den Ligaverbleib. Sie empfangen am Samstag den Hauptstadtclub in der Rhinstadt und wollen somit den Heimvorteil nutzen. Ein Sieg wäre wohl der Klassenerhalt. Verlieren die Männer um Kapitän Norbert Krämer jedoch gegen EBT, geht es am Sonntag um 10 Uhr beim Bundesligafinale gegen Spitzenreiter NKC 72 Berlin um alles. Die Kegler von EBT müssen dann beim Tabellenzweiten Michendorf/ Seddin um die Hölzer spielen.

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Vor laufenden TV-Kameras – der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtete vom Spiel – zeigten die Fehrbelliner Bundesligakegler erneut eine Topleistung. Sie bezwangen Stavenhagen am Samstag deutlich und ließen am Sonntag gegen Stralsund einen weiteren Dreier folgen. Damit ist der Grundstein für ein spannendes Saisonfinale in zwei Wochen in Schwerin und Seedorf gelegt.

 

SV 90 Fehrbellin – SV Blau-Weiß 76 Stavenhagen 3:0 (5438:5251 Holz, 57:21 EWP)

Die gewohnt stark aufspielende Startachse mit Alexander Wolski (913) und Dirk Sperling (920) unterstrich die 90er Ambitionen, dem Titelverteidiger aus Kiel im Fernduell den einen oder anderen Einzelwertungspunkt abzunehmen. Andreas Huth (876) und Sven Wiesener (877) zeigten zwar solide Leistungen, blieben aber dennoch weit zurück.

Dietmar Stoof (909) fand wieder zu alter Heimstärke, während Daniel Neumann (894) nicht ganz zufrieden war. Um die gegnerischen Klaus Wermann (875) und Dirk Strese (877) hinter sich zu lassen, reichte es dennoch.

Im finalen Durchgang hatte Sebastian Krause noch ein kleines Highlight parat. Mit 919 Holz schrammte er knapp am Tagesbestwert vorbei. Mitspieler Nico Witter machte es wesentlich spannender. Erst mit den letzten Würfen konnte er sich gegen Stavenhagens Steffen Ast mit 883:880 Holz durchsetzen. Klaus-Dieter Zaluski (866) komplettierte eine ausgeglichen gute Mannschaftsleistung der Gäste.

Unter dem Strich hatten jedoch alle sechs 90er die Nasen vorn und somit endete das Spiel mit dem bestmöglichen Ergebnis von 57:21 EWP zu Gunsten der Rhinstädter. Auch die zahlreich angereisten Schlachtenbummler, die für eine prächtige Stimmung sorgten, waren begeistert.

 

SV 90 Fehrbellin – KV Hansa Stralsund 3:0 (5429:5192 Holz, 56:22 EWP)

Im Spiel gegen die Kiel-Bezwinger von der Ostsee zeigte sich ein ähnliches Bild. Alexander Wolski (905) und Dirk Sperling (918) kamen zwar nicht ganz an die Vortagsergebnisse heran, legten aber dennoch Werte vor, an die kein Auswärtiger heran kommen sollte. Hansa hatte mit Manfred Dill gleich den besten Mann auf der Bahn. Seine 886 umgelegten Kegel konnte im weiteren Spielverlauf kein Gast mehr toppen. Christian Ziems (870) komplettierte die erste Tour.

Dietmar Stoof (897), der leicht angeschlagen in die Partie ging, scheiterte knapp an der 900er-Grenze. Dafür erwischte Daniel Neumann einen Traumlauf. Zur Überraschung aller sicherte er sich im 21. Heimspiel mit bärenstarken 920 Holz erstmals die 12 Punkte. Joachim Rasch (873) und Andreas Kammann (853) konnten dem nichts entgegen setzen.

Benjamin Münchow und Sebastian Krause wollten nun das Ergebnis vom Vortag wiederholen. Dazu mussten beide über die 886 Holz aus der Startachse. Während Sebastian mit 904 Holz seine Aufgabe recht souverän erfüllte, ließ Benjamin auf den vorderen Bahnen zu viel liegen – oder besser stehen. Trotz furioser Aufholjagd reichte es nicht mehr ganz. Mit 885 Holz beendete er sein Spiel und sorgte damit für Zufriedenheit im Stralsunder Lager. Nicht die Höchststrafe kassiert und besser, als Meister ETV/ Phönix Kiel in Fehrbellin, lautete das einhellige Fazit der Gäste. Da konnte man auch die weniger guten Ergebnisse von Udo Berndt (860) und Torsten Hochmann (850) verschmerzen.

