Am verlängerten Wochenende wurden an drei Wettkampftagen auf den Kegelbahnen in Hennigsdorf (Herren), Oranienburg (Damen) und Berlin Völkerfreundschaft (Paare) die Landesmeisterschaften im Einzel und Doppel beziehungsweise Mixed im Bohlekegeln ausgetragen. Neben den Podestplätzen ging es noch um die Fahrkarten zu den deutschen Titelkämpfen, die Mitte Juni in Bremen ausgetragen werden. Für das Finale mussten sich alle Teilnehmer im Vorfeld über die Kreismeisterschaften beziehungsweise eine der drei Regionalmeisterschaften qualifizieren.

Die Bohlekegler aus dem Ruppiner Land hatten sich insgesamt für das Märkerfinale in den Einzelentscheidungen 13 Startplätze erkämpft. Im Doppel und Mixed hatte man 8 Startplätze. Am Ende hatte man nach den Einzelentscheidungen einen kompletten Medaillensatz erkämpft. Höhepunkt war der Gewinn der Landesmeisterschaft in der Klasse Herren A durch Thomas Gabrysch (BBC 91), sowie die Vizemeisterschaft von Benjamin Münchow (SV 90) bei den Herren und die Bronzemedaille von Meike Erdmann (SV 90) bei den Juniorinnen. Gleichzeitig konnte dieses Trio das Ticket für die deutschen Titelkämpfe erspielen. Im Doppel und Mixed erkämpften die Kegler des SV 90 nochmals eine Silber und zwei Bronzemedaillen sowie ein weiteres Ticket für Bremen.


Junioren (6 Startplätze DM):

Hier war BBC 91-Talent Marc Pöthke einziger Ruppiner im Starterfeld. Mit 843 Holz belegte er den 8. Rang. Zum Bremen-Ticket fehlten 27 Hölzer. Landesmeister wurde Christian Kögel (Bremsdorf) mit starken 912 Hölzern. Silber und Bronze gingen mit 909 und 897 Holz an Christopher Penz (Eberswalde) und Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin) mit 909 und 897 Holz.

Herren (2 Startplätze DM):

In diesem Wettkampf bewarb sich ein OPR-Trio um die Medaillen. Mit der Schnapszahl von 888 Holz holte sich Benjamin Münchow (SV 90 Fehrbellin) die Vizemeisterschaft. Nur Torsten Weinkauf vom Gastgeber Motor Hennigsdorf kam mit 904 Holz auf ein besseres Ergebnis und sicherte sich überraschend den Titel. Platz drei ging mit 885 Holz an Tassilo Schulz (Wellmitz). Mit zwei Holz weniger kam 90er Mathias Metzdorf auf den undankbaren vierten Rang. Der Kyritzer Michael Geselle musste sich mit dem 16. Rang (855 Holz) zufrieden geben.

Herren A (2 Startplätze DM):

Auch hier war ein Trio dabei. Nicht zu schlagen war BBC 91-Spieler Thomas Gabrysch. Mit 901 Holz holte er sich die Goldmedaille. Silber und Bronze wurden erst nach dem Stechen vergeben, da Uwe Kinas (Dennewitz) und Manfred Schidlowski (Pessin) jeweils 897 Holz im Spielbericht hatten. Im Stechen gewann dann der Dennewitzer mit 65:62. Das BBC-Duo Bernd Klatt und Frank Pabst kam mit 888 und 866 Holz auf den 11. und 15. Rang.

Herren B (3 Startplätze für DM):

Der einzige OPR-Starter Helge Dittert (Wittstock) kam mit 868 Holz auf den elften Rang. Fünf Holz mehr wären schon Rang sechs gewesen. Meister wurde der Brandenburger Reinhard Seeger mit 890 Holz vor dem Potsdamer Helmut Heinke mit 888 Holz. Bronze ging mit drei Holz weniger nach dem Stechen an Manfred Blüther (Glienicke/Nordbahn).

Herren C (2 Startplätze für DM):

Auch hier war Fehrbellins Christian Nußbaum einziger OPR-Starter. Mit 852 Holz belegte er einen guten sechsten Rang. Landesmeister wurde Wolfgang Peter (Geltow) mit 889 Holz.

Juniorinnen (3 Startplätze für DM):

Titelverteidigerin Jennifer Schauer war auch in diesem Jahr nicht zu schlagen. Mit 851 Holz verteidigte sie erfolgreich den Titel. Vizemeisterin wurde mit 832 Holz Jennifer Stroka (Wellmitz). Mit Bronze und einem Bremen-Ticket trat SV 90 Keglerin Meike Erdmann (829 Holz) die Heimreise an. Platz vier ging mit 817 Holz an Clubkameradin Mareike Dietrich.

Damen (1 Startplatz DM):

In diesem Wettkampf ging BBC91 Keglerin Nicole Liebert auf Holzjagd. Mit 843 Holz belegte sie in der Endabrechnung den 7. Platz. Landesmeisterin wurde erwartungsgemäß Angela Weise (Kablow) mit 862 Holz. Mit Silber und Bronze fuhren Sandra Sandow (Neu-Plötzin/ 855) und Lisa Völter (Eberswalde/ 851) nach Hause.

Damen A (3 Startplätze):

In diesem Wettkampf ging es am engsten zu. Titelverteidigerin Sylke Jäkel vom BBC 91 Neuruppin wurde zur tragischen Figur. Mit 837 Holz verfehlte sie um ein Holz einen Podestplatz und das damit verbundene DM-Ticket. Ein Holz mehr nach 120 Würfen hatte die Luckenwalderin Sarina Rasack. Mit 840 und 839 Holz gewannen Marina Penz (Eberswalde) und Regine Loewa (Altdöbern) Gold und Silber. Die zweite BBC Keglerin Heike Lebrun belegte mit 801 Holz den 16. Rang.

