Donnerstag, 25 Januar 2018 19:33

Wechselspieltag in der Bundesliga

An diesem Wochenende finden in den Bohle-Bundesligen der Herren die Wechselspieltage statt. Der Tabellenführer, SV 90 Fehrbellin trifft zweimal auf den KSC Ilsenburg. Die Harzer sind Liganeuling und liegen auf dem elften Platz. Für das 90er Sextett heißt das Ziel, in beiden Partien den Dreier zu erkämpfen.

Doch Sektionsleiter Peter Wolski warnt schon im Vorfeld, den Gegner nicht zu unterschätzen: „Bereits gegen den zweiten Neuling Schwerin Mitte November konnten wir erst mit dem letzten Wurf alle drei Punkte zu Hause behalten. Nur wenn alle sechs ihre Leistungen abrufen, werden wir unsere makellose Heimbilanz fortsetzen können.“ Um 13 Uhr erfolgen die ersten Würfe auf der Bahnanlage in der Luchstraße.

Nach Spielschluss muss dann gleich die Sporttasche gepackt werden. Es geht direkt in das 280 Kilometer entfernte Ilsenburg, wo dann am Sonntagvormittag das Rückspiel steigen wird. Die Harzer dürfen sich zu Hause eigentlich keinen Punktverlust mehr leisten, will man weiter Erstligist bleiben. Der KSC Ilsenburg trägt seine Heimspiele seit dieser Saison im nahe gelegenen Derenburg aus. Für die Mannen um Kapitän Dirk Sperling ist die Bahnanlage Neuland. Erst beim Einspielen wird man sehen, ob man mit der Derenburger Anlage zu Recht kommt.

„Wir haben eine gute Auswärtsform, das hat man auch in Berlin vor zwei Wochen wieder gesehen.“, ist Sebastian Krause nach den zwei knappen Niederlagen zuversichtlich. „Wir haben gezeigt, dass wir überall um den Sieg mitspielen können. Wie uns die Bahn in Ilsenburg liegt, müssen wir aber erst einmal sehen.“ Bisher zeigte man in dieser Spielserie in den Auswärtspartien sehr gute Leistungen und holte aus den sechs Begegnungen elf Punkte. „Mit Dirk und Daniel haben wir zwei Topleute, die auswärts den Unterschied machen können. Wenn der Rest dann auch mitspielen kann, wird es für die meisten Teams ein harter Kampf.“, schickt Krause eine erste Kampfansage in Richtung Harz.  

Der ärgste Rivale, Titelverteidiger Kiel spielt zweimal gegen Oldenburg. Beide Teams liegen nur 60 Kilometer auseinander. Vielleicht schon ein kleiner Vorteil für den deutschen Meister, der somit keinen großen Reisestress haben dürfte. Am Samstag steigt das Spiel in Kiel, Sonntag sind dann die Oldenburger Gastgeber. Hier gab es in den letzten Jahren meistens sehr enge Spiele. Die Stender-Brüder und Co. könnten mit einem Heimsieg sogar weiter vom ersten Medaillengewinn träumen.

 

Der SV 90 Fehrbellin II muss am Samstag erwartungsgemäß in der Fremde antreten. Hier kommt es zweimal zum Brandenburg-Derby gegen die Spielgemeinschaft Seddin/ Michendorf. Dieses Team liegt nach 12 Spieltagen auf dem dritten Tabellenrang. Nur ein Punkt fehlt zum Tabellenführer NKC 72 Berlin. Auch wenn die Aussichten hier nicht so rosig sind, wird der Liganeuling die Punkte nicht kampflos hergeben. Am Sonntag trifft man sich dann um 10 Uhr in der Rhinstadt zum Rückspiel. Dann heißt die Zielstellung für das 90er Sextett: Punkte sammeln für den Klassenerhalt. Natürlich hofft man dann, dass zahlreiche Kegelfans dem Rhinstädter-Sextett den Rücken stärken.