Dienstag, 29 Januar 2019 11:37

SV 90 lässt Punkt im Kampf um die Meisterschaft liegen

Für die Bohlespezialisten des SV 90 Fehrbellin stand am abgelaufenen Wochenende der 13. und 14. Spieltag im Kalender. Gegner war an beiden Tagen der Aufsteiger aus Michendorf und Seddin. Die Märker rangierten vor dem Wochenende auf Rang Sechs der Tabelle und konnten vor allem auf der Heimbahn überzeugen.

 

SG Michendorf/ Seddin – SV 90 Fehrbellin 3:0 (5456:5377 Holz, 49:29 EWP)

Am Samstag fand zunächst das Hinspiel in Michendorf statt. Die 90er holten bislang in jedem Auswärtsspiel mindestens einen Zähler. Der Gewinn des Zusatzpunkts wurde also als Minimalziel ausgegeben.

Jonathan Jaeger (898) und Benjamin Münchow (891) schlugen sich im ersten Durchgang über drei Bahnen sehr gut. Doch durch einige unnötige Fehler musste man am Ende doch einen 31-Holz-Rückstand hinnehmen. Norman Lorenz (920) nutzte die Gunst der Stunde und stellte gleich zu Beginn den Tagesbestwert auf. Raphael Kukla (900) konnte mit den letzten Würfen noch am lange führenden 90er vorbeiziehen, was nicht gut für die Zusatzwertung war.

In der Mittelachse sah es zunächst aus, als könnten Daniel Neumann und Dirk Sperling Boden gutmachen. Doch die Heimspieler Ralf-Ingo Buchholz und Marko Friedrich ließen sich von Dirks forschem Start nicht beeindrucken und hielten gut  dagegen. Dirk verlor sogar noch sein Duell mit 914:916 Holz, während Daniel seinen Gegner mit einer durchwachsenen Leistung (885:885) halten konnte.

Der Zusatzpunkt war greifbar. Doch der Aufsteiger war an diesem Tag zu stark. Sowohl Christian Rosga (919) als auch Torsten Wagner (916) konnten sich an Dirk vorbei schieben. Sebastian Krause und Dietmar Stoof fehlte hingegen etwas die Konstanz, so dass am Ende 903 bzw. 886 Kegel umgelegt wurden.

Somit mussten die Titelaspiranten erstmals in dieser Saison die Heimreise mit leeren Händen antreten.

 

SV 90 Fehrbellin – SG Michendorf/ Seddin 3:0 (5388:5179 Holz, 57:21 EWP)

Das Rückspiel am Folgetag  wurde eine sehr einseitige Partie. Während die Rhinstädter ihren Stiefel in gewohnter Manier herunterspielten, fand der Aufsteiger zu keiner Zeit das richtige Tempo.

Dirk Sperling (925) hatte nie Mühe, den Durchgang für sich zu entscheiden. Sein Mitspieler Benjamin Münchow hatte mit 882 Holz etwas zu kämpfen, setzte sich aber am Ende doch recht deutlich von René Lewin (862) und Norman Lorenz (869) ab.

Die Mittelachse verlief ähnlich. Während Dietmar Stoof (903) Bahn und Gegner dominierte, quälte sich Daniel Neumann nach schwachem Start auf 884 Holz. Marko Friedrich und Christian Rosga kamen auf Gästeseite nicht über 861 und 864 Holz hinaus.

Jonathan Jaeger (892) und Sebastian Krause (902) ließen nichts mehr anbrennen. Beide zeigten ein solides Spiel, ohne dabei zu brillieren. Die Ergebnisse von Raphael Kukla (870) und Torsten Wagner (853) hatten nur noch statistischen Wert. Beide schafften es nicht, die Höchststrafe von 57:21 Einzelwertungspunkten abzuwenden.

Den 90ern ist zwar am Sonntag die Revanche für die klare Niederlage am Vortag geglückt, man wird aber noch ein paar Tage dem verschenkten Punkt hinterher trauern.

 

Dauerrivale SG ETV/ Phönix Kiel holte aus den Duellen mit dem KSK Oldenburg/ Holstein 4 Zähler und schrammte auf heimischer Anlage denkbar knapp an einem neuerlichen Punktverlust vorbei. Somit beträgt der Rückstand Fehrbellins auf den Ligaprimus nun zwei Punkte.

In zwei Wochen geben die Herren von der Förde ihre Visitenkarte in Fehrbellin ab. Man wird sicher den Punktverlust aus dem Hinspiel egalisieren wollen. Doch die 90er werden gewappnet sein. Außerdem geht es am Sonntag gegen den KSK Oldenburg/ Holstein. Kiel muss dann nach Michendorf.