Damen-Doppel (2 Startplätze für DM):

Hier fehlten dem 90er Doppel Meike Erdmann/ Kathrin Hildebrandt sechs Holz zum Podestplatz. Mit 882 Holz belegte man den 6. Rang. Gleich dahinter folgte das BBC 91 Paar Sylke Jäkel/ Heike Lebrun mit 876 Hölzern. Das 90er Paar Sissy Wianke/ Manuela Dreßler folgte mit 859 Holz auf dem 10. Rang. Landesmeisterin wurden Angelika Lehnhardt/ Viola Haseloff (Michendorf) mit 906 Holz. Rang zwei und drei gingen mit 900 und 888 Holz an Marlen Soost/ Angela Weise (Kablow) und Karen Völter/ Lisa Völter (Eberswalde).

Mixed (2 Startplätze für DM):

Hier waren drei OPR-Paare im Finale. Mit 922 Holz lagen Sissy Wianke/ Mathias Metzdorf (SV 90) und Angela Weise/ Andreas Luther (Kablow) auf den 2. Rang. Ein Stechen um Silber konnte aber nicht mehr stattfinden, Metzdorf arbeitsbedingt nicht mehr vor Ort war. Somit musste das 90er Mixed mit Rang drei vorlieb nehmen. Mit zwei Holz mehr holte sich Michéle Bombik/ Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin) die Goldmedaille. Das 90er Mixed Kathrin Hildebrandt/ Nico Witter und das BBC 91-Mixed Sylke Jäkel/ Axel Wolter folgten mit jeweils 897 Holz auf den Rängen fünf und sechs. 

Herren-Doppel (2 Startplätze für DM):

Das Eberswalder-Doppel Sven Kämpfe/ Christopher Penz verhinderten mit 939 Holz einen Fehrbelliner Doppelerfolg und holte sich mit einer starken Vorstellung den Titel. Auf sechs Holz weniger kamen Daniel Neumann/ Dirk Sperling. Dafür gab es Silber und das Bremen-Ticket. Auf Platz drei folgten ihre Clubkameraden Nico Witter/ Benjamin Münchow mit 931 Hölzern.

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Sonntag, 26 März 2017 16:48

SV 90 Fehrbellin deutscher Vizemeister

Im zehnten Jahr der Erstligazugehörigkeit erkämpften sich die Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin am Sonntag zum fünften Mal die Silbermedaille. Am letzten Doppelspieltag gab es nochmals gegen Blau-Weiß Stavenhagen und Hansa Stralsund zwei souveräne Heimsiege. Lohn war, dass man als einziges Team auf der Heimbahn eine weiße Weste behielt.

Nach Spielende erfolgte dann die Siegerehrung. Als Vertreter des Deutschen Keglerbundes überreichte Udo Sandow dem 90er Team die Medaillen sowie das Silberband. Meister wurde verdient Titelverteidiger Kiel. Bronze ging in die Bundeshauptstadt, an den Vizemeister des Vorjahres, Union Oberschöneweide.

 

21. Spieltag: SV 90 Fehrbellin - SV Blau-Weiß 76 Stavenhagen 3:0 (5412: 5220 Holz, 57:21 EWP)

Das 90er Sextett ließ nichts anbrennen und schickte die Kegler aus Stavenhagen mit der Höchststrafe nach Hause. In Runde eins wurde Alexander Wolski mit 901 Holz Durchgangsbester. Sebastian Krause folgte mit der Schnapszahl von 888 Holz. Auf Gästeseite konnte Andreas Huth mit 879 Holz Mannschaftsbestwert erspielen. Partner Klaus-Dieter Zaluski folgte mit 854 Holz.

Im Mittelblock steigerten sich die 90er nochmals. Dietmar Stoof ließ starke 916 Holz fallen. Daniel Neumann knackte mit 903 Holz ebenfalls die begehrte 900er-Marke. Die Gästekegler Torsten Schwarz und Steffen Ast hatten am Ende des Spieles 868 und 863 Holz im Spielbericht. Somit war das Spiel bereits entschieden und der Dreier auf klarem Weg Richtung Heimmannschaft.

Nur eine Frage war noch offen: Schafft es Kapitän Dirk Sperling, den Tagesbestwert zu knacken und sich somit die 12 Einzelwertungspunkte zu holen. Verbissen kämpfte er sich an das Stoof-Ergebnis heran. Buchstäblich mit dem letzten Tageswurf zog er mit einem Holz (917) noch vorbei. Da Benjamin Münchow 887 Holz erkegelte lagen alle sechs Heimspieler in der Einzelwertung vorne. Somit gab es in dieser Saison das fünfte 57:21 in der kleinen Wertung. Die 879 und 877 Holz der Mecklenburger Klaus Wermann und Sven Wiesener hatten somit nur noch statistischen Wert.

 

22. Spieltag: SV 90 Fehrbellin - Hansa Stralsund 3:0 (5383: 5168 Holz, 55:23 EWP)

Wieder begann das 90er Team mit Startachse Alexander Wolski und Sebastian Krause. Mit 899 und 888 Holz konnten sie eine beruhigende Führung von 64 Holz erspielen. Auf Gästeseite kamen Manfred Dill und Paule Meller auf 879 und 844 Holz.

Dietmar Stoof und Daniel Neumann wollten nun in der Mittelachse als erste die 900-Holz-Marke knacken. Dietmar Stoof gelang dies mit 913 Holz sehr souverän. Daniel Neumann kam dagegen, anders als am Vortag, nicht wie erhofft ins Spiel. Nach 92 Wurf nahm Benjamin Münchow seinen Platz ein. Am Ende standen 870 Holz auf dem Ergebniszettel. Auf Seiten der Hanseaten kamen Joachim Rasch und Christian Ziems auf 874 und 864 Holz.

Im Schlussblock wollte nun Kapitän Dirk Sperling wie knapp 22 Stunden zuvor das aktuelle Höchstholz von Dietmar Stoof knacken. Auch dieses Mal gelang das Vorhaben. Mit 917 Holz wurde er wieder bester Holzsammler des Spieltages. Aber auch die 896 Holz von Partner Nico Witter konnten sich sehen lassen. Die Stralsunder Torsten Hochmann und Andreas Kammann hatten erhebliche Mühe mit der Bahnanlage und kamen am Ende auf 849 und 858 Holz.