Fehrbellin hat also seine Hausaufgaben gemacht. Doch was war mit Kiel? Trotz des Fehlens von Leistungsträger Alexander Eggers blieb man gegen Schwerin und Seedorf schadlos, kam aber an beiden Tagen nicht über eine Unterwertung von 53:25 EWP hinaus. Das bedeutet: In der eventuell entscheidenden Einzelwertung liegen die 90er nun mit 12 EWP vorn. Bei Punktgleichheit wird diese Wertung herangezogen.

Die Rivalen Hannover erwischten hingegen ein gebrauchtes Heimwochenende. Gegen die beiden Berliner Teams ging jeweils der Zusatzzähler weg. Dadurch beträgt der Vorsprung der 90er nun 7 Punkte auf die drittplatzierten Niedersachsen. Bei zwei ausstehenden Spielen ist den Fehrbellinern also Silber nicht mehr zu nehmen. Hannover hingegen muss nun wieder um Bronze bangen.

Der Abstiegskampf ist wiederum nur scheinbar spannend. Zwar trennen die elftplatzierten Ilsenburger nur 2 Punkte vom rettenden Ufer (Stralsund und Stavenhagen), jedoch spielen die letztgenannten zu Hause, während die auswärts noch punktlosen Sachsen-Anhalter in der Fremde antreten. Der KSC Ilsenburg benötigt also ein kleines Kegelwunder. Der VfL Stade steht indes als erster Absteiger fest.

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Dienstag, 27 Februar 2018 07:32

Die Meisterschaft bleibt offen

Während der SV 90 Fehrbellin seine Pflichtaufgaben auf heimischer Anlage erfüllte, verpasste der Tabellenführer aus Kiel die Vorentscheidung um die deutsche Meisterschaft. Dank der vier Punkte – Kiel gewann in Stavenhagen und sicherte sich den Zusatzpunkt in Stralsund – haben die Norddeutschen trotzdem die besseren Karten im Saisonendspurt.

 

 

 

 

SV 90 Fehrbellin – VfL Stade 3:0 (5452:5253 Holz, 57:21 EWP)

Die 90er ließen dem VfL Stade, der mit großer Wahrscheinlichkeit den Gang in Liga zwei antreten werden muss, von Beginn an nicht den Hauch einer Chance. Die Fehrbelliner Anschieber Alexander Wolski und Dirk Sperling legten beide sagenhafte 925 Kegel auf die Seite, was bereits im Startblock den Tagesbestwert markieren sollte. Der Vorsprung betrug bereits uneinholbare 117 Holz.

Die Mittelachse kam zwar nicht ganz an die Ergebnisse heran, doch Dietmar Stoof (901) und Daniel Neumann (909) konnten ihre Gegner klar distanzieren. Im Schlussdurchgang ließ Nico Witter noch mal etwas Hoffnung beim Gast aufkeimen, eventuell doch um die Höchststrafe (57:21 EWP) herumzukommen. Doch auf der Zielgeraden schob sich Witter (887) knapp am besten Stader, Ralf Schmidt (885), vorbei. Sebastian Krause komplettierte das gute Mannschaftsergebnis mit soliden 905 Holz.

 

SV 90 Fehrbellin – Rivalen Hannover 3:0 (5400:5256 Holz, 52:26 EWP)

Von der Papierform handelte es sich beim Sonntagsgegner um ein größeres Kaliber, spielen die Rivalen doch um die Bronzemedaille. Mit dem Vortagessieg aus Ilsenburg im Gepäck zeigten sich die Spieler bereits vor den ersten Kugeln zufrieden mit der Wochenendausbeute.

Doch die 90er ließen sich durch die gegnerischen Understatement-Versuche nicht beirren. Wolski ließ der Gala vom Samstag eine ebenso starke Leistung (919 Holz) folgen. Dirk Sperling haderte etwas mit dem Fallglück, kam aber dennoch auf solide 906 Holz. Robert Neumann, der lange Zeit gut mithielt, musste sich am Ende genauso geschlagen geben, wie sein Teamkollege Ellrik Freienberg.

