Montag, 11 Februar 2019 21:06

Höchststrafe für Meister Kiel und Oldenburg

Sechs Spieltage vor Saisonende bleibt die deutsche Meisterschaft im Bohlekegeln in der 1. Bundesliga spannend. Die 90er zeigten in beiden Spielen gegen Kiel und Oldenburg meisterliche Leistungen. Sechs Punkte und die Tabellenführung waren der Lohn. Da Kiel auch in Michendorf nicht über einen Punkt hinaus kam, liegen die Rhinstädter jetzt drei Punkte vor dem Dauerrivalen von der Ostsee. Der Meister hat noch vier Heimspiele, die Rhinstädter zwei. In zwei Wochen muss das 90er Sextett in Bergedorf und Hannover antreten. Sogar Hannover kann durch vier Heimspiele noch in den Titelkampf eingreifen.                                                             

Fehrbellin hatte beide Tage die Bahn sehr gut im Griff. Lohn waren jeweils 3:0 Punkte und 57:21 Punkte in der kleinen Wertung. Damit konnten die Rhinstädter ihren 49. Dreier in Folge auf der Heimbahn einfahren.

 

SV 90 Fehrbellin I - ETV/ Phönix Kiel 3:0 (5456:5216 Holz, 57:21 EWP)

Das Spitzenspiel wurde in diesem Jahr eine einseitige Sache. Bereits nach der Startachse lagen die Hausherren mit 78 Hölzern vorn. Dirk Sperlings 920 Holz sollten wieder einmal Höchstholz werden und Alexander Wolskis 908 Holz bedeuteten am Ende das drittbeste Tagesergebnis. Der Kieler Sascha Brinks konnte mit der Mannschaftsbestleistung von 882 Holz noch einigermaßen mithalten. Deutscher Herren-A-Einzel-Meister Jörn Kemming hatte am Ende nur 868 Holz im Spielbericht.

Auch die Mittelachse der 90er ließ nichts anbrennen. Dietmar Stoofs 916 Holz waren Rang zwei in der Einzelwertung und auch Daniel Neumann lag vier Holz über der magischen 900-Holz-Marke. Die beiden Nationalspieler Alexander Eggers und Kai Ludorf beendeten ihre Spiele mit 871 beziehungsweise 867 Hölzern. Damit lagen alle vier 90er in der Einzelwertung vorn.

Jetzt wollte auch die 90er Schlussachse, Jonathan Jaeger und Sebastian Krause, die 900 knacken. Mit 902 und 906 Holz sorgten sie für die beste Mannschaftsleistung der Saison. Weder Felix Grill (859) noch Jan Künstler (869) hatten eine Chance. Damit trennten beide Teams am Ende 240 Hölzer.

 

SV 90 Fehrbellin I - KSK Oldenburg/ Holstein 3:0 (5414:5212 Holz, 57:21 EWP)

Wieder war auf die 90er Startachse verlass. Alexander Wolski (908) und Dirk Sperling (905) brachten ihr Team mit 68 Holz in Führung. Die Oldenburger Marc Stender und Lars Boller kamen auf 871 und 874 Holz. In Runde zwei und drei wieder das gleiche Bild wie am Vortag. Daniel Neumann, mit 909 Holz bester Einzelspieler, Partner Dietmar Stoof mit glatten 900 Holz sowie Benjamin Münchow (891) und Sebastian Krause (901) lagen wieder vor den Gästeergebnissen. Hier sollte Jan Stender mit 884 Holz bester Spieler werden. In der Endabrechung trennten wieder satte 202 Holz beide Teams.

 

Nicht so gut lief es für die beiden Zweiligisten BBC 91 Neuruppin und SV 90 Fehrbellin II in Vetschau und Seyda. Ohne Punktgewinn musste man die Heimreise antreten. Die Kreissstädter bleiben trotzdem im sicheren Mittelfeld. Die 90er müssen nun sehen, dass sie ihre vier Heimspiele gewinnen und hoffen, dass es noch Schützenhilfe von den anderen Teams gibt.

 

1. KSV Vetschau – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5355:5274 Holz, 48:30 EWP)

Am Ende fehlten dem 90er Team sechs Holz zum Gewinn des Zusatzpunktes. Im Brandenburg-Derby gingen die Hausherren nach der Startachse mit 24 Holz in Führung. Marcus Lehnigk (883) und Michael Kschiwan (892) spielten für die Lausitzer an. Auf 90er Seite kamen Markus Ringgenberg und Ralf Friedrich auf 886 und 865 Holz. Auch in Runde zwei blieb man weiter im Rennen um den Zusatzpunkt, obwohl die Gäste die Holzführung auf 42 Holz ausbauten. Günther Speers 887 Holz sollten bestes Gästeergebnis werden. Partner Michael Nußbaum ließ 10 Holz weniger fallen. Die Heimkegler Markus Lehmann und Lutz Diestel hatten 897 und 885 Holz im Spielbericht. Im letzten Block sicherten dann Mathias Loewa/ Rocco Faustmann (871) und Patrick Diestel (907/ Höchstwert) den Dreier. Das 90er Duo Marco Koch und Norbert Krämer beendeten das Spiel mit 879 und 880 Holz.

 

KC Rot-Weiß Seyda – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5271:5164 Holz, 54:24 EWP)

Nach Runde eins lagen beide Teams gerade einmal 12 Holz auseinander. Seyda kam durch René Arndt und Alexander Freiwald auf 868 und 884 Holz. Fehrbellin II holte mit Günther Speer und Markus Ringgenberg 861 und 879 Holz. Der Mittelblock der Seydaer konnten dann die Führung auf 55 Holz erhöhen. Zudem lagen Rainer Schuldes (871) und Martin Schulze (889) vor Nobert Krämer (861) und Andreas Schubert (856). Damit war der Dreier schon Richtung Heimteam. Die Seydaer Schlussachse Christian Freitag (867) und Olaf Hempel (892) machten den Sieg dann perfekt. Die 853 und 854 Holz von Michael Nußbaum und Ralf Friedrich hatten nur noch statistischen Wert.