 

Eine lange Saison findet nun so langsam wieder ein Ende. Die kommenden Aufgaben im Kreispokal, Doppel- sowie Einzel-Wettbewerben sowie LVM können die 90er nun locker angehen lassen. Eine Medaille hat man jedenfalls erst einmal in der Tasche. Dementsprechend ließ man das Wochenende mit ein paar Getränken und guter Laune ausklingen.

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An diesem Wochenende findet in der 1. und 2. Bundesliga der Bohlekegler der letzte Doppelspieltag der Saison statt. Für die Kegler des SV 90 Fehrbellin, im letzten Jahr noch Vierter, könnte es im zehnten Jahr der Erstligazugehörigkeit den sechsten Podestplatz geben. 2010 wurde man deutscher Meister. 2011, 2013, 2014 und 2015 gab es jeweils die Silbermedaille. Am Sonntag könnte es nun die fünfte Vizemeisterschaft zu feiern geben.

Vor den letzten beiden Spielen liegt man zwei Punkte vor Rekordmeister Hannover auf dem Silberrang. Zudem hat man eine sehr gute Unterwertung. Da Hannover auswärts ran muss, die Rhinstädter hingegen Heimrecht haben, spricht alles für das 90er Sextett. Titelverteidiger Kiel ist der Meistertitel nicht mehr zu nehmen.

Die Gästeteams kommen jeweils aus Mecklenburg-Vorpommern. Am Samstag ab 13 Uhr heißt der Gegner SV Blau-Weiß Stavenhagen. Die Kegler aus der Reuterstadt liegen sechs Punkte hinter dem Fehrbelliner Team und haben noch theoretische Chancen auf einen Medaillenplatz. Dazu müssten beide Partien, in Fehrbellin und Sonntag in Seedorf gewonnen werden. Das schaffte bisher noch kein Team – beide Heimteams liegen in der Heimtabelle auf Platz eins und zwei.

Der derzeitige Dritte Hannover will auch am Ende Medaillengewinner sein. Auch die Niedersachsen müssen in der Fremde auf Punktejagd gehen. Sie sind zweimal in der Bundeshauptstadt, gegen Union Oberschöneweide und Hertha BSC, zu Gast. Vizemeister Union hat ebenfalls noch Medaillenhoffnungen. Am Samstag muss dazu ein Dreier gegen Hannover her und am Sonntag braucht man Schützenhilfe von den Herthanern.

Dass die 90er am letzten Wochenende so viele Heimpunkte verlieren, ist kaum denkbar. Immerhin hat man als einziges Team in dieser Saison zu Hause eine weiße Weste. Vier Punkte sollten für Silber reichen. Im allerschlimmsten Fall müsste man sich mit Bronze zufrieden geben. Das will man natürlich nicht, deshalb wird man auch vor den letzten Bundesligaspielen nochmals das Trainingspensum erhöhen.

Sonntagsgegner ab 10 Uhr ist Hansa Stralsund. Den Keglern von der Ostsee steht das Wasser bis zum Hals. Sie müssen am letzten Wochenende unbedingt punkten, will man weiter Erstligist sein.

Kurios: Auch bei einem Abstieg könnten die Hanseaten in der nächsten Saison wieder Gast in der Rhinstadt sein. Voraussetzung wär der Aufstieg der zweiten Herrenmannschaft des SV 90 eine Woche später in Delmenhorst.

Vor allem am Sonntag hoffen die 90er natürlich auf eine gut gefüllte Halle. Nach Spielende (12.30 Uhr) wird die offizielle Siegerehrung durch den Deutschen Keglerbund durchgeführt werden. Gleichzeitig will sich die Sektion bei allen Kegelfans noch einmal für die Unterstützung bedanken. Immerhin konnten alle drei Damen- und sechs Herrenmannschaften in ihren Klassen in dieser Saison sehr gute Platzierungen erzielen.

Und auch die 1. Mannschaft hat einen kleinen Dankesgruß für die Fans vorbereitet. Worum es sich dabei handelt, wurde noch nicht verraten.

 

Vor dem letzten Doppelspieltag:

1. ETV/ Phönix Kiel                        (47)                gegen Oldenburg und Stade (H)

2. SV 90 Fehrbellin                        (38)                gegen Stavenhagen und Stralsund (H)

3. Rivalen Hannover                      (36)                gegen Union Oberschöneweide und Hertha BSC (A)

4. Blau-Weiß Stavenhagen              (32)                gegen Fehrbellin und Seedorf (A)

5. Union Oberschöneweide              (32)                gegen Hannover und Bremerhaven (H)

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KSK Oldenburg/ Holstein – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5388:5307 Holz, 48:30 EWP)

Am Samstag in Oldenburg lautete die Zielstellung, endlich einen Punkt zu erringen. Im vergangenen Jahr war man schon knapp dran – lediglich ein Einzelpunkt fehlte.

Dazu wollte man im Startblock mit Daniel Neumann und Alexander Wolski gleich zwei Duftmarken setzen. Beide begannen gegen die starke Bruder-Achse Jan und Marc Stender gut, führten sogar nach der ersten Bahn. Doch dann hatten beide Probleme mit den Außenbahnen und verloren deutlich an Boden. Am Ende kämpfte sich Neumann noch auf 886 hoch, Wolski blieb mit 882 Holz knapp dahinter. Die Stenders waren hingegen eine Klasse besser. Jan kam mit 904, Marc sogar mit 909 Holz von der Bahn. Das Spiel war somit schon zu Gunsten der Oldenburger vorentschieden.

In der Mittelachse wurden vier Spieler auf einem Niveau aufgeboten. Nils Wieske und Arnim Barkholtz kämpften sich auf Seiten der Gastgeber nah an die vorgelegten Gästeergebnisse heran. Wieske zog mit 885 an Wolski vorbei, scheiterte jedoch an den 886 von Neumann. Barkholtz kam nicht über 880 Holz hinaus und lag bis dato auf dem letzten Platz. Für die 90er kamen Benjamin Münchow und Nico Witter zum Einsatz. Während sich Münchow mit dem letzten Wurf vor Wieske setzte (885), fehlte Witter ein Holz (884). Der Zusatzpunkt war nun absolut im Bereich des Möglichen.