Und auch in der Mittelachse lief alles nach Plan. Daniel Neumann legte im Vergleich zum Vortag sogar noch vier Holz drauf. Dietmar Stoof lieferte sich einen spannenden Kampf mit Hannovers Christian Spyra, den der Werderaner im Dress der 90er auf der letzten Gasse mit 900:894 Holz doch noch recht klar für sich entschied.

Wieder stand es 4:0 in der Einzelwertung und das Schlussduo konnte locker aufspielen – eigentlich. Vielleicht fehlte die Spannung, vielleicht steckte der grippale Infekt auch noch in den Knochen des überraschend schnell wiedergenesenen Benjamin Münchow. Auf jeden Fall mühte er sich 33 Würfe um die richtige Feinjustierung, jedoch vergeblich. Nico Witter übernahm, kam aber nicht über 858 Holz hinaus. Das reichte wenigstens für einen Gästespieler, sollte jedoch so nicht häufiger vorkommen. Sebastian Krause landete mit 904 Holz in einem Bereich, den er in den letzten Spielen mit erfreulicher Regelmäßigkeit abrufen konnte.

Der Jubel beim Fehrbelliner Anhang über das Ergebnis der Kieler in Stralsund war jedoch spürbar größer, als die Freude über den Heimsieg. Mit einer beherzten Leistung überzeugte der Abstiegskandidat und konnte dem Titelverteidiger zwei Punkte abringen. Im Hinblick auf die Spannung in der Bundesliga war das Ergebnis wohl den meisten Kegelinteressierten recht. „Chapeau vor der Leistung der Stralsunder! Sie haben gezeigt, wie man gegen Kiel antreten muss. Wenn man an seine Stärke glaubt und nicht zu viel Respekt zeigt, kann man sie schlagen.“, bedankte sich 90er Sebastian Krause für die Schützenhilfe der Mecklenburger.

 

Beide Teams müssen in zwei Wochen ihre Hausaufgaben zu Hause erledigen, bevor es in vier Wochen zum ultimativen Fernduell um die Deutsche Meisterschaft 2018 kommt. Kiel muss dann nach Berlin, Fehrbellin nach Schwerin und Seedorf.

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Donnerstag, 22 Februar 2018 22:53

Hoffen und Hausaufgaben machen

Die Titelchancen der Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin sind nach dem vergangenen Doppelspieltag deutlich geschwunden. Durch die wenig glanzvollen Auftritte in Kiel und Oldenburg handelt man sich einen ordentlichen Rückstand von 4 Punkten auf die Kieler ein. Doch was bedeutet das?

Werfen wir einen Blick auf das Restprogramm beider Teams: Während die 90er zunächst in vier Heimspielen gegen den VfL Stade (11.), Rivalen Hannover (3.), SV Blau-Weiß Stavenhagen (9.) und den KV Hansa Stralsund (10.) fehlerfrei bleiben und alle 12 Punkte in der Heimat behalten muss, hat die SG ETV/ Phönix Kiel nur noch zwei Heimaufgaben vor der Brust – gegen Einheit Schwerin (8.) und den SVL Seedorf (7.). Zunächst sind die Norddeutschen jedoch bei den abstiegsbedrohten Mecklenburgern – Blau-Weiß Stavenhagen und Hansa Stralsund – zu Gast. Hier rechnen alle mit zwei Auswärtserfolgen des Serienmeisters, was faktisch die Entscheidung bedeuten würde.

Nur, wenn Kiel zweimal patzt, bleiben die Chancen des SV 90 realistisch. In diesem Falle würde es zum absoluten Showdown am letzten Wochenende kommen, welches Ende März stattfindet. Dann sind beide Spitzenclubs auswärts dran.

Kiel hat es mit Hertha BSC Berlin und Union Oberschöneweide zu tun. Bei Hertha kann man durchaus von einem Kiel-Erfolg ausgehen. Oberschöneweide hingegen ist in den letzten Jahren nicht das Pflaster der Schleswig-Holsteiner gewesen. Auf Schützenhilfe der Unioner kann man sich also berechtigt Hoffnung machen.

