Mittwoch, 20 September 2017 20:36

Fehrbellin I fegt Meister Kiel aus der Halle – Zweite Mannschaft mit ordentlichem Zweitligadebut

Das Erstligateam des SV 90 Fehrbellin konnte am ersten Doppelspieltag beide Partien - gegen Meister Kiel und Oldenburg - mehr als souverän gewinnen. Alle Spielpunkte blieben beim Vizemeister. Auch die kleine Wertung ging zweimal mit 57:21 Punkten an die Hausherren. An beiden Tagen wurde Dietmar Stoof bester Holzsammler.

Hauptstadtclub Union wurde ebenfalls Sieger des Spieltages. In Stralsund und Stavenhagen holte man jeweils 3:0 Siege.

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II blieb zwar in der Fremde bei den heimstarken Clubs in Binde und Stendal punktlos, trotzdem ist man zuversichtlich, das Punktekonto am nächsten Doppelspieltag auf der Heimbahn ausgleichen zu können.  

 

Herren I – Mehr geht nicht - Meister Kiel und Oldenburg mit Höchststrafe

nach Hause geschickt

SV 90 Fehrbellin I - SG ETV/ Phönix Kiel 3:0 (5390:5205 Holz, 57: 21 EWP)

Die Saisoneröffnung auf der Fehrbelliner Kegelbahnanlage in der Luchstraße begann gleich mit einem Knaller. Vizemeister SV 90 Fehrbellin hatte den achtmaligen Meister aus Kiel zu Gast. Nach Runde eins konnten die Hausherren eine 40 Holz Führung bejubeln. Kapitän Dirk Sperling und Alexander Wolski ließen 899 und 895 Holz fallen. Beim Titelverteidiger Kiel sollten die 880 beziehungsweise 872 Holz von Kai Ludorf und Sascha Brinks die besten Ergebnisse bleiben.

Der Mittelblock brachte dann bereits die Entscheidung. 90er Dietmar Stoof gelang mit starken 918 Holz das höchste Ergebnis des Spieles. Partner Daniel Neumann konnte mit 895 Holz ebenfalls überzeugen. Die Gästekegler Alexander Eggers und Jan Künstler mussten sich dagegen mit mageren 860 und 857 Holz zufrieden geben. Damit führte das Fehrbelliner Sextett mit unglaublichen 138 Holz. Hinzu kam, dass alle vier 90er die Einzelwertung anführten.

Die Fehrbelliner Schlussachse (Benjamin Münchow und Sebastian Krause) hatte jetzt sogar die Chance, das Meister-Sextett mit der Höchststrafe nach Hause zu schicken. Mit 886 und 897 Holz waren auch sie ihren Gegenspielern René Richter (865) und Jörn Kemming (871) klar überlegen. Somit konnte man einen in dieser Höhe unerwartet klaren Sieg feiern.   

 

SV 90 Fehrbellin I - KSK Oldenburg/Holstein 3:0 (5379:5165 Holz, 57:21 EWP)

Das Spiel begann wie am Vortag. Fehrbellins Anschieber Dirk Sperling (902) und Alexander Wolski (898) sorgten für eine klare 65-Holz-Führung. Auf Gästeseite kamen Jörg Vogelmann auf 877 Holz (Mannschaftsbester) und Nils Wieske auf 858 Holz.

Im Mittelblock fiel dann wieder der Bestwert der Rhinstädter. Dietmar Stoof ließ bei seinen 120 Würfen 911 Holz fallen und sicherte sich erneut die 12 Einzelpunkte. Partner Daniel Neumann beendete sein Spiel mit 882 Hölzern. Da beide Oldenburger, Arnim Barkholtz und Jan Haagen, jeweils nur 850 Holz in die Wertung brachten, trennten beide Teams schon 158 Hölzer.

Somit war der letzte Durchgang eigentlich nur noch Formsache. Benjamin Münchow und Sebastian Krause wollten natürlich an die Leistungen ihrer Mitspieler anknüpfen. Mit 896 und 890 Holz gelang das auch. Da Jan und Marc Stender das Spiel mit 861 und 869 Holz beendeten, gab es auch am Sonntag für die Gäste die Höchststrafe.

 

Während der SV 90 nach den beiden Heimsiegen von der Tabellenspitze winkt, konnte sich Kiel am Sonntag in Derenburg gegen Aufsteiger Ilsenburg rehabilitieren und den ersten Dreier einfahren.