Die Rhinstädter schickten mit Dirk Sperling und Sebastian Krause zwei heiße Eisen ins Feuer, für Oldenburg kamen die Routiniers Matthias Hübner und Jörg Vogelmann zum Einsatz. Die Heimkegler zogen einsam ihre Kreise. Sperling und Krause konnten drei Bahnen lang nur bedingt gegenhalten. Jörg Vogelmann war zu diesem Zeitpunkt auf 12-Punkte-Kurs, Hübner noch gerade so in Reichweite. Einer der beiden Fehrbelliner musste ihn schlagen, um auf 32 EWP kommen zu können. Doch Hübner machte an diesem Tag keine Geschenke, so dass die guten Ergebnisse auf den 90er Schlussbahnen nicht genug waren. Am Ende reihten sich Sperling (884) und Krause (886) in die geschlossene Mannschaftsleistung ein. Kurios: Alle sechs lagen innerhalb von vier Holz. Vogelmann machte seinen persönlichen Tagessieg mit sehr guten 912 Holz perfekt, Hübner kam auf 898 Holz.

Unter dem Strich mussten die Mannen um Dirk Sperling konstatieren, dass der Punkt zwar drin war - Sperling hätte 2 Holz, Witter 1 Holz mehr spielen müssen - Oldenburg aber die 3 Punkte nicht unverdient errungen hatte.

 

VfL Stade – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5199:5220 Holz, 37:41 EWP)

Am Sonntag hatte Fehrbellin die letzte Auswärtsaufgabe vor der Brust. Der VfL Stade, eine normalerweise stabile Heimmannschaft, die jedoch in diesem Jahr schon Federn lassen musste und somit etwas verunsichert ins Spiel ging, empfing die Brandenburger.

Diese Verunsicherung wollte die Startachse, bestehend aus Dirk Sperling und Alexander Wolski, nutzen. Beide hielten von Anfang an voll dagegen. Obwohl Ralf Schmidt für die Gastgeber mit 886 Holz den Mannschaftsbestwert erzielte, holten die beiden Fehrbelliner eine 18-Holz-Führung. Alexander Wolski kam auf 865 Holz und Dirk Sperling zeigte zum wiederholten Mal eine Topleistung in Stade. Mit 889 Holz nahm er seinem Gegenspieler Bernd Heidtmann 39 Holz ab.

 

Im Mittelblock setzte sich der Trend fort. Thorsten Linkenbach und Ralf Boldt steuerten 846 und 872 Holz für Stade bei. Dies nutzten Benjamin Münchow (861 Holz) und Daniel Neumann (859 Holz), um den Vorsprung auf 20 Holz zu erhöhen.

 

Noch nie war der Sieg in Stade in so greifbarer Nähe. Doch noch war nichts in trockenen Tüchern. An diesem Tag lief es einfach für die Blau-Gelben. Sebastian Krause (870) und Dietmar Stoof (876) zeigten gute Leistungen und konnten gegenüber Dag Maibaum (876) und Bert Maashöfer (869) sogar ein weiteres Holz gewinnen. Der Plan ging auf und der erste Dreier bei den Norddeutschen war obendrein verdient. Fehrbellin hat sich einfach weniger Fehler geleistet.

 

 

 

Rechenspiele

 

Nun war die Frage, was die Verfolger gemacht haben.

 

Hannover büßte zu Hause einen Punkt gegen Kiel ein, gewann aber klar gegen Husum. Damit kommen sie auf 36 Punkte und müssen noch zu Union und Hertha BSC. Union hingegen blieb auswärts in Stavenhagen und Stralsund ohne Punkte, hat 32 Punkte und eine schlechte Unterwertung. Die 90er kommen 2 Spiele vor Schluss auf 38 Punkte mit sehr guter Unterwertung. Kiel steht unterdessen mit 47 Punkten als alter und neuer deutscher Meister fest.

 

Heißt für die 90er: Mit 4 Punkten aus den letzten beiden Spielen (Stavenhagen/ Stralsund) ist Silber nicht mehr zu nehmen. Dass Stavenhagen (32 Punkte, spielt in Fehrbellin/ Seedorf) zwei Auswärtssiege landet und Fehrbellin beide Heimspiele verliert, können sich selbst kühnste Optimisten  nicht vorstellen. Union kann bei sechs Punkten Rückstand und schlechter Unterwertung nicht mehr an den Fehrbellinern vorbeiziehen. Somit sollte Fehrbellin die Saison im schlimmsten Fall auf Platz drei beenden.


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Mittwoch, 08 März 2017 21:39

Punkten für die deutsche Vizemeisterschaft

An diesem Wochenende müssen die Bohlekegler des SV 90 Fehrbellin zum letzten Male in der Fremde antreten. Gegner an diesem Doppelspieltag sind die heimstarken Teams von Oldenburg und Stade. Trotzdem heißt die Zielstellung wieder: Punkten für die deutsche Vizemeisterschaft.

Vier Spieltage vor Saisonende in der deutschen Eliteliga liegt das 90er Team auf dem Silberrang. Schon dreimal konnte man die deutsche Vizemeisterschaft in den letzten sechs Spielserien erkämpfen. Nun will man zum vierten Mal die Silbermedaille in die Rhinstadt holen. Drei beziehungsweise vier Punkte hinter dem Fehrbelliner Sextett liegen der Vizemeister des Vorjahres Union Oberschöneweide sowie der Bronzemedaillengewinner Rivalen Hannover.

Am Samstag früh geht es für die Mannen um Kapitän Dirk Sperling Richtung Holstein. Im 300 km entfernten Oldenburg will man endlich ab 13 Uhr eine Serie knacken. Bei den fünf Partien gegeneinander gab es jeweils einen Dreier für das Heimteam. Um den Zusatzpunkt zu erhalten werden 32 Einzelpunkte benötigt. In den zwei bisherigen Spielen erreichten die 90er 31 beziehungsweise 27 Punkte. Beim dritten Anlauf soll es nun klappen.