Die 90er wiederum reisen im vorletzten Spiel nach Schwerin, wo man immer um den Sieg mitspielen konnte. Sonntagsgegner Seedorf wäre da in der aktuellen Form schon ein anderes Kaliber. Zwar konnten die Rhinstädter bereits das ein oder andere Mal den Dreier von der Löcknitz entführen. Doch in diesem Jahr spielt Seedorf um die Medaillen, hat also noch Druck auf dem Kessel. Zudem haben die Nordbrandenburger nach dem Wiederaufstieg zu alter Heimstärke gefunden und mit dem wiedererstarkten Mathias Metzdorf eine Topverstärkung erhalten.

Wenn also nach Spieltag 20 beide gleichauf sind, ist ein Punktegleichstand auch nach dem letzten Spiel absehbar. Dann würden die Einzelwertungspunkte entscheiden. Hier liegen aktuell die 90er auf gutem Kurs.

Alles hängt von den Spielen ab, die Kiel an diesem Wochenende bestreitet. Das bedeutet aber auch, Fehrbellin hat es nicht in der eigenen Hand. Diese Chance hat man in den letzten Wochen vertan.

Nun zum kommenden Wochenende. Leider hat die Grippewelle um sich gegriffen. Dietmar Stoof lag unter der Woche noch flach. Sein Einsatz wird sich kurzfristig entscheiden. Benjamin Münchow kam erst am Donnerstag auf die Lazarettliste, wird wohl gegen Stade und Hannover ausfallen. Und auch Sebastian Krause hatte es bereits vor zwei Wochen erwischt, so dass er bis Samstag wieder bei 100 % sein wird. Dennoch ist man sich der eigenen Stärken auf der heimischen Anlage bewusst und geht mit breiter Brust ins Wochenende.

Laut Kapitän Dirk Sperling stehen die Ersatzleute Bernd Bujack und Günther Speer zur Verfügung. Beide können auf der Heimbahn mit dem einen oder anderen Bundesligaspieler mithalten. Ob ihr Einsatz nötig wird, sehen alle Fans und Interessierten am Samstag ab 13 Uhr in der Kegelhalle in der Fehrbelliner Luchstraße.

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Sonntag, 11 Februar 2018 17:21

Lange Gesichter bei Fehrbellin

Einen großen Schritt in Richtung Titel wollte man gehen. Am Ende steht der SV 90 nach dem Auswärtswochenende in Kiel und Oldenburg mit leeren Händen da. Wenig meisterlich waren die Leistungen der 90er, mit Ausnahme des Ranglistenersten und Mannschaftskapitäns Dirk Sperling.

 

SG ETV/ Phönix Kiel – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5383:5271 Holz, 53:25 EWP)

Gegen die Stars Roger Dieckmann (919 Holz) und Kai Ludorf (901) war dem Fehrbellin-Sechser klar, dass man nicht wird mithalten können. Dennoch wollte man einigermaßen auf Tuchfühlung bleiben. Dies misslang Nico Witter (865) und Benjamin Münchow (869) jedoch gründlich. Doch verloren war noch lange nichts.

Die interessanten Duelle folgten im Mittelblock. Doch Daniel Neumann (876) erwischte ebenfalls einen gebrauchten Tag und musste Kiels Jörn Kemming (892) ziehen lassen. Sebastian Krause war lange auf einem guten Weg, musste sich jedoch im letzten Wurf Sascha Brinks mit 888:886 geschlagen geben.

„Ich ärgere mich, dass ich es in dieser Saison auswärts nicht schaffe, über alle vier Bahnen auf Topniveau zu spielen.“, zeigt sich Krause nach dem Spiel selbstkritisch, dass er zwei Einzelpunkte liegen ließ.

Mit einer 4:0-Führung im Rücken konnte Kiel locker aufspielen, während sich bei Fehrbellin so langsam Resignation breit machte. Trotzdem konnte Dirk Sperling einmal mehr den Mannschaftsbestwert von 896 Holz erzielen. Alexander Eggers hatte mit 903 Holz die richtige Antwort parat, sodass auch die letzten Zweifel am klaren Heimsieg ausgeräumt waren. Zu allem Übel verlor auch Alexander Wolski (879) sein Duell gegen den etwas zurückhaltend agierenden René Richter (880).