Für noch mehr Furore sorgte die SG Union Oberschöneweide. War der Sieg in Stralsund noch zu erwarten, war der Erfolg am Sonntag beim heimstarken Team aus Stavenhagen ein echtes Pfund. Das sind Bonuspunkte, an denen sich die Konkurrenz, erst einmal die Zähne ausbeißen wird.

Das Verfolgerduell zwischen Seedorf (letzte Saison Fünfter) und Hannover (Vierter der Vorsaison) ging klar mit 3:0 an die Nordbrandenburger. Während Seedorf auch am Sonntag die weiße Weste behielt, holte Hannover einen Punkt bei Aufsteiger Schwerin.

 

Herren II – Binde und Stendal nutzen Heimvorteil zum jeweiligen Dreier

SV Binde – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5352:5208 Holz, 54:24 EWP)

Das Fehrbelliner Sextett musste gleich mit einem Handicap in das Abenteuer Bundesliga starten. Mannschaftskapitän Norbert Krämer musste verletzungsbedingt passen. Dafür kam Günther Speer zum Einsatz. Dass es beim sehr heimstarken Gastgeber schwer werden würde zu punkten, war den Rhinstädtern im Vorfeld klar.

Im ersten Block konnten Markus Ringgenberg und Ralf Friedrich mit 881 und 872 Holz noch ganz gut mithalten. Zwar führten die Gastgeber mit 17 Holz, da Jochen Neubauer und Burkhard Thiede 893 und 877 Holz erkämpften, aber der Kampf um den Zusatzpunkt war erst einmal offen.

Im Mittelblock konnten die Binder mit 900 und 888 Holz von Richard Albrecht und Stefan Dombrowski zwar die Führung auf 67 Holz ausbauen, aber der Zusatzpunkt war weiter drin für die Gäste. Dafür sorgte Michael Nußbaum mit der Mannschaftsbestleitung von 889 Holz. Ersatzmann Günther Speer hatte 849 Holz im Spielbericht.

Im Schlussblock ließ der Gastgeber dann aber nichts mehr anbrennen. Alf Schernikau und Carlo Thiede konnten mit 894 und 900 Holz das zweit- und drittbeste Ergebnis erkegeln. Das 90er Duo Andreas Schubert und Marco Koch hatte am Ende 859 und 858 Holz an der Anzeigetafel zu stehen. Somit blieb der Dreier doch noch klar in der Altmark.

 

Stendaler KC – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5557:5315 Holz, 53:25 EWP)

Auch die Stendaler nutzten ihren Heimvorteil. Nach Runde eins führte man mit 32 Holz. Durchgangsbester wurde René Moses mit 918 Holz. Mit 898 Holz folgte 90er Günther Speer, der damit bester Gästespieler werden sollte. Sein Partner Markus Ringgenberg legte 870 Holz um. Stendals Christian Krakow hatte 12 Holz mehr auf dem Wettkampfzettel zu stehen.

Im Mittelblock hatten dann beide Heimkegler (Marcel Borsch 944, Tom Matysiak 929) das bessere Ende für sich. Auf 90er Seite kamen Michael Nußbaum und Ralf Friedrich auf 889 und 888 Hölzer.

Auch im letzten Block lagen beide Stendaler vorne. Klaus Borsch konnte mit 960 Holz ein Topergebnis erkämpfen und sicherte sich damit das Höchstholz. Steffen Hill beendete das Zweiligaspiel mit 924 Hölzern. Auf Fehrbelliner Seite hatten Andreas Schubert und Marco Koch 893 und 877 Holz auf dem Zettel.

 

Die zweite Fehrbelliner Mannschaft hat sich letztlich, gerade am Samstag ganz gut verkauft. Die vergangene Zweitliga-Saison hat gezeigt, dass in Stendal und Binde nicht viele Teams punkten. Der „Salto Nullo“ ist also zu verkraften.

Der Aufsteiger muss seine Hausaufgaben zu Hause machen, um die Klasse zu halten. Das Potenzial ist da. Jetzt müssen nur die Nerven mitspielen.

Einfach wird es jedenfalls nicht, da am 07.10. um 13 Uhr das Ruppiner Derby gegen den BBC 91 Neuruppin auf dem Plan steht. Doch gerade das könnte für Fehrbellin eine große Chance sein. Denn Bundesliga hin oder her – die Neuruppiner kennt man aus diversen Aufeinandertreffen in Pokal-, Landesliga-, Freundschaftsspielen und Einzelmeisterschaften. Die Nervosität sollte sich also in Grenzen halten.

An Unterstützung wird es vermutlich auch nicht fehlen. Es verspricht, ein spannendes Duell in Fehrbellin zu werden.