Nach dem Spiel geht es dann weiter in das 170 km entfernte Stade. Hier trifft man am Sonntag auf den VfL Stade von 1850. Achtmal war man auf dieser Bahnanlage Gast. Viermal konnte man den Zusatzpunkt erkämpfen. Die Stader, die sonst in der deutschen Eliteliga gerade von ihrer Heimstärke leben, sind zurzeit zu Hause eine 

Wundertüte. Dadurch verlor man schon einige Punkte und brachte sich selbst in Abstiegsgefahr. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt man auf dem zehnten Rang.

Insbesondere die Kegler von Stralsund hoffen auf Schützenhilfe aus Fehrbellin. Bei einer Niederlage der Stader würden die Chancen der Hansa Kegler auf den Klassenerhalt in der deutschen Eliteliga wieder steigen.

Natürlich werden auch die Fehrbelliner die Auftritte der ärgsten Medaillenrivalen verfolgen. Hauptstadtclub Union muss ebenfalls reisen. Sie spielen in Stavenhagen und Stralsund. Rekordmeister Hannover hat dagegen Heimrecht, muss am Samstag gegen Meister Kiel ran. Sonntag ist Neuling Husum Gast in der Landeshauptstadt von Niedersachsen.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Montag, 27 Februar 2017 11:34

Fehrbellin wieder auf Silberkurs

Das 90er Team ließ auch an diesem Doppelspieltag zu Hause nichts anbrennen und behielt mit jeweils zwei 3:0 Siegen gegen Hannover und Bremerhaven als einziges Team die „weiße Weste“ auf der Heimbahn.

Damit ist man vier Spieltage vor Saisonende wieder auf den zweiten Rang vorgerückt.  Hauptstadtclub Union und Hannover folgen mit drei beziehungsweise vier Punkten Rückstand. Auch für die Einzelwertung wurde am Wochenende nochmals gepunktet. Beide Gästeteams wurden mit der Höchststrafe nach Hause geschickt – das heißt, dass alle 90er besser waren, als der beste Gästekegler.  Alle Teams haben jetzt jeweils zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele zu absolvieren. Die Rhinstädter müssen in zwei Wochen in Oldenburg und Stade antreten, bevor zum Bundesligafinale Stavenhagen und Stralsund in die Rhinstadt kommen.                                                                                                                                   

 

SV 90 Fehrbellin : Rivalen Hannover 3:0 (5403: 4393 Holz, 57:20 EWP)

Am Samstag gegen Rekordmeister Hannover zeigte man eine starke Mannschaftsleistung, alle sechs Spieler lagen gerade einmal 12 Hölzer auseinander.

Bereits vor Spielbeginn war klar, dass die beiden Spielpunkte beim Heimteam bleiben, da Hannover nur mit einem Quintett in die Rhinstadt anreiste. Geschwächt durch kurzfristige Krankmeldungen war dies nicht anders möglich. Trotzdem wollte der Tabellenzweite den 90ern den Zusatzpunkt nicht kampflos überlassen.

Auch bei dem Fehrbelliner Sextett fehlte mit Benjamin Münchow an diesem Wochenende eine Stammkraft. Die Fehrbelliner Startachse musste schon alles geben um am Ende vorn zu sein. Alexander Wolski zog buchstäblich mit dem letzten Wurf an Sebastian Krause vorbei. Mit 904 und 903 Holz erspielten sie das zweit- und drittbeste Tagesergebnis. Aber auch Rivale Christian Spyra zeigte ein sehr gutes Spiel. Trotz zweier Fehlwürfe kam er immer noch auf beachtliche 891 Holz. Damit wurde er am Ende bester Holzsammler der Niedersachsen. Da sein Partner Hans Springfeld 843 Holz an der Anzeigetafel hatte, führten die Hausherren mit 73 Holz.

Auch der Mittelblock ging an die Gastgeber. Dietmar Stoof und Daniel Neumann beendeten ihre Spiele mit 897 und 895 Hölzern. Für die Gäste ließen Tobias Kirchhoff und Michael Hanke 882 und 890 Holz fallen. Somit trennten beide Teams jetzt 93 Holz. Wichtiger war aber, dass alle vier Heimspieler in der Einzelwertung vorne lagen.

Im Schlussblock sorgten Nico Witter und Dirk Sperling dann für das perfekte Resultat. Beide trugen mit ihren Ergebnissen zur geschlossenen Mannschaftsleistung bei. Nico Witter erspielte 897 Holz und Kapitän Dirk Sperling sollte im Schlussspurt noch mit 907 Holz Tagesbester werden. Obwohl sich auch die 887 Holz von Rivalen Kegler Michael Lotze sehen lassen konnten, war an diesem Tag das 90er Sextett mit ihren Holzzahlen eine Klasse besser.

 

SV 90 Fehrbellin : LTS Bremerhaven 3:0 (5434: 5140 Holz, 57:21 EWP)

Das Spiel für die 90er begann wie am Vortag. Alexander Wolski und Sebastian Krause lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Nach sehr verhaltenen Start auf Bahn eins (Plus 3) steigerte sich Alexander Wolski noch auf sehr gute 912 Hölzer. Sebastian Krause folgte wie am Samstag mit 903 Holz. Auf Gäste-Seite konnte Jens Kohlenberg mit 889 Holz, das beste Tagesergebnis der LTS-Kegler erzielen. Sein Partner Klaus Wendelken ließ 861 Holz fallen.

Die Fehrbelliner Mittelachse Dietmar Stoof und Daniel Neumann wollten nun die Führung um den Zusatzpunkt ausbauen. Dafür waren wenigsten 890 Holz fällig. Auf der Gegenseite wollten Heinz-Dieter Menkens und Holger Lilkendey dieses verhindern. 90er Dietmar Stoof spielte alle acht Aufsätze konstant durch und schraubte den Tagesbestwert auf 919 Holz. Und auch Daniel Neumann konnte sich mit glatten 900 Holz noch einmal steigern. Damit lag man wieder mit vier Spielern vorne. LTS-Spieler Heinz-Dieter Menkens blieb mit 886 Holz knapp unter den Tagesbestwert der Bremerhavener. Holger Lilkendey hatte bereits Bahnprobleme, zu allem Überfluss kam noch eine Verletzung dazu, so dass er sein Spiel nach 108 Würfen (754) beenden musste.