Kapitän Dirk Sperling zeigte sich mit der Mannschaftsleistung unzufrieden: „Kiel hat heut die Tür für den Zusatzpunkt aufgemacht, aber wir waren nicht zur Stelle. Das wollten wir eigentlich besser machen.“

 

KSK Oldenburg/ Holstein – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5390:5323 Holz, 48:30 EWP)

In Oldenburg sollten es in der Startachse wieder die beiden Youngster richten. Benjamin Münchow zeigte sich von seiner besseren Seite und konnte gegen die Stender-Brüder erstaunlich gut mithalten. Gerade Jan blieb mit 896 Holz etwas hinter den Erwartungen zurück, während Marc mit 907 Holz eine erste Duftmarke setzte. Benjamin verließ die Bahn mit 892 Holz, was für die anderen Oldenburger eine hohe Hürde werden sollte. Nico Witter bleibt im Formtief (856).

Daniel Neumann und Dirk Sperling bildeten die 90er Mittelachse. Daniel kam nach hartem Kampf auf 885 Holz – kein schlechtes Ergebnis, aber an dem Tag ein paar Holz zu wenig, um die Heimspieler in Schach zu halten. Dirk Sperling griff wieder einmal in die Trickkiste und zauberte das gleiche Ergebnis wie Marc Stender in Runde 1 auf die Bahn. Leider sollte das fehlende Holz gegenüber dem vorlegenden Oldenburger noch teuer werden. Auf Heimseite knackte Arnim Barkholtz die Vorlage von Münchow (896), während Lars Boller (891) knapp daran scheiterte.

Unter der Voraussetzung, dass kein Heimspieler die 907 von Sperling knackt, mussten Sebastian Krause und Alexander Wolski nun fünf Einzelpunkte gutmachen, um den Zusatzpunkt einzufahren. Da Jörg Vogelmann wie schon im letzten Aufeinandertreffen einen Sahnetag erwischte und mit 912 Holz Bestwert spielte, waren nun sogar 6 EWP nötig. Sebastian war auf einem guten Weg in Richtung der entscheidenden 896 Holz. Eine Schwächephase auf der dritten Bahn kostete jedoch einige Hölzer. Immerhin schob er sich im letzten Wurf ein Holz vor Boller (892). Und auch Wolski war noch gut im Geschäft. Den Gegner Jan Haagen (888) hatte er im Griff. Doch die letzten Körner fehlten auch ihm. Durch die 891 Holz von Alex kam der SV 90 auf 30 von 32 nötigen Einzelpunkten. Somit gab es wieder keine Punkte.

Daniel Neumann: „Leider hatte ich ein gebrauchtes Wochenende. Ich hätte der Mannschaft gern mehr geholfen.“

Sektionsleiter Peter Wolski richtet den Blick trotz der Enttäuschung bereits nach vorn. „Natürlich hätten wir gern etwas mehr als nur an Erfahrung gewonnen. Jetzt muss die Konzentration aber auf den nächsten Heimspielen liegen.“ Aus den nächsten vier Spielen, die allesamt auf der Heimbahn ausgetragen werden, wollen die 90er 12 Punkte holen, um dann am abschließenden Auswärtswochenende in Schwerin und Seedorf einen echten Showdown zu haben.

Dazu darf Kiel in zwei Wochen in Stavenhagen und Stralsund nicht die maximale Punktausbeute holen. Die besseren Karten haben nun in jedem Fall die Kieler in der Hand, die in der Tabelle nach dem Wochenende vier Punkte vor Fehrbellin liegen.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1

Vor der Auswärtspartie beim amtierenden Deutschen Meister, SG ETV/ Phönix Kiel, liegen die Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin auf Rang eins in der Tabelle. Dies kann sich am Samstag jedoch mit einem Kieler Heimsieg ändern. Sollten die 90er nicht den angestrebten Zusatzpunkt erkämpfen, ziehen die Kieler am Sechser vom Rhin vorbei. Und auch die Aufgabe, die der SV 90 am Sonntag vor der Brust hat, ist nicht einfacher. Beim KSK Oldenburg im Norden Schleswig Holsteins konnte man in drei Anläufen noch keinen Punktgewinn verzeichnen.

Trotz des drohenden Verlusts der Spitzenposition gehen die 90er gelassen in die Partien. „Wir stehen im Moment gut da und haben zwei Punkte mehr, als Kiel. Sollten wir dort punkten, zählt das doppelt. Das weiß auch Kiel.“, schiebt Sebastian Krause den Druck an die Förde. „Kiel muss liefern und den Dreier holen. Wir wissen, was wir auf der Anlage können. Für einen Punkt sind wir immer gut.“, gibt sich Krause optimistisch für den zweiten Punktgewinn im elften Spiel im Kieler ETV-Heim.

Der Sonntagsgegner KSK Oldenburg/ Holstein ist hingegen so etwas wie der Angstgegner der Rhinstädter. Das Team um die Topspieler Jan und Marc Stender machte den 90ern in den bisherigen drei Gastauftritten das Leben schwer. Dennoch war man im Vorjahr knapp am Zusatzpunkt dran. Das will man in diesem Jahr besser machen. „Zu Saisonbeginn waren wir mental zur Stelle, wenn der Gegner wackelte. Dies haben wir zuletzt etwas vermissen lassen“, so Krause, „wir müssen wieder so giftig sein, wie am Anfang!“

Fehlen wird den 90ern Routinier Dietmar Stoof. Er sorgte in dieser Spielzeit vor allem zu Hause für viel Furore, rief aber auch auswärts meist gute Leistungen ab. Aus persönlichen Gründen kann er die Reise in den hohen Norden nicht antreten. Die Chance für den sehr mannschaftsdienlich agierenden Nico Witter, sein Können unter Beweis zu stellen. Kapitän Dirk Sperling ist guter Dinge: „Wir wissen, was Nico kann. In dieser Saison klemmt es bei ihm noch ein wenig. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis bei ihm der Knoten platzt.“ Witter kam bereits

 

 

Zweitligist glaubt an Klassenerhalt

 

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II hat zweimal Heimrecht. Nach dem Dreier im Brandenburg-Derby liegt man erstmals auf einem Nichtabstiegsplatz (9.). Der Vorsprung auf einen Anstiegsplatz beträgt jedoch nur einen mageren Punkt.

 Am Samstag um 13 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr sind erstmals der SV Binde und der Stendaler KC in der Rhinstadt zu Gast. Zielstellung für das Fehrbelliner Sextett ist jeweils der Dreier. Dafür wird eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig sein. Zudem muss man sehen, wie die Gästeteams mit der 90er Bahnanlage klar kommen. In der Tabelle liegen Binde und Stendal mit Rang acht und fünf im sicheren Mittelfeld. Wie immer hofft der SV 90 II auf die Unterstützung der Ruppiner Kegelfans.

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Sonntag, 28 Januar 2018 19:33

Niederlage trotz Bestleistung

Am so genannten Wechselspieltag, an dem die 90er Bohlespezialisten das Hin- und Rückspiel gegen die Reisepartner vom KSC Ilsenburg ausspielten, zeigten die Rhinstädter erneut, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Zu sechs Punkten reichte es dennoch nicht.

 

SV 90 Fehrbellin – KSC Ilsenburg 3:0 (5380:5251 Holz, 53:25 EWP)

Das Heimspiel am Samstag war alles andere, als ein Selbstläufer. Die Harzer kamen, wie bereits der zweite Aufsteiger aus Schwerin, erstaunlich gut mit den Fehrbelliner Bahnen zurecht. Nicht unbedingt verwunderlich ist, dass diesen Teams das Tempo liegt. Überraschend hingegen war stellenweise die Konstanz, die bei den Liganeulingen zu beobachten war.

Doch der SV 90 ließ sich, gewarnt durch das Schwerin-Spiel, nicht aus dem Konzept bringen und zog ein über weite Strecken souveränes Heimspiel über die Bühne. Dirk Sperling (916:887) und Alexander Wolski (894:885) hatten ihre Kontrahenten Peter Rummelhagen und Christian König unter Kontrolle. Dietmar Stoof (891:856) und Daniel Neumann (896:881) konnten sich ebenfalls vor alle Gästekegler schieben.