Der letzte Durchgang hatte eigentlich nur noch statistischen Wert. Für beide 90er Nico Witter und Dirk Sperling ging es nur darum Einzelwertungspunkte zu sammeln. Dirk Sperling schob mit 910 Holz das drittbeste Ergebnis. Nico Witters 890 Holz sorgten dafür, dass am Ende wieder alle Fehrbelliner in der Tageswertung vorne lagen und es wie am Vortag 57 Einzelpunkte und somit die optimale Ausbeute für die Hausherren gab.

 

Eine Überraschung gab es am Sonntag im Kiel. Der designierte Deutsche Meister Phönix Kiel gab mit einer überaus durchschnittlichen Leistung einen Punkt gegen Abstiegskandidat Hertha BSC Berlin ab. Angesichts der 10 Punkte Vorsprung auf die 90er sollte dieser Ausrutscher jedoch keine Auswirkungen auf den Ausgang der Saison haben.

Sollten die Kieler am übernächsten Wochenende in Hannover und Bremerhaven mindestens 3 Punkte holen, stehen sie als Meister fest. Gleiches gilt, wenn Fehrbellin 3 oder weniger Punkte aus Oldenburg und Stade mitbringt. Es ist also zu vermuten, dass spätestens am Sonntag ein Haken hinter dem 7. Titel in Folge für die Mannen von  der Ostseeküste ist.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Donnerstag, 23 Februar 2017 21:58

Dreikampf um Silber und Bronze

Ganze zwei Punkte trennen nach 16 der 22 Spieltage in der 1. Bundesliga der Herren im Bohlekegeln Rang zwei bis vier. Auf dem Silberrang liegt zurzeit der deutsche Rekordmeister Rivalen Hannover. Zwei Punkte dahinter folgen der SV 90 Fehrbellin sowie Vizemeister Union Oberschöneweide. Gold ist dem Kieler Ausnahmeteam faktisch nicht mehr zunehmen.

An diesem Wochenende findet nun der drittletzte Doppelspieltag der Saison statt. Das 90er Sextett hat gegenüber dem ärgsten Verfolger Rivalen Hannover und Hauptstadtclub Union den Vorteil, noch vier Spiele auf der heimischen Bahn austragen zu können. Die anderen beiden Medaillengewinner des Vorjahres spielen dagegen nur noch zwei Partien zu Hause.

Am Samstag kommt es auf der fehrbelliner Kegelbahn zum Spitzenspiel. Das 90er Sextett hat ab 13 Uhr die Kegler von Rivalen Hannover zu Gast. Klare Zielstellung der Heimmannschaft ist der Dreier. Dann wäre man wieder auf dem heiß umkämpften Silberrang. Natürlich wollen die Niedersachsen dies verhindern. Immerhin musste man beim Hinspiel den 90er nach einem spannenden Kampf den Zusatzpunkt überlassen. Nun will man diesen wieder zurück erobern.

Am Sonntag kommt dann um 10 Uhr der Tabellensechste LTS Bremerhaven in die Rhinstadt. Die Kegler von der Nordseeküste liegen fünf Zähler hinter dem fehrbelliner Sextett. Auch in diesem Spiel will man die weiße Weste zu Hause behalten. Auch hier muss jeder seine Leistung abrufen. Mit Jens Kohlenberg und Boris Kölpin hat man zwei spielstarke Kegler in den Reihen, die an einem guten Tag jeder Heimmannschaft das Leben schwer machen können.


Restprogramm der Medaillenkandidaten:

Rivalen Hannover (31 Pkt.): SV 90 Fehrbellin (A), Seedorf (A), Kiel (H),              Husum (H), Union Oberschöneweide (A), Hertha BSC (A)

SV 90 Fehrbellin (29 Pkt.):  Hannover (H), Bremerhaven (H), Oldenburg (A), Stade (A), Stavenhagen (A), Stralsund (A)

Union Oberschöneweide (29 Pkt.): Kiel (A), Husum (A), Stavenhagen (A), Stralsund (A), Hannover (H), Bremerhaven (H)

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Freitag, 10 Februar 2017 21:18

Fehrbellin bei Union und Hertha BSC zu Gast

Die 1. Bundesliga der Bohle Kegler geht acht Spieltage vor Saisonende in die heiße Phase. Der Titel ist bereits Richtung Kiel vergeben, aber die Medaillenplätze sowie der Abstiegskampf ist weiter offen. Nach dem Brandenburg-Derby folgen für den Tabellenzweiten SV 90 Fehrbellin zwei  Spiele in der Bundeshauptstadt.

Am Samstag um 13 Uhr ist man in der Hämmerlingstraße zu Gast. Gastgeber ist der amtierende deutsche Vizemeister Union Oberschöneweide. Die Unioner liegen zurzeit drei Punkte hinter dem 90er Sextett auf dem undankbaren vierten Platz. Mit einem Dreier würde man mit den Rhinstädtern gleichziehen. Dieses wollen die Mannen um Kapitän Dirk Sperling natürlich verhindern. Große Hoffnung setzt man besonders auf 90er Daniel Neumann, der noch in der letzten Saison beim Gegner um die Hölzer spielte. Er kennt die Bahnen noch am besten und kann vielleicht seinem jetzigen Team ein paar Tipps geben. Aber auch so geht man zuversichtlich in das Bundesligaspiel. In den letzten Jahren konnte man fast immer etwas Zählbares aus der Hauptstadt mitnehmen.

Beim Gastgeber sind natürlich die Erwartungen ebenfalls hoch. Wollen André Franke und André Krause mit ihrer Mannschaft auch in diesem Jahr eine Medaille erkämpfen, kann man sich keinen Punktverlust leisten. Bisher hat man eine weiße Weste. Alle Punkte blieben beim Gastgeber, auch Kiel ging leer aus. Aber schon dreimal waren die Gäste schon knapp am Gewinn des Zusatzpunkt (32 Einzelwertungspunkte) dran. Diese Serie wollen die 90er natürlich knacken.

Am Sonntag geht es dann zum zweiten Erstligisten der Bundeshauptstadt, Richtung Adlergestell. Diesmal heißt der Gegner Hertha BSC. Auch hier werden die drei Punkte heiß umkämpft sein. Beide Clubs brauchen die Punkte. Die Herthaner stehen auf Rang neun. Damit befindet man sich im direkten Abstiegsstrudel. Nur einen Punkt weniger hat Stralsund, die auf einem direkten Abstiegsplatz liegen. Somit ist auch die Hertha zum Punkte verdammt. Bisher gab es nur eine herbe Heimniederlage gegen Kiel. Ziel des 90er Sextett ist es auch hier, den Zusatzpunkt im Heimgepäck zu haben um weiter im Medaillenkampf die Nase vorn zu haben.

Der dritte Anwärter auf die Silber- oder Bronzemedaille, Rivalen Hannover, liegt vor diesem Wochenende zwei Punkten hinter den Rhinstädtern auf dem dritten Rang. Der Rekordmeister hat an diesem Doppelspieltag zweimal Heimrecht gegen Oldenburg und Bremerhaven. Bei den Niedersachsen ist somit ein Sechserpack Pflicht. Somit werden sich wohl Union, Hannover und die 90er an diesem Wochenende noch dichter zusammen schieben. 

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Montag, 30 Januar 2017 18:17

Licht und Schatten im Brandenburg-Derby

Die Bundesliga-Duelle des SV 90 Fehrbellin mit dem SVL Seedorf von 1919 verliefen sehr unterschiedlich. Die Partie in der Prignitz konnten die Männer von der Löcknitz mit 3:0 für sich entscheiden, wobei es um den Zusatzpunkt sehr knapp zuging. Auf der Anlage im Luch sah es hingegen ganz anders aus. Die 90er schrammten mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung ganz knapp am Optimal-Ergebnis von 57:21 Einzelwertungspunkten vorbei und siegten mit 169 Holz.

 

SVL Seedorf von 1919 – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5444:5343 Holz, 48:30 EWP)

Die 90er wollten mit Ex-Seedorfer Dietmar Stoof und Sebastian Krause, derzeit bester 90er in der Einzelwertung, von Beginn an gegenhalten, um den Abstand zu Frank Wilke und Hans Fulczynski nicht zu groß werden zu lassen. Dies gelang zumindest Phasenweise, doch am Ende musste man eine etwas größere Lücke lassen. Gegen die Topergebnisse von Wilke und Fulczynski (je 919 Holz) konnte Stoof 897 und Krause 895 Holz gegen setzen. Nicht ganz das, was sich die 90er vorgestellt hatten.

Im Mittelblock waren Dirk Sperling und Alexander Wolski drei Bahnen lang drauf und dran, das Spiel zu drehen. Bereits 37 Holz hatte man aufgeholt. Doch beide stagnierten auf ihrer letzten Bahn. Sperling kam auf den Mannschaftsbestwert von 903 Holz, Wolski schaffte 899. Wichtig im Hinblick auf den Zusatzpunkt war, dass beide Seedorfer unter den Vorgaben der 90er Startachse blieben. Rainer Pagels erspielte 894 Holz, Sebastian Rönning drei Holz weniger. Der Zusatzpunkt war greifbar, der Spielgewinn angesichts von 20 Holz Rückstand noch möglich.

Dazu war man allerdings auf Patzer der Gastgeber angewiesen. Diese blieben jedoch sowohl bei Youngster Max Jannasch (918) als auch bei Routinier Erich Freitag (903) aus. Nun benötigten die 90er mindestens zweimal 892 oder einmal 895 Holz, um den Zusatzpunkt zu sichern. Benjamin Münchow und Daniel Neumann kamen jedoch schwer ins Spiel, streuten immer wieder Fehlhölzer ein. Nach 65 Wurf zog man die letzte Option und tauschte Neumann gegen Nico Witter aus. Doch auch das half nichts. Am Ende standen für Münchow 879 und für Neumann/ Witter 870 Holz zu Buche.

Letztendlich müssen sich die Rhinstädter an die eigene Nase fassen, angesichts der ausgelassenen Möglichkeiten. Der Punkt war allemal drin.

Für den unrühmlichen Negativhöhepunkt des Spiels sorgte ein weiblicher Zuschauer. Mitte des zweiten Durchgangs, als das Spiel zu Gunsten der 90er zu kippen schien, wurden die Mannschaften von beiden Fanlagern phrenetisch angefeuert. Offenbar zu viel für die Dame. Sie näherte sich von hinten 90er Startspieler Sebastian Krause und hielt ihm unvermittelt den Mund zu. Ihr war es zu laut. Solch ein Verhalten hat auf einer Sportanlage nichts zu suchen und kennt man aus den jahrelangen Duellen mit den Prignitzern nicht. Es waren stets fair geführte Spiele vor stimmungsvoller Kulisse. Offenbar wurde die Dame daraufhin des Raumes verwiesen – die einzig richtige Maßnahme.

 

SV 90 Fehrbellin – SVL Seedorf von 1919 3:0 (5399:5230 Holz, 56:22 EWP)

Die Startachse der 90er musste leicht umgestellt werden. Für Sebastian Krause, der aus der Nachtschicht kam, rückte Daniel Neumann an die Seite von Alexander Wolski auf Position 2. Und beide konnten vollends überzeugen. Alexander Wolski haderte zwar etwas mit dem Fallglück, konnte dennoch glatte 900 Holz in die Waagschale werfen. Daniel Neumann zeigte sein bislang bestes Heimspiel im Fehrbellin-Trikot. Er konnte sogar noch ein Holz mehr erspielen, als sein Partner. Die Seedorfer hatten Probleme, sich von Gasse zu Gasse umzustellen. Jürgen Reimann kam nach gutem Start auf 863 Holz, Sebastian Rönning kam auf ein Holz mehr. Um den Spielgewinn musste man sich also keine Sorgen machen.