Dass die Gäste trotz guter Ergebnisse nur knapp der Höchststrafe entgingen, haben sie Benjamin Münchow (878:885) zu verdanken. Durch die 905 Holz von Sebastian Krause, denen Holger Schneevoigt 857 entgegen zu setzen hatte, wurde die Heimserie aus 36 Spiele ohne Punktverlust ausgebaut.

Dauerrivale Kiel hatte parallel dazu etwas Fortune, dass im Spiel gegen Oldenburg alle drei Punkte in der Hansestadt blieben. Wer weiß was passiert wäre, hätte nicht Nationalspieler Marc Stender bei Oldenburg gefehlt.

 

KSC Ilsenburg – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5353:5341 Holz, 41:37 EWP)

Beim Rückkampf in Derenburg am Sonntag war die Hoffnung groß, ebenfalls einen Dreier einfahren zu können. Ilsenburg steckt nach Heimniederlagen gegen Kiel und Hertha BSC tief im Abstiegsstrudel. Keines der bisherigen Heimspiele konnte man ohne Punktverlust bestreiten. Die Anlage in Derenburg ist überhaupt erst seit dieser Saison die Heimstätte des KSC.

Doch die Harzer zeigten, dass sie in der Winterpause nicht untätig waren. Extra-Trainingsschichten wurden geschoben, um konstant hohe Ergebnisse abrufen zu können. Das sollte sich im Startblock bereits bedingt auszahlen. Christian König spielte mit 900 Holz persönliche Saisonbestleistung. 90er Benjamin Münchow hatte da mit 878 Holz das Nachsehen. Weil Daniel Neumann (893) gegen Peter Rummelhagen (867) klare Vorteile hatte, lagen die Rhinstädter erst einmal in Front.

In der Mittelachse trumpfte auf Seiten der Blau-Gelben Alexander Wolski groß auf und legte mit 906 Holz ein Spitzenergebnis hin. Doch anders, als in vergangenen Ilsenburg-Heimspielen war das noch keine Vorentscheidung. Die ebenfalls Bestleistung spielenden Fabian Langer (897) und Horst Bläß (902) zeigten feinsten Kegelsport. Nico Witter und Dietmar Stoof mussten sich gemeinsam mit 865 Holz zufrieden geben, was einen Rückstand von 24 Holz zur Konsequenz hatte.

Doch Dirk Sperling und Sebastian Krause wollten jetzt erst Recht den Sieg. Beide kamen richtig gut ins Spiel und hatten zur Hälfte den Rückstand fast egalisiert. Besser noch: Drei Gassen vor Schluss führten die Rhinstädter mit zwischenzeitlich acht Holz. Doch es war wie verhext. Marcel Gleffe und Oliver Angerstein kämpften sich zurück ins Spiel. Während Ilsenburg nun am Drücker war, machten die 90er einige Flüchtigkeitsfehler. Das Spiel kippte erneut und fünf Würfe vor dem Ende brach eine Neun von Angerstein die Fehrbelliner Gegenwehr. Mit Zwölf Holz ging der KSC Ilsenburg letztendlich als strahlender Sieger von der Bahn. Dass Sperling mit seinen 913 Holz Tagesbestwert spielte und seine Führung in der Einzelwertung festigte, wird die Enttäuschung nur bedingt lindern. Für Gleffe waren die 891 Holz natürlich Saisonbestwert, während Angerstein immerhin einmal mehr als die 896 an der Anzeigetafel zu stehen hatte. Für Sebastian Krause standen am Ende 886 Holz zu Buche.

Bei den ganzen Bestleistungen ist klar, dass auch der bisherige Mannschaftsbestwert um 25 Holz gesteigert wurde. Da reichte es für Fehrbellin auch nicht, das beste Gästeergebnis erkämpft zu haben.

 

In Oldenburg sah es für Kiel lange Zeit nach einer „Nullnummer“ aus, ehe im Schlussdurchgang Alexander Eggers und Roger Dieckmann aufdrehten und noch bis auf elf Holz an die Heimmannschaft heran kamen. Auch die Kieler holten damit einen Punkt. Beide Titelaspiranten können also von einer verpassten Chance sprechen, wobei es sich für die Norddeutschen mehr wie ein Punktgewinn, für die 90er jedoch eher wie ein Punktverlust anfühlen dürfte.