In der Mittelachse kamen für die Rhinstädter Benjamin Münchow und Sebastian Krause zum Einsatz. Beide spielten solide vom ersten bis zum letzten Wurf. Unter dem Strich standen für Krause 893 Holz, Münchow erreichte 892 Holz. Hans Fulczynski und Rainer Pagels konnten etwas besser mithalten, waren mit 878 und 866 Holz jedoch trotzdem chancenlos.

Vor der Schlussachse ging es weniger um die Frage des Zusatzpunktes, sondern darum, ob alle 90er vor dem besten Seedorfer bleiben konnten. Doch da machte Frank Wilke einen Strich durch die fehrbelliner Rechnung. Mit 893 Holz konnte er das Ergebnis von Münchow um  Haaresbreite überbieten und die Höchststrafe abwenden. Dirk Sperling konnte an die Heimstärke der vergangenen Saison anknüpfen. Mit starken 916 Holz sicherte er sich die 12 Einzelpunkte. Partner Nico Witter fügte sich in die geschlossen gute Mannschaftsleistung nahtlos ein und erreichte 897 Holz. Die 866 Holz von Max Jannasch hatten nur noch statistischen Wert.

 

Ein Blick auf die anderen Ergebnisse zeigt, dass trotz der ausgelassenen Chance, am Samstag zu punkten, nicht viel passiert ist. Union Oberschöneweide teilte sich mit Hertha BSC die Punkte. Rivalen Hannover verlor knapp in Bremerhaven und konnte dadurch nur einen Punkt auf die 90er aufholen. Lediglich Meister Kiel konnte einen Auswärts-Dreier in Husum holen, was zum einen die Titelverteidigung auf noch sicherere Beine stellt und zum anderen die Sportfreunde Husum angesichts von 4 Punkten Rückstand zum rettenden Ufer an den Rande des Abstiegs beförderte.

 

In zwei Wochen geht es für die 90er mit den Spielen in der Hauptstadt weiter. Am Samstag wird der direkte Medaillenkonkurrent Union Oberschöneweide warten (Hämmerlingstraße). Sonntag geht es zu Hertha BSC Berlin (Adlergestell).

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Donnerstag, 26 Januar 2017 18:57

SV 90 Kegler im Brandenburg-Derby-Fieber

An diesem Wochenende findet in der 1. Bundesliga der so genannte Wechselspieltag statt, an dem jeweils die beiden Teams, die sonst zusammen reisen bzw. die gleichen Gegner auf ihrer Heimanlage begrüßen, zweimal gegen einander spielen. Für die beiden Brandenburger Teams Seedorf und Fehrbellin bedeutet dies: Derbyzeit.

Nach dem im Vorjahr das Derby auf Grund des voran gegangenen Abstieges der Prignitzer nicht stattfinden konnte, schafften die Seedorfer im ersten Zweitligajahr den sofortigen Wiederaufstieg. In dieser Saison sind die Prignitzer in der Tabelle von Gut und Böse weit entfernt und liegen auf einen sicheren 6. Tabellenplatz - auch dank der wieder erweckten Heimstärke. Am Samstag steigt ab 13 Uhr das Derby beim SVL. Bisher standen sich beide Teams 16 mal gegenüber.

An die Saison 2014/ 15 können sich die 90er noch sehr gut erinnern. In der Prignitz konnte man am 14. Oktober mit fünf Holz gewinnen und den Dreier in die Rhinstadt entführen - erst der zweite Sieg in der Prignitz. Kurios: auch der erste Derby-Auswärts-Sieg fiel auf einen 14. Oktober - im Meisterjahr 2009/ 2010. Damals ging es noch enger zu, denn es waren nur zwei Hölzer Unterschied.

Für die 90er geht es bei den beiden Spielen darum, den zweiten Tabellenplatz weiter zu festigen. Immerhin hat man den Bronzemedaillengewinner Rivalen Hannover und den amtierende Vizemeister Union Oberschöneweide im Nacken. Beide Teams folgen mit drei Zählern Rückstand und haben mit Bremerhaven und Hertha vermeintlich leichtere Nüsse zu Knacken, als die 90er. Somit heißt das Minimalziel wie so oft, den Zusatzpunkt mit in die Rhinstadt zu nehmen. Schon diese Aufgabe wird nicht leicht werden. Nur Meister Kiel konnte bei den heimstarken Seedorfern in dieser Saison einfach punkten.

Für zwei 90er, Kapitän Dirk Sperling und Dietmar Stoof, werden die Spiele auf Grund ihrer Seedorfer Vergangenheit wieder besonders brisant. Auch, wenn, gerade bei Sperling, die Erinnerungen nach 7,5 Jahren immer mehr verblassen, sahen beide in den vergangenen Spielen auf der Seedorfer Anlage stets gut aus. Auf sie setzen die 90er in erster Linie. Doch auch andere Fehrbelliner haben am Löcknitzstrand schon sehr gute Spiele abgeliefert.

Am Sonntag folgt dann ab 10 Uhr Teil zwei des Brandenburg-Klassikers. Hier zählt für die Mannen um Kapitän Dirk Sperling nur ein Dreier. Doch Vorsicht ist geboten. Die wiedererstarkten Nordbrandenburger konnten bereits in den Jahren 2008 und 2009 in der Rhinstadt punkten.

Beide brandenburgischen Mannschaften hoffen dazu an beiden Tagen auf eine jeweils gut gefüllte Halle und somit auf eine lautstarke Unterstützung der Fans. Natürlich werden die Rhinstädter auch die anderen Partien verfolgen. Meister Kiel, die Schleswig-Holsteiner liegen vier Punkte vor Fehrbellin, spielen zweimal gegen Schlusslicht Husum. Mit zwei Siegen wäre der vorzeitige Titelgewinn praktisch sicher. Rekordmeister Hannover trifft auf Bremerhaven und in der Bundeshauptstadt steigt zweimal das Derby Hertha BSC - Union. Somit könnte der Wechselspieltag richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf werden.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
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