 

In zwei Wochen kommt es für die 90er zum Spitzenspiel. Beim Meister und ärgsten Verfolger SG ETV/ Phönix Kiel wird es zwar schwer, mit einer Topleistung ist jedoch der Zusatzpunkt drin. Es wäre ein „Big Point“ im ewigen Duell. Am Sonntag strebt man den ersten Punktgewinn beim KSK Oldenburg/ Holstein an.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Donnerstag, 25 Januar 2018 19:33

Wechselspieltag in der Bundesliga

An diesem Wochenende finden in den Bohle-Bundesligen der Herren die Wechselspieltage statt. Der Tabellenführer, SV 90 Fehrbellin trifft zweimal auf den KSC Ilsenburg. Die Harzer sind Liganeuling und liegen auf dem elften Platz. Für das 90er Sextett heißt das Ziel, in beiden Partien den Dreier zu erkämpfen.

Doch Sektionsleiter Peter Wolski warnt schon im Vorfeld, den Gegner nicht zu unterschätzen: „Bereits gegen den zweiten Neuling Schwerin Mitte November konnten wir erst mit dem letzten Wurf alle drei Punkte zu Hause behalten. Nur wenn alle sechs ihre Leistungen abrufen, werden wir unsere makellose Heimbilanz fortsetzen können.“ Um 13 Uhr erfolgen die ersten Würfe auf der Bahnanlage in der Luchstraße.

Nach Spielschluss muss dann gleich die Sporttasche gepackt werden. Es geht direkt in das 280 Kilometer entfernte Ilsenburg, wo dann am Sonntagvormittag das Rückspiel steigen wird. Die Harzer dürfen sich zu Hause eigentlich keinen Punktverlust mehr leisten, will man weiter Erstligist bleiben. Der KSC Ilsenburg trägt seine Heimspiele seit dieser Saison im nahe gelegenen Derenburg aus. Für die Mannen um Kapitän Dirk Sperling ist die Bahnanlage Neuland. Erst beim Einspielen wird man sehen, ob man mit der Derenburger Anlage zu Recht kommt.

„Wir haben eine gute Auswärtsform, das hat man auch in Berlin vor zwei Wochen wieder gesehen.“, ist Sebastian Krause nach den zwei knappen Niederlagen zuversichtlich. „Wir haben gezeigt, dass wir überall um den Sieg mitspielen können. Wie uns die Bahn in Ilsenburg liegt, müssen wir aber erst einmal sehen.“ Bisher zeigte man in dieser Spielserie in den Auswärtspartien sehr gute Leistungen und holte aus den sechs Begegnungen elf Punkte. „Mit Dirk und Daniel haben wir zwei Topleute, die auswärts den Unterschied machen können. Wenn der Rest dann auch mitspielen kann, wird es für die meisten Teams ein harter Kampf.“, schickt Krause eine erste Kampfansage in Richtung Harz.  

Der ärgste Rivale, Titelverteidiger Kiel spielt zweimal gegen Oldenburg. Beide Teams liegen nur 60 Kilometer auseinander. Vielleicht schon ein kleiner Vorteil für den deutschen Meister, der somit keinen großen Reisestress haben dürfte. Am Samstag steigt das Spiel in Kiel, Sonntag sind dann die Oldenburger Gastgeber. Hier gab es in den letzten Jahren meistens sehr enge Spiele. Die Stender-Brüder und Co. könnten mit einem Heimsieg sogar weiter vom ersten Medaillengewinn träumen.

 

Der SV 90 Fehrbellin II muss am Samstag erwartungsgemäß in der Fremde antreten. Hier kommt es zweimal zum Brandenburg-Derby gegen die Spielgemeinschaft Seddin/ Michendorf. Dieses Team liegt nach 12 Spieltagen auf dem dritten Tabellenrang. Nur ein Punkt fehlt zum Tabellenführer NKC 72 Berlin. Auch wenn die Aussichten hier nicht so rosig sind, wird der Liganeuling die Punkte nicht kampflos hergeben. Am Sonntag trifft man sich dann um 10 Uhr in der Rhinstadt zum Rückspiel. Dann heißt die Zielstellung für das 90er Sextett: Punkte sammeln für den Klassenerhalt. Natürlich hofft man dann, dass zahlreiche Kegelfans dem Rhinstädter-Sextett den Rücken stärken.

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